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AS Eupen gewinnt Spiel um die „Goldene Ananas“ 3:2

Die Eupener Spieler Knowledge Musona (l) und Aleksandar Boljevic (M) freuen sich Smail Prevljak (r) über den Treffer zum 0:2. Foto: Belga

Die AS Eupen hat ihre Saison mit einem Erfolgserlebnis beendet. Die Schwarz-Weißen gewannen am Samstag beim SC Charleroi 3:2. Letztlich ging es jedoch in der vorgezogenen Begegnung des 34. Spieltages nur um die „Goldene Ananas“, weil keiner der beiden Clubs noch Chancen hatte, die Playoffs 2 zu erreichen.

Das Spiel konnte erst mit einer halbstündigen Verspätung beginnen, weil im Nachmittag viele Fans von Sporting Charleroi sich vor dem Stadion versammelt und anschließend den Platz gestürmt hatten.

Das Treffen war von der Supporter-Gruppe „Sturm-Ultras“ organisiert worden. Die Fans der „Carolos“ wollten sich nach den schlechten Ergebnissen des Vereins in der Liga bei den Verantwortlichen Gehör verschaffen.

Nach einem fulminanten Start mit sechs Siegen in Folge, als Charleroi sogar als Titelanwärter gehandelt wurde, konnte die Mannschaft von Trainer Karim Belhocine nicht einmal die Playoffs 2 erreichen.

Mehdi Bayat, Geschäftsführer des Sporting Charleroi, musste sich die Klagen der Fans der „Carolos“ nach einer verkorksten Saison anhören. Foto: Belga

Das hat Eupen auch nicht geschafft, aber bei der AS sind die Fans in fast schon ewiger Dankbarkeit für den alljährlich erreichten Klassenerhalt deutlich weniger anspruchsvoll als die von Sporting Charleroi.

Die Fans von Charleroi wollten Mehdi Bayat, den Geschäftsführer von Charleroi, treffen. Dieser hörte sich nach seinem Erscheinen auch die Klagen der Anhänger an. Diese wollten unter anderem Garantien erhalten in Bezug auf die kommende Saison, damit sich eine Pleite wie die von 2020-2021 nicht wiederholt.

Indes erklärte Bayat, der auch Präsident des belgischen Fußballverbandes ist, später in einem Fernsehinterview, dass er sich weder von den Fans noch von den Medien noch von sonstwem unter Druck setzen lasse. Allerdings werde man nach diesem letzten Spiel gegen Eupen Bilanz ziehen.

Nach dem Aufstand ihrer Fans waren die Spieler von Charleroi natürlich darauf erpicht, zumindest dieses letzte Meisterschaftsspiel zu gewinnen, damit sich die Gemüter im Umfeld des Vereins etwas beruhigen. Andererseits wollten auch die ganz in Rot spielenden Eupener die Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen.

Meisterschaftspremiere für Robin Himmelmann

Bei den Gästen aus Eupen stand erstmals bei einem Meisterschaftsspiel Robin Himmelmann im Tor. Bisher war der Neuzugang vom FC St. Pauli nur im Achtelfinale gegen die Amateure von Olympic Charleroi zum Einsatz gekommen.

Die Eupener Startelf: Himmelmann – Agbadou, Amat, Poulain, Miangue – Kayembe, Peeters – Boljevic, Musona, N‘Dri – Prevljak.

Torwart Robin Himmelmann kam erstmals in der Meisterschaft zum Einsatz für die AS Eupen. Foto: Selim Sudheimer/dpa

Schon nach wenigen Minuten gelang Eupen ein Tor durch Amat nach einem Freistoß von Musona, jedoch stand der Spanier im Abseits. Ansonsten trat Eupen auffallend motiviert auf, obwohl es in diesem Spiel allenfalls um eine bessere Platzierung ging, die auf die Verteilung der TV-Gelder Einfluss hat, mehr aber auch nicht.

Pech hatte Charleroi gleich in der Anfangsphase, als Botaka schon nach 7 Minuten gegen Gholizadeh ausgewechselt werden musste.

Lichtgestalt im ersten Durchgang war eindeutig Eupens Stürmer Prevljak. In der 19. Minute scheiterte der Bosnier zwar bei einem Elfmeter an Torhüter Penneteau, jedoch konnte er den Nachschuss verwerten, 0:1.

Acht Minuten später erhöhte der erfolgreichste Eupener Torschütze auf Zuspiel von Boljevic auf 0:2. In der 32. Minute verkürzte Golizadeh auf 1:2.

Kurz vor dem Halbzitpfiff folgte Prevljaks dritter Streich mit dem Tor zum 1:3, auch wenn der Ball durch Kipré abgefälscht wurde. Das war auch der Pausenstand.

Im zweiten Durchgang musste Eupen früh wechseln. Für den offenbar angeschlagenen Prevljak kam Ngoy, und Peeters machte Platz für Cools.

Nach knapp einer Stunde verhinderte Agbadou Bruno daran, auf 2:3 zu verkürzen.

Charleroi hatte noch ein paar Möglichkeiten, die aber nicht genutzt wurde. In der 69. Minute scheiterte der eingewechselte Teodorczyk an AS-Schlussmann Himmelmann, der auch in der 77. Minute einen knallharten Schuss von Ilhaimaharitra glänzend parierte.

In der 80. Minute war Himmelmann indes machtlos, als Ilhaimaharitra per Elfmeter auf 2:3 verkürzte.

Bei Eupen kamen Beck für N‘Dri und Baby für Boljevic. Es blieb beim 3:2-Auswärtssieg der Gäste, die damit den SC Charleroi in der Tabelle überholt haben. Allerdings fällt auch für die Eupener die Saisonbilanz trotz eines Punkterekords eher durchwachsen aus. Bei den Spielen der Playoffs sind die Schwarz-Weißen nur Zuschauer. (cre)

Zum Thema siehe auch folgende Artikel auf OD:

13 Antworten auf “AS Eupen gewinnt Spiel um die „Goldene Ananas“ 3:2”

  1. Guter Einsatz und ansehnlich für ein belangloses Spiel. Stark Prevljak und Himmelmann. Unverständlich dass er nicht schon früher mal ran durfte, da Defourny öfters patzte und man seine Stärke von St Pauli her kennt. Wieso holt man einen guten Torwart und lässt ihn dann nicht spielen. Ich hoffe im Hinblick auf kommende Saison…auch wenn diese mit BSJ auf dem Trainerposten meiner Meinung nach nur suboptimal besetztist

  2. Die AS Eupen sollte die kommende Session sofort mit dieser Mannschaft anfangen,und nicht erst wieder bis zur hälfte der Meisterschaft Experimente machen.
    Ich denke das sie dann auch fähig sind einen einstelligen tabellenplatz zu erreichen

  3. Das war ein würdiger Abschluss, auch wenn der Sieg nur ein kleines Trostpflaster einer insgesamt enttäuschenden Saison war. Mit diesem Potenzial hätte die AS bequem die Top 8 erreichen müssen. Hauptschwachpunkt war der Trainer, den ich anfangs noch verteidigt hatte. Auch heute traf er wieder seltsame Entscheidungen. Warum holte er gleich beide Spielmacher vom Platz? Warum kommt seine Mannschaft trotz zwei Tore Vorsprung gegen Ende noch einmal in Bedrängnis? Wieso spielt Robin Himmelmann, neben Prevljak der entscheidende Spieler der AS, erst jetzt beim letzten Spiel? Soviel ist sicher: Wenn er bleibt, und danach sieht es aus, wird die AS auch in der nächsten Saison keine Fortschritte machen.

  4. Nach wie vor kann ich die Entscheidung der Vereinsverantwiortlichen diesen Trainer zu halten nicht verstehen. Man kann mit dieser Saison einfach nicht zufrieden sein wenn man so eine Mannschaft zur Verfügung hat, da muss man einfach mehr draus machen. Ich bin nach wie vor der Meinung dass dieser Trainer nicht zur AS passt.

  5. Ulrich Kallius

    Glückwunsch zum Sieg mit einer sehr guten Leistung in der 1.Halbzeit. Ich habe nie verstanden, warum mein ehemaliger Verein, der FC.ST. Pauli seinen in den vielen Jahren stets gut spielenden Torwart, Himmelmann, nach Belgien hat ziehen lassen.
    Sehr gute Strafraumbeherrschung und als Torwart kann er sehr gut mit dem Ball umgehen.
    Grüße nach Eupen

    • sehe ich auch so. Himmelmann ist der komplettere Torwart und strahlt mehr Sicherheit aus.. Defourny ist auf der Linie stark, hat aber große Schwächen beim Rauslaufen und beim Fangen. Himmelmann unbedingt halten, ebenso Musona.
      Allgemein hätte man aus diesem Kader mehr rausholen können.

  6. M der Block

    Fazit der Saison !!
    Trainer und Vorstand sagen beste Saison aller Zeiten für die AS Eupen. 🤮🤮🤢
    Spieler sagen noch eine Woche Training und danach 6 Wochen Urlaub sollen doch die anderen Play Off spielen .☀️☀️☀️
    Fans sagen konnten bis auf 2 Spiele nicht ins Stadion haben aber eigentlich nicht viel verpasst und ob sie überhaupt noch mal anfangen ins Stadion zu gehen ist abzuwarten.
    Ultras haben sich aufgelöst weil Fahne 🇧🇪entwendet wurde .😱😱
    Im großen und ganzen eine Schei…… Saison .

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