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Sturmtief „Friederike“ fegte in Eupen ein Hausdach weg [Fotogalerie]

Sturmtief „Friedrike“ hat am Donnerstag an der Herbesthaler Straße in Eupen ein Haus „entdacht“.

Das Haus befindet sich auf der rechten Seite, wenn man vom Stadtzentrum kommt, hinter der Tankstelle Nols, gegenüber dem Autohaus Schauff.

Ein großes Aufgebot von Feuerwehrleuten und Polizisten weilte an späten Vormittag vor Ort (siehe Fotogalerie).

Bei dem Unglück kam zum Glück niemand zu Schaden. Der Sachschaden ist allerdings beträchtlich. Ein Auto, das neben dem Haus geparkt war, wurde durch das herabgestürzte Dach ebenfalls beschädigt.

Ein neben dem Haus geparktes Auto wurde durch das herabgestürzte Dach ebenfalls beschädigt. Foto: OD

Die Feuerwehr hatte zunächst zu prüfen, ob für das Haus ohne Dach keine weitere Einsturzgefahr bestand.

Gegen 11.15 Uhr war der Notruf bei der Feuerwehr eingegangen. Der Bewohner des Hauses hielt sich im Erdgeschoss auf und hörte nur ein Krachen. Als er sich ins obere Stockwerk begab, um nach dem Rechten zu schauen, stellte er fest, dass das Dach des Hauses weggefegt worden war.

Ansonsten gab es in Eupen noch andere Einsätze der Feuerwehr, wenngleich diese weniger spektakulär waren. In den meisten Fällen waren umgestürzte Bäume und Dachschäden die Ursache.

Heruntergefallene Dachziegel und umgekippte Bäume wurden auch aus Kelmis und St. Vith gemeldet. In Thimister stürzte die Fassade eines Hauses ein.

Mehr als 31.000 Anrufe über die „1722“

Im Inland forderte das Sturmtief sogar ein Todesopfer. In der Provinz Wallonisch-Brabant wurde eine Frau in ihrem Auto von einem Baum erschlagen.

15 Schulkinder in Antwerpen kamen unterdessen glimpflich davon, als ein Baum auf ihren Bus stürzte. In Turnhout (Provinz Antwerpen) wurde der Katastrophenplan aktiviert, weil das Dach eines Altenheims durch den Sturm beschädigt wurde.

Über die alternative Notrufnummer 1722, mit der in Belgien die „112“ entlastet werden soll, gingen nach offiziellen Angaben von 0 bis 16 Uhr am Donnerstag 31.221 Anrufe ein.

In Nordrhein-Westfalen ließen drei Menschen wegen „Friederike“ ihr Leben. Eines der Todesopfer war ein Feuerwehrmann, berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul am Donnerstagabend. Das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr sei bei einem Sturmeinsatz im sauerländischen Sundern ums Leben gekommen. Auch in Thüringen war ein Feuerwehrmann im Orkan gestorben.

Zuvor waren in NRW bereits ein Lkw-Fahrer in Lippstadt und ein Mann auf einem Campingplatz in Emmerich im Sturm getötet worden. (cre/dpa)

Nachfolgend eine Fotogalerie mit Bildern, die „Ostbelgien Direkt“ am Donnerstag vor und hinter dem „entdachten“ Haus an der Herbesthaler Straße machte (zum Vergrößern Bild anklicken):

 

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