Sport

EU-Abgeordnete fordern Untersuchung gegen FIFA-Chef Infantino – „Eine rote Linie wurde überschritten“

30.06.2026, USA, Arlington: FIFA-Präsident Gianni Infantino verfolgt das Spiel. Foto: Sam Hodde/AP/dpa

Mehrere Abgeordnete des Europäischen Parlaments fordern Fußballverbände in den EU-Staaten in einem Brief dazu auf, sich für eine Untersuchung gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino einzusetzen.

Die FIFA solle aufklären, ob Infantino an der Entscheidung beteiligt gewesen sei, die Sperre nach der Roten Karte gegen US-Fußballer Folarin Balogun aufzuheben – und ob Druck der US-Regierung dabei eine Rolle gespielt habe, heißt es in einem von 72 Abgeordneten unterzeichneten Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

„Eine rote Linie wurde überschritten“, teilte der dänische sozialdemokratische EU-Parlamentarier Niels Fuglsang mit, der zu den drei Initiatoren des Briefes gehört. „Fußball sollte Menschen zusammenbringen und nicht als eine Plattform für politische Begünstigung dienen. Wenn der FIFA-Präsident die Grenzen zwischen Sport und Politik verwischt, wird die Integrität des Spiels dadurch riskiert.“

28.08.2018, USA, Washington: US-Präsident Donald Trump (r) hält während eines Treffens mit FIFA-Präsident Gianni Infantino im Oval Office des Weißen Hauses am 28.08.2018 eine Rote Karte hoch. Foto: Evan Vucci/AP/dpa

In dem Schreiben betonen die EU-Parlamentarier, dass die Fußballverbände nach ihrem Verständnis des Ethik-Kodex der FIFA verpflichtet seien, Funktionäre zur Verantwortung zu ziehen, wenn es Beweise gebe, dass diese die Regel politischer Neutralität brächen. Der Entscheidungsprozess zur Aufhebung der Sperre gegen den US-Stürmer müsse überprüft werden.

Balogun war beim 2:0-Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz geflogen und damit für die Achtelfinal-Partie gegen Belgien gesperrt worden. Die FIFA hob die Sperre aber überraschend auf.

Trump hatte zuvor nach eigenen Angaben mit einem Anruf bei der FIFA um eine Überprüfung der Sperre gebeten, was für große Kritik gesorgt hatte. Balogun stand gegen Belgien zwar in der Startelf des WM-Mitgastgebers, spielte in dem Duell aber keine große Rolle. Die Belgier gewannen mit 4:1. (dpa/cre)

26 Antworten auf “EU-Abgeordnete fordern Untersuchung gegen FIFA-Chef Infantino – „Eine rote Linie wurde überschritten“”

    • Schlimmer geht nimmer ...

      Einen Besseren finden dürfte kein Problem sein, schlechter geht wahrscheinlich nicht … es sei denn der Präsident geht mit gutem Beispiel voran und alle anderen folgen vertauensvoll. Sein Vorgänger, der Herr Blatter war ja auch schon so ein „Vogel“ …

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Man sollte den Fettnäpfchen Suchenden gleich mit austauschen, der unbegründet zum Telefonhörer gegriffen hatte.
      Scheint doch nicht so ein harter Job zu sein, wie man es sich vorstellt.
      Denn wer Zeit für Langeweile hat, kann so richtig fleißig, auch nicht sein.
      Und anscheinend, ist ihm langweilig gewesen.
      Natürlich müsste man für ihn auch einen guten Ersatz Kandidaten finden.
      Empfehlen würde ich einen Kollegen von mir, (der glaube ich, noch immer nicht im Besitz der amerikanischen Staatsbürgerschaft ist)
      aber 🫗 🧽 Schwamm drüber, denn er hat sich schon mehrfach in den USA versucht und weiß wie dort der Hase 🐇 hüpft .
      Der Michael Mittermeier hätte auch niemals den Infantino angerufen, höchstens mit dem FC Bayern geplaudert. 😉

    • Der Aufstand der Machtlosen

      „Das Europa-Parlament macht es dem Trump gleich. Die europäischen Mitglieder der FIFA sollen Infantino bei der nächsten Wahl absetzen. Dafür muss man aber einen guten Kandidaten suchen.“

      Die europäischen Mitglieder? Die können GAR nichts bewirken! Infantino hat sein „Spinnennetz“ so aufgebaut, dass niemand, rein niemand, ihm etwas anhaben kann! Das System ist so aufgebaut : Jedes Mitgliedsland der FIFA hat NUR EINE STIMME, dh. ein noch so mächtiger Fussballverband wie beispielsweise der deutsche DFB mit zig-Millionen Mitgliedern hat nur EINE Stimme, genau soviel also wie etwa die Fitschi-Inseln, Lichtenstein oder Kap Verde. Infantino hat sich längst „seine“ Mehrheit in Afrika, Südamerika und Asien geschaffen; da kann er jede Entscheidung bzw. Massnahme, welche gegen ihn erhoben wird/würde müde weglächeln. Dafür hat er seine „Freunde“ in den vorgenannten Kontinenten durch irgendwelche Vergabe von Posten und Pöstchen wie gesagt auf seiner Seite. Ganz Europa kann geschlossen NICHTS gegen ihn erreichen; Und die Politik? Kann ihm auch nichts anhaben, und nur darüber schwafeln wie schlimm der Infantino ist, der inzwischen zum“ Elefantino“ mutiert ist

    • Der Alte

      Zum Absetzen braucht es eine Mehrheit. Woher soll die kommen? Aus Ländern, in denen die Korruption zur Tagesordnung gehört? Mehrheit organisiert durch die UEFA im Auftrag des europäischen Scheinparlaments? M.E. wird es eher eine Aufsplitterung des Weltverbandes geben.

  1. Ermitler

    Fand die Entscheidung richtig ,denn das war der Ansporn für so ein Resultat.
    Denn es ist so das Trump in sehr vielen Sachen recht hatt,siehe Friedhöfe in Europa,die für die Amerikaner nicht nötig gewesen wären und ja das hat auch mit Sport etwas zutun.

  2. Zahlen zählen Fakten

    in 37 Minuten passiert etwas wichtigeres.

    EIne illegale Abstimmung im EU Parlament. Diese Abstimmung sagt, dass alle Nachrichten von allen Bürgern anlasslos überwacht werden, alle Verschlüsselungen sind nichtig. Kein Richter. Keine Anklage.

    Ich frage mich wie unser Demokrat Pascal Arimont abstimmen wird.

  3. Zahlen zählen Fakten

    ihr Wunsch wurde erfüllt. ab heute gilt per eu dass alle Kommunikation von jedem Bürger gescannt und überwacht wird.

    das hat nichtmals Hitler oder die Stasi geschafft obgleich die es sicher wollten.

    alle Grundrechte sind außer Kraft gesetzt. man kann sogar den bürgerlichen tis erleiden.

    sobald die namentliche Ergebnisse raus sind werde ich schreiben ob Herr arimont für die richterlose Massenüberwachung gestimmt hat.

    ist es das was sie als freiheitlich demokratisch nennen?

    • unschuldige Kinder

      @Zahlen zählen Fakten
      Was ist für sie schlimmer: die Möglichkeit, dass elektronische Kommunikation gescannt werden darf um Kindesmissbrauch zu verhindern, oder der Kindesmissbrauch selbst?

      • Zahlen zählen Fakten

        ea geht nicht um Kinder. ging es nie. das hier wird seit 20 Jahren versucht und noch NIE wurde deswegen etwas für ein kind erreicht.

        es geht nicht darum. es geht darum sie zu täuschen. ea geht darum sie und andere zu scannen und bei bedarf auszuschalten. wie es bereits geschehen ist (EU Sanktionen gegen einzelne eu Bürger. gleichbedeutend mit bürgerlicher tod).

      • Wie man Missbrauch verhundert haben die pakistanischen Grooming Gangs in Großbritannien gezeigt. Was dort seit 10 Jahren und länger geduldet wurde geht auf keine Kuhhaut. Mit dem Scanning geht es nur darum, Andersdenkende zu überwachen und gegebenenfalls abzustrafen. Der Schutz vor Kindesmissbrauch ist eine Farce. Wenn Europa die Kinder schützen möchte sollte es das muslimische Machogesindel mit dem archaischen Weltbild zurück in die Wüste schicken.

  4. Herbert G.

    Heute wird garantiert wieder eine andere rote Linie überschritten. Denn wenn Marokko gegen Frankreich spielt, wird Paris, ob Sieg oder Niederlage, von den muslimischen Rackern wieder auseinandergenommen und brennen.
    Es geht doch nichts über die putzigen Traditionen der Neu- Pariser aus dem Mahgreb..

    • Gelinde Andlerberg

      Die ‚Welt‘ titelt :
      „Frankreich gegen Marokko
      Über 20.000 Polizisten in Frankreich wegen WM-Spiel – Paris hat gelernt“
      Da schwingt fast Stolz mit, bei dieser Meldung. Dabei ist es traurig, dass Abertausende Polizisten nötig sind, damit eine Stadt nicht zum Kriegsgebiet wird.
      Die Buntheit ist ganz schön teuer geworden.

      • Herbert G.

        Na, Carinchen. Was hältst du von den anderen Städten, die nicht so glimpflich abgekommen sind?
        Ich hätte da noch eine Meldung, ganz für dich:
        „Mord an US-Migrationsaktivistin: Irische Polizei fahndet nach Asylbewerber“
        Die Amerikanerin Jamey Carney lebt in Irland, unterstützt pro-palästinensische Anliegen und lehnt harte Einwanderungspolitik ab. Jetzt wird sie ermordet in ihrem Bett gefunden. Ein verdächtiger Asylbewerber ist auf der Flucht.
        ( Junge Freiheit)

        • Solche Meldungen gibts auch für „Ureuropäer“, oder für genetisch Unantastbare.
          Deine Angst vor Ausländern kann man nur mit schwerer Kindheit erklären, hat Deine Mami Dich nicht lieb gehabt Herbertchen?

          • Ganser K.- H.

            Herbert G. hat absolut Recht mit seinen Befürchtungen in Bezug auf die Gewalt, die hauptsächlich von muslimischen Tätern ausgeht.
            Eine @ Carine versucht seine Aussagen ins Lächerliche zu ziehen und behandelt ihn wie ein Kleinkind, Diminutiv seines Namens inklusive ( …hat Deine Mami Dich nicht lieb gehabt Herbertchen?)
            Es gibt tatsächlich Frauen, sofern @ Carine wirklich eine ist, die noch nicht begriffen haben oder nicht wahr haben wollen, was mit dem politischen Islam und der Verachtung unserer westlichen Werte auf uns zukommt.
            Frauen wie @ Carine werden eventuell erst durch Schaden klug.

  5. Zahlen zählen Fakten

    in der Zwischenzeit hat Pascal arimont dafuer gestimmt dass wir alle anlasslos und automatisch überwacht werden. chatcontrol. jede Nachricht wird gescannt. Postgeheimnis abgeschafft.

    Detaillierte Aufschlüsselung (nach Berichten)Für die Ablehnung (gegen die Verlängerung): Gerolf Annemans, Barbara Bonte, Tom Vandendriessche (Vlaams Belang / PfE)
    Marc Botenga, Rudi Kennes (PVDA-PTB / The Left)
    Saskia Bricmont (Ecolo), Sara Matthieu (Groen / Greens/EFA)
    Kathleen Van Brempt, Bruno Tobback (Vooruit / S&D)
    Hilde Vautmans (Open Vld / Renew)

    Gegen die Ablehnung (für die Verlängerung): Pascal Arimont (CSP / EVP)
    Wouter Beke, Liesbet Sommen (CD&V / EVP)
    Assita Kanko, Kris Van Dijck (N-VA / ECR)
    Benoit Cassart, Yvan Verougstraete (Les Engagés / Renew)

    Enthaltung: Estelle Ceulemans (PS / S&D). Einige weitere belgische Abgeordnete (u. a. aus MR, PS, N-VA) haben nicht teilgenommen

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