Politik

Fortsetzungsroman Fotovoltaik: Namur einigt sich auf Übergangsregelung ab 1. April

Eine Photovoltaik-Anlage wird installiert. Foto: Shutterstock

In der nicht enden wollenden Geschichte der Fotovoltaik-Förderung hat sich die wallonische Regierung in Namur auf eine Übergangsregelung verständigt. Diese beginnt am 1. April und bleibt gültig bis zum Inkrafttreten des Dekrets über das neue Fördermodell.

Während der Übergangszeit, die bis Mitte Juli 2013 dauern könnte, gibt es für Anlagen bis zu 5 kWp (0-5 kWp) 1,5 Grüne Zertifikate pro Megawattstunde – und dies für eine Dauer von zehn Jahren. Für Anlagen zwischen 5kWp und 10 kWp gibt es ein Zertifikat pro Megawattstunde.

Paradigmenwechsel: Nicht der Kernenergie, sondern den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Foto: Shutterstock

Paradigmenwechsel: Nicht der Kernenergie, sondern den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Foto: Shutterstock

„Qualiwatt“ nennt sich das neue Fördermodell für Fotovoltaik-Anlagen, das letzte Woche von der wallonischen Regionalregierung in Namur verabschiedet wurde. Künftig sollen die bereits gültigen 65 Euro für ein Zertifikat weiterhin gezahlt werden, aber nur noch, bis dass sich die Investition amortisiert hat.

Amortisiert hat sich die Anlage nach 7 bis 9 Jahren je nach Einkommen: 7 Jahre für niedrige Einkommen (20% der Haushalte), 8 Jahre für mittlere Einkommen (50%) und 9 Jahre für höhere Einkommen (30%). Die Zuschüsse werden direkt von der Stromrechnung abgehalten.

Sobald die Anlage amortisiert ist, garantiert die öffentliche Hand den Inhabern der Zertifikate eine Rendite, die „nicht spekulativ“ sein soll, aber höher liegen werde als die an den Finanzmärkten. Am Dienstag einigten sich Regionalregierung und Fotovoltaik-Branche auf eine Rendite von 7 Prozent.

Siehe dazu auch „Leute von heute“-Meldung „Edmund Stoffels“

50 Antworten auf “Fortsetzungsroman Fotovoltaik: Namur einigt sich auf Übergangsregelung ab 1. April”

  1. So wird also ein Vertrag zwischen Regierung und Bürger mit Füßen getreten.
    Anstelle Unfähigen Politikern und deren „Finanzexperten“ mit Konsequenzen zu drohen, oder ans Geld zu gehen, wird dem kleinen Mann, der sich für eine solche Anlage vielleicht weit über seinen Finanzrahmen bewegt, ans Bein gepinkelt.
    In jedem, kleinen oder großen, Unternehmen wird eine Budgetplanung bzw eine Machbarkeitstudie erwartet sobald ein neues Projekt auf gestartet wird. Damit sollen alle Eventualitäten vorher durchgespielt werden um später keine bösen Überraschungen zu erleben.
    Bei der Regierung ist das aber nicht so wichtig, da kann man zur Not über Vertragsinhalte lachen und wie immer auf das Sparschwein der Nation, den Steuerzahler, zurückgreifen.
    Da wird man als Besitzer einer PV ja schon zum 2ten mal vera….t! Vor 2 Jahren kaufst du dir ne PV-Anlage im guten Glauben so einiges richtig zu machen und schaust teilweise über die hohen Anschaffungskosten hinweg, da du ja Steuervergünstigungen und Grüne Zertifikate bekommst. Soweit ok.
    Dann wird die Regelung der Grünen Zertifikate für Neukunden einer PV-Anlage plötzlich geändert und siehe da, die Preise der Anlagen purzeln in den Keller. Als Verbraucher fängst du schon an zu überlegen wie das über Nacht funktionieren kann, aber als überzeugter PV-Anlagen Alt-Besitzer kannst du noch darüber hinwegsehen.
    Aber was jetzt gemacht wird ist eine absolute Frechheit.

    Ich freue mich auf den ersten Besitzer einer oder mehrerer Großanlagen, der gegen die Wallonische Regierung, wegen Vertragsbruch, vor Gericht zieht.

    • Die Regierung in Namur bricht einfach ihre eigenen Gesetze :
      Um zu präzisieren, was Sie schreiben APA : Der garantierte Mindestbetrag von 65€ pro GZ wird beibehalten ABER keine 15 Jahre lang mehr, ab Genehmigung der Anlage durch die CWAPE, sondern, und das ist der Vertragsbruch seitens der WR, nur so lang, bis die PV-Anlage amortisiert ist Was bedeutet das?. Das ist für jeden PV-Betreiber verschieden und muss für die 100.000 Anlagen in der Wallonie, wozu wir (leider) auch zählen, individuell berechnet werden.Stellen Sie sich diesen administrativen Aufwand mal vor.
      Diese Regierung in Namur wird von der Opposition als Amateure bezeichnet. In den Foren der französischsprachigen Zeitungen eher treffend als : „association de malfaiteurs“, zu deutsch als „kriminelle Vereinigung“. Dem ist nichts hinzuzufügen.
      Übrigens, wer sagt denn, dass diese Regierung nicht noch weitere Einschnitte in Zukunft vornimmt? Vielleicht war das, was letzte Woche entschieden wurde, nur der Vorgeschmack.

      • PV Besitzer

        Stimme dem Beitrag zu.
        Wenn man dem Staat (bzw. das was Gesetzlich beschlossen wurde) nicht mehr glauben kann, WEM DANN.
        Das ist eine große Sauerei was dort veranstaltet wird.
        Trauriges Belgien.

  2. Ist es Betrug einen Betrüger zu betrügen? Die jetzt jammern, wollten mithilfe einer PV-Anlage ihre Mitbürger ausnehmen und werden jetzt selber über den Tisch gezogen. Statt Mitleid empfinde ich gerechte Schadenfreude.

          • Krowpöngel

            Um das Kyoto-Protokol einzuhalten hat die EU angeordnet das jedes EU-Land eine gewisse Menge grünen Strom produzieren muss.
            Da die Strompolitik in Belgien regionalisiert ist, hat die wallonische Region (RW) einen Prozentsatz grünen Strom festgelegt den die Stromanbieter (Electrabel, Luminus, Lampiris, Essent, usw…) erreichen müssen. Dieser Prozentsatz liegt im Moment bei 13%, soll bis 2020 auf 20% erhöht werden und wird in grünen Zertifikaten (GZ) verrechnet.. Erreichen die Anbieter nicht die erforderte Menge, müssen sie pro fehlendes Zertifikat 100€ Strafe zahlen.
            Um aber nicht in erneuerbare Energie investieren zu müssen wird den Stromanbietern die Möglichkeit gegeben GZ bei kleinen privaten Produzenten zu kaufen. Auf jeder Stromrechnung steht nun natürlich „Ankauf von GZ“ statt „Strafe wegen Mangel an GZ“, bezahlt werden muss es sowieso.
            Um die Nachfrage an GZ für die Stromanbieter zu sichern hat die RW kleine Fotovoltaikanlagen gefördert und finanziel sehr interessant gemacht und zwar mit 7 GZ pro 1000 Kw und einen garantierten Minimumverkaufspreis von 65€ pro GZ 15 Jahre lang.
            Das Systhem ist jedoch Opfer seines eigenen Erfolgs geworden und nun sind haufenweise GZ zuviel, da auch Grossanlagen, Biomasse und Windparks GZ bekommen.
            Was den ganzen Wirbel nun ausgelösst hat, ist die Tatsache das die RW ihr Versprechen bricht und die Garantien einfach nicht einhält sodass viel Eigentümer von Anlagen in finanzielle Probleme geraten weil sie Kredite haben die mit dem Erlös der GZ zurück gezahlt wurden.
            Und wenn man einmal sein Wort nicht hält, hat man leider jedes Vertauen verloren.

            • Beobachter

              Laut WR sind die 65 euro pro GZ ja weiterhin garantiert bis die Anlage amortisiert ist. In finanzielle Schwierigkeiten sollte also niemand kommen, man verdient sich nur eben keine goldene Nase mehr…

              Und richtig, das Vertrauen ist erstmal weg.

              • @ Beobachter, sie schreiben :

                „Laut WR sind die 65 euro pro GZ ja weiterhin garantiert bis die Anlage amortisiert ist.“

                Im Ansatz ist das mir schlüssig. Aber wie ist das genau zu verstehen? Bezieht sich diese „Amortisierung“ allein auf den Mindestpreis, also derzeit 65 € pro GZ. Wird der Steuervorteil darin mit einbezogen, sprich dazu gerechnet?
                Allein auf die GZ bezogen, wäre folgendes Rechenbeispiel richtig?
                -Anschaffungspreis PV-Anlage 18000 €
                -Durchschnittliche Produktion von grünem Strom etwa 4500 bis 5000 Kw/ Jahr. (Letztes Jahr ok, dieses Jahr beginnt wettermäßig nicht so gut)
                – Anwendungsmodus : 7 GZ pro 1000 KW erzeugtem GS.
                Daraus ergäben sich , wenn’s optimal läuft +- 35 GZ.pro Jahr
                Der Erlös aus den GZ pro Jahr würde sich somit auf 65 € x 35 = 2275 € beziffern. Auf eine 18.000 € Anlage umgerechnet hieße das denn,dass die Anlage nach (grob gerechnet) 8 Jahren amortisiert wäre? ( 18000 : 2275 = 7,91 also rund 8 Jahre ?
                Liege ich da richtig in meiner Berechnungssimulation?

            • @Krowpöngel, Ihr Zitat:

              „Das Systhem ist jedoch Opfer seines eigenen Erfolgs geworden und nun sind haufenweise GZ zuviel, da auch Grossanlagen, Biomasse und Windparks GZ bekommen.“

              Und zu der „Zertifikatenschwemme“ tragen inzwischen auch noch öffentliche Behörden, wie etwa die Gemeinden bei, die auf manchen ihrer Gebäude PV-Anlagen angebracht haben.
              Ich kritisiere das nicht, ist nur eine Feststellung.

              • Beobachter

                Ich kritisiere das wohl, man muss sich das mal vorstellen: in den Gemeinden investieren die Politiker mit Gemeindegeld in PV, freuen sich über die GZ, und in Namur beschließen die Parteikollegen den Tod der GZ ! Reden die denn nicht miteinander ???

      • Das ganze System, inklusive Kyoto-Protokoll und alle abgeleiteten Maßnahmen ist ein einziger Schwindel. Es gibt kein Klimaproblem, sollte es existieren, wäre wegen China eh alles umsonst, Rohstoffe sind nicht knapp und Kernkraft ist keine Gefahr.
        Ich bin mir durchaus bewußt, dass ich gegen Ihresgleichen keine Chance habe, zumindest vorerst, die Stimmung kippt ja langsam zu meinen Gunsten. Aber macht ihr nur eure „Energiewende“, macht sie. Ihr werdet damit auf die Fresse fallen und ich werde lachen.
        Und wenn jetzt die Typen, die mit PV-Anlagen ihre Mitbürger abzocken wollten von Berufsabzockern (der korrekte Begriff ist Politiker) zurückabgezockt werden, dann ist das so lustig wie Bankräuber, die sich wegen der Beute gegenseitig erschießen.

    • 100.000 Betrüger in der Wallonie und keine Anzeige ?

      Meines Erachtens wurde doch lediglich ein – zugegebermassen nicht zu Ende gedachtes – Angebot der Région Wallone ausgenutzt.?!

      Aber sind die Leute deswegen Betrüger?

      Würden Sie bpsw. auf 20 cent Subsidien pro Liter Sprit verzichten, wenn der Gesetzgeber es Ihnen – vöillig legal – anbietet?

  3. Schade Schade..

    Ich habe vor 4 Jahren die Anlage gebaut weil ich davon überzeugt etwas gutes zu tuen für mich in Zukunft war, Strom umsonst. Die Finanzierung fand ich damals schon Wahnsinnig und schlecht für die Zukunft, ich hätte es auch ohne gemacht genau wie meine Warmwasseranlage, habe aber trotzdem sehr gut davon profitiert.
    Jetzt geht es sich eigentlich gar nicht um die Sonnenenergie sondern nur um Haushaltslöcher und Fehler zu kaschieren, wenn die Herren bei sich und Ihre Organisation suchen würde, „braucht man so viel Verwaltung und könnte Diese nicht effektiver sein“, brauchten sie dem kleinen Mann nicht dauernd in die Tasche zu fassen.
    Was erwartet Ihr Belgien ist voll von Größenwahnsinnigen Sonnenkönigen, die sich in Zehne setzten und dafür Geld in Hülle und Fülle brauchen wie unsere 4

  4. Zappel Bosch

    Kosten für die Wallonische Region in den nächsten Jahren 2,8 Milliarden Euro ! Wenn die Herren Minister Ihren Verstand eingesetzt hätten, hätten sie vielleicht die Förderung sukzessiv degressisiv gestalten sollen, d.h. nach bestimmten „Meilensteinen“ (betreffs Förderversprechen) stets weniger. Damit wäre der „PV-Wahnsinn“ auch selbstätig erloschen…

  5. Pekinese

    Werde krank, wenn ich sehe, wie Politik uns auf’s übelste ausnimmt. Keine Versprechen halten, sich selbst bereichern, von uns immer mehr Opfer verlangen. Was soll ich bei den nächsten Wahlen ankreuzen? Sind alle gleich korrupte Verbrecher. Man hat einfach keine Alternative, oder? Wenn sich mir die Möglichkeit bietet Rechts zu wählen, kreuze ich dort an. Nicht weil ich für Rechts bin, sondern weil es keine Alternative gibt. Ekelhaft das ganze Gesocks!

  6. Beobachter

    Wir haben auch eine PV-Anlage, 4 kWp, die deckt so gerade unseren eigenen Bedarf. Aber nicht etwa aus ökologischen Gründen, sondern einfach weil das in den letzten Jahren rein finanziell betrachtet die beste Geldanlage war, die man machen konnte.

    Machen wir uns nichts vor, das bisherige System ist eine gewaltige Umverteilung von den Leuten, die keine haben, hin zu den Leuten, die wohl eine haben. Die einen bezahlen über ihre Stromrechnung die Anlage der anderen. Eigentlich asozial. Politisch aber so gewollt, man muss ja die Produktion von grünem Strom und/oder CO2-Reduzierungen nach Europa melden, und das geht am einfachsten wenn man die Bevölkerung mit Geld motiviert die Vorgaben umzusetzen. Jetzt ist das Geld weg und die Ziele vielleicht erreicht, also dreht man den Spiess wieder um.

    Dass das System geändert wird, stört mich nicht, es kann nur gerechter werden. Unsere Anlage hat sich nach 5 Jahren amortisiert, warum sollen wir danach noch 10 Jahre lang GZ im Wert von gut 1.500 euro pro Jahr bekommen? Diejenigen, die jetzt am lautesten protestieren, waren diejenigen, die beim Kauf der Anlage riesengroße Dollarzeichen in den Augen hatten und sich eine Anlage von 30 Paneelen auf’s Dach gesetzt haben, die den eigenen Bedarf weit überschreitet. Jetzt ist das Gejammere groß weil einem die tolle Rentabilitätsberechnung des Unternehmers um die Ohren fliegt. Die Leute sollten sich aber mal klar werden, dass ihnen nichts weggenommen wird, es wird ihnen einfach nur weniger auf Kosten der Allgemeinheit geschenkt. Ist eben so, Punkt.

    Sehr problematisch ist nur die politische Handhabung des Ganzen. Dass das System an die Wand fährt war abzusehen, wieso hat man nicht früher konsequent gegengesteuert? Wieso trifft man nicht früh genug die Maßnahmen sondern verpennt alles und muss dann rückwirkend ändern? Vertragsbruch ist da schon ein passendes Wort, fehlende Planungssicherheit auch, sowas merken sich die Leute und potentielle Investoren für’s nächste Mal. Man sollte auch bedenken, dass die Installateure aufgrund der starken Förderungen in den letzten Jahren großzügige Preise verlangt haben, die Kunden haben es aber bezahlt weil es sich ja immer noch lohnte. Man kann aber nicht rückwirkend von seinem Installateur einen Teil der Rechnung zurückfordern…

    Administratif wird das Ganze schon gehen: die CWAPE hat ja die Unternehmerrechnungen für alle Anlagen. Für XY hat die Anlage also 13.000 euro gekostet, also bekommt er die ersten 200 GZ à 65 euro und die restlichen dann à 40 euro. Könnte so gehen, ist nicht viel Aufwand. Pech natürlich für diejenigen, die nicht den kompletten Preis ihrer Anlage auf der Rechnung stehen haben…

    @OD: das mit dem einen GZ pro Megawattstunde im Artikel stimmt auch nicht so ganz, für Kleinanlagen sind das für ältere Anlagen 7 bzw 5 und danach ist das Ganze gestaffelt worden.

      • Beobachter

        Ich bin mal gespannt wohin solch eine Klage führen wird. Welcher PV-Besitzer hat denn einen Vertrag mit der WR? Wohl niemand denke ich. Man hat einen Vertrag mit seinem Installateur unterschrieben, der hat eine Berechnung gemacht auf Basis der zu diesem Zeitpunkt geltenden Gesetzgebung, und da wird auch irgendwo drinstehen, dass er nicht haftet für ändernde legale Rahmenbedingungen.

        Klar ist das ganze Vorgehen einer Bananenrepublik würdig, und da scheint Belgien mittlerweile wirklich gelandet zu sein. Aber ob das Vorgehen zu einer Klage vor Gericht führen kann würde mich mal interessieren.

        Was hatten wir schon in den letzten Jahren? Bauherren von Passivhäusern haben in die Röhre geschaut als für alle im Bau befindlichen und nicht vor Ende 2011 zertifizierten Passivhäuser die Steuerermäßigung (immerhin 850 bzw 1700 euro pro Jahr während 10 Jahren) weggefallen ist, alle möglichen Steuerermäßigungen für energiesparende Investitionen sind weggefallen, Fahrer von größeren Firmenwagen sind von heute auf morgen richtig belangt worden, etc. Alles unpopuläre Maßnahmen, von heute auf morgen umgesetzt, ohne dass die Bevölkerung Zeit hatte sich drauf einzustellen.

        Was kommt noch? Ich wette fast darauf, dass die steuerliche Absetzbarkeit von Hypothekenkrediten auch nicht bleibt wie sie ist, und das auch für bereits laufende Kredite… auch eine Sache, die man sich beim Hausbau schön ausgerechnet hat, und die dann richtig ins Geld gehen wird. Mal schauen…

        • Hallo „Beobachter“.
          Zunächst ein kleines Dankeschön für Ihre beiden schlüssigen Beiträge zum Thema PV-GZ.Habe übrigens in den letzten Tagen mehrmals bei der CWAPE telefonisch versucht,Genaueres über die neuen „Beschlüsse“(?? )der WR zu erfahren, jedoch vergebens.Das hat also nichts gebracht, bzw,. wenn mal jemand dort „an der Strippe“ war, klang die Auskunft so nach dem Motto : „Nachts ist es kälter als draußen“.Mit anderen Worten, die können zur Zeit auch nichts Näheres mitteilen.
          Nun, was eine eventuelle Klage angeht, überprüft die Opposition in der WR, sprich die MR, derzeit die Möglichkeiten, eine entsprechende Klage beim Staatsrat einzureichen.So jedenfalls in den Medien zu hören, bzw. zu lesen. Ob das nun reine politische „Spielchen“ sind oder wirklich im Interesse der „Geprellten“ erfolgt,
          sei mal dahin gestellt.Es gibt übrigens auch Gazetten, welche die Möglichkeit bieten, sich online an einer Petition zu beteiligen, die meines Wissens nach auch rege benutzt wird, ob’s was bringt, ist eine andere Frage.
          Abschließend noch was zum zukünftigen „Häuslebauen“, bzw. den Passivhäusern, die Sie ebenfalls ansprechen. Liegt da nicht was „im Busch“, was die regulierungswütige EU-Kommission (Europäische- Unfug-Kommission) da noch in naher Zukunft vorhat? Dem Vernehmen nach soll der Häuserbau obligatorisch in Richtung Passivhäuser „getrieben“ werden.

          • Beobachter

            Soweit ich weiß gibt es noch keinen richtigen Beschluss, fest steht nur, dass das jetzige System Ende März endet und das neue Anfang April noch nicht steht. Demzufolge gibt es wohl wieder eine Übergangsphase, aber momentan weiß man noch nichts Definitives.

            Genauso wenig weiß man, wie der Passus „bis die Anlage amortisiert ist“ zu verstehen ist. Das Ganze muss ja administrativ zu schaffen sein, also kann ja nicht für jede einzelne Anlage eine aufwendige Rechnung gemacht werden.

            Irgendwann hieß es mal „bis die Anlage bezahlt ist“, zu verstehen als „solange der Kredit läuft“. Das wäre natürlich eine Sauerei gegenüber den Barzahlern.

            Zu Neubauten: tendenziell werden die Vorschriften immer strenger, Kyoto und Europa sei Dank. Die Prämien sollen Leute ermutigen mehr zu machen als das Gesetz verlangt. Wenn also das „Bessere“ zum Standard wird verlieren die Prämien ihre Daseinsberechtigung, weil eh jeder es so machen muss. Und Neubauten im Passivhausstandard werden zur Norm, fragt sich nur wann

  7. Bemerkung in FB gefunden…nicht von mir, ich nenne den Namen nicht, weil ich nicht weiss, ob dies erwünscht ist… Man muss zuerst mal verstehen, warum die GZ / CV „erfunden“ wurden :

    „Bonjour, avant-hier, j’ai posté sur la page facebook de mon député fédéral local (Y Reikin à Stavelot, Ecolo) une simple question sur les CV, ce post a été effacé dans l’heure qui suit. Je vais essayer de le reproduire ici car, s’il a été supprimé , c’est qu’il devait gêner.
    Au départ, les CV ont étés crées en tant qu’unité de compte. Suite aux décisions de l’Europe, les grosses sociétés productr…ices d’électricité sont obligées de produire un certain quota, régulièrement augmenté, d’électricité verte, traduite en nombre de CV. Comme cette production était insuffisante, la RW a décidé de leur faire payer des amendes de 100€ par CV manquant. Dans le même temps, les petits producteurs recevaient un incitant à se lancer dans le photovoltaïque, un quota de CV selon leur production. Le but étant de permettre aux gros producteurs de racheter ces CV à un prix moindre que l’amende. Un garde-fou a été installé, pour que le prix ne descende pas trop bas, les 65€ garantis par la RW . Cette RW faisait coup double, elle aidait les „gros“ (économies) et offrait un avantage aux „petits“ en faisant payer le cadeau par les „gros“. Penser que les „gros“ allaient répercuter le prix de cette amende sur les factures de tous n’est bien sur pas venu à l’idée de nos dirigeants!!! Puis, catastrophe, le système marche tellement bien que la production de CV par les „petits“ surclasse la demande. Les prix baissent et descendent sous le prix plancher, forçant Elias (RW), à les racheter au prix fixé. Voilà notre belle RW obligée de payer elle-même son cadeau, et la facture en est astronomique. Commence alors une magnifique campagne de désinformation destinée à diviser l’opinion publique : les responsables de l’augmentation de l’électricité sont les possesseurs de panneaux qui, oh honte, gagnent ainsi de l’argent sur le dos de ceux (les moins nantis, les mal situés, …) qui ne peuvent placer des panneaux. Disparue la responsabilité de l’Europe, celle de la RW et, surtout celle des „gros“. Haro sur le baudet: l’horrible possesseur de panneaux et ses CV. Ce baudet, par un génial tour de passe-passe, va donc devenir le cochon payeur et perdre le fruit de ses investissements.
    Ma question était celle-ci: La Belgique étant bien loin d’atteindre son quota de production d’énergie verte, pourquoi, au lieu d’y aller par augmentation de 1 ou 2 %, n’augmente-ton pas drastiquement (doubler?) le nombre de CV à fournir par les „gros“? La demande augmentant, le prix des CV passerait bien au-dessus de la barre des 65€, les „petits“ vendraient à nouveau leurs CV au gros et amortiraient leur investissement, et, la RW, elle serait sauvée financièrement. Il ne resterait plus qu’à la RW à interdire aux „gros“ de répercuter le prix des CV sur le dos des consommateurs et le tour serait joué. De toute façon, les „gros“ font de mirifiques bénéfices annuels et ne paient pratiquement aucun impôt grâce aux intérêts notionnels. Je serais content de savoir ce que l’on pense de mon raisonnement et surtout, si j’ai mal interprété la chose.“

    • Beobachter

      OK, man kann die Nachfrage nach GZ erhöhen und damit versuchen den Marktpreis wieder über die garantierten 65 zu bekommen.

      Die großen Stromproduzenten sind aber privatisiert und da frage ich mich, wie man die daran hindern soll, die Kosten für den Aufkauf der GZ auf den Strompreis umzulegen. Gesetzlich Strompreise vorzuschreiben kann ich mir kaum vorstellen.

      Tja, die von allen gewollte Energiewende kostet eben Geld, und jetzt will niemand bezahlen…

  8. Es reicht!

    Zwei Fragen wurden hier noch nicht beantwortet worden. Die Einnahmen durch die Zertifikate ist ja auch eine Art Einkommen. Muß dies auch in der Steuererklärung als Einkommen angegeben werden? Zweite Frage : In Flandern werden schon jetzt ca. 150.000 Anlagen durch die Flämische Region besteuert. Kann dies auch in der Wallonischen Region bzw. Ostbelgien passieren?

    • Ausschließen kann man nur, dass nichts auszuschließen ist, werte(r) „es reicht“.Nach dem was sich die Despoten in Namur nun vorgenommen haben….
      Das schönste Szenario, und da würden sich bestimmt „nmm“ und ähnlich Denkende freuen, wenn die Gemeinde auch noch Gebühren erheben würde. Einige Gemeinden haben ja ihre eigenen „großkalibrigen“ PV-Anlagen , haben dadurch gute Einnahmen durch die GZ, tragen mit zu der Zertifikatenschwemme bei, und als“ Krönung“ wäre da noch eine zusätzliche Steuer auf die PV-Anlagen kleiner Privatbesitzer sicherlich reizvoll.
      Dass verschiedene Zeitgenossen gegenüber den PV-Besitzern eine gewisse Schadenfreude empfinden, angesichts der in Rede stehenden neuen, politischen Maßnahmen aus Namur, muss man so hinnehmen. Die Leute aber als Betrüger zu titulieren, ist lächerlich.Wenn ich nicht in eine solche Anlage investiert hätte , könnte ich mit dem „Ersparten“ meinen Stromverbrauch für ca 18 -20 Jahre begleichen. Und wenn es keine PV-Anlagen gäbe, würde das den (leider) stetig steigenden Strompreis auch nicht beeinflussen.Das zu glauben wäre naiv.
      Und noch was : Es wird nur über die PV-Anlagen „hergefahren“.
      Wo bleibt denn beispielsweise die Kritik betreffend Windkrafträdern und anderen Sparten von erneuerbarer Energie? Da werden doch auch GZ gerne angenommen. Klar, der böse Nachbar hat deren ja keine. Passen ja nicht auf’s Dach…

      • Windräder sind am allerschlimmsten, da würde ich lieber zehnmal soviel Subventionen für Solarpanele bezahlen als noch eins von diesen hässlichen Dingern zuzulassen.
        Was aber nicht heißt, dass ich mit irgendeiner Subvention einverstanden bin.

  9. Die Wahrheit

    Sehr wichtige Mitteilung :

    Es zeigt uns, dass die Bürger den Politikern keinen Glauben schenken dürfen. Die Bürger werden „verarscht“ und merken es nicht.
    Unsere Landwirte sollen sich diesen Fall zu Herzen nehmen. So wird es Ihnen auch mit den Natura2000 Entschädigungszahlungen gehen. Jetzt wird ihnen noch vieles versprochen und einige Monate später erhalten sie einen dicken Fusstritt; (siehe zum Beipiel Heckenprämien).
    Fakt ist, das Papa STAAT kein Geld mehr hat und am ENDE ist.

    ABER, DIE AUFLAGEN BLEIBEN.

  10. wahlen 2014

    Das Alles ist unglaublich und unverständlich, wie man mit dem Normalbürger umgeht. Also da sind zwei Parteien am Werk, die sich soziale und ökologische Ettiketten anheften; Pusteblume nachher. Ich vergesse PS und ECOLO nicht bei den nächsten Wahlen. Die wähle ich auf keinen Fall. Übrigens: die Anderen sind auch nicht besser.

  11. Es reicht!

    Ich habe immer noch keine Antwort auf meine Frage ob ich die Einnahmen von den Zertifikaten in der Steuererklärung angeben muss und davon Steuern bezahlen muss (meines Erachtens Ja)?
    Wieviel nimmt der Staat hierdurch wieder ein?

  12. Die Wahrheit

    alles ist eine große Schweinerei. Liebe Politiker, ihr braucht euch nicht zu wundern, wenn bei den nächsten Wahlen die rechten Parteien siegen werden. Warum ist Adolf 1933 an die Macht gekommen? Stellt euch diese Frage mal. Die Geschichte wiederholt sich. Wir Bürger lassen uns nicht mehr von EUCH „VERARSCHEN“. Ihr macht euch auf unsere Kosten die Taschen voll. Es wird höchste Zeit, dass wir uns wehren.

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