Kultur

Die „SEITENstraße – Lesen hinterm Tresen“ in Bildern [Fotogalerie]

Jupp Hammerschmidt trug in einem Modegeschäft an der Klötzerbahn Geschichten vor über das wundersame Leben der Menschen in der Eifel. Foto: Gerd Comouth

Am Samstag fand zum 10. Mal das Eupener Literaturevent „SEITENstraße – Lesen hinterm Tresen“ statt. Mehr als 30 Geschäfte und Einrichtungen waren dabei. Ebenso unser Fotograf Gerd Comouth. Hier sind seine Bilder.

Seit 10 Jahren finden an einem Samstag Ende November Lesungen an ungewöhnlichen Orten in der Eupener Innenstadt statt. Gelesen wurde in diesem Jahr u.a. in einem Dessous-Laden, im neuen Senioren-Begegnungszentrum und im Bestattungsbüro.

Nina Reip las in einem Dessous-Geschäft in der Kirchstraße. Foto: Gerd Comouth

Die Lesungen waren mal lustig, mal nachdenklich-berührend und fanden im stündlichen Rhythmus statt. Bis auf wenige Ausnahmen wurde jede Lesung vier Mal vorgetragen. Die Lesezeit betrug jedes Mal ca. 20 Minuten.

Die diesjährige Auflage der „SEITENstraße“ begann am Samstag um 14 Uhr mit einer Astrid-Lindgren-Lesung für Kinder in den Räumlichkeiten der Christlichen Krankenkasse.

Mehr denn je eigene Texte

Neben seit Jahren beliebten Leseorten wie Apotheke Schunck, Bäckerei Kockartz oder  Bestattungen Kolvenbach konnten sich die Zuhörer in diesem Jahr auf eine Reihe von neuen teilnehmenden Geschäften in der Gospertstraße freuen. Als strahlender Außenposten fungierte in diesem Jahr der Friseursalon Hair Couture in der Bahnhofsstraße.

Leser Hubert Maraite (links) und seine Zuhörer in der Pfarrbibliothek. Foto: Gerd Comouth

Mehr denn je lesen bei der „SEITENstraße“ Autoren aus eigenen Werken und Texten vor, so beispielsweise David Brüls (Gedichte und Kurzgeschichten), Oli Watroba (Roman), Schüler des Königlichen Athenäums Eupen (haarige Geschichten), Bewohner und Angestellte des Empfangszentrums für Asylbewerber Belle-Vue (eigene Geschichten), Werner Mießen, Alfred Minke, Hubert Maraite (erstaunliche Rezepte aus der Region) und Bernhard Wucherer (Frittenfett).

Den gemütlichen Ausklang begingen die Leser und Besucher gemeinsam ab 22 Uhr im Bistro des Kulturzentrums Alter Schlachthof.

Nachfolgend eine FOTOGALERIE mit Bildern von Gerd Comouth vom Event „SEITENstraße – Lesen hinterm Tresen“ am Samstag in der Eupener Innenstadt. Zum Vergrößern Bild anklicken. Um von einem Bild zum anderen zu gelangen, genügt ein Klick auf den rechten Bildrand:

  1. Es war eine tolle Performance, um das uns alle Gäste rundum Eupen beneiden. Dieses Mal musste man sich nicht so drängeln … un die Qualitä war einzigartig! Wunderbares happening in Eupen. Glückwunsch an die Eupener Organisatoren! Wenn’s was kosten sollte, ich bin dabei!

  2. Der freie Schriftsteller Freddy Derwahl war nicht dabei, um aus seinen „Gesammelten Nachtnotizen“ zu lesen?
    Schade, Kommt doch jetzt wieder die Zeit, wo – nach seinen Worten – die Glocken „leise rieseln“ werden, zur schönen, besinnlichen Adventszeit.

  3. Also das Konzept ist doch mittlerweile flach getreten…
    Es gab sogar Geschäfte da war praktisch nichts los, teilweise ist die letzte Lesung sogar ausgefallen weil keiner hin wollte…
    Fragt mal nach bei Orion Reisen :D

    • @ achso

      Ich würde das nicht auf ein „ausgelatschtes Konzept“ zurückführen. Meiner Ansicht nach wurde die Veranstaltung viel zu wenig beworben. Früher fand ich zwei Wochen vor den Lesungen das Programm im Briefkasten, sei es als Wurfsendung oder als Beileger im Werbeblättchen. Dieses Jahr erfuhr ich um den 20. herum vom Stattfinden der Veranstaltung. Das Programm druckte ich mir aus dem Internet aus. Als Rentner habe ich dann Zeit und Muse um eine sinnvolle Planung des Abends vorzunehmen. Jemand der sich den Tag mit Arbeit versaut und nach Feierabend eine Familie „bespassen“ muss ist da weniger gut dran.
      Ich fand das Interesse steigt mit den Jahren und die Themenvielfalt ermöglichte jedem etwas für seinen Geschmack zu finden.

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