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Immer donnerstags neue Corona-Ampel-Karte der EU

Quelle: ECDC

Bürger können sich ab sofort auf einer Ampel-Karte im Internet über die Corona-Lage in Europa informieren. Die europäische Gesundheitsagentur ECDC veröffentlichte jetzt erstmals eine Europa-Karte, auf denen Regionen je nach Infektionslage grün, orange oder rot markiert sind.

Deutschland erschient vorerst grau, weil noch keine Daten zur Zahl der durchgeführten Corona-Tests vorlagen.

Um der Bevölkerung einen besseren Überblick zu verschaffen, hatte sich eine Mehrheit der EU-Staaten letzte Woche auf die Ampel-Karte geeinigt.

Für grüne Gebiete mit wenigen Infektionen sollen demnach künftig keine Einreiseverbote mehr verhängt werden. Gemeinsame Standards für Reisende aus stärker betroffenen – also orange oder rot markierten – Regionen sind jedoch nicht vorgesehen. Ebenso wenig gibt es einheitliche Kriterien für Quarantäne- und Testpflichten. Auch ist die Empfehlung nicht bindend.

16.03.2020, Bayern, Neuhaus am Inn: Polizisten stehen an der Bundesstraße 512 in der Nähe von Neuhaus am Inn an einer Kontrollstelle an der Grenze zu Österreich. Foto: Sven Hoppe/dpa

Grundlage der Hauptkarte ist die Zahl der neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen – die sogenannte 14-Tage-Inzidenz -, dazu kommen die Quote positiver Tests sowie die Anzahl durchgeführter Tests pro 100.000 Einwohner.

Hinzu kommen drei weitere Karten, die jeweils nur eines dieser Kriterien abbilden. Die ECDC will die Grafiken eigenen Angaben zufolge jeden Donnerstag auf Grundlage der nationalen Daten aktualisieren.

Deutschland erscheint auf drei der vier Karten bislang noch grau. Einzig auf der Grafik mit den registrierten Corona-Infektionen der vergangenen zwei Wochen je 100.000 Einwohner ist Deutschland farblich markiert: die Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und das Saarland wurden dabei in der zweithöchsten Warnstufe einsortiert.

03.10.2020, Belgien, Brüssel: Sophie Wilmès (r), Außenministerin von Belgien, und Alexander De Croo, Premierminister von Belgien. Foto: Pool Didier Lebrun/BELGA/dpa

Grüne Regionen sind Gebiete, in denen die 14-Tage-Inzidenz unter 25 und die Rate positiver Tests unter 4 Prozent liegt. Orange sind Regionen, in denen die Inzidenz unter 50, die Rate positiver Tests aber bei 4 Prozent oder darüber liegt.

Ebenfalls orange sind Regionen, in denen die Inzidenz zwischen 25 und 150 Fällen liegt, die Rate positiver Tests aber unter 4 Prozent. Bei einer 14-Tage-Inzidenz ab 50 sowie einer Positivrate ab 4 Prozent werden Regionen rot markiert – oder bei einer Inzidenz höher als 150. Zudem gibt es graue Regionen mit unzureichenden Daten.

Auf der Hauptkarte erscheinen derzeit viele Länder der EU rot. Einzelne Regionen wie etwa weite Teile Norwegens und Finnlands, sowie ungefähr die Hälfte Griechenlands und Teile Süditaliens erscheinen grün. (dpa)

Ampel-Karten des ECDC

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

10 Antworten auf “Immer donnerstags neue Corona-Ampel-Karte der EU”

  1. schlechtmensch

    Noch 2-3 Wochen dann kann man sich die Karte sparen. Dann ist ganz Europa dunkelrot. Herzlichen Glückwunsch an unsere vorausschauenden Politiker die leider nur 8 Monate Zeit hatten sich etwas zu überlegen… Hauptsache Hochzeit, Party, Uraub.

      • schlechtmensch

        Selbstverständlich gratuliere ich denen auch. Ich werde mich in Zukunft auch nur noch an Regeln halten wenn sie mir persönlich in den Kram passen. Die Kinder müssen in der Schule Masken tragen und sonst wird ungehemmt Kirmes, Party, Hochzeit gefeiert. Gewisse Gruppierungen halten sich grundsätzlich nicht an unsere Gesetze. Aber die dürfen das. Da traut die feige Politik sich nicht ran. Mehr darf ich dazu leider nicht schreiben, Herr Cremer müsste es ablehnen.

    • Vor-quer-nach Denker

      Wo kann ich denn auf der Ampel die viel größere Anzahl Neuinfektionen erkennen, da ist viel Grauzone und Schwarz sehen in Europa. Gibt es auch eine Karte mit Anzahl positiver Tests pro 100k getesteter Personen. Also wenn die Politik ihre Entscheidung aus so einem Zahlen und Daten bzw Nichtdatenchaos ziehen muss, bleibt einem nur noch die Lösung den Fehler beim Volk zu suchen. Wieso stecken sich die Politiker eigtl an, wenn man mit Maßnahmen in Sicherheit sein soll?

      • 100-prozentische Sicherheit gibt’s nur, wenn man mit keinem Menschen Kontakt hat. Da das für viele aber nicht möglich ist, helfen die AHA-Regel, das Ansteckungsrisiko zu mindern, nicht aber zu eliminieren.

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