Mit einem Rundgang durch die Unterstadt und einer bewegenden Gedenkfeier am Weser-Pavillon haben DG und Stadt Eupen am Dienstag an die verheerende Flutkatastrophe vom Juli 2021 erinnert. Für „Ostbelgien Direkt“ war am Abend im Temsepark Fotograf Helmut Koch vor Ort. Hier sind seine Bilder von der Gedenkveranstaltung (siehe FOTOGALERIE unten).,
Fünf Jahre nach dem Hochwasser gedachten Politiker, Einsatzkräfte, Betroffene und zahlreiche Bürger der Opfer und würdigten zugleich den beispiellosen Zusammenhalt, der die Region nach den dramatischen Ereignissen geprägt hat.
Der Gedenktag begann dort, wo die Wassermassen vor fünf Jahren die größten Verwüstungen hinterließen. Gemeinsam mit Vertretern der Europäischen Union, der Wallonischen Region, der DG und der Stadt Eupen führte ein Rundgang vom Scheiblerpark über den Selterschlag bis zur Alten Malmedyer Brücke.

14.07.2026, Belgien, Eupen: Rundgang am Dienstagmorgen durch die Unterstadt. V.l.n.r.: Walloniens Ministerpräsident Adrien Dolimont, DG-Ministerpräsident Oliver Paasch, die wallonische Ministerin für Energie und Klima, Cécile Neven, und der Präsident des Wallonischen Parlaments, Willy Borsus. Foto: Belga
– Europa setzt auf Solidarität: EU-Kommissarin Hadja Lahbib hob hervor, dass Europa Belgien nach der Flut nicht allein gelassen habe. Die finanzielle Unterstützung aus dem Solidaritätsfonds habe wesentlich dazu beigetragen, beschädigte Infrastruktur wiederherzustellen und Projekte zur Hochwasservorsorge zu finanzieren. Sinngemäß erklärte sie, Solidarität dürfe sich nicht auf den Moment der Katastrophe beschränken. Sie müsse sich auch darin zeigen, Regionen widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen.
– Lehren aus der Katastrophe: Walloniens Ministerpräsident Adrien Dolimont betonte, dass die Flut zahlreiche Veränderungen angestoßen habe. Frühwarnsysteme seien verbessert, Krisenpläne überarbeitet und die Zusammenarbeit der Behörden intensiviert worden. Seine Botschaft lautete: „Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir müssen alles tun, damit unsere Bevölkerung künftig besser geschützt ist.“
Auch DG-Ministerpräsident Oliver Paasch erinnerte daran, dass viele Menschen noch immer mit den Folgen der Flut leben. Häuser könnten wieder aufgebaut werden, persönliche Erinnerungen jedoch nicht. „Manche Verluste lassen sich nie ersetzen. Gerade deshalb bleibt die Erinnerung an die Flut Teil unserer gemeinsamen Geschichte.“

14.07.2026, Belgien, Eupen: Bürgermeister Thomas Lennertz (r) erläutert einige der im Rahmen des Wiederaufbaus der Unterstadt getroffenen Maßnahmen. Foto: Belga
– Wiederaufbau ist mehr als neue Gebäude: Eupens Bürgermeister Thomas Lennertz verwies auf die Entwicklung der Unterstadt in den vergangenen Jahren. Der Wiederaufbau sei sichtbar, doch er erschöpfe sich nicht in sanierten Fassaden und neuen Straßen. „Eine Stadt lebt von den Menschen, die in ihr wohnen, arbeiten und sich begegnen. Dass die Unterstadt heute wieder belebt ist, verdanken wir dem außergewöhnlichen Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger.“ Zugleich machte er deutlich, dass der Ausbau des Hochwasserschutzes auch künftig zu den wichtigsten Aufgaben der Stadt gehören werde.
– Würdevolles Gedenken am Abend: ÑAm Abend versammelten sich zahlreiche Menschen am Weser-Pavillon im Temsepark. In einer ruhigen und würdevollen Atmosphäre wurde der Opfer gedacht. Musikalische Beiträge, Ansprachen und Momente der Stille verliehen der Feier einen feierlichen Charakter.
Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Erinnerungen an die dramatischen Stunden des Juli 2021 wurden ebenso geteilt wie Geschichten über die enorme Hilfsbereitschaft, die damals in Eupen und weit darüber hinaus zu erleben war. (cre)
Nachfolgend eine FOTOGALERIE mit Bildern von Fotograf Johannes Koch von der Gedenkveranstaltung am Dienstagabend im Temsepark in Eupen. Zum Vergrößern Bild anklicken. Um von einem Foto zum anderen zu gelangen, genügt ein Klick auf den Pfeil am rechten Bildrand:































HINWEIS – Vor fünf Jahren die Flut in Eupen und im Wesertal – Wassermassen hinterließen Spur der Verwüstung https://ostbelgiendirekt.be/jahrestag-der-flutkatastrophe-440446
Eine Möglichkeit mehr sich au einer Bühne zu präsentieren. Diese Leute sind einfach nur zum K*******!!!
JoKrings, RICHTIG!!! Was haben die betroffenen Bürger, die ihr Hab und Gut verloren sowie den Tod von Angehörigen zu beklagen haben, von diesen Reden???
@JoKrings, @DR ALBERN,
darf ich Ihnen zunächst zwei einfache Fragen stellen?
Waren Sie damals selbst von der Flutkatastrophe betroffen? Und waren Sie gestern überhaupt bei der Gedenkfeier anwesend?
Ich vermute, dass Sie beide diese Fragen mit „Nein“ beantworten müssen. Umso mehr frage ich mich, weshalb Sie meinen, eine Veranstaltung beurteilen zu können, an der Sie offenbar gar nicht teilgenommen haben.
Ich habe selbst überlegt, ob ich hingehen soll. Heute weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war. Während der gesamten Gedenkfeier gab es keine Schuldzuweisungen, kein politisches Nachtreten und keine Wahlkampfshow. Es wurde genau das getan, wofür diese Veranstaltung gedacht war: an die Ereignisse vor fünf Jahren zu erinnern und den Menschen zu gedenken, die unter dieser Katastrophe zum Teil bis heute leiden.
Wer hätte denn Ihrer Meinung nach die Veranstaltung eröffnen und moderieren sollen, wenn nicht unser Bürgermeister? Und ist es wirklich „zum K****n“, wenn der Ministerpräsident daran erinnert, dass die Sonderzuschüsse für Eupen von der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit parteiübergreifender Mehrheit beschlossen wurden? Das ist keine Selbstdarstellung, sondern ein Teil der Geschichte dessen, was nach der Katastrophe geschehen ist.
Besonders beeindruckt haben mich die Berichte der Betroffenen. Sie haben sehr persönlich und bewegend geschildert, was sie damals erlebt haben. Genau diesen Menschen galt die Aufmerksamkeit des Abends.
Für mich war es außerdem gut, viele Menschen wiederzusehen, die damals dasselbe Schicksal erlitten haben, ebenso Vertreter der Rettungskräfte (Polizei, Feuerwehr, Sanitäter und städtische Mitarbeiter) sowie viele der Helfer von damals.
Ich erinnere mich vor allem an die unglaubliche Welle der Solidarität. Viele von uns hatten keine Haustüren oder Garagentore mehr. Wochenlang fuhr die Polizei mit bewundernswerter Regelmäßigkeit alle 30 Minuten Streife durch unsere Straßen. Dadurch blieb uns wenigstens das Leid von Plünderungen erspart und wir konnten nachts etwas ruhiger schlafen.
Im Schilsweg packten sogar flämische Polizeibeamte mit an. Gemeinden aus der Eifel schickten Fahrzeuge und Personal nach Eupen. Fußballfans aus Westflandern kamen freiwillig hierher, um Schlamm zu räumen und zu helfen. Und wie viele völlig fremde Menschen klingelten einfach und fragten: „Brauchst du Hilfe?“ Ich entschuldige mich schon jetzt bei all denen, die ich in dieser Aufzählung vergesse.
Das war gelebte Solidarität. Diese Hilfsbereitschaft hat vielen Betroffenen damals Kraft gegeben und wird für mich immer das sein, woran ich mich zuerst erinnere.
Umso unverständlicher finde ich es, wenn eine würdige Gedenkveranstaltung von Menschen, die offenbar nicht einmal dabei waren, pauschal als politische Bühne abgetan wird. Solche Kommentare werden weder den Opfern noch den Helfern gerecht. Sie tragen auch nichts zu einer sachlichen Diskussion bei – sie wirken lediglich respektlos gegenüber denjenigen, die diese Katastrophe am eigenen Leib erfahren haben.
Sie haben einfach nur RECHT ! Es erùbrigt sich ein jeglicher weiterer Kommentar zu diesen vielfach hier geposteten sagenhaften Kommentaren !
@ Der Langesthaler, eine Rede vom Pastor in der St. Josefs-Kirche ohne Beteiligung eines Politikers sämtlicher Parteien wäre für den Bürger glaubhafter und sinnvoller gewesen!!!
Dr albern, wieso vom Pastor?
@ Frog, weil der für den Bürger politisch UNABHÄNGIG ist!!!
einfach nur zum 🤮, dieses Politikergetue
Ich hoffe irgendwann werden die Verantwortlichen, die nicht genug Wasser abgelassen haben zur Rechenschaft gezogen. Besonders die Ecolos müssen sich das gut hinter die Ohren schreiben. Es ist ein sehr trauriges Kapital. Die Verantwortung wird gerne auf den menschengemachten Klimawandel geschoben. Nur stimmt das nur bedingt. Der Mensch suchte die Nähe zum Wasser. auch die Unternehmen zog es in die Täler. An Zeiten mit viel Regen und Schnee wurde nicht gedacht. Der Boden wurde verdichtet, geteert gepflastert. Das Wasser konnte nicht versickern. Unser menschliches Siedlungsverhalten hat zu dieser gefährlichen Flut beigetragen. Wurde wirklich aus dieser Situation gelernt? Wurden Bebauungspläne geändert? Wurden Gebäude an gefährlichen Stellen aufgekauft und abgerissen?
Welch ein Glück das die EU abgeordnete Lahbib auch unter den anwesenden Gäste waren .
Diese Dame hat bisher sehr viel Gutes von sich hören lassen.
Klar unser Minister müssen sich wieder in den Vordergrund Profelieren, obgleich die während und auch danach rein NICHTS erreicht haben und keinem geholfen haben alles wieder auf die Reiche zu bekommen ! Nennt man dass nicht zufällig Heuchler ?
# Der Patriot. Keinem geholfen haben kann man so nicht beurteilen.
Es hat sicherlich einen guten Deal mit den Versicherungen gegeben, damit diese, keine Fragen stellen.
Und das war, nachdem man die Katastrophe so oder so nicht mehr rückgängig machen konnte, keine schlechte Sache.
Finanziell also, gut aus der Affäre gezogen, für den Minister aus Namür, der damals, Grüße aus dem Urlaub gesendet hatte?
oder direkt im Anschluss in Urlaub wollte?
Wie dem auch sei, ist für die Angehörigen der Opfer, mit finanziellen Mitteln das Problem sowieso nicht zu lösen und wird es auch nie.
Ich bin mir jetzt gar nicht so sicher, dass alle betroffenen Bürger die entsprechende Hilfe bekommen haben! Auch wieder Arrangemrnts mit Versicherungen oder warum hat der ehemalige Minister Mollers sofort eine leitende Position bei Ethias bekommen? Aber, was sage ich, selbst in diesem Portal reagiert fast niemand, also was sollte sich ändern?
@Langesthaler: sehr gut geschrieben, Danke für diesen Beitrag.
Die Gedenkveranstaltung war sehr gut gemacht.
Es ist auffällig, mit welcher Kaltschnäuzigkeit sich Paaasch vor die Leute stellt und eine nichtssagende Sonntagsrede hält anstatt vor Scham in Grund und Boden zu versinken.
Paasch ist derjenige, der hauptsächlich für 1,4 Milliarden Euro Schulden in der DG verantwortlich ist, die er schönredet und deren Tilgung er seinen Nachfolgern überlässt; er ist nicht qualifiziert, irgendwelche Lehren oder was auch immer in der Öffentlichkeit zu machen.
Es sieht so aus, dass es unter Paasch keine Einsparungs- und Schuldenrückbauprogramme gibt, stattdessen bemüht er sich in Sonntagsreden. Dass er es seit 2004 nicht geschafft hat, die Finanztransfers aus der DG Richtung Westen einzudämmen, einen Schnitt zur Provinz zu machen und dafür monatlich knapp 16.000 Euro abkassiert, macht ihn als Redner völlig inakzeptabel.
Dieser Mann ist eine Schande vor den Opfern der Flutkatastrophe.
Guter und wahrer Text von Ihnen Arschkriecherei! Das der Herr Paasch sich nicht schämt vors Publikum?! Grosse Reden schwingen konnte er schon immer, wir waren ja die Besten!
Von wegen, solche Schuld hatten wir noch nie!
Er sollte uns mal seinen Plan sagen, wie, wann und wer dass alles bezahlen soll!?
Da drückt er sich vor, und spricht es schon nicht an?! Aber wohl vors Micro glänzen.
Wenn man die Leistung und vor allem die Zuwendung sieht, welche wir jetzt haben, dann schreit dass zum Himmel! Und es fehlen immer noch Altenplâtze in Pflegeheimen etc, dafür ist jetzt nix mehr da!
so kanns gehen, wenn Regierende sovieles Geld verpulvern, und für die Steuerzahler und Geldgebedann nichts mehr da ist!
Zu spät, dass hättet ihr euch schon früher überlegen sollen?!
Kritik an der Finanzpolitik ist berechtigt und gehört diskutiert. Jemandem aber wegen einer Gedenk- oder Solidaritätsrede für die Opfer der Flutkatastrophe die Legitimation abzusprechen, hilft keiner sachlichen Debatte. Politik sollte an Fakten, Entscheidungen und Ergebnissen gemessen werden nicht an pauschalen persönlichen Verurteilungen.
Pierre II,da haben aber einige hier mit ihren reisserischen und beleidigenden Kommentaren ihre Probleme.
Aber vielleicht denken schon einige,das sie sich bei den nächsten Wahlen auf eine Liste eintragen lassen,und dann alles was die so schlecht und zum kotzen finden aus-und aufräumen, und uns zeigen wie toll sie das hinbekommen werden.
Man ist gespannt……
Frog! Ja gespannt schon, denn wenn Sie sich das jetzt überlegen, vieleicht sind Sie sodann auch dabei!? Dabei sind jetzt schon viel zu viele! Alles, oder vielmehr die Allermeisten sind Vielschwetzer, verdienen Super dabei, selbst bei „Nicht-Wiederwahl“, und machen Haufenweise Schuldenberge, welche der Wähler danach abtragen darf!? Siehe unsere glorreiche DG mit fast 1,5 MILLIARDEN Schulden!? Von wem gemacht? Raten Sie mal? Schönes WE an Sie!
Dabei sein ist alles!
Fakt ist, die ganze Heuchelei von unserer Administraive und Politik besonders in dieser Sache, ist einfach nur Peinlich !