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Restaurants und Cafés in Frankreich noch vor Belgien wieder geöffnet – Als hätte es Corona-Krise nie gegeben…

02.06.2020, Frankreich, Paris: Gäste sitzen in der Brasserie "Royal Cambronne", nachdem um Mitternacht weitere Lockerungen während der Corona-Pandemie durchgesetzt wurden. Foto: Ludovic Marin/AFP/dpa

Frankreich hat am Dienstag seine Corona-Regeln weiter gelockert. Nach mehr als zwei Monaten dürfen Restaurants, Cafés und Hotels wieder für Gäste öffnen und sind damit sogar noch früher dran als der HoReCa-Sektor in Belgien, der vermutlich erst am kommenden Montag, dem 8. Juni, wieder Gäste empfangen kann.

Die Wiedereröffnung markiere die Rückkehr glücklicher Tage, schrieb Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron am Dienstag auf Twitter. Er habe keinen Zweifel daran, dass die Franzosen diesen „Teil des französischen Geistes, unserer Kultur und unserer Lebensweise“ nun wiederentdecken würden, so der Präsident.

02.06.2020, Frankreich, Paris: Gäste sitzen auf der Terrasse eines Cafés. Foto: Thibault Camus/AP/dpa

Im Pariser Großraum, der schwerer von der Covid-19-Pandemie getroffen ist, darf ab Dienstag nur auf den Außenterrassen gegessen und getrunken werden. Im übrigen Frankreich ist auch der Innenbereich für Gäste geöffnet.

„Es ist ein Moment des kollektiven Glücks“, schrieb Wirtschaftsminister Bruno Le Maire auf Twitter zu einem Foto, das ihn beim Kaffeetrinken auf einer typischen Pariser Terrasse zeigt. Dass landesweit rund 308.000 Gaststätten wieder öffnen könnten, sei ein „sehr positives Signal“ für die Wirtschaft Frankreichs, so Le Maire. Während der Beschränkungen konnten Restaurants Gerichte nur zum Abholen oder über Lieferdienste anbieten – bei vielen blieben die Türen jedoch ganz geschlossen.

02.06.2020, Frankreich, Mulhouse: Ein Kellner, der einen Mundschutz trägt, desinfiziert einen Stuhl auf der Terrasse einer Bar. Foto: Sebastien Bozon/AFP/dpa

Um die Gesundheitsvorschriften einhalten zu können, dürften Gaststätten in der eher engen französischen Hauptstadt ihre Außenbereiche vergrößern, schrieb die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo auf Twitter. Wenn dadurch keine Gefahr entsteht, können sie Bürgersteige, Straßen und Parkplätze benutzen, wie die Stadt erklärte.

Neben der Wiedereröffnung der Gastronomie fiel ab Dienstag auch die bisherige Regelung weg, wonach Reisen mit mehr als 100 Kilometer Entfernung vom Wohnort nur mit triftigem Grund möglich sind. Zudem waren laut Medienberichten Strände und Campingplätze wieder zugänglich.

Frankreich ist mit fast 29.000 Toten besonders heftig von der Pandemie getroffen. Die Regierung hatte Mitte März strenge Ausgangsbeschränkungen erlassen und diese erstmals am 11. Mai gelockert.

In Belgien dürfte der Nationale Sicherheitsrat (NSR) an diesem Mittwoch, dem 3. Juni, eine Wiedereröffnung von Hotels, Restaurants und Gaststätten ab dem 8. Juni beschließen (siehe Artikel an anderer Stelle). (dpa/cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

2 Antworten auf “Restaurants und Cafés in Frankreich noch vor Belgien wieder geöffnet – Als hätte es Corona-Krise nie gegeben…”

  1. Politiker, Verwaltungen usw. sind so was von krank. Was die ausschließlich können ist sich selbst zu bedienen.
    Belgien = Failed Staat par Excellence. Getoppt nur noch von der EU.
    Egal wo man auch hinschaut: Ob Lambertz, Paasch, Miessen, Michel, Wilmès, De Crem, v.d.Leyen und und und. Liste ohne Ende.

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