Politik

Mobilitätsminister sagt Diebstahl von Fahrrädern den Kampf an und fordert nationales Registrierungssystem

Vor allem auf E-Bikes haben Diebe es abgesehen. Foto: Shutterstock

Immer mehr Belgier steigen aufs Fahrrad. Das war schon während der Corona-Pandemie so, zumal inzwischen E-Bikes älteren Menschen eine große Hilfe sind. Durch die rasant steigenden Energiepreise hat sich der Trend weiter intensiviert.

Der föderale Mobilitätsminister Georges Gilkinet (Ecolo) sieht im Zusammenhang mit dem Fahrrad-Boom Handlungsbedarf, was Maßnahmen gegen den Diebstahl von Rädern betrifft.

Gilkinet möchte ein einheitliches nationales Registrierungssystem für Zweiräder einführen, damit die Polizei ein gefundenes Fahrrad leichter an seinen Besitzer zurückgeben kann.

03.03.2021, Belgien, Brüssel: Georges Gilkinet (Ecolo), Vizepremierminister und föderaler Minister für Mobilität. Foto: Shutterstock

Darüber hinaus hat der föderale Minister für Mobilität beim Vias-Institut (Institut für die Sicherheit im Straßenverkehr) eine Studie über Diebstähle in Auftrag gegeben, weil der Fahrradklau seiner Meinung nach viele Belgier von der täglichen Nutzung von Zweirädern abhält. Dies berichten die Zeitungen L’Avenir, Het Nieuwsblad und Het Belang van Limburg am Samstag.

In Belgien werden jeden Tag fast 70 Fahrräder gestohlen. In Brüssel haben sich die Diebstähle vervielfacht. Von 791 gemeldeten Diebstählen im Jahr 2000 stieg die Zahl auf 4.505 im Jahr 2020.

In Wirklichkeit sind es aber noch mehr Fälle von Fahrraddiebstahl, weil viele Bürger wegen der sehr geringen Zahl aufgeklärter Fälle erst gar nicht Anzeige erstatten. Mit dem Aufkommen von Elektrofahrrädern konzentrieren sich indes die Diebstähle zunehmend auf diese teuren Fahrräder.

Fahrradabstellplatz in Gent. Foto: Pixabay

Dennoch bezeichnen nur zwei der zwölf von Vias befragten Polizeibezirke den Fahrraddiebstahl als Priorität. Das soll sich laut Gilkinet ändern.

„Ich habe alle regionalen und föderalen Akteure an einen Tisch gebracht, um zu ermitteln, wie wir in dieser Angelegenheit am besten konkret vorankommen können“, erklärte der Mobilitätsminister in der Zeitung „L’Avenir“. „Von nun an wird der Fahrraddiebstahl in den Nationalen Sicherheitsplan aufgenommen, an dem sich die Polizeizonen bei der Erstellung ihrer eigenen Sicherheitspläne orientieren. Und wir sind gerade dabei, ein Maßnahmenpaket für die drei Regionen fertigzustellen, das eine wirksamere Bekämpfung von Fahrraddiebstählen ermöglichen soll.“

Kritik an Gilkinets Vorstoß gegen den Fahrradklau übte MR-Präsident Georges-Louis Bouchez. „Schießereien, Drogenhandel, Angriffe: An Fällen von Kriminalität fehlt es nicht in Belgien die letzten Wochen. Aber für die Grünen hat der Diebstahl von Fahrrädern Priorität. Könnte man alle Minister bitten, seriös zu sein?“, schrieb der Chef der frankophonen Liberalen auf Twitter (siehe unten). (cre)

 

34 Antworten auf “Mobilitätsminister sagt Diebstahl von Fahrrädern den Kampf an und fordert nationales Registrierungssystem”

  1. Peter Müller

    1. eine Strassenverkehrssteuer auf die Dinger. sie benutzen Strassen und Wege die der Autofahrer finanziert, nehmen Parkplätze weg, und stehen überall im Weg. 2. Pflichtversicherung gegen Diebstahl und Unfall. Für meinen Anhäger muss ich auch eine Versicherung haben, wenn ich die Strasse benutze und sogar einen Führerschein.

        • Jeder vernünftige Bürger sollte eine private (Familien)Haftpflichtversicherung haben.uDer Versicherungsagent, der sich was wert ist, wird beraten, ob Fahrradfahren mitversichert ist.
          Das hat aber mit einer eventuellen Diebstahlversicherung nichts zu tun.
          Eine „Registrierung“ ist Kappes, es sei denn freiwillig und gegen dementsprechende Gebühr !
          Zunächst national, dann regional, dann Übertragung auf die Gemeinschaften ? Schliesslich dann ein Dutzend Fahrradregistrierungsbeamte der DG ?

      • Hugo
        Die kosten haben sie den Grünen Wähler zu verdanken, denn die legten die Fahrradstrassen neben die Hauptstrasse weil es genug idioten gibt die überall durchrasen also müssen die Fahrradfahrer die Autofahrer ausbremsen Problem ein besoffener rasender Autofahrer haut ab und derjenige wo mit dem Rad auf der Strasse liegt Pech gehabt. Das Raserproblem könnte man lösen wie in der Schweiz, da kommen schon mal 3 Stellige 1000 Schweizer Franken zusammen, knast wer nicht bezahlen kann inbegriffen, viele Schweizer rasen in Deutschland, da kann man den Strafzettel aus der Portokasse bezahlen

        • ich bin eine Granate

          Das Raser Problem könnte man lösen in dem man endlich umdenkt.
          Erziehung, auch Verkehrerziehung funktioniert nicht durch rigorose Bestrafung falschen Verhaltens. Belohnung richtgen Verhaltens fehlt komplett.
          Einige Versicherungen haben das inzwischen erkannt. Man kann freiwillig ne app installieren die die Fahrweise genauestens registriert und bei vorbildlichem Verhalten sinkt die Versicherungsprämie enorm.

          • Ich bin eine Granate
            Wenn einer Rast sollte man es machen wie in der Schweiz,der Strafzettel ist so verdammt hoch der fährt nicht mehr Führerschein und Auto werden sofort beschlagnahmt, dann braucht er eine deftige kauzion ohne die gibt es erst mal Bau und die kosten für einen Anwalt zahlt keine Rechtsschutzversicherung, also das dürfte genug Verkehrserziehung sein er muß auch offenlegen was er verdient dann gibt es zuschlag ein Chef von Appel in der schweiz beim Rasen erwischt nach dem man sich erkundigte was er verdient waren 1 Million Franken fällig
            bei solchen Summen hört die Verkehrserziehung auf denn hier machen es die Preise die Verkehrserziehung

            • Ich bin eine Granate

              Nix verstanden,Filou.
              Du bist der erste der weint wen auch das teurer wird.
              In der Schweiz wird ein grosser Unterschied gemacht zwischen rasen und zu schnellem fahren.
              Als Raser gilt wer und nur da gelten die von dir erwähnten Strafen.

              Wenn du mit über 70km/h durch ne 30ger Zone fährst.Mit über 100km/h durch ne Ortschaft fährst oder mit über 200km/h über die Autobahn.

              Dann bist du ein Raser. Zufällig wird dort niemand zum Raser.

              Und trotzdem fahren viele Leute in der Schweiz viel zu schnell oder rasen.
              Funktioniert nur bedingt

              • Granate
                Du verstehst nichts man fährt so 10 km langsamer und nichts passiert,rote Ampeln sind Tabu, bringt eh kaum was schneller zu fahren , meinen Letzten Strafzettel bekam ich 1972 so 13 km zu schnell 10 DM, sehe oft welche wo bei Rot über die Ampel fahren 50 m weiter ist diese genauso Rot und da warten sie im übrigen bei mir ist die Karre ein Fortbewegungsmittel und kein Statussymbol eine billige zuverlässige Karre tut es, lieber eine Woche mehr in Urlaub fahren nur um beim Nachbar oder sonswo anzugeben, bin eine Zeit Geländemaschine gefahren aber im Gelände, da zu Langsam gefahren fliegst du aufs Maul aber bei zu schnell genauso

      • Gastleser

        Wo zahlt ihr denn?!
        Gar nicht!
        Nichts für die Einschreibung, keine Umweltabgabe, keine Steuer, keine Versicherung und keine CT.
        Dazu Radwege zu Lasten der Allgemeinheit und gratis Parken überall.

        (Gilt auch für meine Fahrräder- trotzdem ungerecht)
        Selbst mein Hund zahlt mehr Steuern als ihr scheinheiligen Radfahrer.

        Ot:
        Warum musste die Mofatour durch St Vith eigentlich eine Anzeige erhalten und eine ähnliche Veranstaltung mit Rennrädern würde keine bekommen?

    • Pensionierter Bauer

      Das ist auch ganau meine Meinung.
      Ich finde es aber auch richtig, dass der Diebstahl von Räder von der Polizei härter verfolgt werden soll. Meiner Meinung nach, muss jeder Diebstahl mit höchster Priorität behandelt werden. Meine Befürchtung ist jetzt aber auch, dass wenn der Diebstahl von Fahrrädern von einem grünen Minister höchste Prirorität eingeräumt wird, dass dann der Diebstahl von Verbrennerautos bald zum Kavaliersdelikt erklärt wird.

  2. Corona2019

    Ein GPS Tracker vom Fahrradhersteller im Rahmen eingeschweißt könnte Abhilfe schaffen.
    Einverstanden muss der Kunde allerdings dann schon sein.
    Eigentlich ist es ja nicht schön wenn man nirgendwohin kann ohne preiszugeben wo man gerade ist.
    Wenn das Smartphone an ist und bei sich trägt , dann macht man das aber auch.
    Trotzdem müsste natürlich jeder selber entscheiden dürfen ob er das System möchte oder nicht.
    Das beste Fahrradschloss hilft ja nichts, wenn jemand das Rad nur in den Lieferwagen heben muss.
    Je nach Preis eines Fahrrads bleiben einem also nicht viele andere Möglichkeiten wenn man es behalten möchte.
    Und gerade die teuren Räder werden natürlich am liebsten gestohlen.

    • Ein im Rahmen eingeschweißter GPS Tracker kann keine Abhilfe schaffen, Funkwellen durchdringen nicht mal Alufolie, müsstest doch du doch wissen. Außerdem müsste der Tracker mit Strom versorgt werden, wohin mit der Batterie ?

          • Corona2019

            @ – MTB 13:28

            Der Magnetische Hund .
            Marktlücke 👍

            Die Stromversorgung zum Laden des Magnet Trecker könnte dann einmal im Jahr automatisch über den Hauptakku des im Rahmen integrierten E-Bikes erfolgen.
            Ob jetzt herausnehmbar oder nicht.

            Beim normalen Bike könnte das einmal jährliche laden über eine im Rahmen integrierte USB Buchse erfolgen.
            Gibt es das noch nicht, dann eben bald.

            Diebstahlschutz geht ja vielleicht auch mit anderen Systemen
            Sie können natürlich auch einen Bewegungsmelder in der Lampe, im Sattel , oder meinetwegen im schlauchlosen Reifen installieren,
            und via App oder Fernbedienung ein oder ausschalten.
            Man kann vieles machen, man muss nur Ideen haben.

            • In der letzten E-MTB ist ein Vergleich verschiedener Tracking- Systeme. Einige sind teuer, nicht ausgereift und für versierte Diebe leicht zu finden. Aber zwei Geräte durch Hauptakku versorgt werden unter der Motorabdeckung montiert. Schätze das auch diese Systeme wenn bekannt in 2-3 Minuten neutralisiert werden können.

              • Corona2019

                @- Mungo 20:43 Es stimmt natürlich , dass es kriminelle gibt die jedes System dass der Sicherheit dienen sollte, im Laufe der Zeit besser kennenlernten und in manchen Fällen sogar einen Vorteil durch das Sicherungssystem erlangen konnten .
                Überhaupt nichts kreativ modernes mehr gegen Diebstahl zu erfinden würde aber allen Kriminellen das Leben erleichtern.
                Und in den von Ihnen beschriebenen zwei drei Minuten könnte man ja auch etwas entgegensetzen wenn das Fahrrad selbst beim Diebstahl zuerst mal einen höllen Lärm machen würde.

                Schade ist ja eigentlich dass das Fahrrad oft nur einen Teil Zweck erfüllt.
                Man hat es hinten am Auto befestigt, oder auf dem Dach, fährt an den Waldesrand um sich dort Bewegung auf bzw mit dem Fahrrad zu verschaffen.
                Zum einkaufen , oder für andere Dinge ist man vielleicht mit einem teuren Fahrrad nicht wirklich bereit es zu nutzen, aus Angst vor einem Diebstahl bleibt es in der verschlossenen Garage, und man nimmt dann doch das Auto.
                Durch einen guten Fahrrad Diebstahlschutz würde der eine oder andere wahrscheinlich doch einige Liter Kraftstoff für das Auto einsparen können, weil das Fahrrad mehr genutzt würde.
                Natürlich kann man sich auch hier wieder den Kommentar nicht verkneifen das dazu auch Fahrradwege nötig sind.
                Danke an die Politik ;
                ihr schafft das , es in Brüssel so zu erklären , damit die Nationalstraßen auch in Ostbelgien endlich Radwege bekommen.👍

  3. Ramona Rammel- Haaperscheidt

    Natürlich ist es Herrn MR-Präsident Georges-Louis Bouchez, dem Chef der Reichen und Schönen egal, wenn einem Typ auf der Straße sein Fahrrad geklaut wird. Herr Bouchez wird überall bis vor die Tür chauffiert. Wer sich mühsam ein E- Bike zugelegt hat, sieht das wohl anders.

      • Corona2019

        @ – 5/11 19h20

        Das Ziel sollte aber nicht nur sein, dass die Polizei ein gestohlenes Fahrrad zurückgibt, sondern dass sie es nicht zurückzugeben braucht, wenn man daran arbeitet dass es nicht gestohlen wird.

        Auf deutsch:
        Sie können sich heute Abend einen Eimer neben dem Bett stellen, weil sie wissen dass sie heute ziemlich viel Alkohol trinken.
        Sie können aber auch etwas weniger Alkohol trinken, dann brauchen Sie den Eimer nicht neben dem Bett zu stellen 😉

        • Ich habe vielleicht die falsche Brille an (die famose Sonnenbrille, die angeblich gegen tief stehende Sonne schützen soll ? LOL) und habe gelesen, dass das Ziel sei „die Polizei ein gefundenes Fahrrad leichter an seinen Besitzer zurückgeben kann.“
          Ps: der Eimer wird ab Oktober Standard, denn im Badezimmer wird’s ohne Heizung sooo kalt !

  4. Peter Müller
    In einer Haftpflichtversicherung die hat jeder ist eine Fahrradversicherung dabei, Pflichtversicherung gegen Diebstahl gehts noch oder haben sie ein Sprung in der Schüssel, mir hat man erst 2 mal ein Rad geklaut die sahen so aus das es mir egal war bin nicht mal zu Polizei,hätte der mich gefragt hätte ich gesagt hau ab aber nimm es mit. muß aber sagen hatte sie nicht abgeschlossen, wenn sie Hirn hätten erst mal rechnen wo das Geld für die Autosteuer hingeht,sollte es nur für die Strassen benutzt werden könnten sie jede Leitplanke vergolden lassen. Wer braucht schon einen Anhänger der kostet im Jahr so 30 € versicherung da mietet man sich einen Billiger, und wenn sie einen brauchen und er steht auf Privatgelände kostet er nichts.der Alte Führerschein geht bis 7,5 Tonnen, also alles dabei, Nur beim neueren er geht bis 3,5 Tonnen 750 kg Anhänger ist dabei. nur wer braucht einen Anhänger, dann lieber ein Transporter

  5. Peter Müller

    5/11
    02/07/2022 14:37
    Jeder vernünftige Bürger sollte eine private (Familien)Haftpflichtversicherung haben.
    Da werden sie sich wundern wieviele keine Versicherung, gleich welche Art es ist haben. Ich kenne einige die ihr Auto nur soweit Versichert haben wie man muss, ohne die ohne fahren. Vor allem die Leute, wo das Geld knapp ist ,oder an anderen Sachen, Handy Urlaub Alkohol oder an sonstige Luxusgüter ausgeben.

  6. Also wenn es darum geht, ein von der Polizei gefundenes Fahrrad zurückzugeben, braucht man doch nur die Rahmennummer und evtl. Motornummer bei der Diebstahlanzeige anzugeben. Wozu da nochmals extra das Rad registrieren? Da scheint mir auch ein Hintergedanke zu existieren.

      • Peter Müller
        Eine Fahrradsteuer gab es in Belgien schon mal, die kleine Plakette und die Bearbeitungsgebühr waren teurer als sie einbrachten, dazu kamen die Kontrollen wer soll es machen die Leute wie die polizei sind unterbesetzt stellt man extra jemand ein ist es billiger sie nicht einzuführen denn sonst wäre die Brühe teurer wie die Brocken,und bei kontrollen würde man schnell die fresse polirt bekommen aber stellen sie sich zur verfügung, empfehle eine Zahn zusatzversicherung auf eigene kosten, viele Polizisten bekommen bei anderen kleinigkeiten schon heute auf die schnauze,früher waren sie eine Amtsperson heute ein Prügelknabe, zumal dem geschädikten meist nichts passiert,der andere bleibt auf den Kosten sitzen also melden sie sich freiwillig kontrollen zu machen, in den ersten tagen schmeißen sie ihren ach so hochgelobten Job kontrolle

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