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Kein Deutschsprachiger bei Umweltpolizei – Paasch: „Empörung der Bürgerinitiative berechtigt“

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch. Foto: Gerd Comouth

Die Regierung der DG hat am Mittwoch erneut Stellung zu der Tatsache bezogen, dass die Wallonische Region immer noch keinen deutschsprachigen Mitarbeiter bei der wallonischen Umweltpolizei eingestellt hat. Ministerpräsident Paasch sagte, er könne die Empörung der Bürgerinitiative Kaiserbaracke sehr gut nachvollziehen. 

„Die Empörung der Bürgerinitiative ist absolut berechtigt“, so der Eupener Regierungschef. Er selbst habe noch vor drei Wochen im Parlament der DG diesen Umstand als „völlig unbefriedigend“ bezeichnet.

Paasch vertritt die Ansicht, dass dadurch die deutschsprachigen Belgier massiv benachteiligt würden. Die DG sei nicht für den Umweltschutz zuständig und könne deshalb den Beamten nicht selbst einstellen. Die Regierung werde aber weiterhin Druck auf die Wallonische Region ausüben, damit diese endlich ihren Verpflichtungen gegenüber den Deutschsprachigen nachkomme.

Er habe den zuständigen Minister Di Antonio (CDH/CSP) kürzlich noch einmal schriftlich dazu aufgefordert, einen deutschsprachigen Beamten bei der Umweltpolizei einzustellen, sagte Paasch. Die DG-Regierung wolle in dieser Frage eng mit den deutschsprachigen Abgeordneten im wallonischen Regionalparlament zusammenarbeiten.

Siehe auch Artikel „Deutschsprachiger Mitarbeiter der Umweltpolizei: ‚Ein Kampf gegen Windmühlen‘, sagt Jenny Baltus-Möres“

Siehe auch Artikel „Umweltpolizei für die DG: Stelle angeblich seit zwei Jahren nicht besetzt“

24 Antworten auf “Kein Deutschsprachiger bei Umweltpolizei – Paasch: „Empörung der Bürgerinitiative berechtigt“”

    • Nicht Nurso

      Was soll denn ein MP der DG in der wallonischen Verwaltung bestellen? Er war doch schon ein paar Mal damit in der belgischen Presse mit seiner Forderung. Stoffels auch. Das scheint nicht viel zu nützen. Der Herr Antonio von der cdh muss die Person einstellen

  1. Wenn ich Frau Möres ein Beitrag tiefer richtig verstehe, hat die wallonische Region immer so getan, als würde sie Stelle schnell besetzen, wenn die DG oder sie protestiert haben, es aber dann nicht getan. Frau Möres spricht von einem Kampf gegen Windmühlen. Die Wallonie sollte sich schämen!!

    • Haustür

      @Hert, sehe ich genauso, versetzte mich betreff solcher „Alibi-Texte“ in OD, als Journalist „muss“ er die ja indirekt „zwangsweise“ abdrucken, sicher ist Besagter nicht so naiv und glaubt die Paasch’s Interventionen auch noch!

    • Wo ist das Problem? Es ist doch gut, dass das Thema in der Politik angesprochen wird. Besser zu spät als nie.
      Manche hier haben aber auch an allem etwas aus zu setzen. Würdet ihr auch mit euren Lebenspartnern so umgehen, gebe es wohl schon bereits in wenigen Stunden nur noch ledige Menschen..

  2. Nicht Nurso

    Was soll der MP in der Verwaltung der Wallonischen Region denn machen? Soll er die erobern? Ich finde gut, dass er sich mir der Bürgerinitiative solidarisiert. Aber machen kann er nichts. Das ist doch der Job der Mitglieder im wallonischen Parlament

  3. Pressekonfekt

    Am besten und rentabelsten wäre es, den ganzen Laden ab zu schaffen! Wir haben doch Vier Minister. In steter Regelmässigkeit kramen die Leute Sprachenprobleme etc heraus. Dabei haben wir im Lande schon massenweise Institutionen und Gesellschaften, wo jede Menge an Personal und Kosten rein gesteckt werden. Letzter Tage noch den Herrn Stoffels am BRF gehört, in der Sache der Unterschlagungen von 2 Mio €. Er meinte da kämen sicher noch Sachen auf uns zu. Sah denn auch in einer Broschüre der Wall. Region, wo gesagt wird das noch einiges an Gründungen von neuen Instanzen und Kooperativen käme. Wenn denn dort, wie hier oben der Abteilungsleiter die alleinige Unterschrift hat, ist dem Rest ja Tür und Angel geöffnet.
    Wer setzt dem ganzen Ding da mal ein Stoppschild hin. Wir haben viel zu viele solcher Abstellgleise in der Politik hier im Lande! Kostet uns jede Menge Geld und bringt gar nichts!
    Es dient ausschliesslich den Personen, aber in keinstem Falle dem Bürger!

  4. Zaungast

    So so, Herr Paasch findet also, die Empörung der Bürger sei berechtigt.

    Aber Empörung worüber? Doch wohl eher, dass die Politiker erst von den Bürgern wachgerüttelt werden müssen, bevor sie in Namür mit der Faust auf den Tisch hauen? Oder zeigt das nicht viel mehr, über wie wenig Gehör die deutschsprachigen Wallonen dort verfügen, aller gegenteiligen Bekundungen etwa auf gemeinsamen Regierungssitzungen zum Trotz?

    Und wie ist das mit dem zukünftigen Bezirkskommissar, der, wie man anderenorts (BRF-Blickpunkt) erfährt, noch nicht mal über Deutschkenntnisse verfügen muss? Da herrscht Funkstille.

  5. R.A. Punzel

    Der ist gut: „… einen deutschsprachigen Beamten bei der Umweltpolizei einzustellen,…“. Die infrage kommenden Personen stehen schon in „Diensten“ von Renogen bzw. haben „seeeeehr“ engen Kontakt mit den verantwortlichen Behörden, z.B. Staatsanwaltschaft Lüttich…. (Cheeeefe von Oipen).

  6. Beamter und zumal Belgier

    Wenn ich sehe das französichsprachige Beamte nicht in der DG arbeiten dürfen (dies beruht auf Gegenseitigkeit), obwohl ihre Arbeit zu 80 % in Deutscher Sprache bestehlt… zum kotzen ! Typisch Belgien… leider sind die Gemeinschaften wichtiger als das Land geworden, traurig aber wahr.

  7. Paasch muss den Wallonen zeigen, wo es lang geht. Er tut es aber nicht, sondern postet nur billige Selfies mit Cathe. Warum hakt er sich nicht bei Schuldenbaron Lambertz unter und rasselt mal mit dem Säbel. PDB und Sozialisten ist ne prima Mischung!

  8. Haustür

    betreff Paasch, mein Gott! wem sagen Sie das? Blicken Sie etwas mehr durch die Brille, und auch hinter der Brille! Sein erstes Ziel dürfte „glänzen in den Medien sein“, danach kann man so laaangsam an etwas arbeiten denken, muss ja nun doch etwas vorweisen, sonst hat er kritische Bürger am Hals

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