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6:1-Sieg gegen Zypern – Belgiens Experimentierelf macht mit Schützenfest den Sack voll – 30:0-Punkte

19.11.2019, Belgien, Brüssel: Belgiens Startelf mit Torhüter Simon Mignolet (oben l-r), Elias Cobbaut, Hans Vanaken, Christian Benteke, Jason Denayer, Yannick Carrasco, Toby Alderweireld (unten l-r), Kevin De Bruyne, Youri Tielemans, Thorgan Hazard und Eden Hazard. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

Die belgische Fußball-Nationalelf hat auch das zehnte und letzte Gruppenspiel in der Qualifikation für die EM 2020 gewonnen. Damit erreichten die Roten Teufel in dieser Qualifikation die volle Ausbeute von 30:0-Punkten. Jetzt schon steht fest, dass Belgien bei der EM 2020 (wieder) in St. Petersburg gegen Russland und in Kopenhagen gegen Dänemark spielen wird.

Nationalcoach Roberto Martinez wollte dieses letzte Gruppenspiel nutzen, um einige Experimente durchzuführen. So wurden Stammspieler wie Thibaut Courtois, Thomas Vermaelen, Dedryck Boyata, Axel Witsel, Dries Mertens und Romelu Lukaku geschont.

Dafür bekamen Spieler wie Simon Mignolet, Elias Cobbaut, Jason Denayer, Hans Vanaken, Yannick Carrasco und Christian Benteke eine Bewährungschance im Hinblick auf die EM 2020.

19.11.2019, Belgien, Brüssel: Belgiens Yannick Carrasco (M) erzielt das Tor zum 4:1. Foto: Virginie Lefour/BELGA/dpa

Die Startelf der erstmals in ihren neuen Trikots spielenden Roten Teufeln war folgende: Mignolet – Alderweireld, Denayer, Cobbaut – Thorgan Hazard, Tielemans, De Bruyne, Vanaken, Carrasco – Eden Hazard, Benteke. Die belgische Nationalmannschaft wird wahrscheinlich nie mehr in dieser Zusammensetzung spielen.

Die Belgier begannen ziemlich unkonzentriert. Selbst Spielern wie Thorgan Hazard, Youri Tielemans und Eden Hazard unterliefen reihenweise Abspielfehler. Trotzdem hätten die Roten Teufel in Führung gehen können, hätte Vanaken eine Riesenchance, die sich ihm bot, genutzt.

Zypern geht überraschend 0:1 in Führung

Stattdessen gingen die Gäste aus Zypern völlig überraschend in Führung. In der 14. Minute schauten Alderweireld und Denayer nur zu, als Ioannou auf Mignolet zustürmte und dem Keeper des FC Brügge keine Chance ließ – 0:1.

Das war ein Weckruf. Nur zwei Minuten später glich Benteke aus, wobei der belgischen Stirmspitze zuvor ein Handspiel unterlaufen war. Mit dem VAR wäre der Treffer wohl aberkannt worden.

19.11.2019, Belgien, Brüssel: Belgiens Kevin De Bruyne (r) freut sich mit seinem Teamkollegen Youri Tielemans über sein Tor. Foto: Virginie Lefour/BELGA/dpa

Jetzt waren die Belgier endlich hellwach, doch auch beim 2:1 nur zwei Minuten nach dem Ausgleich hatten die Gastgeber Glück, denn der Torhüter konnte beim Schuss von De Bruyne den Ball nicht festhalten, der ins Tor ging – 2:1.

De Bruyne war es auch, der in der 41. Minute auf 3:1 erhöhte, bevor Carrasco in der 44. Minute den 4:1-Halbzeitstand herstellte. Belgien hatte nicht gut gespielt und führte trotzdem zur Pause mit drei Toren Vorsprung. Auch dies zeichnet diese belgische Mannschaft aus.

Nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff stand es 5:1 durch ein Eigentor von Christoforou nach einer scharfen Flanke in den Strafraum von Thorgan Hazard.

Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit wurde die belgische Experimentierelf noch experimentierfreudiger, denn für Kapitän Eden Hazard kam der 18-jährige Yari Verschaeren vom RSC Anderlecht. Damit standen mit Mignolet, Cobbaut, Vanaken und Verschaeren gleich vier Spieler aus der Jupiler Pro League auf dem Platz, was schon lange nicht mehr der Fall war.

Nachdem Benteke das 6:1 erzielt hatte, kamen noch Dennis Praet für De Bruyne und Divock Origi für den zweifachen Torschützen Benteke, der in seinem Club Crystal Palace zumeist auf der Bank sitzt.

Es tat sich nichts Besonderes mehr, so blieb es beim 6:1-Sieg. Es durfte gefeiert werden. Weil es bei der EM mit 12 verschiedenen Gastgebern gibt und deshalb bei der Gruppenauslosung am 30. November in Bukarest vielen Vorgabe, steht jetzt schon fest, dass Belgien in der EM-Gruppenphase auf Russland (in St. Petersburg) und Dänemark (in Kopenhagen) treffen wird. Der dritte Gruppengegner könnte Wales oder EM-Neuling Finnland sein. (cre)

7 Antworten auf “6:1-Sieg gegen Zypern – Belgiens Experimentierelf macht mit Schützenfest den Sack voll – 30:0-Punkte”

  1. Fantastische Qualifikationsrunde!
    Eins macht mir jedoch Sorgen. Und zwar ist es die Verteidigung, die lässt zu wüschen übrig.
    Die ist wurde quasi gar nicht gefordert. Man hat im Russlandspiel ganz gut sehen können als die Russen gegen Ende des Spiels Druck machten, ( und es ist weiss Gott nichts im Vergleich gegen den Druck den gute Mannschaften ausüben können ) sah die Verteidigung überfordert aus und liefen planlos dem Ball hinterher.

    • Naja so klein ist Russland nun auch nicht. 1\4 Finalist der WM. Verteidigung der Belgier fängt im Angriff an. Wenn Hazard und co vorne zaubert ist die Verteidigung entlastet. Bei einer 4-0 Führung ist es normal das solche Spieler sich schonen, in anbetracht der kommenden Aufgaben( Liga, CL, usw). In diesem Spiel musste auch Vermaelen in der 60, Minute ersetzt werden, das war dann auch ein zusätzlicher Faktor, der das Abwehrverhalten aus dem Gleichgewicht gebracht hat.

  2. Sportler

    Gegner stehen – trotz noch nicht vollzogener Auslosung! – fest… Dänemark, Russland und zu guter letzt Wales ODER Finnland… machbar bzw. Losglück *Witz*…dass die Gruppengegner aufgrund des Heimrechts der gastgebenden Länder sowie des Russland/Ukraine-Konfliktes (s u.a. Grenz-Echo Artikel) feststehen ist irgendwie nachvollziehbar und trotzdem nimmt es die Spannung einer klassischen, d.h. wie bisher gewohnten, Auslosung…schade.

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