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Marcel Reif lobt den belgischen Fußball: „Die goldene Generation ist weg, aber die nächste wächst heran“

06.07.2026, USA, Seattle: Die belgischen Spieler haben vor dem Spiel gegen die USA Aufstellung für ein Mannschaftsfoto genommen. Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa

AKTUALISIERT – Marcel Reif, deutsche Reporter-Legende, hat sich in seiner Sendung „Reif ist live“ auch mit dem Abschneiden der belgischen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada befasst.

Auf die Frage der Moderatorin, ob nach dem Ausscheiden der Belgier gegen Spanien für die belgische Fußball-Nationalmannschaft eine Ära zu Ende gehe, sagte Reif:

„Ja. Sie wollen es zwar nicht hören. Kevin De Bruyne springt Ihnen zwar an den Hals, wenn Sie vom Ende der goldenen Generation sprechen, aber es ist die Wahrheit.“

10.04.2026, Baden-Württemberg, Rust: Der Journalist und Kommentator Marcel Reif. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Allerdings fügte der 76-Jährige hinzu: „Die Belgier haben für ein kleines Land – wie die Schweizer und jetzt auch die Norweger – den Laden aufgemischt. Sie waren lange dabei, sie waren einmal sogar Dritter, auf jeden Fall immer nah dran. Man kannte jeden von ihnen. Aber irgendwann ist die Biologie stärker als das große Talent – es sei denn, du bist Messi oder Ronaldo.“

Weiter betonte der Journalist und Kommentator: „Kevin De Bruyne macht immer noch wunderbare Dinge. Aber du siehst, dass er nicht mehr die prägende Figur im Mittelfeld ist. Im Mittelfeld musst du laufen, laufen und laufen. Irgendwann fällt dir das Laufen eben schwerer.“

01.07.2026, USA, Seattle: Der Belgier Kevin De Bruyne läuft über das Feld. Foto: Lindsey Wasson/AP/dpa

„Die Goldene Generation der Belgier tritt ab“, so Reif, „aber sie haben immer noch Talente. Du siehst, dass da etwas nachwächst. Natürlich sind so kleine Länder ein bisschen im Nachteil, denn aus einem Reservoir von 90 Millionen lässt sich im Prinzip leichter eine Nationalmannschaft formen als aus neun Millionen.“

„Das zeigt aber auch, wie gut kleinere Länder wie Belgien oder die Schweiz arbeiten“, sagt Reif: „So lange dabei zu sein, das musst du erst einmal schaffen. Diese kleinen Länder können den Großmäulern jederzeit die Nase drehen.“

Abschließend betont die Reporter-Legende: „Der Vorteil in diesen kleinen Ländern – und das weiß ich aus meiner Schweizer Zeit – ist, dass sich diese Ligen als Verkaufsligen verstehen und deshalb auch ein 17- oder 18-Jähriger spielen darf. Bei uns ist einer wie Karl schon eine Sensation. Wir wären gut beraten, wenn wir uns an solchen Ländern ein Beispiel nehmen würden. Wenn du ein Talent bist, musst du auch die Möglichkeit bekommen zu spielen. Denn im Training allein wirst du nicht besser.“

Reifs Fazit: „Die goldene Generation der Belgier ist weg. Aber ich bin mir ziemlich sicher, die nächste Generation wächst heran.“ (cre)

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