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Konflikt zwischen USA und Iran eskaliert erneut – Teheran: Straße von Hormus geschlossen

30.06.2026, Iran, Bandar Abbas: Handelsschiffe sind in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas zu sehen. Foto: Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist erneut in eine gefährliche Phase eingetreten. Nachdem ein zuvor ausgehandelter Waffenstillstand bereits in den vergangenen Tagen zunehmend brüchig geworden war, führten neue militärische Zwischenfälle zu einer raschen Eskalation.

Auslöser war nach US-Angaben ein Angriff auf ein Handelsschiff in der Straße von Hormus, für den Washington den Iran verantwortlich macht. Die Vereinigten Staaten reagierten darauf mit umfangreichen Luftangriffen auf iranische Militärstandorte, darunter Raketen- und Drohnenstellungen sowie Einrichtungen der Revolutionsgarden.

Teheran beantwortete die Angriffe mit einer neuen Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militärstützpunkte und Einrichtungen amerikanischer Verbündeter in der Golfregion. Betroffen waren unter anderem Bahrain, Kuwait, Katar, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate. Mehrere Staaten meldeten, dass ihre Luftabwehr zahlreiche Geschosse abgefangen habe, dennoch verschärfte sich die Sicherheitslage im gesamten Nahen Osten erheblich.

10.07.2026, Iran, Maschhad: Mostafa Chamenei (M), der Bruder des neuen Obersten Führers des Iran, Modschtaba Khamenei, leitet ein Gebet am Sarg seines verstorbenen Vaters, Irans früherer oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei, vor dessen Beisetzung im Imam-Resa-Schrein. Foto: Uncredited/Iranian Supreme Leader via AP Office/dpa

Von besonderer Bedeutung ist die Entwicklung in der Straße von Hormus. Der Iran erklärte, die strategisch wichtige Meerenge bis auf Weiteres zu schließen beziehungsweise den Schiffsverkehr selbst zu kontrollieren. Die USA weisen diese Darstellung zurück und betonen, dass der internationale Schiffsverkehr weiterhin möglich sei.

Unabhängig davon gilt die Passage derzeit als äußerst riskant. Zahlreiche Reedereien ändern ihre Routen, die Versicherungsprämien für Schiffe steigen deutlich, und an den internationalen Energiemärkten sorgen die Ereignisse für steigende Öl- und Gaspreise. Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls wird normalerweise durch diese Meerenge transportiert, weshalb jede Störung unmittelbare Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben kann.

Die diplomatischen Bemühungen konnten die Gewalt bislang nicht eindämmen. Zwar finden über den Oman weiterhin Gespräche zwischen den Konfliktparteien statt, doch beide Seiten werfen sich gegenseitig Verstöße gegen die früheren Vereinbarungen vor und halten an ihren militärischen Positionen fest. Die iranische Führung kündigte weitere Vergeltungsmaßnahmen an, während Washington deutlich machte, auf neue Angriffe erneut militärisch reagieren zu wollen. (dpa/cre)

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