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AS Eupen taumelt nach 0:2 gegen Cercle Brügge der Abstiegsrunde entgegen – Fünf Niederlagen in Folge

Eupens Milos Pantovic (M) im Duell mit Hannes Van Der Bruggen (r) von Cercle Brügge, der nicht zu den Spitzenvereinen im belgischen Fußball zählt und trotzdem momentan in der Tabelle den 5. Platz einnimmt. Foto: Belga

Die AS Eupen taumelt der Abstiegsrunde entgegen: Die Schwarz-Weißen verloren am Sonntagabend gegen Cercle Brügge 0:2. Schwacher Trost: Kein einziger Abstiegskandidat konnte am 27. Spieltag gewinnen.

Die AS Eupen hatte die große Chance, aus den Punktverlusten der Konkurrenten Charleroi, Kortrijk und RWDM Kapital zu schlagen. Das galt aber auch für den Cercle, der im Fall eines Sieges in die Top 6 einziehen würde, die zur Teilnahme an den Champions Playoffs berechtigen.

Wie erwartet stand Renaud Emond in der Eupener Startelf im Sturm neben Regan Charles-Cook. Auch Jérôme Déom war dabei.

Eupens Renaud Emond stand in der Startelf gegen Cercle Brügge. Foto: Belga

Florian Kohfeldt entschied sich für folgende Anfangsformation, die sich wie folgt präsentierte: Slonina – Van Genechten, Palsson, Filin – Déom, Baiye, Lambert, Davidson – Pantovic – Emond, Charles-Cook.

Bei Cercle Brügge fehlte Thibo Somers. Die große Frage war, ob und wie die Eupener Hintermannschaft Cercle-Torjäger Kevin Denkey würde ausschalten können.

In der ersten Viertelstunde tat sich nichts. Für den ersten Angriff der AS musste man bis zur 17. Minute warten, als Emond eine gute Szene hatte, diese jedoch nicht mit einem Torschuss abschließen konnte.

Der Cercle sorgte erst nach 20 Minuten erstmals für Gefahr bei einem Freistoß von Lemarechal, den aber Augusto nicht verwerten konnte. Kurz danach scheiterte Popovic bei einem Kopfball an AS-Keeper Slonina, der auch bei zwei Torschüssen von Minda kein Problem hatte.

Cercle Brügge war in der ersten halben Stunde zweifellos die aktivere Mannschaft. Doch wirklich gefährlich waren die Gäste nicht. Die AS kam erst in der 31. Minute zu einer weiteren Möglichkeit, als Emond nach einer scharfen Flanke von Van Genechten den Ball deutlich neben das Tor köpfte.

Bei der AS gab es viele Fehlpässe im Spielaufbau, oft war der Ball schon nach dem ersten Pass verloren. Die Eupener Abwehr stand jedoch bis dahin gut.

Auch nach dem Wiederanpfiff tat sich zunächst nichts. In der 58. Minute kam dann aber Gefahr auf vor Schlussmann Slonina: Brügges Lemarechal kämpfte sich in den Eupener Strafraum, legte dann für Van Der Bruggen auf, der aber den Ball neben das Tor setzte. In der 63. Minute versuchte Lambert mit einem Schussversuch sein Glück.

Just zu dem Zeitpunkt, wo Eupen den Eindruck erweckte, etwas reißen zu können, passierte das, was man befürchten musste: In der 64. Minute setzten sich zwei Brügger gegen vier Eupener durch, und Torjäger Denkey, der bis dahin keinen Stich bekommen hatte, erzielte das 0:1.

AS-Cheftrainer Florian Kohfeldt: Kann er noch etwas bewirken? Erreicht er die Mannschaft noch? Foto: Belga

Schlimmer noch: Nur 3 Minuten nach dem Führungstreffer wurde Denkey in Richtung Slonina geschickt, dem der Stürmer auch diesmal keine Abwehrchance ließ, 0:2.

AS-Trainer Kohfeldt wechselte drei Spieler ein: Finnbogason für Déom, Nuhu für Emond und Keita für Pantovic.

In der 77. Minute hatte Van Genechten die große Chance, auf 1:2 zu verkürzen und neue Hoffnungen zu wecken, jedoch schoss er deutlich übers Tor.

In der 82. Minute verhinderte Slonina einen dritten Gegentreffer. Cercle-Torhüter Warleson war gefordert, als er bei einem Schuss von Charles-Cook den Ball über die Torlatte lenken musste.

In der 84. Minute wurde bei der AS Filorizzo für Van Genechten eingewechselt. Später kam auch noch Kral für Baiye.

In der Nachspielzeit hatte Eupen gleich mehrfach die Gelegenheit, wenigstens ein Tor zu erzielen, aber auch das wollte nicht gelingen. Krasser konnte man die Eupener Sturmmisere nicht unter Beweis stellen!

Es blieb beim 0:2 – der fünften Niederlage in Folge. Die AS Eupen zeigte sich außerstande, von den Punktverlusten der anderen Abstiegskandidaten zu profitieren.

Am kommenden Sonntag treten die Schwarz-Weißen bei Rekordmeister RSC Anderlecht an, der nach dem Auswärtssieg beim FC Brügge seine Stellung als alleiniger Verfolger von Spitzenreiter Union St. Gilloise, der Standard Lüttich 2:1 besiegte, untermauert hat. (cre)

24 Antworten auf “AS Eupen taumelt nach 0:2 gegen Cercle Brügge der Abstiegsrunde entgegen – Fünf Niederlagen in Folge”

  1. Tjo das wars dann jetzt wohl endgültig – die nächsten Spiele wird man ebenfalls nicht punkten.
    Die Abstiegsrunde werden wir nicht überleben. Besser man plant direkt für die D2.

    Mehr ist einfach nicht mehr zu sagen – so schlecht einfach in allen Belangen, mir fehlen die Worte

  2. Und schon wieder, ist keiner von diesen Flaschen in der Lage, das Tor zu treffen !!!!!!!
    Selbst ohne Gegner, würden wir nicht gewinnen.
    Macht echt kein Sinn mehr sich das Elend anzuschauen.
    Die verdienen so viel Geld und machen ihren Job nicht mal ansatzweise richtig.
    Zum kotzen.
    Der Abstieg ist sicher und auch absolut verdient 👍🏻

  3. askiebitz

    Das hatte heute was von wildem Schulhofgebolze (ohne die guten Spieler). Insgesamt schien die AS eine ausgetüftelte Rugby-Kick-Taktik zu verfolgen: Möglichst weit nach vorne in die gegenerische Hälfte mit der Pille. Dass sich der Cercle 60 Minuten darauf einließ, hat mich etwas verwundert. Danach war dann aber dank der Gäste endlich nochmal Fußball am Kehrweg zu bestaunen. Einziger Lichtblick auf Eupener Seite war für mich der junge Filorizzo, der in seinen 10 Minuten torgefährlicher als der gesamte Sturm während der letzten Wochen war. Bitte den jetzt mit Blick auf die kommende Saison öfter und früher bringen, Youndje auch, denn die scheinen mir eher Perspektivspieler als Finbogardson oder Kral. Von der Abstiegsrunde sollte wirklich nichts erwartet zu werden, dafür ist der Klassenunterschied wirklich zu eklatant.

  4. Seit Januar sind Abstiegsrunde und der Abstieg selber klar aus meiner Sicht und es ist vollkommen in Ordnung. Irgendwann mussten wir dran sein, und das ist dieses Jahr der Fall. Ich freue mich auf Liga 2 und einen Neuanfang. Die gleichen Trottel, die wie üblich reinen Quatsch äußern wie zum Beispiel, dass nach der WM 2022 Aspire austeigt, sind nun dran, vom Durchreichnen in die 3. Liga zu mullen. Dazu gibt es nur zu sagen, Quatsch bleibt Quatsch.

    • Kohlfeld weg, die ganzen Vorstandsflaschen und Nichtsnutzspieler wie Finbogasson, Nuhu, Lambert der den Anfang der Niederlage eingeleitet hat und einige Andere! Ohne dies kein Neuanfang, dann geht das Elend in der 2. Und dritten Liga weiter! Man kann mir doch nicht weis machen dass man all diese Schwächen in der Woche aufarbeiten kann… Das Tor treffen, was eigentlich die Hauptsache von Fußball, stattdessen jede Menge Rugbytore über den Kasten. Keine Ahnung. Noch ein deutscher Trainer der den belgischen Fußball unterschätzt

      • Neuanfang erfordert, dass einige gehen müssen und werden. Aber nochmal, kein Trainer kann aus sowas viel mehr rausholen. Kohfeld ist nicht perse schlecht. Wenn das Material nicht kann, geht es auch nicht. Siehe die Unfähigkeit Tore zu schießen. Was kann er dafür? Dazu benötigt man ein gewisses Können aber haben das Nuhu, Cook und Co.?

  5. Sportman

    Ein ganz schwaches Fußballspiel von beiden Mannschaften, wo sich Cercle am Ende verdient durchsetzt. Seit Monaten strahlt man wenig/gar keine Torgefahr aus, dann sollte man zumindest geschlossen die 0 halten. Cercle war heute erschreckend schwach und lustlos über weiter Strecken des Spiels – aber Eupen bekommt 0 Feuer ins Spiel gebracht. Aus Sicht Eupen‘s einfach zu wenig.

    • Experte nr1

      das ist schon seit jahren verarschung…. wollen die grossen ärgern, oben mitspielen …. usw🤔 was für ein quatsch 😂😂😂 und wo stehen wir jetzt und seit jahren?… richtig!!!! im abstiegskampf… lächerlich😂😂😂🙄

    • M der Block

      Leider ist es so , wenn das Geld aus Qatar nicht mehr da wäre würde die AS nur noch in der Amateurligen überleben so wir Kelmis oder Raeren !
      Und es gingen sehr viele Arbeitsplätze verloren. Den die AS ist mittlerweile ein großer Arbeitgeber , ganz zu schweigen von der sportlichen Infrastruktur die müsste dann wieder die Stadt Eupen übernehmen ! Und was das bedeuteten würde weiß in Eupen jeder .

      • Hausmeister

        „….ganz zu schweigen von der sportlichen Infrastruktur die müsste dann wieder die Stadt Eupen übernehmen ! Und was das bedeuteten würde weiß in Eupen jeder .“
        Meinen Sie, Frau Bürgermeisterin lässt dann mit Kettensägen die Tribünen schleifen? Oder sie verlegt den Kunstrasen ins tote Waisenbüschchen, um den Schaden zu verstecken.

  6. Support seit Jahrzehnten

    Leider ist bei mir als Fan das Feuer erloschen…. So wie seit Beginn dieser Saison schon bei den Verantwortlichen, Trainer und Mannschaft…Man soll Spiele gewinnen und den Erfolg erzwingen wollen und nicht immer glücklich drin bleiben wie damals mit Toyokawa oder letztes Jahr dank Cercle… Fortschritte sind wirklich keine zu erkennen außer negative… ich rege mich seit Wochen nicht mehr über Niederlagen auf….wie oft verloren dieses Jahr?? Wie zu 0 vorne gespielt?? Der „Neuanfang „ eine Klasse tiefer wird schwieriger….Aufsteigen ist komplizierter als drin zu bleiben selbst mit dieser Mannschaft…was machen die Jungs denn während der Videoanalyse oder Training ? Haben die einen Mentalcoach? Können die Verantwortlichen eine Tabelle lesen ? 80% der Spieler laufen lustlos rum…seit dem Heimspiel gegen Standard läuft nichts mehr in der Mannschaft…nächste Saison wird noch schlimmer….

  7. Wichtig wird sein dass die Spieler, die bei der AS bleiben sich auch mit dem Verein identifizieren. Als die ersten Aspire Spieler kamen sah man direkt wer von denen sich hier den A… aufreissen wollte. Ein Raoul Kenne zb hat mir mehr Freude bereitet als ein arroganter Pinsel wie Afif, der von oben runter guckte. Wenn die AS nur solche Spieler hält und aufstockt mit Eigengewächsen ist mir nicht bange. Aber so wenig Einsatz wie einige Größen hier zeigen ist inakzeptabel.
    Ich mag Kohlfeld, aber seine Wunschspieler waren alle ausser Palsson ein Griff ins Klo.

  8. Propaganda

    Weshalb wurde in der Winterpause der indonesische Abwehrspieler Shanyne Pattynama verpflichtet und sitzt dann 90 Minuten auf der Reservebank ? Wieder so ein sinnloser Akt unserer Vereinsführung. Hätte man in der Winterpause stattdessen einen Stürmer verpflichtet hätte das wohl viel mehr gebracht. Die drei Bundesligaspieler, Möhwald, Pantoviv und Finnbogason haben es doch tatsächlich geschafft in 27 Spielen drei Tore zu erzielen (jeder eins), jeder Jugendspieler hätte mehr gebracht. Zudem vermisse ich bei solchen Spielern den Kampfgeist und die absolute Bereitschaft ein Spiel zu prägen. Jeder Amateurklub scoutet besser als die AS Eupen. Was man als Fan in Kehrwegstation geboten bekommt ist eine Frechheit. Das die Leute viel Geld bezahlen scheint die Verantwortlichen nicht zu interessieren. Ich hoffe das beim nächsten Heimspiel die Tribünen leer bleiben.

  9. Eine ganz schwache Vorstellung am Wochenende. Die Mannschaft zeigt seit Wochen/Monaten keinen richtigen Biss und ich vermisse die absolute Leidenschaft die Klasse zu halten. Dann spricht unser Trainer auch noch davon, dass es keine Frage von Willen und Taktik ist. Ich sage darauf nur in gewohnter Eupener Art : „Jung du hast d’r Knall net jehört!“
    Die letzten Jahre waren schwierig und immer eng, aber dieses Jahr hat man es geschafft nochmals unattraktiver zu werden. In den letzten Jahren war es auch nicht immer gut und schön, aber es gab zumindest ab und an richtige Lichtblicke und Spektakel. Ich erinnere mich gerne in der letzten Saison an den 2-0 Heimsieg gegen Standard Lüttich (was ein Spiel und Stimmung), Oder gegen Löwen immer gut ausgesehen und Spektakel, selbst das 5-5 in Zulte Waregem… Dieses Licht der Hoffnung ist dieses Jahr unter dem hochgeschätzen Bundesligatrainer komplett erloschen!

  10. Wegwerfmannschaft

    Mannschaft „kaputt“, wegwerfen, neue … lieber mit regionalen Spielern 3. Liga als so ein teueres Elend auf Beinen, inklusive Management und 2/3 der Hundert (!) Mitarbeiter (was tun die alle?)…

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