Politik

Donald Trump fährt G7-Gipfel mit einem Tweet an die Wand

Dieses Foto wurde von der deutschen Bundesregierung in Unlauf gebracht. Es wurde am Rande des G7-Gipfels am 09.06.2018 in Kanada gemacht. Es sollte die Kanzlerin in einer Position der Stärke beim Gespräch mit US-Präsident Donald Trump (r) zeigen. Emmanuel Macron (2.v.l), Präsident von Frankreich, Shinzo Abe (4.v.r), Ministerpräsident von Japan, und John Bolton, Nationaler Sicherheitsberater der USA, verfolgen das Gespräch. Foto: Jesco Denzel/Bundesregierung /dpa

AKTUALISIERUNG – Es ist ein beispielloser Eklat: Mit einem nachträglichen Ausstieg aus der G7-Abschluss-Erklärung spaltet US-Präsident Donald Trump die Gruppe führender Staaten der Welt.

Er begründete diesen bisher einmaligen Schritt in der über 40-jährigen G7-Geschichte auf Twitter mit der Haltung des kanadischen Gastgebers des Gipfels in La Malbaie, Justin Trudeau, zu US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium. Trump stürzt die Staatengruppe damit in eine ungewisse Zukunft.

Die EU zeigte sich unbeirrt. „Wir halten an dem Kommuniqué fest, so wie es von allen Teilnehmern vereinbart wurde“, sagte ein Sprecher von EU-Ratspräsident Donald Tusk in der Nacht zu Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

09.06.2018, Charlevoix, La Malbaie, Kanada: Die Limousine mit Donald Trump, Präsident der USA, verlässt das Gipfelgelände. Foto: Michael Kappeler/dpa

Die USA und die sechs anderen G7-Staaten – darunter die wichtigsten westlichen US-Verbündeten Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Kanada – hatten sich bei dem Gipfel trotz tiefgreifender Differenzen bei den Themen Handel und Klimaschutz in letzter Minute zu der achtseitigen Abschlusserklärung durchgerungen.

Trump hatte die Partner aber bereits vorher düpiert, indem er fünf Stunden vor dem Ende des Treffens zu seinem Treffen mit dem nordkoreanischen Präsidenten Kim Jong Un nach Singapur abreiste. Dieser mit Spannung erwartete Gipfel findet aber erst am Dienstag statt.

Vom Flugzeug aus startete Trump seine Attacke auf Trudeau. Der hatte am Samstag in seiner Abschluss-Pressekonferenz gesagt, die Strafzölle gegen die EU und Kanada, die Trump mit der Wahrung der amerikanischen Sicherheitsinteressen begründet, seien „etwas beleidigend“. Kanada werde seinerseits die USA mit höheren Zöllen belegen. „Das machen wir nicht gerne, aber wir werden es absolut machen, denn wir Kanadier sind freundlich und vernünftig, aber wir lassen uns nicht herumkommandieren.

Trump antwortete darauf auf Twitter und bezeichnete Trudeau als „sehr unehrenhaften und schwachen“ Gastgeber: „Basierend auf den falschen Aussagen von Justin (Trudeau) bei seiner Pressekonferenz und dem Fakt, dass Kanada den amerikanischen Bauern, Arbeitern und Firmen massive Zölle berechnet, habe ich unsere US-Unterhändler angewiesen, die Abschlusserklärung nicht zu unterstützen, und wir werden uns Zölle auf Autos anschauen, die den US-Markt fluten.“ Die Drohung zu den Autos dürfte Deutschland als großer Exporteur besonders umtreiben.

09.06.2018, Charlevoix, La Malbaie, Kanada: Die G7-Gipfelteilnehmer stehen beim erweiterten Gipfel mit den Outreach-Teilnehmern beim Familienfoto mit dem Gastgeber, Justin Trudeau (M), Kanadas Premierminister. Foto: Michael Kappeler/dpa

Die Gipfelerklärung war erst nach einer Nachtsitzung und weiteren Verhandlungen bis kurz vor Ende des Gipfels zustandegekommen. Die Strafzölle kommen darin gar nicht vor. Aber es gibt eine Passage zum Handel, in der es heißt: „Wir unterstreichen die zentrale Bedeutung eines regelbasierten internationalen Handelssystems und kämpfen weiter gegen Protektionismus.“ Der Kompromiss geht aber nicht wesentlich über Gipfelformulierungen aus dem vergangenen Jahr hinaus.

Vor seinem Abflug hatte sich Trump trotz der tiefen Gräben im transatlantischen Verhältnis noch zufrieden gezeigt. Der Gipfel sei „ausgesprochen erfolgreich“ verlaufen. Das Verhältnis zu den anderen sechs inklusive Trudeau bewertete er mit der Bestnote 10 auf einer Skala von 1 bis 10.

“Das heißt aber nicht, dass ich mit allem einverstanden bin, was sie tun“, fügte er vor allem mit Blick auf den Handelsstreit hinzu. Die Europäische Union sei „bruta“ zu den USA. „Wir sind das Sparschwein, das jeder plündert, und das hört jetzt auf.

Kurz nach Gipfelende sagte der französische Staatschef Emmanuel Macron noch, das Treffen habe zu einer „Beruhigung“ in der G7-Gruppe geführt. „Der Geist der Kooperation hat gewonnen.“

08.06.2018, La Malbaie, Quebec, Kanada: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU,l), spricht mit Donald Trump, Präsident der USA (M), Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich (r) und Justin Trudeau, Premierminister von Kanada. Foto: Michael Kappeler/dpa

Vor dem Gipfel hatte er Trump noch vorgeworfen, dieser wolle sich mit Alleingängen etwa bei Handel und Klima isolieren und strebe eine Vormacht in der Welt an.

Merkel äußerte sich dagegen zurückhaltend. Sie verzichtete auf direkte Kritik an Trump und sprach lediglich von „erkennbaren Meinungsverschiedenheiten“. Sie schätze aber das „offene und direkte Verhältnis“ mit dem US-Präsidenten.

In einer ganzen Reihe von Einzelfragen waren sich die großen Wirtschaftsmächte einig: Gemeinsames Abwehrsystem gegen Destabilisierungsversuche aus Ländern wie Russland oder China; Förderung von Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern und Krisenregionen mit 4,7 Milliarden Euro; Unterstützung für Trumps Bemühungen für eine unumkehrbare atomare Abrüstung der koreanischen Halbinsel.

Andererseits verlängerte sich die Liste der Streitfragen aber sogar noch. Trump erweiterte sie mit dem Vorstoß, Russlands Präsident Wladimir Putin wieder in die Gruppe der großen Wirtschaftsmächte aufzunehmen. Chancen auf Erfolg hat der Vorschlag nicht, weil ein solcher Beschluss nur einstimmig fallen kann. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Kanada sprachen sich offen dagegen aus, sollte es in der Ukraine keine Fortschritte geben. Der neue italienische Premierminister Giuseppe Conte ist allerdings dafür. Damit geht an dieser Stelle der Graben auch durch die Europäische Union.

Beim Klimaschutz stellte die G7 wie beim letzten Gipfel den Dissens zwischen den USA und den anderen Mitgliedern fest – 6 plus 1 also. Trump war aus dem Pariser UN-Klimaschutzabkommen ausgestiegen und hatte sich damit weltweit isoliert.

08.06.2018, Kanada, Charlevoix: Donald Tusk (l-r), Ratspräsident der Europäischen Union, Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Donald Trump, Präsident der USA, Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, Shinzo Abe, Premierminister von Japan, Giuseppe Conte, Ministerpräsident von Italien, und Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, stehen im Rahmen des G7-Gipfels für ein Foto nebeneinander. Foto: Evan Vucci/AP/dpa

Auch bei einem anderen Umweltthema klinkte Trump sich aus – zusammen mit Japan. Die anderen fünf verpflichteten sich darauf, bis 2030 die vollständige Verwertung von Plastikmüll zu erreichen – vor allem, um ihn aus den Ozeanen zu verbannen. In Europa fallen nach Angaben der EU-Kommission jährlich rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll an. Nur knapp 30 Prozent davon werden zur Wiederverwertung gesammelt, die übrigen 70 Prozent landen auf Müllkippen, in Verbrennungsanlagen oder eben in der Umwelt.

Beim Streitthema Iran war das gemeinsame Ziel der Verhinderung einer iranischen Atombombe in der Abschlusserklärung festgeschrieben worden. Der Streit über den Weg dorthin findet aber dort keine Erwähnung. Die USA sind aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen und wollen Teheran wieder mit Sanktionen unter Druck setzen. Dagegen wollen die europäischen Vertragsparteien Deutschland, Frankreich und Großbritannien die Vereinbarung zusammen mit Russland und China unbedingt retten.

Der nächste G7-Gipfel soll im Sommer 2019 in Biarritz stattfinden. Das ist jedenfalls die bisherige Planung. Welche Folgen der Eklat hat, ist aber noch nicht absehbar. (dpa)

58 Antworten auf “Donald Trump fährt G7-Gipfel mit einem Tweet an die Wand”

        • ja ist schon @klar.
          Wahrscheinlich ist die Bundeswehr auf der Krim einmarschiert und jetzt machen die Soldaten Urlaub im Donbas.Ich frag mich nur mit welchem Gerät.
          Geschichtsklitterung macht wohl Spass, aber man sollte schon das Offensichtliche nicht verdrehen.
          Putin hat in seiner letzten Fernsehansprache gesagt er werde den Russen im Baltikum zu Hilfe eilen wenn es nötig wird. So hat es in der Ukraine auch angefangen. Aus dem zu Hilfe eilen ist ein Krieg geworden. Putin verucht Fakten zu schaffen, das Völkerrecht ist ihm dabei egal. Der Unterschied ist nur das die baltischen Staaten in der NATO sind. Wenn Putins „Urlauber“ kommen tritt der Bündnisfall ein. Dann erlebt auch unsere jüngere Generation was Krieg ist.

      • Alfons Van Compernolle

        Aber EdiG , zu ueber 35 % sind wir vom russischen Erdgas und Erdoeleinfuhr abhaengig.
        Mit Wonne und Freude kaufen wir das russische Erdgas und das russische Erdoel , damit unsere
        Heizkessel / Kochoefen funktionieren und das Erdoel damit wir nicht u.a. mit Pferd & Kutsche oder Fahrrad unsere Besorgungen , Urlaubs.- und Familienbesuche absolvieren muessen.
        Das erklaere mal Bitte .

      • Pensionierter Bauer

        @Edig, Sie wissen aber auch dass die NATO alles daran setzte, die Ukraine ins Bündnis aufnehmen zu dürfen. Nachdem Russland schon dreimal aus dem Westen angegriffen wurde, der Westen sich nicht im Geringsten an die Versprechungen von 1989 gehalten hat, ist es wohl mehr als verständlich, dass der Putin hier in der Ukraine eine STOP Schild installiert hat. Ich sehe das ganze so als ob ich auf meinem Grund und Boden sehr wertvolle Dinge habe und mir unliebsame Menschen, die etwas mit den Dingen anzufangen wissen, nähern sich unaufhaltsam meinem Grundstück. Ich würde dann auch immer misstrauischer, sie etwa nicht ?
        Der Putin macht eben für Russland einen guten Job mit einigen Schönheitsfehlern.

  1. Nun, erstens gehört Russland anhand seiner Wirtschaftsleistung (und das ist die G7) gar nicht dazu.
    Zweitens wurde Russland nach Beendigung des kalten Krieges als Zeichen der Annäherung und des Vertrauens in den Kreis aufgenommen. Vertrauen das Russland durch seine agressive und völkerrechtsschändende Politik verloren hat. Und drittens ist es den 7 (ausser Trump und Ponte) vielleicht ganz einfach unangenehm einen Massenmörder in ihren Kreis aufzunehmen.

    • Alfons Van Compernolle

      Joseph: Russland wird noch Eisenerze / Erdoel / Erdgas und so einiges mehr besitzen und foerdern koennen, wenn bei uns die Oefen schon lange aus Mangel an Rohstoffen ausgegangen sind !!
      Wehrtechnisch ist der Russe den Europaern und selbst der Nato weit ueberlegen, was wohl damit zu tun hat, dass wir die Verteidigungsausgaben seit Jahren massiv begrenzen , waehrend in Russland stillschweigend an neuester Wehrtechnik geforscht und gebaut wurde. Aus den Nachrichten entnehme ich, dass im bei einer bestehenden moeglichen Bedrohung, die Nato innerhalb von 30 Tagen Einsats bereit sein soll . 30 Tage! Der Russe hat , wie ich aus den russischen Nachrichten, diese die Nato bestaettigt hat, seine Gefechtsbereitschaft innerhalb 4 Tage erreicht ! Bei den Chinesen ist es aehnlich ! Sie reden von Vertrauen, dass der Russe durch agressive und voelkerrechtsschaendende
      Politik verspielt hat und von Massenmoerder. Sind USA besser, ich erinnere hier an zwei Irak -Kriege
      und die Geschichte mit dem Einmarsch in Afghanistan und an Vietnam und die gescheiterte Kuba-Invasion und und und , wobei ich auch nicht vergessen moechte, man siehe, was die selbsternannte „Weltpolizei“ USA mit ihrer anders-farbigen Bevoelkerung tag taeglich machen.
      Was sagt Tump “ Amerika zuerst “ , das hat in aehnlicher Form Adolf auch gesagt „Das Herrenvolk
      zuerst“ !!!!

      • @AVC: Sie sollten so spät in der Nacht nicht so viel fachsimpeln. Das ist alles Quatsch, was Sie schreiben. Als ob die Nato 30 Tage nötig hätte, um in Stellung zu gehen und der Russe nur vier. Ein Knopfdruck genügt, und die Atombomben fliegen hin und her. Ausserdem hat die „Weltpolizei“ USA uns von den Nazis befreit.

        • Alfons Van Compernolle

          Logisch: Stimmt, die Weltpolizei USA hat MITGEHOLFEN uns von den Nazis zu befreien, die USA waren es aber nicht alleine, da gab es noch die Englaender und die Russen und die Franzosen ( in England) und so einige mehr aus den damaligen Kolonien .
          Ja, Trust als Generalsek. der Nato selbst sagt, es ist das Ziel der Nato, dass im Falle eines feindlichen Angriffs aus dem Osten (Russland) die Nato-Verteidigungskrafte innerhalb von 30 Tagen Einsatzfaehig sein sollen. ( Pressemitteilung Juni 2018 )
          Das bedeutet in Hochdeutsch oder Klartext, dass die Verteidigungskraefte der Nato zum jetzigen Zeitpunkt noch erheblich laengere Zeit beduerfen um Einsatzfaehig zu ein.
          Wohl war, Es gibt da noch die Interkontinentalraketen mit den Atomsprengkoepfen, welche von „West “ nach „Ost“ und umgekehrt fliegen koennen mit dem Resultat, dass keine Armee im Westen oder Osten mehr zum Einsatz gebracht werden kann / muss , weil nichts mehr da ist, was man zum Einsatz bringen koennte, die moeglichen Einsatzkraefte
          und wir die Buerger , sind dann „verdampft – verstrahlt – atomarisiert “ , als Konsequenz eines einzigen russischen Atomangriffs. Ich kann Ihnen nur den guten Rat geben sich einmal im Internet mit der russischen Wehrtechnik zu befasse !!!!!
          Ihr an mich gerichteter Kommentar ist milde ausgedrueckt „Mist“ !

      • Sorry Herr AVC !
        Ihre Argumentation hat Kindergartenniveau: der Peter darf dem Ulrich den Kopf einschlagen weil der Hans den Norbert ja auch georfeigt hat.
        Die Russen haben einen internationalen Vertrag unterzeichnet der die territoriale Integrität der Ukraine gewährleistet – im Gegenzug haben die Ukrainer ihre Atomwaffen abgegeben. Das Brechen dieses Vertrages ist in keiner Weise vergleichbar mit den US Militärinterventionen in Afghanistan oder dem Irak. Wenn die Russen den Vertrag mit der Ukraine brechen sollen sie denen auch die Atomwaffen zurückgeben, oder etwa nicht?

    • deuxtrois

      Aber eben nur solange Sie nicht selbst unter seiner Politik zu leiden haben. Wenn Ihnen (endlich) mal auffällt, dass man hier vehement gegen Europa vorgeht, wird es schon zu spät sein.
      Komisch, im Forum hier meint man, wir befänden uns in den USA damit wir über Trump jubeln können.

      Zum Jubeln sollte uns aber nicht zumute sein. Selbst wenn man die EU kritisiert und ablehnt, sind diese Bekundungen des Gefallens an Herr Trump’s Politik irgendwo zwischen Verrat und purer Dummheit an der eigenen Bevölkerung. Wenn das Projekt Europa scheitert, haben wir alle gelitten, dann werden die Trump-Anhänger aus Europa sicherlich gerne auswandern.

  2. Ahnungslos

    Ein alter Spruch sagt : kehre stets vor eigner Tür sonst hast du Ärger nur dafür . So manches Staatsoberhaupt oder auch andere sogenannte Möchtegern sollten mal darüber nachdenken .

  3. TRUCKER bill

    Eigentlich sehen wir alle wohin die Globalisierung geführt hat – zu gegenseitiger Abhängigkeit.
    Treibe ich handel mit Sachen die in einem Land nicht verfügbar sind so ist alles ok. Wenn aber Fleisch , Wasser , Milch was auch vor der eigenen Haustüre verfügbar ist um die halbe Welt geschifft wird , da damm billiger verkauft wird als regional Verfügbare Lebensmittel dann stimmt was nicht.
    Der Donald will erst wir für uns uns bevor er andere füttert.
    Hoffen wir mal dass am ENDE DER sACKGASSE EINE wENDEMÖGLICHKEIT VORHANDEN IST:
    Leben und Leben lassen

  4. Trump macht das ganz richtig ! Die « Abschlusserklärungen » unserer Politiker sind eine Zumutung für jeden halbwegs intelligenten Menschen. Eine Rede von Frau Merkel z.B. ist schlicht zum davonlaufen. Völlig unverfängliches Bla, Bla, was man im Nachhinein um 180° herum interpretieren kann. Das nennt sich dann „hohe Kunst der Diplomatie“. Ich nenne das vorsätzliche Wählertäuschung. Sagen was man tut, und tun was man sagt! So sollte ein Staatsmann agieren.

    • Richtig, Dax! Auch der kanadische Ministerpräsident Trudeau tut, was er sagt. Der hatte am Samstag in seiner Abschluss-Pressekonferenz gesagt, die Strafzölle gegen die EU und Kanada, die Trump mit der Wahrung der amerikanischen Sicherheitsinteressen begründet, seien «etwas beleidigend». Kanada werde seinerseits die USA mit höheren Zöllen belegen. «Das machen wir nicht gerne, aber wir werden es absolut machen, denn wir Kanadier sind freundlich und vernünftig, aber wir lassen uns nicht herumkommandieren.»

    • Pensionierter Bauer

      Ob Trump unrecht hat, das wage ich zu bezweifeln. Ich nehme nur einmal das Beispiel Milch:
      die USA lassen Canadische Milch im Rahmen des freien Welthandels zollfrei ins Land, im Gegensatz dazu erheben die Canadier 270% Einfuhrzoll auf US Milch. Die Canadischen Bauern erhalten hierdurch und mit Hilfe der dortigen Quoten den doppelten Milchpreis als ihre Kollegen in den USA. Ich glaube der Donald hat recht, wenn er sagt; ich lasse nicht mehr zu, dass das Amerikanische Sparschein von den Anderen geplündert wird. Er verteidigt genau wie der Vladimir Putin die Interessen SEINES Landes. Dadurch, dass die meisten Länder in Europa sich durch plumpe Gutmenschenpolitik in zT. unmögliche Situationen gebracht haben, wird man sich nun auf eine ganz neue Sachlage in den internationalen Beziehungen einstellen müssen.

      • deuxtrois

        Das Argument ist purer Blödsinn. Man kann die Exporte nicht nur aus dem eigenen Land sehen, denn rund um den Globus gibt es viele US-Tochterfirmen, die im Ausland produzieren lassen, aber nicht als US-Exporte gelten, Beispiele dafür sind z.B. iPhones, die in China produziert werden, in der ganzen Welt verkauft, nicht als Export in die Handelsbilanz kommen, aber für das US-Unternehmen dennoch Gewinne erzielt werden.

  5. Trump schien beim G7-Treffen physisch und psysisch angeschlagen. Ob er in dieser Verfassung den Kampf gegen den Rest der Welt gewinnen kann. Ich glaube nicht. Der schmeisst demnächst den Bettel hin mit der Begründung, dass es intelektuell sowieso keiner mit ihm aufnehmen kann. In seinen Augen ist der Rest der Welt dumm und unfair.

  6. Mithörer

    Fünf Stunden vor Ende hat Trump diese Versammlung Richtung Singapur verlassen. Erst in letzter Minute hatten sich die bei Gipfel verbleibenden trotz tiefgreifender Differenzen bei den Themen Handel und Klimaschutz zu einer achtseitigen Abschlusserklärung durchgerungen. Was mag wohl in den letzten fünf Stunden des Gipfels dort abgelaufen sein. Bestand vielleicht eine frühere Übereinkunft die dann in letzter Minute hinter dem Rücken von Trump abgeändert wurde? Welche Rolle spielte dabei der kanadische Trudeau? Sprach er bei der Abschlusskonferenz im Namen aller (ausser Trump)? Ich habe das Gefühl, dass uns hier ein Schmierentheater von den verbliebenen Gipfelteilnehmern vorgeführt wird.

  7. Gremmelings

    Bloß nur nicht verzagen und positiv weiterdenken , denn diesem Trump seine Regierungszeit ist doch sowieso begrenzt . Er fährt sich doch zusehends in allen Belangen immer mehr fest , ja es ist doch nur eine Frage der Zeit , bis er vom amerikanischem Kongress endgültig entmachtet wird .

    • Amerika-Reisender

      Ich komme gerade von einem längeren Aufenthalt in den USA zurück. Mich wundert es schon, dass in den westlichen Medien fast nur negativ über Trump berichtet wird, vor allem in Deutschland.
      In Wirklichkeit hat Trump in den USA immer noch viele Anhänger, wovon die meisten das nicht lautstark in den Medien kundtun. Das merkt man am besten in persönlichen Gesprächen mit den US-Bürgern.
      Tatsache ist, jedenfalls aktuell, dass immer mehr Menschen in den USA, vor allem in der Mittelschicht,
      eine gewisse Achtung vor ihrem Präsidenten haben, bzw. wieder haben. Was ich so feststellen konnte waren folgende Äußerungen : Trump schafft Jobs, in den letzten beiden Monaten annähernd 400.000,
      Für seine ( unorthodoxen) Entscheidungen, wie Strafzölle usw. erntet er bei den Amis Anerkennung
      und vor allem, dass er den Giftzwerg aus Nord-Korea trifft, begeistert dort die Menschen, da kein Präsident vor ihm das geschafft hat, dass es zu einem solchen Gespräch kommen wird. Viele Amerikaner sind der Meinung, dass Trump bisher mehr erreicht hat als der von Vielen in Übersee als
      „softy“ bezeichneten Ex-Präsidenten Obama während seiner ganzen Amtszeit (nun ja……)
      Wie gesagt, Trump wird lange nicht so negativ in den USA gesehen, wie es hier die veröffentlichte Meinung (der Medien) darstellt. Er wird übrigens von vielen US-Bürgern gar nicht so sehr als typischer Politiker angesehen, sondern eher als einer, der Politik wie ein Geschäftsmann betreibt, und das mögen dort viele, so jedenfalls meine Wahrnehmung , da auch in den USA ein gewisse Politiker-Verdrossenheit
      nicht zu überhören ist…..

      • Nun, ich denke das Sie nicht lange genug in USA gewesen sind. Fernsehen in diesem Land ist immer von der politischen Meinung abhängig. Jeder Sender unterliegt der politischen Richtung, Rechts, Links, Liberale……, Konservative…., Freie unbezahlte Sender gibt es in USA nicht. Einfach mal etwas mehr zappen oder eine eigene Meinung machen, viel Spaß

        • Und bei uns? Wenn man bedenkt der Intendant, Ulrich Wilhelm der ARD, Merkels ehemalige Regierungssprecher ist, dann können wir es schon Ahnen mit welchem Auftrag er der Chef der ARD geworden ist.Und dass der RTBF das Sprachrohr der wallonischen PS ist, das ist auch unübersehbar.

          • @ Dax

            Vielleicht sollten Sie sich einmal die Strukturen der ARD ansehen. Bei der ARD handelt es sich um eine Gemeinschaft von Landesrundfunkanstalten. Dies umfasst die Roten aus NRW genauso wie die Schwarzen aus Bayern und die Braunen aus Brandenburg. Aufgabe der ARD Intendanz ist es auf die Balance zu achten.
            Daneben hat der Intendant auch noch ein Aufsichtsgremium über sich in dem die politischen Kräfte in der Minderheit sind. Auch wenn z.B. der Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes ein ehemaliger CDU Minister ist vertritt er im Rundfunkrat die Interessen des DRK und die können durchaus mit denen der CDU kollidieren.

        • Amerika-Reisender

          @ M-h-M,,
          Ich denke schon, dass ich lange genug in den USA war ( über ein Jahr) um mir dort meine „eigene Meinung machen zu können“, wie Sie mir nahelegen und zu „zappen brauche ich demzufolge schon mal gar nicht. Meine praktischen Erfahrungen können Sie mir somit eben nicht wegdiskutieren, oder waren Sie auch in den Staaten?
          Übrigens,wo habe ich etwas vom amerikanischen Fernsehen geschrieben? Bitte richtig lesen! Ich habe die westlichen, (gemeint sind die europäischen) Medien und hier insbesondere die deutschen Meinungsmacher, erwähnt. Desweiteren habe ich von meinen persönlichen Gesprächen mit US-Bürgern berichtet, die eben eine andere Meinung über Trump haben als es uns die Medien hier kundtun.

  8. https://de.wikipedia.org/wiki/Kanadische_Monarchie
    Die kanadische Monarchie ist ein parlamentarisches Regierungssystem, in welchem ein erblicher Monarch der Souverän Kanadas ist und die Rolle des Staatsoberhaupts innehat. Staatsoberhaupt ist seit dem 6. Februar 1952 Königin Elisabeth II.,
    ….
    Und die haben den abtrünnigen Kolonisten im Süden ihre „Tea-Party“ noch lange nicht verziehen…
    https://de.wikipedia.org/wiki/Boston_Tea_Party
    Trump müsste nach deren Meinung in den Tower zu London und einen Kopf kürzer gemacht werden.

  9. in Amerika steht 44 % hinter Trump, nun hört auf euren Quatsch zu verpulvern denn er wird wohl kaum auf den Furz verschiedener Inserenten seine Meinung ändern. Wählt richtig und nicht die davon leben…

  10. GE-Chefredakteur Oswald Schröder glaubt in seinem heutigen Kommentar sogar, dass Trump nicht weit davon entfernt ist, den Roten Knopf zu betätigen: „Wer einen G7-Gipfel mit einem Tweet aus der Tiefe der Nacht in einen G6-Gipfel umwandelt, dem ist auch zuzutrauen, in einer seiner Launen den roten Knopf mit seinem Handy zu verwechseln und einen Atomschlag auszulösen. Ein Scheitern des Termins mit Kim am Dienstag hat das Potenzial für solch eine fatale, wenn dann, bewusste Verwechslung.“

  11. Jürgen Margraff

    #45 ist ein Trottel – er behauptet die USA finanzieren die NATO & die übrigen Länder täten das nur ungenügend – wieviel vom Gesamthaushalt der amerikanischen Streitkräfte fliessen in die NATO – da sind Prozensätze für Personalkosten, für Neuinvestitionen und für Forschung, da findet sich auch ein genau festgelegter Prozentsatz der in die NATO fliesst, ansonsten sind die US Ausgaben für ihr Militär, deren eigenen Streitkräften vorbehalten, schwarze Summen fliessen nur in Kanäle die beispielsweise die Kurden oder Anti-IS Rebellen betreffen – die NATO erhält nur im Bezug auf die Wichtigkeit der US Streitkräfte ihren Anteil, das sieht bei den anderen NATO Partnern genauso aus – wenn in Brüssel ein neuer Hauptsitz gebaut wird für etliche Milliarden dann gibt JEDER der Partner im Bezug zu seinem Prozentualen Anteil;das der der USA grösser ist als der Luxemburgs ist logisch – an eigenen Streitkräften unterhält die NATO nur jene Frühwarneinheit in Gelsenkirchen die AWACs mit NATO Kennzeichen fliegen, aber selbst die ist mit luxemburgischen Kennzeichen versehen, nicht mit denen der USA. Wenn #45 behauptet sein Land gebe am meisten für die NATO aus stimmt das, aber die NATO erhält von den übrigen Ländern auch ihren anteiligen Betrag – der Verteidigungshaushalt der USA finanziert das US Militär, nicht die belgische Luftwaffe, die deutsche Marine oder die englischen Landstreitkräfte, diese Ausgaben sind jedem Land selbst vorbehalten & da ist in Wales ein Konsenz erreicht worden der 2% für den Anfang der 2020 Jahre anrät, nichtmal vorschreibt. Was jeder damit macht, ist seine ureigene Entscheidung – der Arsch mit Ohren, soll dahin wo der Pfeffer wächst oder noch besser ein One Way ticket to the moon kriegen

  12. Polarlicht

    Trump tritt seine eigenen verbündeten in den Hintern! Er sieht sich wohl als kraftstrozenden Führer des kleinen weißen Mannes. Die Partner müssen sich darauf einstellen, dass die alte Nachkriegsordnung nicht mehr gilt. Trump macht das Transatlantik Bündnis kaputt, er ist für Europa kein Partner mehr. Aus Amerika First, wird Amerika alone !

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern