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Trump brandmarkt in erster UN-Rede „Gruppe von Schurkenstaaten“

US-Präsident Donald Trump spricht am 19.09.2017 in New York bei der UN-Generaldebatte der Vereinten Nationen. Foto: Richard Drew/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea, den Iran und Venezuela in seiner ersten Rede bei den Vereinten Nationen scharf attackiert, auf eine Eskalation der Konflikte mit diesen Ländern aber vorerst verzichtet.

„Die Geißel unseres Planeten ist eine Gruppe von Schurkenstaaten“, sagte Trump am Dienstag in seiner ersten Rede vor den Vereinten Nationen. «Wenn die vielen Rechtschaffenen sich nicht den wenigen Gemeinen entgegenstellen, wird das Böse triumphieren.»

NORDKOREA: Trump brandmarkte das isolierte Regime und drohte ihm mit völliger Zerstörung. „Wenn (die USA) gezwungen sind, sich selbst oder ihre Verbündeten zu verteidigen, dann haben wir keine Wahl, als Nordkorea total zu zerstören.“

Zwei große Puppen zeigen Donald Trump und Kim Jong Un bei einer Kundgebung von Pazifisten in Turin. Foto: Shutterstock

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un bezeichnete er als „Raketenmann auf einer Selbstmordmission“. Das Atomprogramm des Landes stelle eine Gefahr für die ganze Welt dar. Es sei längst überfällig, Kim Jong Un zu konfrontieren. „Keine Nation der Welt hat ein Interesse daran, dabei zuzusehen, wie diese Bande von Kriminellen sich mit Raketen und Nuklearwaffen ausrüstet“, erklärte er.

In der ersten Reihe des Plenarsaals saß die nordkoreanische Delegation und hörte dem US-Präsidenten zu. Allerdings waren es weniger Vertreter als noch bei der Rede des brasilianischen Präsidenten Michel Temer.

IRAN: Iran sei ein wirtschaftlich ausgelaugter Schurkenstaat und exportiere vor allem Gewalt, sagte Trump. Man könne dieses mörderische Regime nicht so weitermachen lassen. Iran müsse endlich die Rechte seiner Nachbarn akzeptieren und sich konsequent gegen jede Form von Terrorismus stellen. Es gebe im Iran viele Menschen guten Willens, die einen Wechsel wollten. Sie müssten endlich gehört werden. Das internationale Atomabkommen mit dem Iran sei einer der schlechtesten Verträge, die jemals abgeschlossen worden seien und eine Erniedrigung für die USA.

US-Präsident Donald Trump (rechts) und der französische Präsident Emmanuel Macron treffen sich am 18.09.2017 zu Gesprächen im Palace Hotel in New York im Rahmen der UN-Generaldebatte. Foto: Evan Vucci/AP/dpa

VENEZUELA: Trump rief zu einer vollständigen Wiederherstellung der Demokratie und der politischen Freiheit in Venezuela auf. Das „Regime“ von Präsident Nicolas Maduro lasse die Menschen in Venezuela verhungern, sagte er. „Das Problem in Venezuela ist nicht, dass der Sozialmus nur dürftig umgesetzt worden wäre, sondern dass er überzeugt umgesetzt worden ist.“ Die Regierung Venezuelas habe ein prosperierendes Land ruiniert. „Die Situation ist völlig inakzeptabel. Wir können nicht danebenstehen und zusehen.“

AMERICA FIRST, SOUVERÄNITÄT: Trump wiederholte, die Außenpolitik an amerikanischen Interessen ausrichten zu wollen. „Als Präsident der Vereinigten Staaten werde ich Amerika immer an die erste Stelle setzen“, sagte Trump. Genauso sollten es auch andere Staats- und Regierungschefs tun. Mehrfach betonte er das Prinzip der staatlichen Souveränität. „Alle verantwortlichen Staatenlenker stehen in der Pflicht, ihren eigenen Bürgern zu dienen.“ Starke und unabhängige Nationalstaaten müssten die Vereinten Nationen zum Erfolg führen. „Wir wollen unsere Art zu leben nicht jedem überstülpen“, sagte Trump. Man wolle aber ein leuchtendes Beispiel für jedermann sein.

Wehende Fahnen vor dem Hauptsitz der UNO in New York. Foto: Shutterstock

UN: Trump warf der internationalen Organisation mangelnde Effizienz vor. Der Fokus sei zu oft auf den Prozess und die Bürokratie gerichtet gewesen, nicht auf die Ergebnisse. Er wies darauf hin, dass die USA 22 Prozent des UN-Etats der mehr als 190 Mitgliedsländer bestritten. „Wenn die UN alle Ziele erfüllen würden, besonders den internationalen Frieden, wäre es das leicht wert“, sagte Trump. Er hoffe, die UN könnten eines Tages ein effektiverer und verlässlicher Anwalt für die Ziele von Wohlstand und Frieden sein.

FLÜCHTLINGE: Trump nutzte die Rede auch, um seine strikte Flüchtlingspolitik zu rechtfertigen. „Für das, was es kostet, einen Flüchtling in die USA umzusiedeln, können wir zehn in ihrer Heimatregion versorgen“, sagte er. Es sei daher zum Beispiel besser, den Nachbarländern Syriens finanziell zu helfen, die sich um Schutzsuchende aus dem Bürgerkriegsland kümmerten. Trumps Regierung hatte die Zahl der Flüchtlinge, die die USA im laufenden Haushaltsjahr aufnehmen, auf 50.000 reduziert. Sein Vorgänger Barack Obama hatte eigentlich die Zahl 110.000 vorgegeben. (dpa)

  1. Weiter so trump.
    Endlich mal wahre worte.
    Irak und Co, allesamt Terroristen.
    Alles was aus dieser Ecke kommt ist nichts Gutes.
    Kim und Co—> wann wird der ausgeschaltet ?

  2. Alfons Van Compernolle

    Nun, betr. Nord-Korea hat Trump keine andere Wahl, als das im Falle eines Angriffs durch Nord-Korea seine A & W.-Waffen zur Anwendung zu bringen. Man kann einen Angriff mit „A“Waffen aus Nord-Korea
    nicht mit 155mm Granaten aus Haubitzen beantworten. Kim Yun Un und Trump haben etwas gemeinsam
    Funktionsstoerungen im Kopf. Die USA haben tatsaechlich die Moeglichkeiten Nord-Korea innerhalb von 30 Min. total zu vernichten und sie werden es tun mit Trump!

      • Alfons Van Compernolle

        Nein, Russland & China werden nicht zusehen, haben sie doch noch nie getan. Im Gegenteil !
        Alle Sanktionen von der UN wurden direkt oder indirekt von der VR.China und Russland unterlaufen.
        Gerade in den letzten Tagen, sind aus Russland wieder diverse nord-koreanische Tankschiffe in Russland beladen worden mit Diesel – Heizoel und Benzin und in Richtung Nord-Korea fahren gelassen worden. Die VR.-China laest „Hallgeber“ fuer die westliche Autoindustrie in Nord-Korea produzieren, die dann dann ueber chinesische Firmen in west Europa an die europaeische Autoindustrie verkauft werden.
        Ja, die Gefahr eines III.-Weltkriegs, der unser aller Untergang sein wird ist mehr als nur gross, sie ist real, wenn solche Typen wie KIM YUNG UN und TRUMP nicht bald, wie auch immer gestoppt werden.
        Nur wie „Stoppen“, wenn da Groessenwahnsinnige mit sehr begrenzter Gehirnkapazitaet an den Schaltknoepfen der Atomwaffenzentralen sitzen? Die Gefahr kommt nicht von den Amerikanern und auch nicht von den Nord-Koreanern, sondern schlicht und einfach von Trump & Kim Yung un , zwei Menschen denen man besser ganz schnell eine Fahrkarte in die Wueste verordnen sollte.

    • @ Alfons Van Compernolle

      Dann bereiten wir uns schon mal auf einen Krieg vor. Regionale Kriege gibt es nicht mehr. Wenn Herr Trump Nord-Korea angreift wird Herr Kim antworten. Damit sind dann Süd-Kotrea und Japan mit im Boot. Sollten die Raketen des Herrn Kim tatsächlich amerikanisches Hoheitsgebiet in Guam treffen ist auch die NATO dabei. Am Ende wird es völlig egal sein wer zuerst auf den Knopf gedrückt hat. Das Atomwaffenpotential reicht allemal um den Planneten mehrfach zu pulverisieren.

      • Frankenbernd

        Falsch, im Falle von Guam ist die Nato nicht dabei. Das Natogebiet, also das betreffende Hoheitsgebiet der Mitgliedsstaaten ist festgelegt. Ueberseebesitzungen und Kolonien (auch von GB und F) sind nicht Bestandteil der Nato.

        • @ Frankenberg

          Was glauben Sie wohl was passiert wenn der amerikanische Präsident, aufgrund eines Angriffes auf anerikanisches Hoheitsgebiet, den „Bündnisfall“ ausruft .Denken Sie ausgerechnet Herr Stoltenberg zieht da rote Linien?

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