Politik

Belgien weist das höchste Defizit in der Eurozone auf

Foto: Shutterstock

Im dritten Quartal 2022 wies Belgien das höchste Haushaltsdefizit in der Eurozone auf. Dies meldet das deutschsprachige VRT-Portal unter Berufung auf die vorläufigen Zahlen des europäischen Statistikamtes Eurostat.

Demnach liegt das belgische Haushaltsloch aktuell bei 5,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Der Durchschnitt in der Eurozone belaufe sich im gleichen Zeitraum auf 3,3 Prozent des BIP. Damit sei Belgien der schlechteste Schüler der Klasse in Europa.

Grund für die haushaltstechnische Schieflage ist laut VRT die Tatsache, dass die Föderalregierung Unterstützungsmaßnahmen gegen die Energiekrise eingeleitet habe, die enorme Mittel verschlingen würden, wie zum Beispiel die Senkung der Mehrwertsteuer auf fossile Heizmittel.

Premierminister Alexander De Croo (Open VLD). Foto: Shutterstock

Diese und andere Maßnahmen zur Bewältigung der sich häufenden Krisen  sorgen den Angaben zufolge dafür, dass die belgischen Haushaltszahlen immer weiter ins Tiefrote sinken. Dies stoße nicht erst seit gestern auf Kritik bei der Europäischen Union.

Die EU-Kommission ist z.B. der Ansicht, dass die Maßnahmen gegen die Krise in Belgien zu breit angelegt sind und dass sie nicht in die richtige Richtung weisen.

Allerdings seien im Allgemeinen die Haushaltslöcher im dritten Quartal in der Eurozone größer geworden, wie den Eurostat-Zahlen zu entnehmen sei, so die VRT. Während die meisten EU-Mitgliedsländer ebenfalls hohe Mittel zur Bewältigung der Krisen aufwendeten, gelinge es einigen Ländern, trotzdem einen Haushaltsüberschuss zu generieren, so die Niederlande (+0,4 Prozent), Irland (+3,1 Prozent) und Portugal (+1,3 Prozent). (cre)

25 Antworten auf “Belgien weist das höchste Defizit in der Eurozone auf”

  1. Muster ohne Wert

    Schon wieder negative Meldungen unserer Politik-Versager! Wir blamieren uns immer mehr mit diesen Leuten!? Es ist eine Schande wie die unser Land herunter Gewirtschaftet haben!
    Es fängt bei der DG an, setzt sich sprunghaft fort in der Region Wallonne, und zuletzt bei der Föderal-Regierung!
    Die besten Staatsjuwelen wurden dabei unterwegs versilbert, so dass diese Guthaben nie mehr unser Eigentum sind.
    Aber wohl dicke Diäten sich genehmigen. Massenhaft Jobs erfinden. Ministern in rauhen Mengen. Nebenjobs obendrauf. Und nebenbei noch sich mit weiteren Erfindungen die Taschen füllen. Zum krönenden Schluss bekommen sie alle ganz pompöse Pensionen!?
    Fazit: viel zu viele und teure Politiker, dazu viel zu hohe Steuern, und ebenso horrende Schuldenstände!
    Wann endlich hört diese Misswirtschaft denn mal auf!?
    Wer setzt dem Treiben ein endgültiges Ende?

    • Patrick Kockartz

      Das fängt teilweise schon auf kommunaler Ebene an….siehe unnötige Schulplanung Neubau Lichtenbusch/Raeren für im Grunde 4 Klassen denn ab der 5. Klasse gehen dort die meisten auf weiterführende Schulen nach Aachen. Während der nötige Um- bzw. Ausbau in Eynatten warten muss. Dann zu Eupen: Die DG hat ihren Beamtenapparat so unnötig aufgebläht und trotzdem nicht wirklich etwas zu sagen…alles was wichtig ist muss trotzdem in Lüttich oder Brüssel entschieden werden… sucht einfach Mal im Internet irgendwelche Waren, Geräte und Dinge des täglichen Lebens: fast jede Firma die da unter .be etwas anbietet ist aus Frankreich, Niederlande oder Deutschland….warum wohl? Die höchsten Abgaben und das grösste Haushaltsloch…

  2. Wahnsinn

    Ach die EU regt sich auf? Ja dann! Vielleicht sollte dann Belgien mehr Geld in die Ukraine schicken, an statt das dem eigenen Volk in den Rachen zu „ gießen „?! Würde sich die E U dann auch aufregen?

    • der Helle

      Sie verdrehen die Tatsachen @Wahnsinn! ????in den Rachen giessen!?? Wohl umgekehrt muss es sein!
      Uns die Taschen leeren und trotzdem ein Schuldenberg so hoch wie der Himalaya!? Schôner Staat??

  3. Soso, auch die ‚Unterstützungsmassnahmen gegen die Energiekrise‘ seien Schuld. Naja, für die beantragten 300€ Heizölzuschuss bekam ich ein Ablehnungsschreiben ohne konkrete Begründung. Also reiche ich es gern nochmals ein. Unsere Politiker, große Versprechen, dann nicht realisieren .

    • Mungo ,das mit dem Heizölzuschuss ist eh eine komische Sache . Ich habe für meine Tankfüllung 300€ bekommen .Ein Bekannter von mir,der in einem drei Parteienhaus mit einem Tank für alle wohnt ,konnte mir berichten ,daß jede Partei den Zuschuss erhalten haben . Also 900 € für den Tank . Wäre es nicht gerechter gewesen wenn jede Partei nur 100€ bekommen hätten.

      • Für mich persönlich geht das auch in Ordnung wenn nur finanziell schlecht Situierte einen Zuschuss bekommen. Jedoch sollen unsere werten Politiker dann den Mund nicht so voll nehmen und den Wähler vorgaukeln sie würden ihm sooosehr helfen.

    • Eifel_er

      A propos Heizöl, wir haben auch eine Absage erhalten. Diese wurda aber ohne Grund abgeleht. Bei Anruf unmoglich jemanden auf Deutsch zu erreichen, bei franz. hat man nach etlichen Klingeln die Möglichkeit seine Handynr zu hinterlassen. Dies bereits 3x gemacht, aber oh Wunder, keiner ruft zurück.
      An wen kann man sich denn nun wenden um einen Grund der ABsage zu erhalten? Bin gespannt auf Eure Antworten.

      • Also ich reiche den Antrag zur Heizölprämie mit neuer Rechnung nochmal digital ein. Wenn das wieder abgelehnt wird, Beschwerde beim Verbraucherschutz oder ich sammle Leute denen es genau so geht und unternehme etwas. Ich möchte wenigstens den Grund der Ablehnung wissen.

        • Eifel_er

          VBS macht da selber gar nix, haben auch gesagt dass es eine Katastrophe bei diesem Mazout Dienst ist, niemand bekommt eine Antwort wieso weshalb warum. Aber es kann doch nicht sein dass man den Antrag 5x einreichen muss bevor einer von den Schnarchnasen mal vernünftig arbeitet ? Ausserdem, es geben zwei Telefonnummer, keine von beiden funktionniert oder ist vernünftig besetzt. Was soll der Scheiss ?
          µ

  4. Baudimont

    Der Belgier ist sehr fleißig, sehr mutig, er arbeitet hart und spart für schlechte Zeiten? Er sollte belohnt werden anstatt beim Staat um Leistungen betteln zu müssen:
    Arbeiten und einen angemessenen Lohn zu erhalten sollte kein Luxus sein, die Lage sollte in Ordnung gebracht werden. Vielleicht sollten sich die „Entscheidungsträger“ um 6 Uhr morgens in den Bus oder den Zug setzen und die Realität erleben, anstatt das öffentliche Geld und die Ersparnisse der belgischen Bürger zu verschleudern. Aber vielleicht sind die „Entscheidungsträger“ gar keine Belgier … und dass die entscheidenden Entscheidungsträger in der EU, sich nicht um die Unzufriedenheit der Bevölkerung kümmern.

    • Joseph Meyer

      @ Frau Baudimont,
      Sie schreiben es: „Arbeiten und einen angemessenen Lohn zu erhalten sollte kein Luxus sein“!
      Und die Arbeiter, genau so wie die kleinen Rentner, geben den Lohn, die Rente, für ihre direkten Bedürfnisse aus und sorgen damit für einen positiven Wirtschaftskreislauf!
      Ganz im Gegensatz zu De Croo und seinem Umfeld, sowie im Gegensatz zur Führungsschicht der EU-Institutionen: Sie richten ihre Politik nicht hauptsächlich am Wohl der Allgemeinheit, der 90%, aus, sondern am Wohl des 1% der Superreichen: Auch in Belgien ist während der letzten drei Jahre die Anzahl der Multimillionäre nach oben geschnellt, während die Anzahl der finanziell Bedrohten massiv steigt!

      Wer hat durch die Corona-Massnahmen, und wie man jetzt sieht auch durch die Massen-Impfungen, massiv verloren, wer hat massiv gewonnen? Wer profitiert im Ukraine-Konflikt massiv von den Sanktionen gegen Russland, von der Sprengung der Öl-Pipelines, von den immer kostspieligeren Waffenlieferungen, von dem Verhindern eines raschen Kriegsendes, …? Es sind nicht die ukrainischen BürgerInnen, es sind auch nicht Wir, die 90%, in den NATO-Staaten, und es ist auch nicht Russland! Der französische Intellektuelle Emmanuel Todd weist darauf hin, dass eine neue Achse Washington-London-Warschau-Kiew das Handeln der NATO in der Ukraine bestimmt. (1)

      Der hochinteressanten Film “Wake-Up” lädt ein zu einer neuen Betrachtungsweise des
      Realen, und es werden Handlungsmöglichkeiten geschildert, die uns vom aktuell Bekannten und von den begrenzenden Glaubenssätzen befreien könnten. (In Französisch und ev. mit der Möglichkeit einer deutschen Übersetzung)
      „Wake-Up“ est une série documentaire qui invite à une nouvelle approche de la réalité. Nous sommes tous interconnectés dans une même unité. Il est temps de s’éveiller, de s’ouvrir à sa conscience, de se libérer du connu, de ses croyances limitantes… (Diffusée en direct le 19 janv. 2023) (2)
      (1) https://www.nachdenkseiten.de/?gastautor=oskar-lafontaine
      (2) https://www.youtube.com/watch?v=n_ee9CSQJXo
      https://odysee.com/@waq-up2.21:b/Wake-Up,-le-film:3

      • Baudimont

        „Zu arbeiten und einen angemessenen Lohn zu erhalten, sollte kein Luxus sein“!
        Nicht die Anzahl der Millionäre schafft Armut, sondern die Schaffung von Gesetzen und Vorschriften, die die Bürger daran hindern, Wohlstand zu schaffen, die sie daran hindern, zu arbeiten (1), die sie daran hindern, zu sparen und die die Bürger darüber hinaus zwingen, Produkte wie Mundschutzmasken zu kaufen.
        Auch die Preise werden in diesem Sinne manipuliert und reguliert.
        (1) Zigaretten werden besteuert, um vom Rauchen abzuhalten, und Arbeit wird nach der gleichen Logik besteuert, um die Bürger zu zwingen, bei den Sozialämtern um Arbeit zu betteln).
        (2) Massenimpfungen: Wer hat ein Produkt massiv verkauft? Wer hat massiv verdient?
        Der Notausgang ist die Entfesselung des Marktes
        Es ist an der Zeit, aufzuwachen, die Unabhängigkeit wiederzuerlangen, mündige Menschen zu werden, sich von Bevormundung zu befreien, freie Menschen zu werden.
        Reichtum entsteht nicht, indem man das Geld der Reichen verteilt, sondern indem man jedem die Freiheit lässt, seine Talente zu entfalten.

        • Richtig, Frau Baudimont, Zigaretten werden besteuert, um vom Rauchen abzuhalten. Arbeit wird aber nicht nach der gleichen Logik besteuert, denn die Lohnsteuer dient dazu, das Rentensystem zu finanzieren.

          • Nicht wirklich. Zigaretten und Alkohol werden besteuert weil die Menschen nicht von ihren Lastern loskommen und deswegen (fast) jeden Preis zahlen. Die Gesundheitsfürsorge ist nur vorgeschoben und verlogen. Die Renten sollen über die Rentenbeiträge , also eine Sozialabgabe, finanziert werden, da das aber bei weitem nicht ausreicht nimmt man das Geld wo man es kriegen kann, gerne auch von der Lohnsteuer. Und natürlich ist die Lohnsteuer ein Motivationskiller in Sachen Arbeitsmoral, besonders bei Einkommen nahe am Minimex, da lohnt es sich häufig nicht mehr morgens aufzustehen und arbeiten zu gehen….

            • Baudimont

              Immer tiefer im wirtschaftlichen Sumpf versinken.
              Alle Vorwände, die für die Einführung von Steuern angegeben werden, sind nur dazu da, um die Bedürfnisse der Gier zu befriedigen, den bodenlosen Appetit auf vielfältige Steuern eines übergewichtigen Staates mit ständig steigenden Ausgaben, der unfähig ist, sich im Sinne der Effizienz, Ergonomie und Wirtschaftlichkeit im Dienste des Steuerzahlers zu reformieren.

              • Abgesehen davon bezahlen wir 60% auf jeden € der in der Steuerkasse landet den Zinseszins der wegen den Staatsschulden hervorgeht. Mit den restlichen 40% wird dann die Infrastuktur finanziert und Schulden getilgt. Die Finanzierung um den Staat am Laufen zu halten werden von 20% der Bürger aufgebracht.

                • Baudimont

                  Eine beunruhigende Tatsache, wir wissen alle auf der Ebene unserer Haushalte, unsere Unternehmen oder unsere Verbände, dass Schulden sind gefürchtet und ist immer mit Zinssätzen verbunden, und diese kolossale Schulden, die wir wissen, ist nicht durch die Operation des Heiligen Geistes erschienen, sondern im Laufe der Zeit und durch die Inkompetenz unserer Eliten, haben wir einfach mehr und mehr Beamte eingestellt … Anstatt produktive Investitionen zu fördern, die Wohlstand und Arbeitsplätze schaffen, haben wir die einfache Lösung gesucht, die darin besteht, fiktive Arbeitsplätze zu schaffen, und um sie zu bezahlen, haben wir die Steuern und Abgaben aller Art erhöht und so den Privatsektor erstickt, ohne dass jemand etwas gesagt hätte.
                  Ohne Wachstum wird es keinen Schuldenabbau geben, und es gibt keine mögliche und sinnvolle Steuerquelle, um den Haushalt zu sanieren.

  5. Gott sei Dank sind noch einige Millionen für die Ukraine „gefunden“ worden weil das „Ausland“ Priorität hat.
    Zusammen mit die „andere spendermillionen“ nach Afrika sind wir mit den größten Spendern der Welt…Während manch ein „arbeitende & Steuerzahlender Belgier nicht über die Runden kommt weil zu wenig zum Leben und zuviel zum Sterben verdient wird.
    Kommt dazu noch das Belgien das „ÖSHZ der Welt“ spielen muss.
    Wir habens ja..vor allem viel Schulden.

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