Politik

Im Gespräch mit Evelyn Jadin (PFF): „Andere Parteien schmücken sich gerne mit unseren Federn…“

PFF-Kandidaten mit Spitzenkandidat Gregor Freches (M) bei der offiziellen Vorstellung der PDG-Liste der ostbelgischen Liberalen. Foto: PFF

Was ist bei der PDG-Wahl vom 9. Juni der PFF zuzutrauen? Kann die seit 20 Jahren anhaltende Talfahrt gestoppt werden? Kommt die Partei auch ohne ihre langjährige Ministerin Isabelle Weykmans zurecht? Und wird sie auch nach der Wahl weiter der Mehrheit angehören?

Über diese und andere Fragen sprach „Ostbelgien Direkt“ zweieinhalb Monate vor dem Urnengang mit der Fraktionsvorsitzenden der Liberalen im Parlament der DG und Lontzener Schöffin, Evelyn Jadin, anlässlich der offiziellen Vorstellung der PDG-Liste vor einer Woche.

Mit eher bescheidenen Zielen geht die PFF in den Wahlkampf. Der Präsident der deutschsprachigen Liberalen und PDG-Spitzenkandidat, Gregor Freches, wäre schon froh, wenn seine Partei am Wahlabend nicht mehr die schwächste Fraktion im PDG wäre.

Nachfolgend das Gespräch mit Evelyn Jadin (Platz 2 auf der PDG-Liste der PFF).

OD: Evelyn Jadin, die PFF verliert seit 20 Jahren bei jeder PDG-Wahl. Seit 2004 haben sich ihre Stimmenanteile und die Zahl ihrer Mandate im Parlament halbiert, ist seit 2019 die schwächste Fraktion im PDG. Wie wollen Sie diese Talfahrt stoppen?

Evelyn Jadin (M), PFF-Fraktionsvorsitzende und Lontzener Schöffin, mit Parteipräsident und Spitzenkandidat Gregor Freches (l) und der PDG-Abgeordneten Shayne Piront (r). Foto: PFF

Evelyn Jadin: Das stimmt. 2019 haben wir massive Stimmenverluste hinnehmen müssen. Dabei hat die PFF stets gute Arbeit geleistet, aber das allein reicht in der Politik leider nicht aus. Wir müssen einfach auch besser werden, wenn es um die Außendarstellung unserer Arbeit geht: Im Tourismus haben wir beispielsweise mit den Investitionen in das Netzwerk der Wanderknotenpunkte, den Ravel oder den Stoneman eine sehr wertvolle Arbeit geleistet. Schmücken tun sich jedoch andere Parteien mit diesen Federn…

OD: Ihre Schwester Kattrin steht für die Kammerwahlen nicht mehr zur Verfügung, und für die PDG-Wahl muss die PFF auch auf Isabelle Weykmans verzichten, die 20 Jahre ihr Gesicht in der Gemeinschaftsregierung war. Wie soll das funktionieren?

Evelyn Jadin: Natürlich werden Kattrin Jadin und Isabelle Weykmans sowie ihre Expertise uns fehlen, aber eine Partei ist mehr als nur eine Person und sollte auch nicht darauf reduziert werden. Wir haben uns neu aufgestellt, unsere Mitglieder in die Erstellung unseres Wahlprogramms eingebunden, sind zurück zur Basis, haben unser Profil geschärft, sind zurück zu dem, wofür wir Liberalen stehen (Perspektiven, Freiheit und Fortschritt) und haben eine Liste mit sehr starken Menschen aus der Gesellschaft auf die Beine gestellt. Das alles sollte überzeugen!

OD: Fühlen sich vielleicht Liberale von Isabelle Weykmans im Stich gelassen? Sie durfte immerhin dank der PFF 20 Jahre Ministerin sein, hat gut gelebt und bekommt eine dicke Pension. Hätte sie nicht zumindest die PFF unterstützen können, beispielsweise als Listendrückerin?

Die PFF-Fraktionsvorsitzende Evelyn Jadin (l) und PFF-Präsident Gregor Freches (r) bei einer Pressekonferenz im September 2022. Foto: OD

Evelyn Jadin: Isabelle Weykmans ist bereits sehr früh mit ihrem Wunsch, sich beruflich neu zu orientieren, an uns herangetreten und hat dies auch offen und transparent kommuniziert. Sie hat es vorgezogen, nicht zu kandidieren, da sie ja definitiv nicht ins Parlament einziehen möchte, nicht wie z.B. der aktuelle EU-Abgeordnete, der sich an 6. Stelle aufstellen lässt, obschon er definitiv nicht im PDG tagen möchte.

OD: Gut gelebt hat nicht nur Isabelle Weykmans, sondern die PFF insgesamt. Immerhin waren die Liberalen, obwohl sie seit 2004 bei jeder Wahl verloren haben, immer in der Mehrheit. Müssten Sie sich nicht bei Karl-Heinz Lambertz und Oliver Paasch bedanken, die in den Jahren vor allem eines wollten: dass die CSP in der Opposition bleibt?

Evelyn Jadin: Wir haben während dieser Zeit immer Verantwortung in der Regierung übernommen, viele Reformen auf den Weg gebracht und wichtige Zuständigkeiten, die alle Bürger in der DG in irgendeiner Form tangieren, mit Leben gefüllt: Sport, Kultur (Ehrenamt), Tourismus, die Beschäftigungspolitik und nun der Glasfaserausbau, der für die Privathaushalte, aber auch für zahlreiche Unternehmen wichtig ist. Wir sind niemandem zu Dank verpflichtet, denn jede Partei, die mit der PFF in eine Koalition tritt, weiß, dass wir loyal sind und unsere Arbeit tun.

OD: 2024 ist die Koalitionsfrage völlig offen. Wäre Ihnen lieber gewesen, wenn Paasch und ProDG es wie 2019 gemacht hätten (Fortsetzung der Dreierkoalition ProDG-SP-PFF, wenn diese weiterhin eine Mehrheit hat)?

Evelyn Jadin: Nein. Ich empfinde sogenannte Vorwahlabkommen oder Vorabsprachen als ungesund, denn sie erwecken den Anschein, als sei der Urnengang nur noch eine Formalität. Dabei ist eine Wahl weitaus mehr als das: Sie ist Recht und Privileg zugleich! 2019 hat gezeigt, wie eng eine Wahl ausgehen kann. Da kommt es dann auf jede einzelne Stimme an.

OD: Weshalb lassen Paasch und ProDG diesmal die Koalitionsfrage offen? Weil Lambertz nicht mehr mitmischt?

Die Vorsitzende der PFF-Fraktion, Evelyn Jadin, im Parlament der DG. Foto: PDG/CK

Evelyn Jadin: Ich weiß es nicht – es ist mir aber auch egal. Wir arbeiten an einem guten Resultat. Wir wollen mehr denn je unsere Wähler zurückgewinnen und von uns überzeugen. Dafür treten 25 Kandidaten an: um die große liberale Wählerschaft zu mobilisieren, die unbestritten in Ostbelgien vorhanden ist!

OD: Was meinen Sie, gibt es bereits eine Absprache zwischen ProDG und CSP?

Evelyn Jadin: Ich mutmaße ungern. Ich glaube nicht, dass es bereits Absprachen zwischen beiden Parteien gibt, ausschließen kann ich es allerdings auch nicht. Fakt ist, dass wir am 9. Juni 2024 für alle Gespräche offen sind!

OD: Von den anderen Parteien ist zu hören, dass sie sich je nach Ausgang der Wahl Koalitionsgespräche mit allen anderen Parteien vorstellen können – außer mit Vivant. Haben auch Sie eine Aversion gegen Vivant? Einen Michael Balter könnte man sich auch in der PFF vorstellen.

Evelyn Jadin: Ich hege keine Abneigung gegen die Kollegen der Vivant-Fraktion. Sie sind, wie wir, gewählte Volksvertreter, und das respektiere ich. Nichtsdestotrotz muss mein Koalitionspartner zumindest meine Schwerpunkte verstehen und mittragen. Wir werden uns mit keiner Partei an den Tisch setzen, die gegen Digitalisierung oder eine Modernisierung des Bildungswesens ist. Den Bedarf nach weniger Verwaltung und mehr Wertschätzung der Arbeit, sprich mehr Netto für Brutto, werde ich immer verteidigen, denn Arbeit muss sich lohnen! Im Gegensatz zu Vivant haben wir starke Partner im Inland (wie die MR und die OpenVLD). Vivant ist vieles schuldig geblieben, denn sie haben noch nie Verantwortung übernehmen müssen, weder im PDG noch auf Ebene der Gemeinden. Und die Frage möge gestattet sein: An was will man denn Vivant messen?

OD: Wodurch unterscheiden sich eigentlich PFF und ProDG? Beide sind doch liberale Parteien, oder?

V.l.n.r.: PFF-Präsident Gregor Freches, MR-Präsident Georges-Louis Bouchez, DG-Ministerin Isabelle Weykmans, Pierre-Yves Jeholet, Ministerpräsident der Föderation Wallonie-Brüssel, die Regionalabgeordnete Christine Mauel und die Fraktionsvorsitzende Evelyn Jadin beim Neujahrsempfang der PFF im Januar 2023. Foto: MR

Evelyn Jadin: Das ist wie in der Kunst… es gibt sehr gute Fälschungen, aber eben nur ein Original – und das sind wir. Zudem sind wichtige Errungenschaften (wie z.B. der Erhalt des Gerichtsbezirks, die Refinanzierung des DG-Haushaltes 2015, eigene Hilfeleistungszone, die Übertragung 2019 der Zuständigkeiten Raumordnung und Wohnungsbau …) den Liberalen zu verdanken. Selbst wenn es darum geht, neue Zuständigkeiten von der Wallonischen Region an die DG zu übertragen, kommt es auf die MR an… Wenn’s für die DG brenzlich wird, rettet sie immer das blaue Licht…

OD: Auch die PFF spricht sich für die Übertragung von weiteren Zuständigkeiten an die DG aus und ist für ein Belgien zu viert: Meinen Sie nicht, dass die DG heute schon genug Kompetenzen hat?

Evelyn Jadin: Sie haben Recht. Wir fordern dies. Ich bin aber persönlich auch der Meinung, dass einiges noch verdaut werden muss und ausgebessert werden kann. Wir reden heute aber vor allem davon, dass wir der DG Zukunftsperspektiven verleihen wollen. Daher plädieren wir für Übertragungen von Zuständigkeiten, die komplementär zu den aktuell bereits vorhandenen sind. Wenn wir über Raumordnung und Wohnungsbau entscheiden dürfen, die Umweltpolitik aber immer noch in Namur stattfindet, behindern wir unsere investitionswilligen Unternehmer und schaffen zusätzliche Bürokratie. Das muss sich ändern! (cre)

PFF-Liste für die PDG-Wahl 2024

1. Gregor Freches, 61, Gemeinschaftssenator, Recht
2. Evelyn Jadin, 36, Juristin, Lontzen
3. Ralph Schröder, 45, Architekt, Eupen
4. Gerhard „Camillo“ Löfgen, 62, Unteroffizier, Büllingen
5. Shayne Piront 27, Angestellte, Selbstständige und Abgeordnete im PDG, Maldingen/Recht
6. Frederik Wertz, 26, Dozent an der AHS, Raeren
7. Sacha Brandt, 44, Unternehmer, Kelmis
8. Dajana Collignon-van Beek, 42, Angestellte, Elsenborn
9. Daniel Müller, 31, Technischer Zeichner, Amel
10. Yvonne Christmann, 55, Angestellte, Hauset
11. Donovan Niessen, 31, Parlamentarischer Mitarbeiter, Eupen
12. Nicole Enders, 62, Gastgeberin von Ferienhäusern, Eupen
13. Christoph Heeren, 48, Elektroniker an der RWTH Aachen, Raeren
14. Verena Posch, 45, Altenpflegerin, Burg Reuland
15. Melanie Clos, 33, Optikerin, St. Vith
16. Alice Vanloffelt, 32, Selbstständige Kosmetikerin, Kelmis
17. Michael Heck, 28, Pflegerischer Dienstleiter, Amel
18. Nicole Potiuk, 37, Angestellte, Raeren
19. Manuel Jodocy, 44, Lokführer, Lommersweiler
20. Katja Kreins, 36, Lohnbuchhalterin, Emmels
21. Patrick Thevissen, 44, Rechtsanwalt, Lontzen
22. Doris Schaus, 69, Unternehmerin, Eupen
23. Christoph Gentges, 49, Unternehmer, Hergenrath
24. Christine Mauel, 42, Architektin, Hauset
25. Michael Scholl, 58, Unternehmer, Eupen

46 Antworten auf “Im Gespräch mit Evelyn Jadin (PFF): „Andere Parteien schmücken sich gerne mit unseren Federn…“”

  1. Politik für Alle, nicht nur für Wenige

    Die Liberalen von der MR 7 PFF sägen manchmal offen aber auch still und leise an unserem Sozialstaat, den Generationen seit dem 19 Jahrhundert erkämpft haben. Die Liberalen haben nur einen Grundsatz unten sparen damit man es dann besser oben verteilen kann. Wir aber brauchen wieder eine umfassende Politik für Alle, sonst stärkt man nur die Ränder von ganz rechts und ganz links.

      • Blaue Federn

        „Die anderen Parteien schmücken sich gerne mit unseren Federn“.

        Alaaf! Der Spruch war echt gut! Keine Ahnung, welche Leistungen der Blauen von anderen vereinnahmt werden. Der wichtigste Beitrag der PFF war doch schon immer ihre Rolle als Mehrheitsbeschaffer und dass man die erste Quotenministerin in der Regierung gestellt hat (die übrigens einen guten Job macht).
        Gab es vor Jahren in Kölle nicht mal einen erfolgreichen Büttenredner mit Namen „Blaue Partei“? Solche Kommentare wie von Frau Jadin gehören tatsächlich in die Bütt.

    • alter weißer mann

      Es gibt zur Zeit keine Partei, die sich für die arbeitende und steuerzahlende Bevölkerung einsetzt. Ob MR, CSP, SP, usw, alle Parteien schaufeln von unten noch oben. Das ist überall in der EU so und deshalb wird es bei den kommenden Europawahlen einen Rechtsruck geben – leider.

  2. Alter Mann

    Wie kann man als Arbeiter oder kleiner Selbständiger die PFF nur wählen? Ich verstehe es nicht. Wer hat denn das Netz der sozialen Sicherheit gespannt, damit Opfer von Konkurs oder Arbeitslosigkeit aufgefangen werden? Es waren nicht die Liberalen! Im Gegenteil.

  3. Blauer Enzian

    KEINE Partei würde zugeben, dass sie diesmal allergrößte Schwierigkeiten hatte, ihre Liste zusammen zu bekommen. Klar, dass bei der Listenvorstellung alle Kandidaten in den höchsten Tönen gelobt werden – alles andere wär wohl nicht normal. Dennoch fällt auf: die Liberalen sind diesmal besonders schwach auf der Brust. Bei der Kandidatenkür war die Liste nicht mal vollzählig. Sieht mir eher nach einem letzten Aufgebot auf, auch wenn alle DG-Gemeinden vertreten sind. Dafür glänzt Listendrücker und Unternehmer Michael Scholl (auf dem Foto im GE) mit den Händen in den Hosentaschen.

  4. Die knallharten Fragen hat Frau Jadin sehr gut gekontert. Fallstricke ging sie gekonnt aus dem Weg, ohne vom Thema abzuweichen. Natürlich wird Michael Balter auf die Fragen im Bezug zu Vivant kontern. Das ist sein Recht und sorgt für etwas Würze im bevorstehenden beschaulichen Wahlkampf.

  5. Tourismus

    @ E. Jadin: Wüsste mal gerne, wer sich mit den Federn von Tourismusministerin Weickmans schmückt (Radtourismus, etc.). Ist es neuerdings so, dass die Verdienste in diesem und in allen anderen Bereichen nach Parteizugehörigkeit aufgeteilt werden? Frau Weickmans hatte zufällig diese Zuständigkeiten und dabei hat sie ihren Job ganz gut gemacht. Oder hat Frau Jadin andere Vorstellungen von Teamwork?

  6. Der Enzian blüht nicht mehr blau

    Bei dem Gezwitscher von Frau Jadin fragt man sich, wie tief die tapferen Liberalen von Gert Noël und Fred Evers gesunken sind.
    Da hatte der unglückliche Bruno Fagnoul noch Format oder ihre agile Schwester Kattrin, die sich bis zur Pension in die hochbezahlte Justiz abgesetzt hat. Isabelle Weykmans war immerhin so ehrlich, sich rechtzeitig ohne „Wechselgeld“ zu verabschieden und zu schweigen.

  7. Besorgter Lontzener

    Also wenn ich hier das Interview lese kann ich nur den Kopf schütteln.
    Was hat Frau Jaddin in Lontzen als Schöffin erreicht?!Ausser Schikane und klüngelei gar nix…
    Baugenehmigungen verweigert und Familien von Parteikollegen dürfen Schwarzbauten oder Reliefveränderungen durchführen…
    Es wird Zeit dass dir Liberalen auf lokaler und höher gestellten Ebenen in den Keller gesperrt werden.

  8. Lieber schlau als blau

    Die PFF ist eine ganz große Sprücheklopferin.

    Sie gibt sich liberal, ist aber anti-liberal.
    Sie bemängelt Dinge, für die sie seit Jahrzehnten als Teil der Regierung verantwortlich ist.
    Sie verspricht seit Jahrzehnten Steuerermäßigungen, liefert aber nichts.
    Sie lässt flächendeckend Kameras an Verkehrswegen anbringen, um Bürger nach ganz anti-liberaler Art auszuschnüffeln. Auch mithilfe von Ecolo an der N62, eine Ausweichstrecke gibt es mit der PFF nicht.
    Und eine Mitgliedschaft in der PFF ist gut, um als Nichtjuristin Verfassungsrichterin zu werden. Ist aber kein Klüngel, nur ein PFF Rechtsverständnis der ganz besonderen Art.
    Mauel tut so, als wäre ihre Partei gar nicht Teil der Regierung, wenn das wallonische Parlament Sessel für über 18.000 Euro das Stück bestellt, politische Konsequenzen gibt es mit der PFF nicht,

    https://www.7sur7.be/belgique/un-fauteuil-a-plus-de-18-000-euros-le-prix-du-mobilier-du-futur-batiment-du-parlement-wallon-devoile~a24180d9/?referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

    Mauel sagt dann, so kann „man“ nicht mit dem Geld der Steuerzahler umgehen. Die PFF ist Teil dieses „man“.
    Bouchez selbst hat sich wie die PTB klar gegen die Eigenständigkeit der wallonischen Melkkuh DG ausgesprochen. Freundschaftliches Verhalten sieht ganz anders aus.
    Die MR und im Schlepptau PFF versprachen die Abschaffung der Provinzen.
    Resultat: Nichts, man kann die liberalen Parteifreunde in den Provinzräten schließlich nicht im Regen stehen lassen denn dann müssten sie ja arbeiten gehen.

    Wer auf ein Weiter so und eine substanzlose Sprücheklopferei steht, sollte PFF und MR wählen oder nicht wählen oder ungültig .
    Drieu Godefridi und Vivant sind Spielverderber auf Ebene der Wallonie und der DG.

    Wer von den etablierten Parteien der Vergangenheit und den Parteien des Weiter so den meisten Widerspruch erntet, und das sind Godefridi und Vivant, liegt richtig.

  9. Alles schön und Gut hiervor. Viel Selbstlob, schwierige Kandidaten Suche, Politikverdrossenheit, hohe Schulden, dazu die Inflationsprobleme, Politikskandale, hohe Diäten , hohe Steuern und noch soviel weiteres tragen zu den Missständen bei, den Vorgenannten insbesonders!
    Warum spricht dabei keiner über den Ist Zustand der DG!?
    Kein Jurnalist, kein Politiker/in scheint das zu stören? Obschon da sovieles bei zu sparen wäre.
    Wenn man den viel zu hohen Berg an Schuden sieht, der entstand, dabei sollte es einen schon erschrecken.
    Das wird uns noch viele Jahre auf den Geldbörsen liegen, selbst unsern Kindern und Enkeln noch.
    Das dieses Thema so zur Seite geschoben wird, ist unbegreiflich.
    Die jetzige Regierung spricht es wohlweisslich nicht an, aber die Opposition auch nicht! Sehr sonderbar!?
    Einzig Vivant hat es gesehn! Warum die anderen nicht!?
    Oder sind das etwa Peanuts?

    • Eine Schande für den Regenbogen

      Dieser Mann ist eine Zumutung! Gefällt sich in der Opferrolle wenn es ihm nicht passt. Ansonsten aber ein beispielloser Egozentriker der ein sehr schlechtes Licht auf die LGTBQ-Bewegung wirft!!!!! Mich repräsentiert er jedenfalls nicht!!!

  10. Sehr realitätsfern, das ganze Interview. Meiner Meinung nach müssten Ecolo, PFF und PS auf die Oppositionsbank… aber dann bleibt nichtmehr viel (und auch nicht viel Gutes). Der Wahlkampf wird sicher sehr langweilig.

  11. Neuer Besen?

    Mit Sacha Brandt aus Kelmis präsentiert die PFF zweifellos einen interessanten Spitzenkandidaten für die EU-Wahlen, aber auch einen typisch liberalen Lautsprecher. Seine Managerqualitäten in Ehren, aber geht’s nicht auch ne Etage bescheidener? Die Sprüche die er im BRF-Interview klopfte weisen ihn als jemanden aus, der sich ständig auf der Überholspur sieht. Einige seiner ultraliberalen Äußerungen sind schon sehr gewagt. Ganz unbescheiden will er die EU-Politik aufmischen, wahrscheinlich auch die Politik in der DG und wer weiß, vielleicht auch die in Kelmis. Mal gespannt, ob der blaue Hans-Dampf über das Jahresende hinaus noch mitmischen will. Mit der Aussage: „Bin der einzige, der nicht aus der Politik kommt“ desavouiert er nicht zuletzt seine PFF/MR-Parteifreundinnen und -freunde, deren ganze berufliche Karriere von der Politik alimentiert wird.

  12. Ein sehr gutes Interview mit einer intelligenten, engagierten und in ihren Aussagen realistischen und doch motivierten Politikerin, Juristin und Mutter… auch keine Augenwischerei, was unsere Autonomie betrifft, wie bei ProDG oder Vivant : solche Autonomie führt nur über die « großen » Schwesterparteien, wie die MR, weder über Kleingliedstaatengedöns noch über Ex-PDB-Eifelkneipen-Hinterzimmergespräche… was die Schwesterpartei der CSP von der Autonomie der « deutschsprachigen Wallonen » hält, hat sie ja schon früher bewiesen : nichts ! Und mit den roten Mafiosi in Lüttich oder Charleroi will doch wohl niemand in Verbindung gebracht werden, oder doch? Der grüne Umgehungsstraßen Verweigerer Henry sollte sich in der „nur halb kaputten“ Unterstadt am besten nie blicken lassen … der lügt das „Grüne vom Rasen“ …
    Entgegen den « Eupen-Kandidaten » der PFF, überzeugt mich Evelyn Jadin ebenso wie Jeholet auf wallonischer Ebene. Endlich ein Hoffnungsschimmer nach farb- und freudlosen Weykmans-Zeiten und Hunger & Co Grünenunterwürfigkeit in der Weserstadt.

    • Besorgte Mutter

      @PFFler, von den rund fünfzig Wahlen an denen ich teilgenommen habe, habe ich wahrscheinlich um die fünfundvierzig male die PFF oder ihr nahestehende Leute gewählt. Beim den letzten Wahlen habe ich auch Frau Jadin meine Stimme geschenkt.
      Und dann kommt sie und auch andere PFFler und treten während der angeblichen Pandemie die Freiheit mit Füßen und spucken sogar drauf.
      Aus diesen Gründen werden wir als urliberale Familie bei den kommenden Wahlen weder die PFF noch ihr nahestehende Leute berücksichtigen!
      Von meiner Walhorner Freundin erfuhr ich zudem, dass Frau Jadin alles andere als sympatische Frau gilt, sie würde gern herablassend gegenüber den einfachen Leuten auftreten. Auch müssen jetzt die Kindergartenkinder wegen ihrer Mehrheit ins benchbarte Lontzen gekarrt werden.
      DAS VERHALTEN DER PFF WÄHREND CORONA IST UNENTSCHULDBAR!

      • Das betrifft aber nicht nur die PFF Leute sondern auch alle anderen Parteien hier, außer einer. Wer einen Imfzwang mit Mitteln welche nicht ausreichend getestet waren und wo die Nebenwirkungen nicht bekannt waren oder verschwiegen wurden befürwortet sowie sich für Ausgrenzung stark machte, ist bei mir unten durch.

        • Besorgte Mutter

          @Mungo, da liegen Sie vollkommen richtig, denn alle Parteien außer Vivant haben in der „Pandemie“ schwere und böse Fehler begangen. Bei der PFF wiegt das Ganze aber um ein vieles schwerer, denn sie berufen sich auf den Liberalismus und dem Wort Freiheit im Parteinamen.

  13. Vierte Region

    Wenn es noch eines Beweises bedarf, dass die aktuelle Mehrheit jeden Realitätssinn verloren hat, dann ist es ihre Forderung nach weiteren bzw. allen regionalen Kompetenzen. Einerseits reklamiert die PFF den Bürokratieabbau, andererseits müsste sie weitere Verwaltungen schaffen, um die neuen Zuständigkeiten überhaupt ausüben zu können (beim Umweltschutz zum Beispiel). Und die gleichen Politiker jammern dann über den Fackkräftemangel.

  14. Krisenmanagement

    Der liberale Weg wurde in dieser Partei schon lange verlassen. Um etwas zu kopieren, sollte es auch wert sein, es zu kopieren. Die Freiheit wurde sehr klein geschrieben in dieser Vereinigung. Es wurden Posten von bestimmten Menschen besetzt gehalten. Um sich ein Bild zu machen von den Parteien empfehle ich die Parlamentssitzungen auf Youtube anzusehen. Gerade die Regierungsparteien schwimmen wirklich. Es finden keine Veränderungen mehr statt. Eine Fehleranalyse gehört heute eigentlich zum erfolgreichen handeln. Nur davon ist in der Regierung und damit in der PFF nichts zu merken.
    https://www.youtube.com/watch?v=a1Z3IjggY-k25.03.2024 Plenarsitzung des Parlaments vom 25. März 2024

  15. Vereidiger

    Nur 1 Kandidat aus der Gemeinde Büllingen,
    nur 1 Kandidatin aus der Gemeinde Bütgenbach,
    nur 1 Kandidatin aus der Gemeinde Burg-Reuland,
    nur 2 Kandidaten aus der Gemeinde Amel.
    Sieht nach sehr dünner Personaldecke in den Landgemeinden aus. Das Feld wird erneut Vivant übernehmen…

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