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Abwärtstrend der Union gestoppt, aber noch kein Stimmungsumschwung – SPD in Umfrage weiter vorn

15.09.2021, Schleswig-Holstein, Lübeck: Armin Laschet (CDU), Spitzenkandidat seiner Partei zur Bundestagswahl, wird beim Eintreffen vor der ARD-Wahlarena in der Kulturwerft Gollan von seinen Anhängern gefeiert. Foto: Axel Heimken/dpa

Weniger als eineinhalb Wochen vor der Wahl eines neuen Bundestages scheint in Deutschland der Abwärtstrend der Union in der Wählergunst gestoppt zu sein – einen richtigen Stimmungs-Umschwung gibt es einer neuen Umfrage zufolge jedoch nicht.

Der Abstand der beiden führenden Parteien bleibt in der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov stabil, beide verlieren einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche.

Seit der Fernsehdebatte der drei Kanzlerkandidaten am Sonntag (siehe Artikel an anderer Stelle) hatten Unionspolitiker immer wieder von Hinweisen auf eine Trendwende gesprochen.

Würde jetzt gewählt, könnte die SPD demnach mit 25 Prozent der Wählerstimmen rechnen (minus ein Prozentpunkt), die Union käme auf 20 Prozent (ebenfalls minus eins). Die Grünen blieben in der sogenannten Sonntagsfrage stabil bei 15 Prozent.

15.09.2021, —: Olaf Scholz (SPD), Vizekanzler, Bundesfinanzminister und Kanzlerkandidat, beantwortet bei der „Die ProSieben-Bundestagswahl-Show“ die Frage eines Studiogastes. Foto: Andre Kowalski/ProSieben/dpa

Die Ergebnisse der anderen: AfD 11 Prozent (minus eins), FDP weiter 10, Linke 8 Prozent (plus zwei). Mehr als jeder sechste Wähler will sich allerdings erst später entscheiden.

Die Wahl am Sonntag kommender Woche wird aus Sicht des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, wegweisend sein für die kommenden Jahrzehnte. Es sei die wichtigste Wahl seit 1990. „Wir haben einen riesigen Reformstau“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Deutschland stehe vor einem wichtigen Wendepunkt in vier zentralen Zukunftsfragen: beim Klimaschutz, bei digitaler Transformation, der wirtschaftlichen Transformation und im globalen Wettbewerb mit China und den USA.

„Und außerdem beim Thema soziale Polarisierung, die durch die Pandemie massiv zugenommen hat. Dies sind gigantische Herausforderungen für alle Generationen. Man muss vorsichtig sein mit Superlativen, aber jetzt entscheidet sich, wohin Deutschland in den nächsten 50 Jahren steuert“, erklärte der Ökonom.

Die SPD führt auch in den anderen in dieser Woche veröffentlichten Erhebungen, sie kommt auf 25 bis 26 Prozent. Die Union rangiert bei 20,5 bis 23 Prozent. Die Grünen liegen nur noch bei 15 bis 17 Prozent. (dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

 

6 Antworten auf “Abwärtstrend der Union gestoppt, aber noch kein Stimmungsumschwung – SPD in Umfrage weiter vorn”

  1. DR ALBERN

    @ Filou, die AFD hat alles aufgedeckt, das wird aber von den traditionellen Parteien ignoriert, man macht lieber so weiter wie bisher und bleibt unter sich! Eine Krähe hackt ja bekanntlich der anderen kein Auge aus!

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