Präsident Trump verlangt von der Ukraine Rohstoffe – als Kompensation für die Kriegsunterstützung der USA. Seit Tagen wird über ein Abkommen gestritten. Nun soll es angeblich unterschriftsreif sein.
Der umstrittene Rohstoffdeal zwischen der Ukraine und den USA soll Medienberichten zufolge nach tagelangem Ringen unterschriftsreif sein. Beide Seiten haben sich demnach auf Details eines Vertrags geeinigt.
Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bisher nicht. Zur Unterzeichnung soll es bereits an diesem Freitag kommen: Dann wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Washington reisen, wie US-Präsident Donald Trump bekanntgab. „Ich höre, dass er am Freitag kommen will, das ist sicherlich okay für mich, wenn er möchte“, sagte Trump im Weißen Haus.
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24.02.2025, USA, Washington: US-Präsident Donald Trump (r) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nehmen an einer gemeinsamen Pressekonferenz im East Room des Weißen Hauses teil. Foto: Ludovic Marin/POOL AFP/AP/dpa
Teil der Gespräche dürfte eine Vereinbarung über den Zugang der USA zu Mineralien sein, die in der Ukraine lagern, darunter seltene Erden. Um den Deal wird seit Wochen gerungen. Trump erklärte, Selenskyj wolle das Dokument persönlich gemeinsam mit ihm unterzeichnen.
Details zu einer möglichen Einigung nannte Trump aber nicht. Medien hatten zuvor berichtet, dass sich die Ukraine und die USA auf einen Rahmen geeinigt hätten.
– Trump nannte Selenskyj zuvor „Diktator“: Zuvor hatte Selenskyj die Unterzeichnung nach Darstellung Washingtons hinausgezögert, sodass US-Finanzminister Scott Bessent unverrichteter Dinge aus der Ukraine zurückreisen musste. Trump hatte daraufhin öffentliche Schimpfkanonaden gegen den ukrainischen Präsidenten gerichtet, ihn unter anderem als „Diktator“ bezeichnet (siehe dazu Artikel an anderer Stelle).
Die Ausbeutung der Rohstoffe in der Ukraine gilt als strategisch bedeutsam und wirtschaftlich lukrativ. Experten weisen darauf hin, dass die Ukraine auch für den eigenen Wiederaufbau seltene Erden und andere Rohstoffe brauchen wird. Ein großer Teil der Ressourcen liegt auch in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten.
Das Internetportal der „Ukrajinska Prawda“ in Kiew berichtete, es gebe eine neue Vereinbarung über den Zugang der USA zu Rohstoffen in der Ukraine – quasi als Kompensation für die Verteidigungshilfe, die die Vereinigten Staaten dem von Russland angegriffenen Land in den vergangenen drei Jahren geleistet haben. Der Entwurf eines Vertrags liegt dem Medium demnach vor.
Neben den für Hochtechnologieprodukte wichtigen seltenen Erden geht es um den Zugriff der USA auf ukrainisches Öl und Gas.
Auch die britische „Financial Times“ berichtete über eine Einigung beider Seiten. Den Berichten zufolge war keine Rede mehr von Sicherheitsgarantien der USA, die von der ukrainischen Staatsführung zuletzt immer wieder gefördert worden waren.
Um das Abkommen gab es in den vergangenen Tagen heftigen Streit, weil der ukrainische Präsident Selenskyj eine Unterzeichnung zunächst verweigert hatte. Nicht nur in der Ukraine, auch in europäischen Ländern machte sich Empörung darüber breit, dass Trump die Kriegsnot des großflächig zerstörten Landes offenbar als Gelegenheit für einen lukrativen Deal missbraucht,
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12.02.2025, Ukraine, Kirowohrad: Ein LKW transportiert eine Ladung in einem Ilmenit-Tagebau in einer Schlucht in der Region Kirowohrad. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa
– USA und Ukraine betreiben Fonds gemeinsam: Den Berichten zufolge erhalten die Vereinigten Staaten keine vollständige Kontrolle über einen geplanten Investitionsfonds für den Wiederaufbau, in den die Einnahmen aus dem Abbau der Bodenschätze fließen sollen. Der Fonds soll den Berichten zufolge vielmehr von den USA und der Ukraine gemeinsam verwaltet werden. In ihn fließen demnach 50 Prozent der Einnahmen aus Rohstoffverkäufen und der für den Umschlag der Bodenschätze wichtigen Häfen und anderer Infrastruktur.
Wie die „Ukrajinska Prawda“ berichtete auch die «Financial Times», dass in den Fonds nicht so viel Geld aus der Ukraine fließen soll, bis die Summe von 500 Milliarden US-Dollar erreicht ist – diese Summe hatte Trump zunächst in den Raum gestellt. Beiden Medien zufolge lenkte Washington hier ein und nahm Abstand von den härtesten Forderungen, die Selenskyjs Unmut erregt hatten.
– Kein Termin bisher für Unterzeichnung: Die Weltbank mit Sitz in Washington beziffert die Kosten für den Wiederaufbau in der Ukraine auf mindestens 524 Milliarden US-Dollar (rund 506 Milliarden Euro) über die kommenden zehn Jahre.
Den Medienberichten nach soll der Fonds Projekte in der Ukraine finanzieren. Er sei losgelöst von den Einnahmen aus Rohstoffverkäufen, die schon jetzt in den Staatshaushalt fließen. Die Vereinbarung soll auch nicht im Widerspruch stehen zu anderen internationalen Abkommen der Ukraine – etwa mit der EU. Die „Financial Times“ berichtete, Selenskyj werde das Abkommen bei einem Treffen mit Trump unterzeichnen – so äußerte sich auch Trump selbst. Zu klären seien noch Details der Arbeitsweise des künftigen Fonds, hieß es.
Die Ausbeutung der Rohstoffe in der Ukraine gilt als strategisch bedeutsam und wirtschaftlich lukrativ. Das Land kann die Vorkommen an seltenen Erden und anderen Rohstoffen sehr gut gebrauchen für den Wiederaufbau. Ein großer Teil der Ressourcen liegt aber in den von Russland besetzten Gebieten des Landes.
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17.04.2024, Ukraine, Tschernihiw: Feuerwehrleute stehen vor einem Gebäude, das durch russische Angriffe teilweise zerstört wurde. Foto: Francisco Seco/AP/dpa
– Selenskyj dankt Macron für Unterstützung: In seiner abendlichen Videobotschaft verlor Selenskyj kein Wort über die angebliche Einigung mit den USA. Er dankte nach den Veranstaltungen zum dritten Jahrestag des Kriegsbeginns den Verbündeten für ihre Hilfe. Die internationalen Partner setzten ihre Unterstützung für die Ukraine nicht nur fort, sondern wollten sie auch noch ausweiten. „Das wird uns helfen, noch schneller einen Frieden zu erreichen – einen ehrlichen Frieden, der garantiert, dass es nie wieder zu einer Aggression kommt“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X.
Er dankte er auch dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der im Weißen Haus bei einem Treffen mit Trump um weitere US-Unterstützung für die Ukraine gebeten hatte. «Die Ukraine sieht, wie viel Frankreich tut für unsere gemeinsame Zukunft», erklärte Selenskyj nach einem Telefonat mit Macron, in dem ihn der Franzose über den Inhalt des Gesprächs mit Trump informiert hatte.
– Macron informiert EU über Treffen mit Trump: Am Mittwoch will Macron auch die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten per Videokonferenz über seine jüngsten Gespräche mit Trump unterrichten. Die Schalte soll vor allem zur Vorbereitung des EU-Sondergipfels am Donnerstag kommender Woche dienen. Bei dem Treffen werden die Staats- und Regierungschefs darüber beraten, wie auf den drastischen Kurswechsel der USA in der Ukraine-Politik reagiert werden soll.
Trump hatte Macron am Montag als ersten europäischen Staatschef seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Weißen Haus empfangen. Der Franzose drang bei den Gesprächen unter anderem darauf, dass die bei den jüngsten Gesprächen amerikanischer und russischer Vertreter außen vor gelassenen Europäer stärker in Verhandlungen einbezogen werden. (dpa)
Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:
Selenskyj hat verstanden dass ein Rohstoffabkommen mit den USA für sein Land eine wesentlich bessere Sicherheitsgarantie darstellt als irgendwelche „EU-Friedenstruppen“ die alles können nur nicht kämpfen und von denen keiner weiß wer sie im Ernstfall kommandiert, Brüssel, Paris, Berlin…. oder wer???
Was ist in Ihrem Leben eigentlich schiefgelaufen, dass Sie mit nichts anderem beschäftigt sind, als ständig die Europäer runterzumachen?
@Peter S.
…“von denen keiner weiß wer sie im Ernstfall kommandiert, Brüssel, Paris, Berlin…. oder wer???“
Was ist an der Frage falsch?
Vielleicht sollte man noch viel mehr Fragen stellen?
@Frage
Es gibt keine falschen Fragen, wohl aber dumme!
Die EU hat in Militär oder Verteidigung keine Befugnis. Sollten mehrere Länder, jedes für sich, einen gemeinsamen Einsatz beschliessen, natürlich nur mit der Zustimmung des betroffenen Staates, wird eine Einigung über die Führung dieser Truppen beschlossen.
Die Äußerungen Trumps werden immer lächerlicher. Die USA haben weniger „geholfen“ als Staaten der EU. Der Mann scheint ohnehin mit Zahlen nicht gut umgehen zu können, eine Null mehr oder weniger spielt bei ihm keine Rolle. In seiner Regierung scheinbar auch nicht.
Was ist in ihrem Leben eigentlich schief gelaufen dass Sie nicht in der Lage sind die Dinge so zu sehen wie sie sind ?
Na wo der Dax recht hat, hat er recht. Was hat denn die EU in den 3 Jahren Ukraine-Krieg auf die Reihe bekommen, nichts, nicht mal Putin an den Tisch bekommen. Was hatte die EU denn gegenüber Russland aufzubieten, um es zu besiegen, einen Green-Deal, das 3. und 4. Geschlecht und viele bunte Städte. Alles schön und gut, aber um eine Großmacht zum einlenken zu bringen, da muss was anderes her. Da lob ich mir den Trump, kaum mischt er sich ein, schon lösen sich alle Konflikte und Probleme.
Trump for president!
Und die Vollidioten in der EU kriegen überhaupt nichts und wollen noch ein 700 Milliarden Paket Hilfen schnüren 🙈. Wie wünsche ich mir Trump für EU
Ursula weiss schon, wie sie unser Geld gut anlegt.
@ Ali
Die Vollidioten von der EU bekommen wie immer die Flüchtlinge.
Wenn ein Selbstständiger seinen Netrieb so führen würde wie unsere politischen und geistigen Führer, wäre er spätestens nach der Frühstückspause pleite.
Trump führt unsere gesamte politische Elite am Nasenring durch die Manege..
Leider muss der Bürger diese Rechnung bezahlen. Wenn es nicht so traurig wäre, würde man sich totlachen.
Wer befreit uns vor diesen Menschen?
ami pumpt milliarden in ukroland und bekommt noch Geld für Waffen. Jetzt noch Rohstoffe als Gegenleistung. EU pumpt Milliarden rein und bekommt noch mehr Flüchtlinge die man Sozial durch füttern muss und keine Rohstoffe.
Jut gemacht ,die lachen sich sowas von schlapp in Russland und Ami Land. Wahnsinn