Politik

„Joky“ Ortmann will, dass Eupener wieder zufrieden mit der Stadt sind

Pressekonferenz im Ambassador Hotel am Donnerstag: Elmar Keutgen, Alexander Pons, Karl-Joseph Ortmann, Thomas Lennertz und Nathalie Johnen (v.l.n.r.). Foto: OD

Wie berichtet, ist Karl-Joseph Ortmann am Mittwochabend zum Spitzenkandidaten der Eupener CSP für die Stadtratswahl im Oktober 2018 gewählt worden (siehe Artikel an anderer Stelle). Die Wahl fiel einstimmig aus. Ortmann war der einzige Kandidat.

Am Donnerstag wurde der designierte Listenführer im Rahmen einer Pressekonferenz im Hotel Ambassador in Eupen offiziell vorgestellt, wobei es im Grunde nicht mehr so viel vorzustellen gab, weil „Joky“ Ortmann in Eupen schon sehr bekannt ist, wie auch der ehemalige Eupener Bürgermeister Elmar Keutgen in einer kurzen Laudatio auf Ortmann betonte.

Karl-Joseph Ortmann, Spitzenkandidat der CSP bei der Eupener Stadtratswahl 2018. Foto: OD

„Joky“ Ortmann sei in Eupen tief verwurzelt, sagte Keutgen, der bei der Wahl 2018 wohl als „Listendrücker“ auf Platz 25 antreten wird. Sein Vater, der langjährige Eupener Schöffe und RDG-Präsident Kurt Ortmann, sei Oberstädter gewesen und seine Mutter Unterstädterin.

Karl-Joseph Ortmann, Jahrgang 1955, ist seit den 1980er Jahren Sportlehrer an der Pater-Damian-Schule (früher Collège Patronné). Ende 2017 wechselt er in den Ruhestand, was für ihn den Vorteil hat, dass er dann auch die nötige Zeit haben wird, um sich ganz auf die Stadtratswahl von 2018 und im Fall einer Wahl danach auch auf das Amt des Eupener Bürgermeisters zu konzentrieren.

Keutgen hob außerdem hervor, dass Ortmann zwar relativ spät den Weg in die Politik gefunden habe, jedoch schon seit 2006 Mitglied des Stadtrates sei und vier Jahre lang als ÖSHZ-Präsident viel habe lernen können, was die Funktionsweise einer Verwaltung und der Politik im Allgemeinen anbetrifft. Das Gleiche gelte für seine Tätigkeit beim Sozialbetrieb Rcycl.

Teamplayer mit Organisationstalent

Keutgen lobte den neuen Spitzenkandidaten der CSP auch als Organisationstalent, das er unter anderem mit der Gründung der Tennis-Schule bewiesen habe. Ortmann sei bürgernahe und ein Vereinsmensch, vor allem ein „Teamplayer“. Mit ihm wolle die Eupener CSP zurück an den „Tisch der Verantwortung, wo die Musik gespielt wird“, so Keutgen.

CSP-Spitzenkandidat „Joky“ Ortmann (links) am Tag nach seiner Wahl beim Interview mit dem BRF. Foto: OD

Karl-Joseph Ortmann betonte seinerseits, dass er als Spitzenkandidat auf jeden Fall das Amt des Eupener Bürgermeisters anstrebe, und zwar für die gesamte Legislaturperiode, also für sechs Jahre. Eine Aufteilung des Mandats in Form eines „fliegenden Wechsels“ nach der Hälfte der Amtsperiode, etwa zu Gunsten eines jüngeren Kandidaten wie Thomas Lennertz, ist laut Ortmann nicht vorgesehen.

Wichtig sei ihm, sagte Ortmann, dass in Eupen die Menschen wieder zu einer Zufriedenheit zurückkehren. Es gebe momentan in der Stadt „eine große Unzufriedenheit“. Wichtig sei, dass Stadt und Bevölkerung „wieder an seinem Strang ziehen“. Dies gelte nicht zuletzt auch für die Eupener Geschäftswelt, so Ortmann.

Was die anderen Listenplätze betrifft, so erklärte Alexander Pons, der Vorsitzende der Lokalsektion, dass diesbezüglich noch nichts entschieden sei. Das gelte erst recht für mögliche Koalitionspartner.

Auf der Internetseite der Tageszeitung war bereits darüber spekuliert worden, dass Nathalie Johnen-Pauquet und Thomas Lennertz die Listenplätze 2 und 3 einnehmen könnten und die CSP mit einer Koalition mit der PFF liebäugeln soll.

Erfreut zeigte sich Pons über die große Zahl an Mitgliedern, die am Mittwochabend im Hotel Ambassador zur Wahl des neuen Spitzenkandidaten erschienen seien. „So viele Leute hatte ich vorher bei einer Generalversammlung der Eupener CSP nie gesehen“, so Pons. Eine Aufbruchstimmung sei bei den Eupener Christlich-Sozialen deutlich spürbar. (cre)

Zum Thema siehe auch folgende Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

    • Fanclub von Angela K.

      Aber, aber. Bei Gemeinderatswahlen kommt es auf Menschen an, und Joky Ortmann ist ein guter Kandidat für das Bürgermeisteramt. Er kennt die Eupener und ihre Anliegen, kann zuhören und hat Organisationstalent.

  1. Joky steht jetzt nicht wirklich für eine personelle Erneuerung und der Generationenwechsel steht bei der CSP wohl noch nicht an. Glücklicherweise drückt die Mimik und Körpersprache der CSP-Leute auf dem Foto die dynamische Aufbruchstimmung innerhalb der Partei aus. Das sieht nach Euphorie und Zuversicht für die Wahlen aus. Von Unzufriedenheit keine Spur. Wir schaffen das!

  2. Einen direkten Einfluss auf die Wahl des Bürgermeisters gibt es ja eh nicht mehr, seit der Übertragung an die DG. Der Stadtrat bzw. die Mehrheit wird den Bürgermeister bei der ersten Sitzung nach den Wahlen wählen. Für mich kann die CSP in der Opposition bleiben.

  3. Falsche Entscheidung

    Ich wähle die CSP mit Joky als Bürgermeisterkandidat auf keinen Fall. Ich halte ihn für inkompent. Diese Inkompetenz hat er im Tennisclub schon genügend unter Beweis gestellt und Vetternwirtschaft ist für ihn auch kein Fremdwort.

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