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Albert II. begrüßt das Treffen von König Philippe mit der neuen Prinzessin Delphine

Belgiens ehemaliger König Albert II. Foto: Laurie Dieffembacq/BELGA/dpa

AKTUALISIERT – Der ehemalige belgische König Albert II. freut sich auf bessere Tage mit der neuen Prinzessin Delphine, die er gerade erst als seine Tochter anerkannt hat bzw. anerkennen musste.

„Meine Ehefrau und ich, wir sind sehr glücklich über das, was sich auf Initiative des Königs verwirklicht hat, die Anfänge besserer Tage für alle und besonders für Delphine“, sagte der 86 Jahre alte Ex-Monarch am Freitag.

Nach jahrelangem Rechtsstreit mit Albert war Delphine erst Anfang des Monats als dessen Tochter und als Prinzessin anerkannt worden.

Prinzessin Delphine und König Philippe bei ihrem Treffen am Freitag, 9. Oktober 2020, in Laeken. Foto: Belgian Royal Palace

In seiner Stellungnahme vom Freitag nahm Albert Bezug auf das erste Treffen zwischen seinem Sohn König Philippe und Delphine, über das der Palast am Vortag berichtet hatte.

Die beiden Halbgeschwister hatten nach ihrem Treffen von einer „warmherzigen“ Begegnung gesprochen: „Wir hatten Gelegenheit, uns während eines langen und intensiven Austauschs kennenzulernen, der es uns ermöglichte, über unser jeweiliges Leben und unsere gemeinsamen Interessen zu sprechen“, hieß es. Die Verbindung werde sich nun in „familiärem Rahmen“ entwickeln.

Albert II. betonte nun: „Ich unterstütze voll und ganz das Kommuniqué, das der König und Prinzessin Delphine gerade veröffentlicht haben, und ich schließe mich dem Geist dieser Botschaft an.“ (dpa/cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

28 Antworten auf “Albert II. begrüßt das Treffen von König Philippe mit der neuen Prinzessin Delphine”

  1. Jaqueline von Rost

    Ja, es kann sich durchaus lohnen, wenn man mal recherchiert, wo die eigene Mutter vor der Geburt so rumgedödelt hat. Mehr Menschen sollten sich fragen, ob die strenge, moraline und tugendsamme Mutter in ihrer früheren Zeit nicht ein Matratzenluder war.

    Gut, in den meisten Fällen kommt heraus, dass Mami auch früher langweilig war. Bei einigen werden aber überraschende Ergebnisse herauskommen. Und in ganz wenigen Fällen, wie dem der Frau Boël, fließt anschließend ordentlich und legal reichlich und nachhaltig Steuergeld. Aber da zahlich ich als Steuer-Esel sehr, sehr gerne.

    • Sonja De Boeck

      Geld macht nicht glücklich.
      Mir tut die Königsfamilie leid.
      Nach so vielen Jahren muss sie sich jetzt mit der Tatsache abfinden, dass da noch jemand ist, die mit ihnen verwandt ist.
      Und wenn es wirklich nur ums Geld geht, ist das umso schlimmer.

      • Jaqueline von Rost

        Philippe sieht aber doch recht erfreut aus. Niemand hat ihn gezwungen, die Halbschwester zu besuchen. Und solche Ereignisse müssen viele Familien durchleben, ohne dass die Medien darüber berichten.

        Aber eine andere Frage: Wer hat Philippe vor dem Besuch angezogen? Er sieht aus, als habe er wahllos in den Schrank gegriffen und das angezogen, was da so herum lag. Peinlich! War da niemand, der ihn vor dem Foto zurecht gemacht hat? Oder wollte man ihn blamieren?

        • Walter Keutgen

          Jaqueline von Rost, im Artikel steht, dass das im königlichen Palast stattgefunden hat. Was wäre los, wenn Delphine abgewimmelt worden wäre? Den privaten Umständen entsprechend hat er sich informell angezogen. Die neue Prinzessin auch irgendwie.

          • Jaqueline von Rost

            Wie darf ich das verstehen und mir vorstellen? Hat die gute Frau am Palast geklingelt und gefragt, ob sie mal zu ihrem Halbbruder darf? Hat sich dann Philippe den Joppen seines Dieners umgelegt, die Hose hochgezogen und sich mal mit den Fingern durchs Haar gefahren? Wer hat dann das Foto gemacht? Seine Frau mit dem Handy?

            Nein, so naiv bin ich nicht.

    • Was ist daran verächtlich, wenn das Kind eines „Matratzenluders“ versucht herauszufinden, wer den da erfolgreich gevögelt hat. Dass es sich dabei um den Bruder des amtierenden Königs handelt, der dann später das Amt antrat mag den einen oder anderen Monarchisten schockieren. Dass der amtierende König (seit mindesten 10 Jahren unweigerlich) in Kenntnis der Sache, Imagepflege betreibt, statt dem Beispiel seines spanischen Kollegen zu folgen und seinen Alten in die Wüste zu schicken sagt mir, dass das junge Mädel aufhören kann in Elsenborn Liegestützen zu machen. Wenn es eines Monarchen bedarf, sollte sie (oder der amtierende Premier) die Alten vom Palast jagen.

  2. Man lernt nie aus. Das Wort „Halbgeschwister“ kannte ich nicht.
    Mathematisch wäre ja eigentlich der Halbbruder der Halbschwester ein Viertelgeschwister ?
    Trotzdem hat sich Daddy Albert gefreut, dass sich die Halbgeschwister getroffen haben.
    Die Stiefhalbgemutter, oder so ähnlich, auch. Dolce Paola…
    Schön, dass es auch ‚mal was zum Schmunzeln gibt…

  3. Paul Siemons

    Das Bild ist wirklich der Hammer. Philippe steht da wie Pik 7, Delphine, als müsse sie dringend für kleine Mädchen. Mir ist das familiäre Geraffel völlig schnuppe, zu Königs gehörte und gehört es immer schon, sich munter zu betätigen, nicht nur in Belgien, sondern überall auf der Welt. Erbärmlich, dass Albert so lange das Offensichtliche geleugnet hat. Wenn man erwischt wird, muss man dazu stehen. Warum jetzt zwischen Philippe und Delphine irgendwelche Animositäten bestehen sollten, leuchtet mir nicht ein.
    Nur dieses Foto… Die Kleine von meinen Nachbarn hat jetzt mit 9 das Fotografieren entdeckt, die hätte ein besseres Bild hinbekommen.

    • Ich weiss nicht, ob der König überhaupt das Recht hat, ohne Zustimmung des Parlaments ein uneheliches Kind anzuerkennen. Vergessen Sie nicht, dass das potentiell Folgen in der Thronfolge haben könnte, Dotation, usw.

      • Walter Keutgen

        5/11, Albert ist nicht mehr König. Als er noch im Amt war durfte niemand laut Verfassung ihm einen Prozess machen. Und umgekehrt durfte er auch nicht prozessieren.

        Paul Siemons, na ja, in alten Zeiten brauchten die Könige nicht dazu zu „stehen“, aber eine halbwegs diskrete Ernennung in einen niederen Adelsrang war immer drin und damals wichtig. Und dann gibt es noch das Gegenbeispiel Heinrich VIII. von England.

        • WK:
          Mein Kommentar bezieht sich auf eine Anerkennung der Vaterschaft durch den leiblichen Vater, nicht auf ein Gerichtsverfahren.
          Die „Rechte“ des Königs sind begrenzt…
          Es geht auch nicht um einen Titel, ich glaube nicht, dass das Delphine gereicht hätte.

          • Walter Keutgen

            5/11, OK, wenn Sie geschrieben hätten „das Recht hatte“ wäre das klarer gewesen. Albert ist seit 7 Jahren nicht mehr König. Möglicherweise hat er Besuche mit Besteigen des Throns sein lassen, eben weil er von da an nur noch öffentliche Person war. Erinnern wir uns an den Skandal, als Präsident Hollande auf einem Scooter seine Liebe besuchen ging.

  4. Peer van Daalen

    Gerade die unbestritten derangiert wirkende Ausstrahlung der Beiden macht sie mir sympatisch. Vermutlich haben sie sich vorher erst mal einen angetütert.

    Ich mag solche Flodders … :- ).

  5. Alfons van Compernolle

    Ich habe meine Meinung betr. Vaterschaft hier schon mehrfach getippt. Dazu stehe ich auch heute noch! Ob nun ehelich oder uneheliche Kinder, ist unerheblich, es sind IMMER jeweils unsere Kinder, welche der jeweilige Vater bzw Mutter anerkennen und annehmen sollten !
    Das gilt nicht nur für uns Bürger , sondern auch und ganz besonders für ein Staatsoberhaupt bzw. ehemaliges Staatsoberhaupt ! Schlussendlich und das gilt für uns alle gleichermaßen, was zählt ist die Familie, zu der auch uneheliche Kinder gehören ! Somit ist es gut , dass sich König Filip und seine
    (Halb)Schwester persönlich kennengelernt haben und, wenn sie dann noch gut miteinander auskommen umso besser !! Was ich Albert II immer noch vorhalte , ist die Abweisung / Ablehnung seiner moralischen und ethischen Verantwortung gegenüber seiner Tochter Delphine !
    So etwas tut MANN / FRAU nicht es ist höchst unfair und unanständig gegenüber den Kindern!
    Gut , dass unser König nunmehr diesem Familiendrama ein Ende bereitet hat.

      • Alfons van Compernolle

        Hausmeister: sind Sie verheiratet , haben Kinder ??? Wenn ja, dann werden Sie wohl wissen, wer im Problemsituationen bei Ihnen zu erst aufläuft. Die Familie !!

        5/11 : Wir leben aber nicht mehr 1968 , sondern 2020 , anbei der Rechtsstreit betr. Vaterschaft begann vor ein paar Jahren ! Mal abgesehen davon: eheliche & uneheliche Kinder
        sind und bleiben Kinder von jeweils einem Papa & einer Mama. Ihren ehelichen/ unehelichen
        Status oder Stigma , haben sie sich nicht ausgesucht ! Wenn „Mama“ & „Papa“ miteinander ins
        Bett gehen können, dann haben sie verdammt nochmal auch die moralische und ethische Verantwortung für dieses Kind ! Diese Charakterstärke gilt nicht nur für den Normalbürger, sondern ganz besonders auch für ein Staatsoberhaupt und Politiker/innen !
        fuer mich gibt es keinen Unterschied zwischen ehelichen oder unehelichen Kindern, ganz gleich in welcher Position Papa & Mama sich befinden, es sind Ihre Kinder !

  6. In 1968 war es gesetzlich nicht erlaubt, ein uneheliches Kind anzuerkennen. Beider Eltern haben beschlossen, sich nicht scheiden zu lassen, hatten aber fast 20 Jahre lang ein „Verhältnis“. Aufgrund der außergewöhnlichen Situation der beiden Familien, kann man nicht behaupten, dass Albert unfair oder unanständig gegenüber seiner Tochter gewesen ist …

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