Politik

Vivant warnt vor 5G: „Gesundheitliche Gefahren und viele andere Risiken für Mensch, Tier und Umwelt“

Vivant-Fraktionssprecher Michael Balter (Bild links) fordert, dass der Auf- und Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes solange eingestellt wird, bis die Risiken zweifelsfrei ausgeschlossen werden können. Fotos: Gerd Comouth-Pixabay

Schon bald soll 5G in vielen Ländern als neuer Standard im Mobilfunk etabliert werden. Als Nachfolger von 4G wird das 5G-Netz die mobile Kommunikation revolutionieren. Die Vivant-Fraktion erhebt schwerwiegende Bedenken.

Inzwischen häufen sich weltweit Proteste von Bürgern und Ärzten, die sich in Bürgerinitiativen und zu Protestmärschen zusammenschließen, um Ihre Sorge und Ihren Unmut über diese Entwicklung kundzutun.

Vor einigen Tagen haben sich 434 belgische Ärzte und 900 Fachkräfte im Gesundheitsbereich in einem schriftlichen Appell namens „Hippocrates Electrosmog Appeal“ an die Regierung gewandt und fordern ein Moratorium des Ausbaus des 5G-Netzes, bis dessen Unbedenklichkeit durch unabhängige Studien belegt werden kann.

Ein Sendemast für den Mobilfunk-Standard 5G für Telefonie und Internet. Foto: Soeren Stache/dpa

Die Vivant-Fraktion im PDG weist in einer Pressemitteilung auf die Gefahren durch den Ausbau des 5G-Netzes hin. „Der Ausbau des 5G-Netzes wird bisher nie da gewesene Auswirkungen auf die Umwelt haben. Es wird eine kaum vorstellbare Verteilungsdichte von Hochfrequenzsendern und Sendemasten geben, um eine lückenlose Datenübertragung gewährleisten zu können, da die 5G-Technologie nur über kurze Distanzen funktioniert. Somit wird die Strahlungsintensität um ein Vielfaches zunehmen.“

Dass sich die Mobilfunkstrahlung schädigend auf die Gesundheit auswirken kann, wurde nach Meinung der Abgeordneten Michael Balter, Alain Mertes und Diana Stiel inzwischen vielfach in Studien belegt.

Aufklärungskampagnen über Gesundheitsrisiken führen

Vivant: „Die Rede ist von schwerwiegenden Krankheiten und Symptomen, wie beispielsweise ein erhöhtes Krebsrisiko, Genschäden, funktionelle und strukturelle Veränderungen im Fortpflanzungssystem, Veränderungen im Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lern- und Gedächtnisdefizite. Es liegen ebenfalls zahlreiche Beweise von alarmierenden Auswirkungen auf Tiere und Umwelt vor. Forschungsberichte zeigen auf, dass das Heimkehrvermögen von Vögeln, Bienen und zahlreichen anderen Spezies auf diesem Planeten durch erhöhte Strahlung massiv gestört wird.“

Bei landwirtschaftlichen Nutztieren seien in Studien ebenfalls „erschreckende Feststellungen“ gemacht worden wie beispielsweise eine vermehrte Anzahl missgebildeter Kälber oder Totgeburten, Augenentzündungen und grauer Star, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Vivant-Fraktion: Diana Stiel, Alain Mertes und Michael Balter (v.l.n.r.). Foto: Gerd Comouth

Wissenschaftler legen der EU eindringlich nahe, Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung von künstlichen elektromagnetischen Feldern und somit auch den Ausbau vom 5G-Netz zu stoppen. Sie weisen auf die dringende Notwendigkeit hin, weitreichende Aufklärungskampagnen über die Gesundheitsrisiken zu führen, die von der hochfrequenten Strahlung ausgeht. Ebenfalls fordern sie die EU-Länder auf, über neue, sichere Grenzwerte für die maximale gesamte Strahlenexposition für kabellose Kommunikation in der EU zu entscheiden und die kabelgebundene digitale Telekommunikation gegenüber der Funktechnologie zu bevorzugen und auszubauen.

Vivant schließt sich diesen Appellen an und möchte mit diesem Resolutionsvorschlag (siehe Anhang) alle Parlamente und Regierungen Belgiens sowie das EU-Parlament auffordern, sich intensiv mit den von zahlreichen Wissenschaftlern und Ärzten geäußerten gesundheitlichen Gefahren und allen anderen Risiken für Mensch, Tier und Umwelt auseinanderzusetzen und im Zusammenhang mit der 5G-Mobilfunktechnik gezielt das Vorsorgeprinzip anzuwenden.

Vivant fordert, dass der Auf- und Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes solange eingestellt wird, bis die Risiken zweifelsfrei ausgeschlossen werden können. „Sollte dies nicht gelingen, ist auf das 5G-Netz gänzlich zu verzichten.“

In Zeiten, in denen quasi alle Politiker sich anschicken, das Wohl der Menschen wieder in den Mittelpunkt ihres politischen Handelns zu rücken, gehen wir von einer breiten Unterstützung aller Fraktionen im PDG aus, heißt es in der Pressemitteilung von Vivant. (cre)

Nachfolgend der Resolutionsvorschlag von Vivant:

RESOLUTIONSVORSCHLAG

Zum Thema siehe auch folgende Artikel auf OD:

22 Antworten auf “Vivant warnt vor 5G: „Gesundheitliche Gefahren und viele andere Risiken für Mensch, Tier und Umwelt“”

  1. Die Wahrheit

    Ich würde vorschlagen, dass G5 in der Eifel getestet wird. Dann haben die Menschen dort auch mal schnelles Internet, denn dort herrschen Interntübertragungswerte wie seiner Zeit bei den Neandertaler. Anstatt der Telefonanbieter G5 anbietet, soll er das bestehende Netz mal vernünftig ausbauen.

    • Wir könnten ja auch den hauzau 123 Cororona Virus Impfstoff bei Ihnen testen?. Schön das Sie freiwilliger sind. 🙂 Dr Dr Christmann steht schon als klinische Leiterin der Studie parat, sie wissen schon „Never change à winning team“ 😋
      Für den Chip steht Herr Gates auch schon freiwillig an erster Stelle um der Menscheit den Segen dieser Erfindung bei sich selber vorzuführen, natürlich zuerst im Selbstversuch wie es sich gehört… 🙂 Man haben wir viele hilfsbereite Menschen in letzter Zeit hier, das wärmt einem doch glatt das Herz!!! In der Hölle ist es auch zu frostig….

    • Antwort auf Die Wahrheit

      Na, da haben Sie aber Glück, dass Sie in der belgischen Eifel leben.
      In der deutschen Eifel geht vielerorts überhaupt kein Netz, nicht einmal 2G.
      Fahren Sie mal von Kalterherberg nach Mützenich (sobald dies wieder erlaubt ist): Wenn Sie Glück haben, empfangen Sie dort das belgische Netz, an vielen Stellen geht jedoch gar keines.

  2. Pensionierter Bauer

    In der Pionierzeit des Handys wurde im Kelmiser Gemeinderat über die Instalation eines Handyturms auf dem Heidkopf debattiert. Es waren naturgemäß viele Gegner dieses Projektes im Sitzungssaal. Doch mehrmals wurde die mitunter ausschweifende Debatte durch die klingelnden Handys der Gegner im Publikum massiv gestört.
    So wird es auch bei 5G sein, diejenigen, die jetzt massiv dagegen wettern, werden kurz nachdem dieser Standart eingeführt ist, ihn auch freudig benutzen.
    Wetten, dass der Herr Balter den auch alsbald nutzen wird.
    Erwarte eine ehrliche Antwort von Ihnen, Herr Balter.

  3. Volkshochschule

    In allen Fragen zur Digitalisierung und bei der notwendigen Modernisierung der Telekommunikation in Westeuropa helfen sehr gerne mit Technologie und viel Manpower, Konzerne aus anderen Teilen der Welt. So kann man später bis in jede Wohnstube, Behörde vordringen und mithören und auch noch alles sehen. So geht Europas Ausverkauf immer weiter, dank einer naiven Führung.

  4. Guter Hinweis von VIVANT! Das nennt man gute Oppositionsarbeit! Die usuellen „Fragesteller“ sollten sich hiervon was abschneiden! Lachhaft wie diese Praktiken gegenüber dem arbeitenden Volk gesehen werden!? Fragen vom eigenen Parteikollegen!? Pure Alibi Tätigkeit! Mehr nicht!

  5. Krisenmanagement

    Vivant sollte erst einmal den Menschen helfen, sich um die Rechtsverletzungen der jetzigen Föderalregierung zu kümmern. Wann darf ich wieder zu meinen Eltern fahren ohne bestraft zu werden. Das sollte Vivant interessieren. Warum sagen die Parlamentsmitglieder des DG nichts zu den Rechtsverletztungen der Föderalregierung. 5G ist da erst einmal zweitrangig. Wann komm endlich ein Resolutionsvorschlag gegen den amtierenden Innenminister de Crem und für eine Neuwahl der Föderalregierung. 5G ist ja eigentlich Schwachsinn. Noch immer haben wir kein durchgehendes Netzangebot. Versuche auf Kosten der Bürger sind eine Unverschämtheit.

  6. Sieben Tage Vivantist

    Oha! Die Vivanten sind erwacht! Sie haben den Alu-Hut fest umgeschnallt und wettern gegen G5. Profitiert ihr Vorsitzender nicht vom Ausbau? Na dann ist man dagegen.

    Übrigens, Herr Balter, die Rechnungslegung von Vivant für 2018 fehlt noch immer. Wir haben jetzt fast Mitte 2020. Aber Sie sind ja immer von gestern :)

  7. Maria Heidelberg

    @Sieben Tage Vivantist, Sie verbreiten hier die Verschwörungstheorie, dass die Mitglieder der Partei Vivant die ganze Zeit geschlafen haben. Glauben Sie das eigentlich wirklich, was Sie da behaupten? Und wer hier Aluhüte bevorzugt, wird hier doch gerade transparent. Meines Erachtens sind Aluhutträger global betrachtet die Kommunisten, die das Zepter übernommen haben, sich als Demokraten tarnen und unter fadenscheinigen Deckmänteln über Ihre Zukunft entscheiden. Haben Sie keine anderen Probleme, als eine belanglose „Rechnungslegung“ für 2018? Sie sollten Ihre Prioritäten anders setzen, es gibt zur Zeit Wichtigeres. 5G ist ein Thema, was unbedingt behandelt werden muss. Also lenken Sie hier nicht vom Thema ab und lesen Sie zu. Es geht auch um Sie.

    • Weiste Maria, wer jetzt noch mitten in der Freakshow eine kleine Oppositionspartei die immer lächerlich gemacht wurde kritisiert hat den Knall wirklich noch nicht gehört oder ist auf beiden Augen blind…
      Danke übrigens Maria 🙂
      Problem für die ist das die den Quatsch immer wiederholen müssen und am laufen halten müssen….blöd für die denn ansonsten fallen die Masken komplett und dann sehen manche wirklich blöd aus.
      Die sind momentan irgendwie auf Kamikaze Mission hier… 😋

  8. besserwisser

    Vorschlag, alle Handybesitzer von Vivant und Ecolo , gebt bitte eure Handy’s ab, ihr braucht sie nicht. Ausserdem würde so ein Beitrag zur Umweltschützenden Ausbeutung gewisser Materialen die zur Handyproduktion gebraucht werden gewiss viele erfreuen.

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