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Gedenkveranstaltungen zum fünften Jahrestag der Flutkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 [Fotogalerie]

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (r) bei seiner Ansprache im Rahmen der Gedenkveranstaltung am Dienstagabend im Temsepark. Foto: Helmut Koch

Mit einem Rundgang durch die Unterstadt und einer bewegenden Gedenkfeier am Weser-Pavillon haben DG und Stadt Eupen am Dienstag an die verheerende Flutkatastrophe vom Juli 2021 erinnert. Für „Ostbelgien Direkt“ war am Abend im Temsepark Fotograf Helmut Koch vor Ort. Hier sind seine Bilder von der Gedenkveranstaltung (siehe FOTOGALERIE unten).,

Fünf Jahre nach dem Hochwasser gedachten Politiker, Einsatzkräfte, Betroffene und zahlreiche Bürger der Opfer und würdigten zugleich den beispiellosen Zusammenhalt, der die Region nach den dramatischen Ereignissen geprägt hat.

Der Gedenktag begann dort, wo die Wassermassen vor fünf Jahren die größten Verwüstungen hinterließen. Gemeinsam mit Vertretern der Europäischen Union, der Wallonischen Region, der DG und der Stadt Eupen führte ein Rundgang vom Scheiblerpark über den Selterschlag bis zur Alten Malmedyer Brücke.

14.07.2026, Belgien, Eupen: Rundgang am Dienstagmorgen durch die Unterstadt. V.l.n.r.: Walloniens Ministerpräsident Adrien Dolimont, DG-Ministerpräsident Oliver Paasch, die wallonische Ministerin für Energie und Klima, Cécile Neven, und der Präsident des Wallonischen Parlaments, Willy Borsus. Foto: Belga

An den Stationen wurde deutlich, wie sehr sich das Stadtbild verändert hat. Sanierte Gebäude, neue Geschäfte und modernisierte Infrastruktur zeugen vom Wiederaufbau. Gleichzeitig erinnerten Fotos und Berichte daran, welches Ausmaß die Katastrophe im Sommer 2021 angenommen hatte.

– Europa setzt auf Solidarität: EU-Kommissarin Hadja Lahbib hob hervor, dass Europa Belgien nach der Flut nicht allein gelassen habe. Die finanzielle Unterstützung aus dem Solidaritätsfonds habe wesentlich dazu beigetragen, beschädigte Infrastruktur wiederherzustellen und Projekte zur Hochwasservorsorge zu finanzieren. Sinngemäß erklärte sie, Solidarität dürfe sich nicht auf den Moment der Katastrophe beschränken. Sie müsse sich auch darin zeigen, Regionen widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen.

– Lehren aus der Katastrophe: Walloniens Ministerpräsident Adrien Dolimont betonte, dass die Flut zahlreiche Veränderungen angestoßen habe. Frühwarnsysteme seien verbessert, Krisenpläne überarbeitet und die Zusammenarbeit der Behörden intensiviert worden. Seine Botschaft lautete: „Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir müssen alles tun, damit unsere Bevölkerung künftig besser geschützt ist.“

Auch DG-Ministerpräsident Oliver Paasch erinnerte daran, dass viele Menschen noch immer mit den Folgen der Flut leben. Häuser könnten wieder aufgebaut werden, persönliche Erinnerungen jedoch nicht. „Manche Verluste lassen sich nie ersetzen. Gerade deshalb bleibt die Erinnerung an die Flut Teil unserer gemeinsamen Geschichte.“

14.07.2026, Belgien, Eupen: Bürgermeister Thomas Lennertz (r) erläutert einige der im Rahmen des Wiederaufbaus der Unterstadt getroffenen Maßnahmen. Foto: Belga

– Wiederaufbau ist mehr als neue Gebäude: Eupens Bürgermeister Thomas Lennertz verwies auf die Entwicklung der Unterstadt in den vergangenen Jahren. Der Wiederaufbau sei sichtbar, doch er erschöpfe sich nicht in sanierten Fassaden und neuen Straßen. „Eine Stadt lebt von den Menschen, die in ihr wohnen, arbeiten und sich begegnen. Dass die Unterstadt heute wieder belebt ist, verdanken wir dem außergewöhnlichen Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger.“ Zugleich machte er deutlich, dass der Ausbau des Hochwasserschutzes auch künftig zu den wichtigsten Aufgaben der Stadt gehören werde.

– Würdevolles Gedenken am Abend: ÑAm Abend versammelten sich zahlreiche Menschen am Weser-Pavillon im Temsepark. In einer ruhigen und würdevollen Atmosphäre wurde der Opfer gedacht. Musikalische Beiträge, Ansprachen und Momente der Stille verliehen der Feier einen feierlichen Charakter.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Erinnerungen an die dramatischen Stunden des Juli 2021 wurden ebenso geteilt wie Geschichten über die enorme Hilfsbereitschaft, die damals in Eupen und weit darüber hinaus zu erleben war. (cre)

Nachfolgend eine FOTOGALERIE mit Bildern von Fotograf Johannes Koch von der Gedenkveranstaltung am Dienstagabend im Temsepark in Eupen. Zum Vergrößern Bild anklicken. Um von einem Foto zum anderen zu gelangen, genügt ein Klick auf den Pfeil am rechten Bildrand:

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