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Franziskus warnt die Nonnen: Zeit nicht mit sozialen Medien vergeuden

09.05.2018, Vatikanstadt: Papst Franziskus steht bei seiner wöchentlichen Generalaudienz zwischen einer Gruppe von franziskanischen Nonnen auf dem Petersplatz. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa

Der Papst hat Ordensfrauen davor gewarnt, ihre Zeit mit sozialen Medien zu vergeuden. Franziskus (81) ist selbst ein eifriger Twitter-User, auf Englisch folgen ihm knapp 18 Millionen Menschen, seinem deutschen Konto mehr als 640.000.

Nonnen sollten soziale Medien wie Facebook und Twitter mit „Ernsthaftigkeit und Diskretion“ nutzen – und zwar nicht nur in Bezug auf die Inhalte, sondern auch auf die Menge der Informationen, heißt es in neuen Richtlinien für kontemplative Frauenorden, die der Vatikan veröffentlichte.

Moderne Kommunikationsmittel können demnach in Klöstern für Information, Bildung oder Arbeit genutzt werden. Sie sollten aber dem Ordensleben dienen, und kein „Anlass zur Zeitverschwendung“ sein. Dies berichtete unter anderem „Vatican News“, die Nachrichtenseite des Heiligen Stuhls.

Der Petersdom in Rom: Foto: Shutterstock

Die Anweisungen stammen aus einem vor wenigen Tagen veröffentlichten Dokument des Vatikans mit dem Titel „Cor Orans“ (dt. Betendes Herz). Das Dokument legt dar, wie Mitglieder von kontemplativen Frauenorden die 2016 von Papst Franziskus für sie erlassene Apostolische Konstitution umsetzen sollen. Änderungen soll es in zwölf Gebieten, vom Gebet bis hin zum Arbeitsleben der Nonnen, geben.

Weltweit leben etwa 38.000 Nonnen in kontemplativen Orden, sagte Erzbischof José Rodriguez Carballo „Vatican News“ zufolge bei der Vorstellung der Leitlinien am Dienstag. Das bedeutet, die Nonnen leben zurückgezogen in Klöstern und widmen sich dem Gebet. (dpa)

  1. immer wieder

    Der Papst warnt die Ordensfrauen … und was ist mit den kirchlichen Herren? Denke, dass diese es eher nötig hätten, eine Warnung seitens des Papstes zu erhalten, wenn man bedenkt, in welche verwerflichen Aktivitäten einige dieser Kleriker in den letzten Jahren verwickelt waren, bzw. in unrühmlichen Angelegenheiten von sich reden machten.

  2. Vielleicht sollte man den Papst einmal daran erinnern, dass auch die Widmung seines Lebens einem imaginären Gott, im besten Fall Zeitverschwendung ist. Im schlimmsten Fall Lebensverschwendung.

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