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Rumpfelf der AS Eupen verliert „unter Protest“ gegen Cercle Brügge 0:2 – Bis zur 77. Minute standgehalten

Um ihren Protest sichtbar zu machen, präsentierten sich die Spieler der AS im Gegensatz zu denen von Cercle Brügge und dem Schiedsrichtergespann mit dem Rücken zur Haupttribüne. Der Einspruch gegen die Wertung des Spiels wurde trotzdem abgewiesen. Foto: Belga

Bis zur letzten Viertelstunde hat die Rumpfelf der AS Eupen Cercle Brügge standgehalten. Die durch insgesamt 16 Corona-Fälle geschwächten Schwarz-Weißen verloren durch Gegentore in der 77. und 81. Minute 0:2.

Die Vereinsführung der AS hatte kurz vor Spielbeginn mitgeteilt, dass Eupen „nur unter Protest“ gegen den Cercle spielen werde. Man verzichtete also auf einen Boykott, für den sich der KV Mechelen am Vortag beim Spiel in Löwen entschieden hatte, jedoch behielt man sich die Möglichkeit vor, gegen die Wertung der Begegnung gegebenenfalls Protest einzulegen.

Um ihren Protest sichtbar zu machen, präsentierten sich die Spieler der AS bei der Mannschaftsaufstellung im Gegensatz zu Cercle Brügge und dem Schiedsrichtergespann mit dem Rücken zur Haupttribüne.

Eupens Kapitän Jordi Amat. Foto: Belga

Die Eupener Startelf: Himmelmann – Amat, Agbadou, Gnaka – Beck, Déom, Lambert, A. Keita, Magnée, Nanah – N‘Dri.

Eupen hatte sieben U21-Spieler im Kader. Vor allem im Angriff fehlte den Schwarz-Weißen in Abwesenheit von Smail Prevljak und Julien Ngoy jegliche Durchschlagskraft.

Cercle Brügge ging somit als klarer Favorit in diese Partie, doch im ersten Durchgang waren die Gäste nur in einer Szene wirklich gefährlich, nämlich in der 11. Minute, als Eupens Lambert bei einem Kopfball von Daland auf der Linie klärte. Ansonsten gab es im ersten Durchgang nur noch einen Distanzschuss von Somers in der 22. Minute, den Himmelmann aber parieren konnte.

Himmelmanns Gegenüber Didillon hatte bis auf einen Fernschuss von Keita in der 42. Minute so gut wie nichts zu tun. Trotzdem war das 0:0 zur Halbzeit aus Eupener Sicht bereits ein Achtungserfolg. Vor allem die Routine von Spielern wie Amat und Beck tat dem Spiel der AS sehr gut. Auch Déom behielt zumeist die Übersicht und imponierte durch seinen kämpferischen Einsatz.

Nach dem Wiederanpfiff hatte Cercle die bis dahin größte Torchance in diesem Spiel, als der Ex-Eupener Miangue nach einem Freistoß von Hotic alleine vor Himmelmann auftauchte, den Ball aber nicht im Eupener Tor unterbringen konnte. Drei Minuten später prüfte Eupens Magnée Brügges Torhüter Didillon.

Eupens Abwehrspieler Emmanuel Agbadou war einer der wenigen Stammspieler in den Reihen der AS. Foto: Belga

Cercle erhöhte im zweiten Durchgang das Tempo und störte früher als vor der Pause. In der 68. Minute musste Nanah verletzt zum Platz. Kurze Zeit später schied auch Déom aus. Für Nanah kam Essahel, für Déom wurde Offermann eingewechselt.

In der 77. Minute war es dann um die couragierte Eupener Rumpfelf geschehen. Nach einem Einwurf von Miangue bekam Lambert den Ball nicht aus der Gefahrenzone, via Amat kam das Leder mit Glück (oder Pech) zu Somers, der Himmelmann keine Chance ließ, 0:1.

Kurz danach verursachte Magnée einen Foulelfmeter, als er den Ball wegschlagen wollte, dabei aber einen Spieler von Cercle traf. Hotic verwandelte den Strafstoß sicher, 0:2.

In der 85. Minute kamen auf Eupener Seite noch Oger und Sternon ins Spiel (für N’Dri und Magnée).

Das Elfmetertor zum 0:2 war natürlich die Vorentscheidung, denn bei diesem Ergebnis blieb es auch. Wie sich die Vereinsführung der AS jetzt verhalten wird, bleibt abzuwarten. Auch schon wegen des Boykotts des KV Mechelen wird der 22. Spieltag ein Nachspiel haben.

Am kommenden Samstag, dem 22. Januar, muss die AS nach Kortrijk reisen, und am Mittwoch, dem 26. Januar, ist Standard Lüttich im Kehrweg-Stadion zu Gast.

Solange der Tabellenvorletzte RFC Seraing, der sein Spiel gegen Union St. Gilloise wahrscheinlich verlieren wird, keine Punkte holt, geraten die Schwarz-Weißen nicht in akute Abstiegsnot, denn das schon ziemlich abgeschlagene Schlusslicht Beerschot dürfte den Eupenern nicht mehr gefährlich werden. Bekanntlich bestreitet der Vorletzte am Ende der klassischen Phase der Meisterschaft zwei Relegationsspiele gegen den Zweiten der Division 1B. Der Tabellenletzte steigt direkt ab. (cre)

 

25 Antworten auf “Rumpfelf der AS Eupen verliert „unter Protest“ gegen Cercle Brügge 0:2 – Bis zur 77. Minute standgehalten”

  1. Also zuerst mal Glückwunsch das sie solange dagegen gehalten haben,aber Brügge braucht auf diesem dreckigen Sieg nicht stolz zu sein.
    Unter normalen Bedingungen wären sie platt gemacht worden.

  2. Hut ab vor dieser Leistung. Bis kurz vor Schluss spielte die AS munter mit. Nicht grandios, aber unter diesen Umständen immerhin. Die zwei Gegentore kamen aus AS-Sicht unglücklich zustande. Besonders der von Magnée verursachte Elfer war mehr als unglücklich. Aber solche Sachen passieren, wenn man sowieso schon vom Pech verfolgt ist. Hie passt die Fußballweisheit „Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß“ wie die Faust aufs Auge. Glückwunsch noch an den Profi-Einstand der beiden jungen Kelmiser Lorenzo Offermann und Dario Oger. Auch wenn das Debüt nicht einfach war, hoffe ich für beide, dass ihre Karriere einen glücklichen Verlauf nimmt.

  3. AS-FAN-KELMIS

    Tolle Leistung unserer AS Bubis. Leider wurde das Spiel durch 2 unglûckliche Aktionen entschieden gegen die Halbe U 21 auf dem Feld. Ein grosses Dankeschön an die Verantwortlichen in Brûssel. Seit 6 Jahren arbeitet ihr an der Demontage der AS , und diese Saison könnte euch dies gelingen denn es fehlen uns noch ca.15 Punkte !!!

  4. Propaganda

    Ich hätte es auch besser gefunden wenn die AS es wie Mecheln gemacht hätte und wäre nicht angetreten. Das hätte mehr Wirkung gezeigt als jetzt noch zu protestieren. Das man dieses Spiel nicht gewinnen konnte war ja von vornherein klar. So hätte man die Gesundheit der Spieler geschützt so wie Mecheln es gemacht hat aber dafür war die AS zu feige.

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