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Sogar die Sexarbeit ist ab dem 9. Juni in Belgien wieder erlaubt, aber die Diskotheken bleiben weiter geschlossen

Seit März 2020 sind in Belgien die Diskotheken geschlossen. Foto: Pixabay

Belgien will im Sommer nach und nach zu einem normaleren Leben zurückkehren. Ab dem 9. Juni gibt es nur wenige Sektoren, die noch geschlossen bleiben müssen. Öffentliche Saunen, Whirlpools, Dampfbäder und Dampfduschen dürfen wieder öffnen. Selbst die Sexarbeit ist wieder erlaubt. Nur die Diskotheken sind weiterhin dicht – und das ununterbrochen seit März 2020.

Selbst nach der ersten Corona-Welle während des Sommers des letzten Jahres, als so ziemlich alles wieder aufmachen durfte, blieben die Tanzlokale und Nachtclubs geschlossen.

Einige Betreiber haben bereits aufgegeben und über ihre Internetseite angekündigt, dass sie ihren Betrieb verkaufen würden, insofern sie überhaupt einen Käufer finden. Andere hoffen seit mehr als einem Jahr auf die jeweils nächste Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats bzw. des Konzertierungs-Ausschusses – bisher vergeblich.

„In Diskotheken ist es unmöglich, die soziale Distanz von 1,50 Metern zu respektieren“, sagt Belgiens Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke. Foto: Shutterstock

Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) erklärte nach der jüngsten Sitzung des Konzertierungs-Ausschusses, für die Diskotheken sei es nicht möglich, die gleichen Regeln wie für die anderen Sektoren durchzusetzen. „Wie können wir die soziale Distanz von 1,50 Metern  in Nachtclubs garantieren? Es ist immer noch unmöglich.“

Glücklich können sich jene Betreiber von Diskotheken schätzen, die per Zufall noch vor dem Ausbruch der Corona-Krise beschlossen hatten, ihr Tanzlokal aufzugeben.

Dies gilt zum Beispiel für Marianne Limburg, die Eigentümerin der Aachener Diskothek „Starfish“, die im Januar 2020 bekanntgab, dass ihr Haus Ende März 2020 nach 20 Jahren schließen werde. Als von Corona noch keine Rede war, hatte Limburg den in der ganzen Region bekannten Tanzpalast an eine Ingenieursgesellschaft verkauft – ein Glücksgriff, wie sich nachher herausgestellt hat. Das Gebäude wurde inzwischen entkernt und soll in eine Eventlocation umfunktioniert werden. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

21 Antworten auf “Sogar die Sexarbeit ist ab dem 9. Juni in Belgien wieder erlaubt, aber die Diskotheken bleiben weiter geschlossen”

    • Distanz von 1.50m ? Und warum hocken die Leute an Aussenterrassen sich gegenseitig auf dem schoss … Achja 1.50 m Abstand der Tische ist nicht 1.50 m Abstand zwischen den Menschen … Und wie hält man im Bordell 1.50m Abstand beim Sex? Da fühlt man sich ja nur noch betrogen.

    • Jörg Schäfer

      Das Ewige Hin und Her ist eigentlich voll für den Arsch !
      Die kleinen Betriebe müssen Zu machen und die Großen schaffen es nur weil der Laden Eigentum ist!
      Alles Unverstälich ,mit Gewerbe schein kommt man Überall Rein und Ohne nur mit Covid 19 Test !!!! Da fühlen sich die Leute echt Verarscht, außer die Deutschen die bekommen ihren Arsch nicht hoch und lassen alles über sich Ergehen!!! Echt zum Kotzen!!!!
      Bin sehr Froh dass ich seit einiger Zeit in Belgien Wohne!!!
      Hier lassen sich die Leute nichts gefallen!!! Aber Egal wie oder Was die Deutschen Währen sich nicht ,das Heißt dass es deinen zu gut geht !!!! Viel Spaß in der Modernen DDR !! ECHT SEHR TRAURIG 😢 😢

  1. Corona2019

    Verspüren da Leute aus der Politik wieder zu viel Druck ?
    Habt ihr keine Nachbarin mit der ihr euch Treffen könnt ?

    Sicher , Man kann man hier das Argument in Betracht ziehen das es ja dann nur eine Kontakt Person ist .

    Mit welcher Anzahl an Leuten hatten die Damen des Gewebes dann zuvor Sexuellen Kontakt ?

    Na ja , wie dem auch sei , ich vermute die Meisten mit Logischem verstand wird es egal sein und lieber warten bis sie geimpft sind ,
    In der Politik scheint es aber immer schwieriger zu sein , Menschen mit Logischem verstand zu finden .

    Sauna Und Dampf Bäder gehören natürlich noch eine Weile geschlossen , aber jedes Land macht ja in der EU was es möchte .

    So darf man sich dann bei unseren Politikern bedanken , wenn bald alles wieder Dicht machen muss , weil sich dann Varianten verbreitet haben bei denen kein Mittel hilft .

    Man sollte nach wie vor , lieber die EU Aussen Grenzen schliessen ,
    Als Leute von Aussen hier im Gewebe tätig werden zu lassen die uns Neue Varianten bringen .

    Alle Leute die leider im Moment nicht Arbeiten können , würde man besser beibringen wie man eine Spritze setzt , beziehungsweise
    Man hätte das schon vor der Fertigstellung der impfstoffe so planen müssen .

    Dann würde die Geschichte zum Grossen Teil schon der Vergangenheit angehören .

    Planen scheint aber nicht im Aufgabenbereich der Politik zu liegen .

    • Corona2019:
      In dem Gewe(r)be verlangt die Kundschaft neue Varianten und da lässt man eben Leute von aussen tätig werden … Vielleicht sind die Europäer*innen nicht erfinderisch genug ? 😂

      • Corona2019

        @ – 5/11

        Ob die Kunden von dem Gewerbe neue Varianten möchten ? Möglich

        Ich gehöre nicht zur Kundschaft .

        Wer erfrischend aussieht findet auch eine erfrischende Europäerin, wenn oder wann er das möchte .

  2. Frank Mandel

    Was soll denn an „Multikulti“ schön sein? Wäre doch schöner, wen man in der Lage ist, den anderen seine Heimat zu erklären oder? Kann ja nicht „nur“ die Aufgabe des Roten Kreuzes sein. Also ein bisschen mehr an Integrations- Vorschlägen vom Ministerium wäre ja auch nicht schlecht. Und dann ist die Haar- oder Hautfarbe auch egal.
    Es geht nicht darum, woher die Menschen kommen sondern wohin sie gehen.
    Wenn keiner da ist, der sie empfängt, wird auch nix daraus bzgl. Zusammenleben.
    „Multikulti“ allein das Wort ist schon total daneben oder „der Weg ist das Ziel“, „heilpädagogisches Bogenschießen“, „neue Achtsamkeit“, „neue Autorität“, „vor machen, mit machen, nach machen , selbst machen“, blabla bla ,hat alles nix mit der Marmelade zu tun die hier gemacht wir und schmeckt. Bestimmt auch anderen…, die kann man auch zusammen kochen. Oder eben Sushi, schmeckt auch, man muss es nur tun.
    Bzgl. dem Artikel, kann ja nur um Falle- Schieben- „Gehen“ oder eher Liegen.

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