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Die Eupener Unterstadt ist auch ein Jahr nach der Flut von Normalität noch weit entfernt [Fotogalerie]

Das Restaurant Visé ist einer von mehreren Gastronomiebetrieben in der Eupener Unterstadt, die zu einem Großteil zerstört wurden. Das Bild links wurde am 16. Juli 2021 gemacht, das Bild rechts vor wenigen Tagen. Fotos: Gerd Comouth

Am Donnerstag und Freitag jährt sich zum ersten Mal die Flut vom 14. und 15. Juli 2021, die in der Eupener Unterstadt massive Schäden verursacht hat. Auch ein Jahr später besteht Unklarheit darüber, was die wahren Ursachen der Katastrophe waren und wie man die Schäden hätte in Grenzen halten oder vermeiden können.

In der Unterstadt wurden zahlreiche Häuser unbewohnbar. Unternehmen wie das Kabelwerk oder Kliemo wurden schwer getroffen. Geschäfte, das Ambassador Hotel und Restaurants wurden überschwemmt. Autos, Wohnwagen, Gartenhäuser schwammen die Weser hinunter. Ganze Straßenbereiche wurden unterspült und unbefahrbar. Der Sachschaden geht in die Millionenhöhe.

Michael Emmermann wurde wegen seines unermüdlichen Einsatzes während und nach der Hochwasser-Katastrophe in der Eupener Unterstadt zum „Ostbelgier des Jahres 2021“ gewählt. Mit ihm traf sich OD im Temsepark und führte mit ihm ein ausführliches Gespräch, das wir im Laufe der Woche veröffentlichen. Foto: OD

Anlässlich des Jahrestages der Hochwasser-Katastrophe führte „Ostbelgien Direkt“ ein Gespräch mit Michael Emmermann, der wegen seines unermüdlichen Einsatzes für die Flutopfer Anfang Januar von den Lesern von OD zum „Ostbelgier des Jahres 2021“ gewählt wurde. Das Gespräch mit Michael Emmermann erscheint am Dienstag oder Mittwoch.

Darüber hinaus machte OD-Fotograf Gerd Comouth mit seiner Kamera letzte Woche einen Rundgang durch die Unterstadt und hielt vor allem jene Stellen im Bild fest, die stumme Zeugen der Katastrophe sind.

Die Fotos, die wir ebenfalls im Laufe der Woche veröffentlichen werden, zeigen, dass auch nach einem Jahr längst noch nicht alle Schäden behoben wurden und noch viel zu tun bleibt, ehe zwischen Langesthal und Oestraße wieder so etwas wie Normalität einkehrt. (cre)

Nachfolgend eine FOTOGALERIE mit Bildern (privat/Gerd Comouth) von den Schäden in der Eupener Unterstadt nach der Flutkatastrophe vom 14. und 15. Juli 2021 und den Initiativen an den Tagen danach (Zum Vergrößern Bild anklicken):

32 Antworten auf “Die Eupener Unterstadt ist auch ein Jahr nach der Flut von Normalität noch weit entfernt [Fotogalerie]”

  1. Gruselmonster

    1 Jahr danach;
    Brücke Bellmerin – Gemacht
    Brücke Langesthal – Nein
    Brücke Gülcherstraße – Nein
    Brücke Weserstraße – Nein
    Brücke Haasstraße / Alter Malmedyerweg – Nein
    Brücke Hütte – Nein (Gerade so befahrbar)
    Brücke Selterschlag – Abgerissen ???
    Brücken und Wege im Gemeindewald – Katastrophe

  2. Peer van Daalen

    Es schnürt einen immer noch die Kehle zu und läßt einen schaudern.

    Allerdings meine ich darüber informiert worden zu sein, daß auch die Hill maßgeblich einen großen Teil der Schäden zu „verantworten“ hat.

  3. Eine Grosse Katastrophe, welche förmlich nach Gerechtigkeit schreit. Hierbei ist viel zu vieles an Leid und Traurigkeit endstanden, dass es deswegen auch richtig ist die Mitschuldigen zu urteilen!? Es kann doch nicht sein, dass den Personen einfach alles Durchgehen zulassen. Ebenso muss den Leuten endlich geholfen werden, die Politik ist wieder mal gefordert den Versicherungen Dampf zu machen, und deren Versprechungen auf zu fordern. Die Leute haben restlos alles verloren. Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

    • Peer van Daalen

      Nur ein wahrnehmungsgestörter Vollpfosten kann aus meinem obigen Text DAS! heraus lesen, was Sie glauben, dort heraus lesen zu müssen. Gehen Sie schleunigst zu einem Arzt, der Ihnen helfen kann … :-)))).

  4. Friedhelm Dietsch

    Camping Hertogenwald. Ich hatte jedenfalls den Eindruck, das die Polizei, welche den Campingplatz
    geräumt hat genau wusste das der Platzt überflutet wird. Die letzte Entscheidung trifft nicht die Talsperrenverwaltung sondern der Minister und der musste wohl fluten um einen Bruch der Talsperre zu
    verhindern. Ist nur die Meinung eines Betroffenen, der nun aus Eupen abziehen muss.

    • „Die letzte Entscheidung trifft nicht die Talsperrenverwaltung sondern der Minister und der musste wohl fluten um einen Bruch der Talsperre zu verhindern.“
      Vollkommen richtig – jedoch hat man es viel zu lange versäumt, eher Wasser abzulassen, da man immer noch dachte, es würde ja nicht so schlimm. Immerhin hat man uns für die nächsten Jahre Sommer vorausgesagt voller Trockenheit und Dürre. Es hätte also nicht ins Narrativ gepasst. Dass man am Ende in weiten Teilen der Politik aber trotzdem den menschengemachten Klimawandel die Schuld an der Katastrophe gibt, ist an Geschmacklosigkeit kaum noch zu überbieten. Der veröffentlichte Bericht über die Evaluierung des Managements der Talsperre haben jedenfalls deutlich gemacht, dass einiges verpennt wurde (schlechte Kommunikation z.B.) und am Ende der Schaden zwar dennoch hoch, jedoch nicht so verheerend gewesen wäre, hätte man die Talsperren frühzeitiger geöffnet.
      Das ist nicht nur das Gefühl von zahlreichen Bürgern, sondern aufgrund der gesamten Fakten eine Tatsache. Die Politik muss diese Fehler eingestehen und handeln, sonst stehen wir beim nächsten Mal erneut alleine im Regen.. wortwörtlich.

        • Corona2019

          Ist es nicht so , dass es überhaupt keinen Schuldigen geben darf, weil sich Politik und Versicherungsgesellschaften sonst einen jahrelangen Streit vor Gericht geleistet hätten, den am Ende der Steuerzahler finanziert und den Geschädigten auch nicht geholfen worden wäre.

          Denen allerdings überhaupt nicht geholfen wurde sollten eventuell noch mal an der Pforte von Schloss Kehr weg klopfen, oder durch einen Anwalt klopfen lassen.
          Besser wäre es also , dass allen geholfen wird .
          Nicht das im Nachhinein ein Anwalt die Sache aufklärt , bzw Zeugen findet ,die genau schildern können was wirklich passiert ist.
          Haftstrafen wären in diesem Falle ja auch nicht ausgeschlossen.
          Ob diese dann richtig oder falsch sein würde ?
          Meine persönliche Meinung ?
          Richtig .

  5. Die Suche nach den Schuldigen ist eine Sache, die finanzielle Hilfe zum Wiederaufbau eine andere.Wenn die DG Glasfaserkabel in der Eifel verlegen kann, warum kann sie dann nicht massiv und schnell in Eupen helfen?

    • Die „Fleißigen “ sollen erstmal versuchen von Eupen und Luxemburg unabhängig zu werden und eine eigene Industrie aufzubauen. Deren Spezialgebiet ist Klagen und sich bedienen.
      Es ist eine Zumutung für uns, wie die DG Gelder verteilt werden.
      Ich würde gernemal die pro Kopf Verteilung der DG Subventionen pro Gemeinde sehen.
      Das Schlimme dabei ist: diejenigen welche am meisten abbekommen klagen am lautesten.
      Schuld sind es aber die Politiker aus den benachteiligten Gemeinden, allen voran aus Eupen, welche sich das gefallen lassen.

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