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Südafrika feiert Hugo Broos: Belgier führt „Bafana Bafana“ erstmals in die K.o.-Phase einer WM [VIDEO]

24.06.2026, Mexiko, Guadalupe: Der Belgier Hugo Broos (r), Nationaltrainer von Südafrika, feiert nach dem Spiel das erstmalige Erreichen der K.o.-Phase einer WM. Foto: Matias Delacroix/AP/dpa

zuDer belgische Trainer Hugo Broos hat mit Südafrika ein Kapitel Fußballgeschichte geschrieben. Durch den 1:0-Erfolg gegen Südkorea zog „Bafana Bafana“ bei der Weltmeisterschaft 2026 erstmals in die K.-o.-Phase ein. Entsprechend riesig war die Freude von Broos und seinen Spielern nach dem Schlusspfiff (siehe VIDEO unten).

Nach den Vorrunden-Aus in den Jahren 1998, 2002 und beim Heimturnier 2010 gelang damit der größte WM-Erfolg der südafrikanischen Nationalmannschaft. Im Sechzehntelfinale trifft das Team des 74-jährigen Erfolgstrainers aus Belgien auf Kanada.

Hugo Broos bezeichnete den Erfolg mit Südafrika als „one of the best moments of my career“. Dabei blickt der Belgier auf eine außergewöhnliche Laufbahn zurück. Als Spieler gewann er vier belgische Meisterschaften und fünf Pokalsiege, zweimal den Europapokal der Pokalsieger sowie den UEFA-Pokal und bestritt 24 Länderspiele für Belgien.

23.06.2026, Mexiko, Guadalupe: Der Belgier Hugo Broos, Trainer von Südafrika, auf der Pressekonferenz. Foto: Dolores Ochoa/AP/dpa

Auch als Trainer sammelte er Titel: Dreimal gewann er als Coach die belgischen Meisterschaft, zweimal wurde er Pokalsieger und gewann 2017 mit Kamerun den Afrika-Cup. Zudem wurde er 1992, 1996, 2004 und 2007 zu Belgiens „Trainer des Jahres“ gewählt.

Als Broos 2021 das Amt des Nationaltrainers von Südafrika übernahm, befand sich die Nationalauswahl in einer schwierigen Phase. Der aus Humbeek bei Brüssel stammende Trainer setzte konsequent auf Disziplin, taktische Organisation und den schrittweisen Aufbau einer neuen Mannschaft. Statt auf große Namen vertraute er vor allem Spielern aus der heimischen Liga und formte daraus ein geschlossen auftretendes Kollektiv. Diese Philosophie hatte bereits mit Platz drei beim Afrika-Cup 2024 erste Früchte getragen und führte anschließend auch zur erfolgreichen Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Schon nach Erreichrn der Qualifikation für die WM 2026 wurde der 74-Jährige von den Nationalspielern von Südafrika auf Schultern getragen.

Bei der WM blieb Broos seiner Linie treu. Durch die Auftaktniederlage gegen Gastgeber Mexiko ließ er sich nicht von seinem Weg abbringen. Auf das 1:1 gegen Tschechien folgte im entscheidenden Gruppenspiel gegen Südkorea eine taktisch nahezu perfekte Vorstellung.

11.06.2026, Mexiko, Mexiko-Stadt: Trainer Hugo Broos (Südafrika) gestikuliert. Foto: Tom Weller/dpa

Südafrika überließ dem Gegner über weite Strecken den Ball, verteidigte äußerst diszipliniert und nutzte eine seiner wenigen Chancen durch Thapelo Maseko zum entscheidenden Treffer.

Nach dem Schlusspfiff konnte Broos sein Glück nicht fassen, fiel zu Boden und umarmte jeden seiner Spieler (siehe VIDEO unten). Der Belgier lobte bei der anschließenden Pressekonferenz ausdrücklich die taktische Disziplin seiner Mannschaft und erklärte, die Spieler hätten den gemeinsam erarbeiteten Matchplan nahezu perfekt umgesetzt.

Für den 74-jährigen Belgier besitzt dieser Erfolg auch eine persönliche Dimension. Broos gehörte als Spieler zur belgischen Nationalmannschaft, die 1986 bei der Weltmeisterschaft in Mexiko den vierten Platz erreichte. Vier Jahrzehnte später kehrte er als Trainer an den Ort seiner größten Spielererlebnisse zurück und führte nun eine afrikanische Mannschaft zu deren historisch bestem WM-Ergebnis. Vor dem Turnier hatte Broos bereits angekündigt, seine Trainerlaufbahn nach der Weltmeisterschaft beenden zu wollen. In Südafrika hat er sich jetzt schon einen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert. (cre)

Nachfolgendes VIDEO sollten Sie sich ansehen. Nach dem Schlusspfiff wurde Hugo Broos gefeiert:

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