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1:1 in Kortrijk – Punktgewinn macht AS Eupen Hoffnung

Eupens Stef Peeters (l) und Kortrijks Sambou Sissoko (r) kämpfen um den Ball. Foto: Belga

Nach vier Niederlagen in Folge hat die AS Eupen endlich gepunktet: Die Schwarz-Weißen erreichten am Samstag auswärts beim KV Kortrijk ein 1:1.

In Abwesenheit von Cheftrainer Stefan Krämer coachte dessen Assistent Michael Valkanis die Schwarz-Weißen. Zwar fehlte der gesperrte Boris Lambert, dafür aber standen Leistungsträger wie Stef Peeters, Smail Prevljak und Julien Ngoy auf dem Platz.

Die Eupener Startelf: Himmelmann – Heris, Agbadou, Gnaka – Beck, Magnée, Cools, Peeters, N‘Dri – Prevljak, Ngoy.

Julien Ngoy brachte mit einem sehenswerten Treffer die AS Eupen in Kortrijk in Führung, aber sein Torjubel fiel aus. Foto: Belga

Bei Kortrijk fehlte Faiz Selemani, der im Afrika Cup für die Nationalmannschaft der Komoren spielt.

Die erste Gefahrensituation war für die Platzherren durch Messaoudi, dessen Schuss zum Glück fü Eupen von Heris zur Ecke abgewehrt wurde. Kortrijk dominierte in der Anfangsphase, die AS leistete sich einige Fehlpässe, die darauf schließen ließen, dass die Eupener nicht in bester Verfassung waren.

Auch in der 17. Minute nutzte Messaoudi mehrere Abspielfehler von Eupener Spielern zu einem Torschuss, aber Himmelmann war auf dem Posten.

Zwei Minuten später leistete sich Agbadou einen Fehlpass. So kam Moreno zum Schuss, diesmal ging der Ball an die Latte. Es sah nicht gut aus für die Gäste aus Ostbelgien. Der Führungstreffer für Kortrijk schien nur eine Frage der Zeit zu sein.

Der Führungstreffer fiel dann auch – aber auf der Gegenseite für Eupen! N‘Dri setzte sich am linken Flügel durch, flankte nach innen, wo Ngoy den Ball annahm, mit einer eleganten Körpertäuschung drei Spieler von Kortrijk düpierte und völlig überraschend das 0:1 erzielte. Was auffiel: Ngoy jubelte nach seinem Tor nicht! War er sauer?

AS-Abwehrspieler Jonathan Heris. Foto: Belga

Durch diesen sehenswerten und wichtigen Treffer kam jedenfalls mehr Ruhe ins Eupener Spiel. In der 38. Minute war Eupens Verteidiger Heris nach einem harten Einsatz gegen Moreno mit einer Gelben Karte noch gut bedient. Bis zur Pause blieb es beim 0:1 – schmeichelhaft für die AS, aber so ist Fußball!

Kurz nach dem Wiederanpfiff hatte Eupen eine erste Riesenchance durch Prevljak nach Zuspiel von Peeters, doch der Bosnier zögerte und konnte deshalb diese Möglichkeit nicht nutzen.

In der 52. Minute fiel der Ausgleich durch Messaoudi, der sich zuerst gegen Cools durchsetzte und dann mit Erfolg abzog. Himmelmann war in dieser Szene nicht im Bilde, der Schlussmann der AS faustet den Ball ins eigene Tor, 1:1.

Nach fast einer Stunde Spielzeit wurde Ngoy ausgewechselt, was der Nummer 7 der AS gar nicht gefiel. Für ihn kam Déom. Offenbar wollte Eupens Co-Trainer Valkanis jetzt keine „beleidigte Leberwurst“, sondern ein Kämpferherz spielen sehen.

Eupens Abwehrspieler Emmanuel Agbadou. Foto: Belga

In der 65. Minute hatte Mbayo die Führung für Kortrijk auf dem Fuß nach einer Flanke von D’Haene. In der 69. Minute leistete sich Agbadou im eigenen Strafraum einen leichtsinnigen Ballverlust gegen Moreno, der Eupen um ein Haar einen Gegentreffer gekostet hätte.

20 Minuten vor Schluss gab es einen Doppelwechsel bei der AS: Koné und Neuzugang Alloh kamen für N‘Dri und Peeters.

In der Schlussphase erhöhte Kortrijk noch einmal den Druck. Die Westflamen wollten diese Partie unbedingt gewinnen. Es blieb aber beim 1:1. Der Punkt macht Hoffnung vor einer Reihe von schweren Spielen.

Am kommenden Mittwoch um 18.45 Uhr ist Standard Lüttich im Kehrweg-Stadion zu Gast, bevor am Samstag danach um 18.30 Uhr das „6-Punkte-Spiel“ beim RFC Seraing stattfindet.

Es folgt das Hinspiel im Pokal-Viertelfinale gegen den inzwischen sehr starken RSC Anderlecht, mit dem man es nur fünf Tage später auch in der Meisterschaft zu tun bekommt, dann im Lotto-Park von Anderlecht, in dem auch das Viertelfinal-Rückspiel am 1. März ausgetragen wird. Bis dahin muss die AS noch gegen AA Gent und den FC Brügge sowie bei Union St. Gilloise spielen.

Am Samstag kassierte der Vorletzte RFC Seraing  beim 1:3 in St. Truiden seine siebte Niederlage in Folge.  Hingegen darf sich Schlusslicht Beerschot nach einem 3:1-Sieg gegen OH Löwen vielleicht doch noch Hoffnung machen, zumal es am Mittwoch zum Duell zwischen Seraing und Beerschot kommt. (cre)

21 Antworten auf “1:1 in Kortrijk – Punktgewinn macht AS Eupen Hoffnung”

  1. Ein guter und wichtiger Punkt. Die Gastgeber hatten zwar mehr vom Spiel und auch einige Torchancen, doch unter dem Strich hat die AS sich wacker geschlagen. Mit den Leistungsträgern an Bord kam das AS-Tor nur selten in Gefahr. Leider schoss Himmelmann einen Bock, der zum Gegentor führte. Möglicherweise hat der Ball geflattert oder Himmelmann senkte sich zu schnell in die Ecke und erwischte deswegen den Ball nur noch halb. Keine Ahnung, sah jedenfalls seltsam aus. Positiv waren die Einwechslungen von Koné und Déom. Und die beiden Neuen Müsel und Konstatelias bekamen auch einige Minuten Einsatz, wobei Müsel ja zu einer halben Torchance kam. Das wäre es gewesen, wenn der junge Deutsche Sekunden nach seiner Einwechslung für den Siegtreffer gesorgt hätte. Wenn diese Mannschaft zusammen bleibt, wird sich die AS retten. Hoffe ich zumindest. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

  2. Lasst die Jungs mal zu sich finden,einige ohne Training gewesen durch corona,andere neu bei der KASE und der Trainer noch nicht da,das wird schon.Es braucht allerdings keiner mehr zu träumen das Sie wieder Spitzenreiter werden,brauchen Sie auch nicht aber in der 1 D müssen Sie bleiben

  3. Ein gewonnener Punkt, gut für die Moral. Man merkte, daß verschiedene Spieler noch keinen Rhythmus hatten, daher waren die Auswechslungen meiner Ansicht nach gerechtfertigt.
    Persönlich würde ich Kone mal von Anfang an spielen lassen. Prevljak wirkt sehr glücklos im Moment.
    Normal, daß die neuen Spieler Spielminuten bekommen, denn sonst braucht man diese ja nicht zu holen. Bleibt zu hofffen, daß die Mannschaft Mittwoch von der ersten Minute voll da ist,

  4. Ostbelgien Direkt

    AKTUALISIERUNG – Am Samstag kassierte der Vorletzte RFC Seraing beim 1:3 in St. Truiden seine siebte Niederlage in Folge.  Hingegen darf sich Schlusslicht Beerschot nach einem 3:1-Sieg gegen OH Löwen vielleicht doch noch Hoffnung machen, zumal es am Mittwoch zum Duell zwischen Seraing und Beerschot kommt.

  5. Propaganda

    Sehr wichtiger Punkt. Die AS hat noch ein sehr schweres Restprogramm gegen viele Topmannschaften. Vielleicht gelingt ja die eine oder andere Überraschung. Es bleibt spannend im Abstiegskampf.

    • Mir ist es unbegreiflich, dass sich hier einige „Kenner“ so auf den Torhüter einschiessen. Klar geht das Gegentor auf seine Kappe, aber insgesammt ist Robin ein richtig guter Torwart und mit Sicherheit stärker als Nurudeen, welcher in seinen ersten Auftritten zwar stark war aber in seinen letzten Spielen mehrere Böcke schoss und unsicher wirkte.

      Ein Punkt der Mut macht und es wurde auch höchste Zeit. Seit dem Sieg gegen Genk und der Tabellenspitze, hat die AS nämlich nur noch 6 Punkte aus 13 Spielen geholt wurde gestern gesagt. Eine katastrophale Bilanz.
      Bedenklicher war gestern der Auftritt von Agbadou, der mit mehreren schweren Patzern den Gegner zum Kontern einlud. Das Tor von Ngoy dagegen war ganz stark gemacht.
      Bleibt zu hoffen dass die neuen jungen Spieler einen Mehrwert bringen. Die nächsten 2-3 Spiele besonders das in Seraing wird entscheiden, ob Eupen noch in Gefahr gerät oder nicht

  6. Die „Körpersprache“ von Julien Ngoy (nach seinem Tor und bei seiner Auswechslung) sprach wohl Bände und die aktuelle Spielweise von Stef Peters ist ohnehin an Arroganz nicht mehr zu überbieten. Hinzu kamen die vollkommen unnötigen Ballverluste eines Emmanuel Agbadou. Da kann man wirklich nur sagen: Reisende sollte man nicht aufhalten! Hoffentlich finden alle drei Abnehmer nach der Winterpause, damit der Trainer wirklich motivierte Spieler einsetzen kann, wie z.B. M. Koné, der in den letzten Monaten fürwahr keinen einfachen Stand hatte. Und natürlich de drei Neuen.

  7. Ostbelgien Direkt

    Die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt spielt gewissermaßen für die AS Eupen: Nach Ostende und Seraing verloren auch OH Löwen und Zulte Waregem. Standard Lüttich spielte unentschieden gegen den FC Brügge. Nur St. Truiden (gegen Seraing) und Beerschot (gegen OH Löwen) konnten gewinnen. Deshalb ist die AS Eupen nach wie vor auf Platz 12. Gruß

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