Leserbriefe

Michael Balter: Touche pas à mes frites!

Ihre Erfindung ist ein Mythos, und sie genießen Kultstatus. So berichtete Joseph Gérard 1751, dass die Einwohner von Namur, Huy und Dinant angeblich die Gewohnheit hatten, in der Maas zu fischen und den Fang anschließend zu frittieren.

Wenn die Gewässer zugefroren waren, sollen die Fischer Kartoffeln in Fischform gebracht und diese dann frittiert haben – ein Brauch, der zu Gérards Zeiten bereits hundert Jahre alt gewesen sein soll.

Die Rede ist natürlich von der Geburtsstunde der belgischen Fritten.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich aus diesem Brauch eine regelrechte belgische Esskultur entwickelt und die Fritten avancierten vom belgischen Nationalgericht hin zum internationalen Kassenschlager.

Doch die belgische Frittenkultur könnte bald ein jähes Ende finden. Schuld an diesem Dilemma ist, wie es der flämische Minister Ben Weyts treffend formuliert hat, das „übertriebene Streben der EU nach Gesundheit“.

Aber geht es der EU wirklich um Gesundheit?

Beim Fritieren von Kartoffeln kann Acrylamid enstehen, ein umstrittener chemischer Stoff, dem in hohen Mengen eine angeblich krebserregende Wirkung nachgesagt wird. Daher sollen, laut EU, gewissen Richtlinien zur Zubereitung gewisser Nahrungsmittel eingeführt werden, die zwangsläufig in einem Verbot eines doppelten Frittierens, wie es bei echten belgischen Fritten der Fall ist, münden.

Dieses Vorgehen ist in unseren Augen Zeichen einer in EU-Kreisen weit verbreiteten Doppelmoral, denn andere weitaus gefährlichere Stoffe, wie beispielsweise Aspartam, sollen weiterhin in Lebensmitteln erlaubt sein.

Bei Aspartam handelt es sich um einen chemischen Süßstoff, der vor allem in Light Produkten und Süßigkeiten verwendet wird, und laut internationalen Studien zahlreiche Krankheiten hervorruft.
Ein wirklich giftiges Zeug!

Darüber hinaus ist ein Verbot der Zubereitung echter belgischer Fritten gleichbedeutend mit dem Verlust eines Teils des nationalen Erkennungsmerkmals sowie der nationalen Identität. Schuld an diesem Desaster wäre dann wieder einmal die EU, die sich eingehend damit rühmt, regionalen und nationalen Identitäten zu schützen und zu wahren. Obwohl wir alle wissen, dass dies nicht der Fall ist, im Gegenteil!

Die Vivant-Fraktion vertritt den Standpunkt, dass das wiederholte Eingreifen der EU in nationale Lebensgewohnheiten entschieden zu weit geht und daher können die Aussagen Ben Weyts, dass die EU sich immer weiter von der Realität entferne, von unserer Seite nur unterstützt und bekräftigt werden. Europa braucht keine EU!

28.6.2017 Michael Balter, Vivant-Fraktion

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

  1. EU-Kritiker

    “ Europa braucht keine EU!“

    Zumindest nicht DIESE Euro-Kratie! Wie lange lässt sich das Volk noch diese Gängelung, hauptsächlich seitens dieser EU-dioten-Kommission gefallen? Sollte der „Brexit“ keine großen Nachteile für die Briten nach sich ziehen, wovon doch einige Experten ausgehen, im Gegensatz
    zu den Polemik-Experten, besonders aus Deutschland, die schon so oft „daneben gelegen“ haben, sollte Belgien diesen Weg auch gehen und raus aus der EU-Diktatur.Eine Handels-Union unter „Willigen“ wie zu Gründerzeiten (EWG), genügt vollkommen; wir brauchen diesen aufgeblasenen, korrupten SB-Laden nicht!

  2. Réalité

    Mein Tipp für diese „OBERKÖCHE“!
    geht mal gegen Euch selber vor!? Was kocht ihr für ein „Zeugs“? Der muss es essen und „BEZAHLEN“ und wieviel habe ich davon schon auf den Teller!?
    Fragt Euch mal alle: schmeckt es euch auch was unsere Küche hergibt!?
    Sind die Köche gut oder schlecht!?
    Ist das Essen nicht zu teuer, für das was es ist!?
    Haben wir nicht zuviele Köche und Küchenpersonal beschäftigt!?
    DREHT DIE FRAGEN MAL RUM, liebe Presse!
    Und stellt sie denen mal……in deren Küche……
    ACHTUNG! Die haben deren sogar ZWEI!
    EINE IN BRÜSSEL UND EINE IN STRASSBOURG!
    FRAGT MAL WIEVIEL MIETE DIE BEIDEN KOSTEN!?
    Alleine daran, kotz..man das gegessene ganz schnell wieder raus….
    Was für eine „ausgekochte“ Gesellschaft!

  3. EU-Kommission findet belgische Fritten „schick“
    20. Juni 2017, 13:08 Uhr Quelle: afp

    Brüssel (AFP) Nach Aufruhr in Belgien um die Zukunft der heimischen Pommes Frites hat die EU-Kommission bestritten, diese verbieten zu wollen. Die Behörde habe „keinerlei Absicht, die belgischen Fritten oder irgendwelche anderen Fritten zu verbieten“, erklärte ein Sprecher am Dienstag in Brüssel. Auslöser der Debatte war ein Bericht in der belgischen Zeitung „De Zondag“, wonach die Kommission plant, das krebserregende Acrylamid in Lebensmitteln eindämmen zu wollen.

  4. Anstatt sich mit dem Thema Acrylamid herumzuschlagen , so soll man alles frittiertes aus seinem Speiseplan streichen , es ist nur eine strikte Disziplin wenn man ins letzte Lebensviertel angelangt ist .

  5. Wäre die Erfindung der Fritten ein Mythos, könnten wir sie, die Fritten, nicht essen, denn dann gäbe es sie nämlich, gar nicht, die Fritten. Ein Mythos verweist auf etwas, das nicht existiert (hat). Wenn schon, dann Legende, bitte, denn die gründet in Tatsachen. Mit Mayo und Anda-loser, wa :-))

  6. Typisch EU Bürokraten,
    Das Alkohol schädlich und gefährlich ist weiß jeder, der darf aber ungehindert Verkauft werden. Ich habe jedoch noch nie gehört das jemand am Frittenessen gestorben ist.
    Ich muss es wissen, denn ich esse so einige.

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