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Spielplan der Jupiler Pro League mit 18 Mannschaften: AS Eupen startet montags bei Aufsteiger OH Löwen

31.07.2020, Belgien, Brüssel: Das Logo des Königlichen Belgischen Fußballverbandes wird angestrahlt. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

AKTUALISIERT – Die AS Eupen startet mit einem Spiel auswärts bei Aufsteiger OH Löwen am Montag, dem 10. August, um 19 Uhr in die neue Saison. Am Samstag wurde der neue Spielkalender der Jupiler Pro League veröffentlicht.

Am 2. Spieltag empfangen die Schwarz-Weißen am Sonntag, dem 16. August, um 16 Uhr im Kehrweg-Stadion Meister FC Brügge. Es folgt ein Auswärtsspiel beim KV Kortrijk vor zwei Heimspielen gegen Sint-Truiden und AA Gent.

Am Wochenende vom 25.-28. September muss die Mannschaft von Trainer Beñat San José zu Rekordmeister RSC Anderlecht. Das Heimspiel gegen Anderlecht ist für den ersten Spieltag nach der Winterpause am 15.-17. Januar 2021 vorgesehen. Eupen empfängt Standard Lüttich am vorletzten Spieltag der klassischen Phase der Meisterschaft am 9.-12. April 2021. Womöglich werden für die beiden lukrativen Heimspiele gegen Anderlecht und Standard wieder Zuschauer zugelassen.

Der Spielplan der Jupiler Pro League für die Saison 2020-2021. (Zum Vergrößern Bild anklicken).

Am Freitag hatte die Generalversammlung der Pro League entschieden, dass die Meisterschaft der Division 1A in der nächsten und übernächsten Saison mit 18 Mannschaften ausgetragen werde. Dadurch wurde ein neuer Spielplan notwendig.

Somit steht fest, dass Waasland-Beveren nicht in die Division 1B absteigen muss, sondern in der Division 1A bleiben darf. Zudem steigen OH Löwen und Beerschot in die höchste Spielklasse auf.

Das Aufstiegsfinale wird zwar wie geplant an diesem Sonntag gespielt, hat aber keine Bedeutung mehr. Es findet nur noch statt, um etwaige juristische Probleme zu vermeiden.

In den beiden kommenden Spielzeiten finden Mini-Playoffs statt. Die ersten Vier nach der klassischen Phase der Meisterschaft kämpfen um den Titel. Die Clubs auf den Plätzen 5 bis 8 ermitteln den letzten Platz in der Qualifikation für die Europa League.

In der Saison 2020-2021 wird es nur einen direkten Absteiger geben, in der darauf folgenden Spielzeit jedoch deren zwei. Der Vorletzte bestreitet zwei Relegationsspiele gegen den Zweiten der Division 1B. Letztere besteht aus 8 Teams: Westerlo, Union St. Gilloise, Lommel, Seraing, Dender, RWDM und Lierse SK sowie die U23 des FC Brügge, wie die Pro League am Freitagabend mitteilte.

Eupens Andreas Beck (2.v.l) im Zweikampf mit Dries Wouters (r) vom KRC Genk. Foto: Belga

Ende dieses Jahres soll über ein Format nach der Saison 2021/2022 beraten werden. Kommt es dabei zu keiner Einigung, wird es dann drei Direktabsteiger geben, hieß es in der Mitteilung auf der Liga-Homepage.

Zur Erinnerung: Nach 29 Spieltagen von 30 war die klassische Phase der Meisterschaft in der Jupiler Pro League wegen der Corona-Pandemie beendet worden. Außerdem wurde entschieden, dass Waasland-Beveren als Tabellenletzter absteigen muss.

Waasland-Beveren hätte aber noch die Möglichkeit gehabt, den KV Ostende am 30. und letzten Spieltag zu überholen. Deshalb erachtete der Verein den Zwangsabstieg als ungerecht und klagte gegen Pro League und Fußballverband – mit Erfolg.

Ursprünglich wollte die Pro League auch an einer Meisterschaft mit 16 Mannschaften festhalten. Daraus wird jetzt für die nächsten beiden Spielzeiten nichts. Mit der Entscheidung von Freitag fühlen sich jene Vereine bestätigt, die schon direkt nach dem Abbruch der Meisterschaft wegen der Corona-Pandemie eine Meisterschaft mit 18 Teams – also mit Waasland-Beveren sowie OH Löwen und Beerschot – für die logischste und vernünftigste Lösung gehalten hatten. (cre)

Den kompletten Spielplan der Jupiler Pro League finden Sie unter folgendem Link:

JUPILER PRO LEAGUE 2020-2021

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

26 Antworten auf “Spielplan der Jupiler Pro League mit 18 Mannschaften: AS Eupen startet montags bei Aufsteiger OH Löwen”

  1. Bin zwar kein Freund von Waasland wegen der damaligen Absprache zwischen Mechelen u Waasland u der ausgebliebenen Bestrafung von beiden, aber OK, das Rückspiel fand nicht statt u theoretisch bestand die Möglichkeit in der D1 zu bleiben. Hätte jeder andere Verein auch so versucht (zurecht).

    • Ostbelgien Direkt

      @Uri: Es hat keine Absprache zwischen Mechelen und Waasland-Beveren gegeben. Mechelen hat damals versucht, Waasland zu bestechen, Waasland ist aber nicht darauf eingegangen. Der einzige Fehler, den Waasland damals gemacht hat, bestand darin, den Bestechungsversuch von Mechelen nicht zu melden. Gruß

      • Sind Sie sich sicher? Aus den veröffentlichten Teilen der Abhörprotolle der Polizei (….Waasland: de keuken is besteld – Code für die Zusage einen Gang zurück zu schalten..und das konnte jeder, der das Spiel verfolgt hat erkennen…) kann man auch andere Schlussfolgerungen ziehen. Gemeldet o nicht gemeldet…Es erfolgte keine Bestrafung in zweiter Instanz. Ok, Sie haben Recht, Absprache, Bestechung….juristische Nuancen. Nichtsdestotrotz…….fanden Sie das denn aus Ihrer Sicht als neutraler Journalist OK wie das alles abläuft. Mechelen reingewaschen, Waasland das Unschuldslamm…..

        • Ostbelgien Direkt

          @Uri: Wenn es Absprachen gegeben hätte, warum hat es denn Mechelen beim Stand von 2:0 nicht geschafft, noch zwei weitere Tore zu erzielen? Die hätte Waasland-Beveren sonst zugelassen, was aber nicht der Fall war. Nein, der einzige korrupte Verein war Mechelen, und der Korruptionsversuch wurde auch nachgewiesen. Dafür wurde Mechelen auch verurteilt. Dass Mechelen mit einer Europapokal- und Landespokalsperre davonkam und nicht absteigen musste, lag nur daran, dass seine cleveren Anwälte eine Lücke im Regelwerk des Fußballverbandes ausfindig machen konnten. Waasland-Beveren hätte laut Reglement den Bestechungsversuch melden müssen, was sie nicht getan haben. Ansonsten hatten sich Waasland-Beveren nichts vorzuwerfen. Gruß

    • askiebitz

      Eine unglaublich beschämende Farce findet ihr vorläufiges Ende, denn wenn etwas im belgischen Vereinsfußball sicher ist, dann die juristischen Scharmützel am Saisonende. Die meisten Vereine haben sich inzwischen ja lächerliche E-Player zugelegt, vielleicht wäre auch eine parallel laufenden Meisterschaft, in der nur die Vereinsanwälte gegeneinander antreten und plädieren würden, eine Idee wert. Licht am Ende Tunnels ist jedenfalls nicht in Sicht. Der Verband wird von selbstverliebten Funktionären geleitet, denen der eigene Machterhalt weitaus wuchtiger als der Sport ist. Wie wäre sonst zu erklären, dass noch gestern Morgen (!) Francois und Bayat allen Ernstes für eine 16er Liga plädierten. Dass dieses von den Fans ungeliebte Format dann in 2 Jahren trotzdem wieder kommen soll, spricht für sich. Aber zwei Jahre sind im belgischen Fußball eine Ewigkeit, vielleicht spielt man da schon auf drei Tore oder in der Beneliga.

  2. Harry Hirsch

    Da wollte der Verband politisch korrekt sein, und mitwirken an der Eindämmung des Virus, und jetzt so ein Schlag ins Gesicht:(((( Hier ist doch schon wieder mal ein Beispiel, das die Rechtsstaatlichkeit nichts taugt.

  3. Ingo Klein

    Wenn eine Saison nicht zu Ende gespielt wird, darf es auch keinen Absteiger geben. Mann nutzt am besten die Gelegenheit und erhöht auf 18 Clubs und spielt ohne diese unsinnigen Playoffs.

  4. Zirkusclowns

    Unsere Fussballspezialisten gehören im selben Sack wie die Politiker! Die kriegen alle nichts auf die Reihe! Schmeisst sie raus, und gründet einen neuen Vorstand! Auch das Provinzialkomittee ist nicht viel Wert.

  5. Dagobertus

    Ich zitiere eine deutschsprachige Tageszeitung

    „Es liegt nicht in unserem Interesse, die Pro League zu erpressen.“

    „Ich möchte klarstellen, dass es nicht in unserem Interesse liegt, die Pro League zu erpressen

    Die Forderung: Ein neuer Kalender mit Waasland-Beveren wird erstellt, oder die Pro League muss den Waasländern pro Spiel, das in der kommenden Saison in der 1. Division ohne sie stattfindet, eine Geldstrafe in Millionenhöhe zahlen.

    DAS ist also keine Erpressung, tz tz

    Das wie der Mann der zu seiner Frau sagt wenn Du mich verlässt bring Ich mich um
    Und wenn Du das nicht machst, dann auch

    • In der Saison 2020 und 2021 also die nächsten beiden Jahre soll der letzte absteigen und der vorletzte spielt Relegation gegen den Vizemeister der 1B.
      2022 abet steigen 3 Teams ab damit man zum alten Format zurückkehrt

      • Niemand wird absteigen. Es wird mehrere Konkurse im Laufe der Saison in 1a und 1b geben.
        Darüber hinaus ist es fraglich, ob die komplette Saison wegen Corona überhaupt gespielt wird. Ich tippe auf eine Saison, die irgendwann für ungültig erklärt wird.

  6. Wenn also in Zukunft die Entscheidungen im belgischen Fußball per Gerichtsentscheid herbeigeführt werden, dann bin ich auf die Saison gespannt, in der 3 Mannschaften absteigen werden. Da wird wohl jede gelbe Karte ein Verfahren vor einem Gericht nach sich ziehen: es könnte ja sein, dass dadurch sich ein Verein benachteiligt fühlt. Übrigens: der nächste Verein möchte vor Gericht ziehen: Virton verlangt von Charleroi und Union St. Gilloise binnen 8 Tage irgendwelche Gelder von Spielertransfers, ansonsten wollen sie diverse Instanzen einschalten. Es scheint, dass der Präsident des Nationalverbandes persönliche Interessen vor seine Verbandsaufgabe stellt.

  7. Provinziale

    Appel an die kleineren Clubs aus der Gegend, welche dasselbe über sich übergehen lassen müssten!? Setzt die Leute in Lüttich unter Druck, damit das ganze Getue zunichte gemacht wird!?

  8. Unnützer Vorstand!

    Fast wie in einem Irrenhaus!? Die Leute da oben taugen nichts, aber auch restlos nichts! Sofort absetzen!
    Da wurde noch gegaukelt, eine neuer Spielplan dauerte 3 Wochen?? Lachhaft! Die sollten selber die Play Offs unter sich spielen zur Strafe! Die ganze Welt lacht die aus!

  9. Peter Müller

    Stand ja gross im Grenzecho. Wird hier auf OD. aber totgeschwiegen. Es sollen ja auch kein Namen fallen. Nur dumm , dass so etwas schnell die Runde macht. Aber hier soll die Bevölkerung nicht unruhig gemacht werden.

    • Ostbelgien Direkt

      @Peter Müller: Zuerst einmal weiß man gar nicht, worauf sich Ihr Kommentar bezieht. Sollte er sich auf die Info über einen Fall von Corona bei einem Jugendspieler beziehen, dann müssen Sie mal erklären, was in Zeiten einer weltweiten Pandemie so spektakulär an einem Fall von Corona bei einem hiesigen Jugendspieler sein soll, dass dieser angeblich totgeschwiegen wurde. Gruß

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