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Weltklima-Konferenz in Bonn brachte kleine, aber wichtige Fortschritte

Die Skulptur „Unbearable“ des dänischen Künstlers Jens Galschiot steht am 16.11.2017 in Bonn vor dem Tagungsgelände der Weltklima-Konferenz. Foto: Oliver Berg/dpa +++(c) dpa

Die Weltklima-Konferenz in Bonn hat die Umsetzung des Pariser Klimaschutz-Abkommens ein Stück weitergebracht. Nach langem Ringen in der Nacht zumeist hinter verschlossenen Türen einigten sich die 195 Staaten am Samstagmorgen zuletzt auch in wichtigen Finanzfragen.

Dabei ging es unter anderem um einen älteren Fonds zur Anpassung der Entwicklungsländer an die Folgen des Klimawandels. Er war bislang im Kyoto-Protokoll von 1997 verankert. Für sein Fortbestehen wurden in Bonn wichtige Punkte beschlossen.

Die Einigung gilt als großer Erfolg und wurde im Konferenzplenum mit Applaus bedacht. Auch Jan Kowalzig von der Organisation Oxfam sieht diesen Schritt auch sehr positiv. „Wir sind erleichtert, dass die Industrieländer hier nachgegeben haben. Der Fonds ist gerade für die ärmeren Länder sehr wichtig, um sich gegen Dürren, Überschwemmungen oder Unwetterkatastrophen zu schützen.“

Ende 2018 in Kattowitz (Polen)

Zuvor hatten die Delegierten eine umfangreiche Textsammlung erstellt, aus der im kommenden Jahr das Regelwerk zum Pariser Klimaschutz-Abkommen entstehen soll.

Dies ist unter anderem nötig, damit eine Tonne Kohlendioxid-Minderung in allen Ländern mit gleichem Maßstab gemessen wird. Das Regelwerk soll auf der nächsten Klimakonferenz Ende 2018 im polnischen Kattowitz beschlossen werden.

Die Skulptur „Freedom to Pollute“ des dänischen Künstlers Jens Galschiot steht am 16.11.2017 in Bonn vor dem Tagungsgelände der Weltklima-Konferenz. Foto: Oliver Berg/dpa

Um die noch zu geringen Klimaschutzaktivitäten der Länder zu erhöhen, gibt es nun neben den direkten Verhandlungen den sogenannten Talanoa-Dialog. Das Wort Talanoa bedeute auf Fidschi eine Versammlung, in der Wissen ausgetauscht und Vertrauen aufgebaut wird, um weise Entscheidungen zu treffen.

Als besonderer Erfolg galt in Bonn auch, dass erstmals ein gemeinsames Arbeitsprogramm zu Landwirtschaft und Klimawandel in die politische Agenda aufgenommen wurde. Die Landwirtschaft ist einerseits extrem vom Klimawandel betroffen, so dass eine Anpassung an die Erderwärmung nötig ist. Andererseits ist sie auch für einen großen Teil der Treibhausgase verantwortlich.

Bei einem für Entwicklungsländer besonders wichtigem Thema gab es wenig Fortschritte. Sie wollen, dass die Schäden durch den Klimawandel stärker anerkannt werden und dass das Thema auf einer höheren Verhandlungsebene angesiedelt wird als bislang.

Versicherung gegen Klimaschäden

Die Industrieländer fürchten jedoch, eines Tages zur Verantwortung gezogen zu werden für die Schäden durch den Klimawandel in ärmeren Staaten. So blieb es in Bonn dabei, einen weiteren Arbeitsplan für diesen sogenannten Warschau-Mechanismus in Gang zu setzen. Zudem soll es 2018 einen „Expertendialog“ dazu geben.

„Earth Hour“ ist eine Aktion für den Klimaschutz: Der Aletschgletscher in den Alpen hat sich um mehrere Kilometer zurückgezogen. Foto: Shutterstock

„Das in Bonn vereinbarte Arbeitsprogramm stellt nicht sicher, dass die finanzielle Unterstützung für Entwicklungsländer zum Umgang mit Klimaschäden ersnsthaft angegangen wird“, sagte Sven Harmeling, Klimaexperte der Organisation Care.

Bislang gibt es im Rahmen der Klimaverhandlungen zwar Töpfe für Anpassung und für Klimaschutz in ärmeren Ländern, nicht aber Zahlungsverpflichtungen für die Schäden durch den Klimawandel oder den Verlust der Heimat.

Die Delegierten in Bonn beschlossen, dass die Rolle der Frauen beim Klimaschutz künftig stärker berücksichtigt wird. Zudem sollen Indigene Völker künftig stärker in die Klimaverhandlungen mit einbezogen werden.

Neben den eigentlichen Verhandlungen starteten in Bonn eine Menge wichtiger Initiativen oder wurden fortgesetzt, etwa ein breites Bündnis für eine Art Versicherung gegen Klimaschäden. In der „Powering Past Coal Alliance“ schlossen sich 23 Länder und Provinzen zu einer internationalen Allianz für den Kohleausstieg zusammen. Die Regierungen legen sich in ihrer Erklärung auf eine Abkehr von der traditionellen Kohle-Energie fest.

Zudem wurde eine Allianz für nachhaltigen Biotreibstoff gegründet. Die Initiative „Kommunale Regierungen für Nachhaltigkeit“ veranstaltete in Bonn einen großes Treffen. Dort machten Städte und Regionen aus aller Welt deutlich, dass sie sich als Treiber des Klimaschutzes verstehen. (dpa)

  1. Alfons Van Compernolle

    Bull-Shitt !!!! Das was wichtig waere z.B. die so sagenhaft umweltfreundlichen Braunkohlekraftwerke in den Ruhestand zu befoerdern in absehbarer Zeit, gibt es nur wage Andeutungen und nichts verbindliche Vereinbarungen. Sowie das ganze Klima-Treffen keine, so ueber keine auch nur ansatzweise verbindlichen Vereinbarungen erbracht hat. Geldverschwendung, jede Menge Geldverschwendung fuer BlaBlaBlaBla und mehr nicht !!!! Und wie sieht es mit der Atomkraft und einem Endlager fuer den Atommuell aus ?????????????????????

  2. LosKotzos

    Machen Sie sich keine Sorgen, eine Klimalösung wird kommen.
    Sehr wahrscheinlich eingehend mit der Ausrottung der Firma “ Mensch“
    Solange es Menschen gibt die an dem unendlichem Wachstum glauben wird
    es keine verbindlichen Veränderungen geben.
    Eine Lösung liegt da eher in Mutter Erde oder Gottes Hand.
    Beten Sie mal das sie es nicht erleben werden.

  3. Abendland

    auch diese klimaquatsch-konferenz zeigte mal wieder, dass klimaschützer nur nützliche idioten der hohen politik sind, ohne überblick und rücksicht, was für die menschen in dieser welt wirklich zählt, d.h. was sie wirklich brauchen. von wissenschaft haben die überhaupt keine ahnung, sonst würden die auch unangenehme fragen und auch antworten akzeptieren.

    solange „klimaretter“ wie al gore oder andere 1.-welt-öko-pharisäer mehr co2 produzieren als ein armer mensch irgendwo, der jetzt schon durch seine armut weniger energie nutzt und viel weniger co2 verursacht,… und dem mann auf der straße in europa+USA wird dann die rechnung präsentiert (wir sind schuld,wir sollen zahlen), ja solange NENNT MAN DAS AUSBEUTUNG UND DIKTATUR. pluralismus und demokratie und umweltschutz werden untergraben und auf dem altar des klimaschutzes durch diese verlogenen grünen hohepriester geopfert.
    wir sind schon lange keine bürger mehr in demokratien, sondern untertanen der EUdSSR.
    wehret den anfängen ! vor hundert jahren war lenins rote revolution erfolgreich und nun soll eine verlogene öko-revolution in grün die welt retten?
    ja, der mensch lernt nichts aus der geschichte.
    der industrielle henry ford I. meinte einst in diesem zusammenhang „geschichte ist quatsch“. der mann könnte recht haben.

  4. Bürger 2

    Dieses Klimagedön ist noch nur gemacht für den kleinen Leuten das Geld aus der Tasche zu nehmen . Unsere Politiker , andere dicke Bontzen scheren sich doch einen Dreck um Klima , die machen doch was sie wollen . Die fahren dicke Dienstwagen , haben Privat Jet’s usw. , und unser einer kann die Klima Zesche bezahlen ……

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