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Daumen drücken für die Roten Teufel: Belgien wäre bei einem Sieg im Achtelfinale!

Die belgische Startelf vor dem Anpfiff des ersten WM-Spiels gegen Algerien. Foto: Shutterstock

In anderen Gruppen bei dieser WM hat man selbst nach zwei Siegen in zwei Spielen das Achtelfinale noch nicht sicher. In der Gruppe H jedoch kann Belgien im Fall eines Sieges heute (Anstoß um 18 Uhr) gegen Russland den Einzug in die K.o.-Runde bereits schaffen. Denn mit sechs Punkten würden die Roten Teufel mindestens Gruppenzweiter.

Weil das Spiel zwischen Russland und Südkorea unentschieden endete, könnte Russland bei einem Sieg der Belgier, die dann 6 Punkte auf dem Konto hätten, nur 4 Punkte insgesamt erreichen, Südkorea 7 Punkte (in diesem Fall hätte aber Algerien maximal 3 Punkte und Belgien wäre Zweiter) und Algerien 6 Punkte (in diesem Fall hätte Südkorea höchstens 4 Punkte). Die Wilmots-Truppe wäre also mit 6 Punkten auf jeden Fall durch.

Deshalb sieht Nationaltrainer Marc Wilmots vor allem den russischen Gegner heute im legendären Maracana-Stadion von Rio de Janeiro unter Druck. „Gegen Algerien mussten wir gewinnen. Diesmal sind die Russen gefordert, sie müssen das Heft in die Hand nehmen“, sagte Wilmots bei der Abschluss-Pressekonferenz.

Einsatz von Kompany noch fraglich

Nationalcoach Marc Wilmots (links) mit Kapitän Vincent Kompany bei der Pressekonferenz vor dem Spiel Belgien-Russland. Foto: Shutterstock

Nationalcoach Marc Wilmots (links) mit Kapitän Vincent Kompany bei der Pressekonferenz vor dem Spiel Belgien-Russland. Foto: Shutterstock

Noch ist nicht sicher, ob Kapitän Vincent Kompany im Maracana wird auflaufen können. Wenn nicht, dürfte Thomas Vermaelen neben Daniel Van Buyten die belgische Innenverteidigung bilden.

Kein Unbekannter ist der Coach der Russen: Fabio Capello, ehemaliger Erfolgstrainer beim AC Mailand und bei Real Madrid. Capellos Hauptziel ist es, Russland fit zu machen für die WM im eigenen Land in vier Jahren. Dies ist noch am ehesten möglich mit dem Erreichen des Achtelfinals in Brasilien.

„Ich habe großen Respekt vor Belgien“, sagte der Italiener, der bei der WM 2010 die englische Mannschaft coachte: „Die Belgier haben während der Qualifikation ganz Europa beeindruckt. Belgien hat große Spieler in allen Mannschaftsbereichen. Eine große Generation von Spielern, die in den besten Ligen Europas unter Vertrag stehen. Es ist die talentierteste belgische Mannschaft seit den 80er Jahren.“

Auch bei WM 2002 gegen Russland

Russlands Trainer Fabio Capello. Foto: Shutterstock

Russlands Trainer Fabio Capello. Foto: Shutterstock

Auf die Frage, ob Russland das Spiel machen müsse, sagte Capello: „Das sehe ich anders. Beide Mannschaften sind gefordert, denn auch Belgien benötigt Punkte. Es ist ja nicht so, dass sich die Belgier ausruhen dürfen, nur weil sie ihr erstes Spiel gewonnen haben.“

Schon bei seiner letzten WM-Teilnahme 2002 in Südkorea und Japan bekam es Belgien mit Russland zu tun. Die von Robert Waseige trainierte belgische Elf (mit Marc Wilmots als Kapitän) gewann mit 3:2 und erreichte das Achtelfinale (gegen Brasilien).

Übrigens spielten Belgier und Russen auch damals beide in der Gruppe H, und ihre Gegner waren denen von heute sehr ähnlich: Tunesien (heute Algerien) und Japan (heute Südkorea). (cre)

HINWEIS: Den Bericht über das Spiel Belgien-Russland in Rio lesen Sie hier auf „Ostbelgien Direkt“ unmittelbar nach dem Schlusspfiff (gegen 19.50 Uhr).

Siehe auch Artikel „Heute wieder Public Viewing in Eupen“

Eine Antwort auf “Daumen drücken für die Roten Teufel: Belgien wäre bei einem Sieg im Achtelfinale!”

  1. Bernd Feldhaus

    Schlimmes Gekicke!
    Nicht nur Deutschland hat den „2nd game blues“.
    Von „Teufeln“ heute keine Spur. Die muessen sich gewaltig steigern sonst wird das nichts. Komisch wie bei dieser WM soviele ‚Favoriten‘ rausfliegen oder straucheln.

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