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Argentinien feiert mit Kriegsplakat um Falklandinseln

15.07.2026, USA, Atlanta: Fußball, Männer, WM 2026, England - Argentinien, Halbfinale, Atlanta-Stadion. Der Argentinier Giovani Lo Celso hält ein Transparent mit der Aufschrift "Las Malvinas son Argentinas" in die Höhe. Foto: Rebecca Blackwell/AP/dpa

AKTUALISIERT – Nach dem Halbfinalsieg gegen England zeigt das argentinische Team ein Banner mit politischer Botschaft. Nun könnte die FIFA einschreiten.

Das argentinische Team hat den Sieg im WM-Halbfinale gegen England auf dem Rasen mit einem politischen Plakat mit Bezug auf den Krieg um die Falklandinseln gefeiert. „Las Malvinas son argentinas“ („Die Malvinas sind argentinisch“) war in Versalien in dunkler Schrift auf einem weißen Laken zu lesen, das unter anderem Mittelfeldspieler Giovani Lo Celso in der Hand hielt.

,¿ 15.07.2026, USA, Atlanta: Fußball, Männer, WM 2026, England – Argentinien, Halbfinale, Atlanta-Stadion. Die argentinischen Spieler reagieren nach dem WM-Halbfinale. Ein Transparent liegt auf dem Rasen. Foto: Mike Stewart/AP/dpa

Das Banner war auch auf den Zuschauerrängen zu sehen gewesen. Argentinien erreichte mit dem 2:1 das WM-Endspiel gegen Spanien.

„Und sie werden immer argentinisch sein“, erklärte Mittelfeldspieler Leandro Paredes, als er auf das Plakat angesprochen wurde. „Wir waren uns bewusst, was dieses Spiel für dieses Land bedeutete. Wir haben versucht, unser Land und all jene, die diesen traurigen Moment unserer Geschichte miterlebt haben, zu repräsentieren, damit sie sich mit uns identifizieren und wir ein positives Bild vermitteln konnten“, sagte der Argentinier weiter.

Mit dem Spruch auf dem Plakat will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche auf die sogenannten Malvinas, wie die Inseln in Argentinien heißen, erklären.

15.07.2026, USA, Atlanta: Fußball: Argentinische Fans halten am Ende des Fußball-WM-Halbfinalspiels ein Transparent mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ in die Höhe. Foto: Rebecca Blackwell/AP/dpa

Argentinien und Großbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Falklandinseln vor der Küste Argentiniens geführt. Dabei starben rund 1.000 Soldaten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Bis heute weigert sich Großbritannien, über den Anspruch auf die Malvinas zu verhandeln.

Der Weltverband FIFA verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team könnte damit Ärger drohen. Schon vor der Partie war die Erinnerung an den Falkland-Krieg sehr präsent gewesen. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hatte vor einer Vermischung des WM-Halbfinals mit dem Krieg gewarnt.

Das hatte die Vize-Präsidentin seines Landes ganz anders gesehen. „Wir spielen gegen die Piraten-Usurpatoren. Das ist kein Spiel wie jedes andere“, schrieb Victoria Villarruel auf X und kündigte an: „Ich werde nicht politisch korrekt sein oder mich zurückhalten. Gegen die Engländer geht es um mehr.» Villarruels Vater hatte im Krieg um die Falklandinseln für Argentiniens Militärdiktatur gekämpft. (dpa)

Argentinier drehen das Spiel gegen England und stehen im Finale

Bis zur 85. Minute hatten die Engländer die erste Teilnahme an einem WM-Endspiel seit dem einzigen Titelgewinn im Jahr 1966 fast geschafft. Doch wurde ihnen die Schlussphase noch zum Verhängnis, denn Messi & Co. drehten das Spiel und gewannen 2:1.

Lionel Messi steht erneut kurz vor dem WM-Gipfel, Harry Kane ist nach dem geplatzten Traum im Tal der Tränen. In einem hoch intensiven Halbfinale in Atlanta setzte sich Titelverteidiger Argentinien mit 2:1 (0:0) gegen das von Thomas Tuchel trainierte England durch.

Während die Three Lions 60 Jahre nach ihrem einzigen Triumph weiter warten müssen, treffen Messi und Co. am Sonntag in New York auf Spanien. Vor 68.239 Fans ging England durch Anthony Gordon (55. Minute) in Führung, Enzo Fernandez (85.) und Lautaro Martínez (90+2.) drehten das Spiel.

15.07.2026, USA, Atlanta: Der Engländer Anthony Gordon (hinten) erzielt das Tor zum 1:0. Foto: Jeff Roberson/AP/dpa

Dass dieses sechste WM-Duell der beiden Nationen mehr als nur ein Fußballspiel war, war schon weit vor dem Anpfiff zu spüren. Ob der auf der Anzeigetafel eingeblendete Sir David Beckham oder der abgespielte Britpop – alles Englische wurde von den sich deutlich in der Überzahl befindenden argentinischen Fans gnadenlos ausgepfiffen. Selbst die Hymne «God save the king» war nicht zu verstehen.

Vor dem Anpfiff hatte der bekannte Box-Ansager Michael Buffer seinen Auftritt bei der Vorstellung der Teams. Alles es losging, fühlte man sich wie im Boxring. Schon nach drei Minuten musste US-Schiedsrichter Ismail Elfath die erste Rudelbildung auseinanderbringen. Enzo Fernandez hatte zuvor Elliot Anderson gefoult.

– Simeone und die Erinnerung an 1998: Während Tuchel im Vergleich zum Viertelfinale drei Änderungen – beide Außenverteidiger und Morgan Rogers als Rechtsaußen – vornahm, tauschte sein Kollege Lionel Scaloni nur einmal. Doch das war pikant. Ausgerechnet Messis Bodyguard Rodrigo De Paul musste weichen, Giuliano Simeone bekam seinen Platz. Simeones Vater Diego hatte im Achtelfinale der WM 1998 Beckham zu einer Tätlichkeit provoziert.

28 Jahre später war es ein zunächst chancenarmes, aber bemerkenswert intensives Spiel. Hohe Laufbereitschaft und enorme Aggressivität auf beiden Seiten sorgten für viele Unterbrechungen. Nach 20 Minuten musste Argentiniens Torwart Emiliano Martinez den ersten Ball halten, der Abschluss von Reece James war aber kein Problem.

15.07.2026, USA, Atlanta: Lautaro Martínez (Argentinien) erzielt das Tor zum 1:2 gegen John Stones (England). Foto: Tom Weller/dpa

Deutlich mehr strecken musste sich Martinez beim Freistoß von James (36.). Auf der anderen Seite zog Fernandez aus gut 20 Metern ab, der Ball rauschte über das Tor. Die Stars waren zunächst kein Faktor. Englands Kapitän wurde durch seinen 121. Einsatz der Feldspieler mit den meisten Länderspielen. Zu Rekordhalter Peter Shilton fehlen dem Bayern-Stürmer nur noch vier Spiele.

– Gordon hinter Molinas Rücken: Dann nahm das Spiel endlich auch in Sachen Torchancen Fahrt auf. Julian Alvarez (47.) scheiterte zunächst an England-Keeper Jordan Pickford, beim zweiten Versuch drosch der Stürmer den Ball ans Außennetz.

Kurz darauf hatte England nach einer Ballbehauptung von Declan Rice Platz. Rogers flankte weit auf den langen Pfosten, dort stahl sich Gordon im Rücken von Nahuel Molina weg und traf zur Führung. Argentinien berappelte sich schnell. Nur zwei Minuten später rettete Djed Spence mit einer riskanten Grätsche im eigenen Strafraum gegen Simeone.

England stellte sich hinten rein, das Spiel sah teilweise aus wie eine Handball-Begegnung. Argentinien versuchte es über Flanken. Eine davon fand den Kopf des eingewechselten Nicolas Gonzalez (69.), Pickford rettete aber auf der Linie. Tuchel stärkte nun die Defensive, brachte Ezri Konsa für Gordon. Doch es blieb gefährlich, Alexis Mac Allister (76.) traf per Kopf nur den Pfosten. Fernandez zielte auf Vorlage von Messi aus 18 Metern genauer und erzielte den Ausgleich. Doch damit nicht genug: Messi nahm erneut Maß, diesmal auf Martínez, der den Ball ins englische Tor köpfte. (dpa)

29 Antworten auf “Argentinien feiert mit Kriegsplakat um Falklandinseln”

  1. DR ALBERN

    Die erste Halbzeit gehörte den Engländern, die zweite den kämpferischen Argentiniern!!! Messi überzeugte erneut mit starken Zweikämpfen zu seinen Gunsten und gutes Passspiel mit seinen Mitspielern!!!

  2. Unsportlich

    Das, was die Argentinier in der ersten Halbzeit veranstalteten, hat nichts mit Fußball, sondern mit Rugby zu tun. Und der Schiri tolerierte das durch seine lasche Entscheidungen. Bei diesem Getrete wird Spanien auch gegen die Gauchos scheitern. Bin auch gespannt, wie die FIFA in Sachen politische Äußerungen reagiert – bei gleichem Maß muss da ein deutliches Zeichen gegen Argentinien folgen. Aber dazu hat Glatzi wohl keine Eier. Diese Brutalos bekommen wahrscheinlich auch noch den FairPlay-Pokal! Pfui, deibel, FIFA!

    • @ Unsportlich

      Eins vorweg, ich bin eine totaler Laie in Sachen Fußball. Trotzdem meine ich mich zu erinnern, dass früher schon das kurze Festhalten am Trikot geahndet wurde. Was ich jetzt im Fernsehen sehe, dass man sich förmlich umreißt, mit beiden Händen festhält, absichtlich mit den Stollenschuhen den Anderen auf die Füße tritt, ohne dass der Schiedsrichter einschreitet, ist für mich neu!

      Ich wäre sehr interessiert, von Jemandem der sich wirklich auskennt, zu hören, ob die Regeln zwischenzeitlich geändert wurden, oder ob die Schiedsrichter inzwischen blind sind.

  3. Ermitler

    Argentinier waren besser aber durch ihres argressieve Spielweise haben sie die Engländer in der ersten Halbzeit besiegt und da hat Schiedtsrichter mit beigetragen.denn der hätte schon direkt einige gelbe Karten geben müssen und dann wäre das Spiel anders geworden.

  4. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    ……..
    Der Weltverband FIFA verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. ………

    Soweit so gut. Die FIFA selbst, scheint aber kein Problem damit zu haben, Entscheidungen zu ändern, wenn sie politisch beeinflusst werden.
    Spontan fällt mir dazu ein rotes Kärtchen ein ;-)

  5. Hmmmm🤔
    Irgendwie habe ich weder Lust mir das Spiel um Platz 3 anzugucken, das meiner Meinung nach zu recht abgeschafft wurde.
    Noch habe ich Lust das Finale dieser beiden Mannschaften, mit überflüssiger amerikanischer Halbzeitshow, zu gucken.

    WM- Finale – Fussballfan – und kein Interesse.
    Was stimmt nicht mit mir?

  6. Politiker

    Das Wort „Kriegsplakat“ scheint mir doch ein wenig weit hergeholt. Denn die Falklandinseln waren und sind noch immer britisch und den Krieg den die Argentinier damals angezettelt haben um von inneren Schwierigkeiten abzulenken, haben sie so richtig verloren. Warum errinnern sie immer wieder an diese Niederlage? Die Bewohner der Falklandinseln haben sich übrigens ganz deutlich für die britische Zugehörigkeit ausgesprochen.
    Traurig ist allerdings dass die damalige Propaganda trotzdem immer noch nachwirkt und auch immer wieder vor allem von argentinischer Seite aus angestachelt wird. Schade. Es sollte Fußball bleiben

    • Unsportlich

      @Politiker genau darum sollten und müssten die Fußballer, die zur Zeit des Falkland-Konfliktes größtenteils noch nicht geboren waren, sich aus dieser politischen Sache heraushalten. Das haben sie aber wissentlich nicht gemacht und sollten daher sanktioniert werden. Eine Geldstrafe wäre eine lächerliche Strafe, denn die Multimillionäre bezahlen diese Strafen aus der Portokasse ihres Gärtners. Wie war es vor einigen Monaten mit dem Bobfahrer oder Rodler aus der Ukraine, der mit seinem Helmdesign an „gefallene“, sprich ermordete Sportkameraden erinnerte und deswegen aus dem laufenden Wettbewerb ausgeschlossen wurde?!? Wir im internationalen Fußball mit zweierlei Maß gerechnet? Ach ja, eine rhetorische Frage, denn „Meister Proper“ ist ja FIFA-Präsident in Gottes Gnaden.

      • Politiker

        Gute Argumente. Nur das der Ausschluss des Ukrainers der Bobfederation keinen Cent gekostet hat während es sich hier um ein Millionenfußballgeschäft handelt. Es ist schon traurig wie das was eigentlich Sport und eine schöne Nebensache sein sollte so verkommen kann.

      • Unsportlich, „Eine Geldstrafe wäre eine lächerliche Strafe, denn die Multimillionäre bezahlen diese Strafen aus der Portokasse ihres Gärtners.“ Und wenn schon. Wie ist es mit dem offiziellen Schweigen der FIFA.

        • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

          # WK / Für manche Leute spielt Geld tatsächlich keine Rolle, deshalb wird die nächste WM wieder in den USA stattfinden ;-)
          Jedenfalls wenn es nach den Wünschen eines Herrn Trump geht.
          Ob ihm bewusst ist, dass er jetzt und in dieser Zeit keinen Einfluss mehr auf die Entscheidung haben wird, ist mir nicht bekannt.
          ————————————————————
          Trump plädiert für weitere Fußball-WM in den USA
          Bei einer Veranstaltung in New York hat Donald Trump vorgeschlagen, auch die nächste Fußball-WM im Jahr 2030 in den Vereinigten Staaten auszutragen. „Ich glaube, du solltest die USA erneut auswählen“, sagte er zu Fifa-Chef Gianni Infantino, der ebenfalls auf der Bühne stand. „Dann aber ohne Mexiko und Kanada. Es war sehr großzügig von mir, sie bei diesem Turnier ebenfalls Spiele ausrichten zu lassen“.

          Nach derzeitigem Stand ist es sehr unwahrscheinlich, dass die nächste Fußball-WM erneut in den USA stattfindet. Als austragende Nationen stehen Spanien, Portugal und Marokko bereits fest, die USA könnten 2038 das nächste Mal eine Weltmeisterschaft austragen.

          Gelesen bei der Telekom.de

  7. Peter S.

    Die argentinische Mannschaft ist nicht nur grob unsportlich, sondern besteht überwiegend aus Faschisten. Besonders ekelhaft ist, dass diese imperialistischen Aggressoren sich genauso wie ihre russischen Kameraden auch noch in der Opferrolle suhlen. Wenn es mit rechten Dingen zuginge, müsste mindestens die halbe Mannschaft gesperrt werden. Das wird aber nur ein naiver Traum bleiben, heißt FIFA doch mittlerweile fixing it for Argentina. Dass kann noch schlimmer werden, weil der Capo di tutti i capi mit den orangen Haaren Spanien bestrafen will. Sein Dildo Infantino wird ihm den Gefallen tun.

  8. Haben die blauweissen Kakerlaken wieder mit viel Schmiergeld gewonnen ?.Verdächtig erschien mir,
    daß sofort eine gelbe Karte vom Schiri kam,der ja mit Messi befreundet ist,wie ich hörte.
    Aus diesem Grunde schaue ich mir das Finale nicht an.Das Spiel erinnerte eher an Rugby,als an Fussball.
    Wer mit solchen Methoden gewinnt,gehört fü+r mich in den Knast und nicht auf ein internationales Fussballterrain.

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