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2:0-Sieg gegen Genk eröffnet der AS Eupen allmählich ganz neue Perspektiven – 10 Punkte in 4 Spielen

Eupens Andreas Beck (2.v.l) im Zweikampf mit Genks Dries Wouters (r). Jonathan Bolingi (l) schaut zu. Foto: Belga

Fußball-Erstligist AS Eupen ist am Samstag der erste Heimsieg gelungen. Die Schwarz-Weißen besiegten Landesmeister KRC Genk 2:0. Die Eupener holten in den letzten 4 Spielen 10 Punkte (3 Siege und 1 Remis) und können sich langsam nach oben in der Tabelle orientieren.

Für dieses Spiel gegen den amtierenden Landesmeister setzte AS-Trainer Beñat San José auf die Startelf der beiden Begegnungen gegen Anderlecht und in Kortrijk.

Eupens Anfangsformation war folgende: De Wolf – Beck, Verdon, Blondelle – Amat, Cools, Ebrahimi, Schouterden – Milicevic, Bautista – Bolingi.

Bei Genk nahm Trainer Felice Mazzu einige personelle Veränderungen vor. Torjäger Samatta saß überraschend auf der Bank. Der Stürmer aus Tansania sollte wohl im Hinblick auf das Champions-League-Spiel beim FC Liverpool geschont werden. Dafür bekam der 2,01 Meter große Nigerianer Onuachu die Chance, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen. Zudem fehlte Uronen verletzungsbedingt.

Zwei Tore in Kortrijk und ein Treffer gegen Genk: Bei AS-Stürmer Jonathan Bolingi ist der Knoten geplatzt. Foto: Belga

Mit 7:2-Punkten in den letzten drei Spielen gingen die Eupener mit viel Zuversicht in dieses Eröffnungsspiel des 14. Spieltages der Jupiler Pro League. Die Schwarz-Weißen wollten endlich auch zu Hause gewinnen, jedoch hatten sie bisher als Erstligist noch nie den KRC Genk bezwingen können.

Die erste Chance hatte Genk in der 9. Minute, als Berge Odey auf die Reise in Richtung De Wolf schickte, der Schuss des Genkers aber zu schwach war, sodass Verdon keine Mühe hatte, ihn noch abzufangen. Der Ball wäre aber eh neben das Eupener Tor gegangen.

Genk dominierte in dieser Anfangsphase, in der 19. Minute versuchte Hrosovsky sein Glück mit einem Weitschuss, der aber De Wolf keine Probleme bereitete.

In der 21. Minute ging Eupen in Führung. Nach einer Ecke von Milicevic kam der Ball zu Verdon, der ihn über die gesamte Genker Abwehr hinweg hob, wo Bolingi nicht lange fackelte und das 1:0 erzielte. Die Abwehr des Meisters machte in dieser Phase keine gute Figur. Zunächst vermutete man Bolingi im Abseits. Dem war aber nicht so, weil Hrosovsky das Abseits aufhob.

Zwei Eupener Tore in nur drei Minuten

Nur zwei Minuten später fiel sogar das 2:0. Diesmal führte Milicevic einen Freistoß aus. Amat nahm den Ball direkt an und ließ Torhüter Coucke keine Chance. Die Eupener Fans rieben sich die Augen, sie konnten nicht fassen, dass die AS nach nicht einmal 25 Minuten 2:0 in Führung lag.

Unterdessen ärgerte sich Genks Trainer Mazzu schwarz, weil sein Team erneut einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen musste. Noch am letzten Mittwoch gegen Antwerp hatten die Limburger mit 0:2 im Rückstand gelegen, bevor es ihnen noch gelang, auf 2:2 zurückzukommen.

Torhüter Gaïtan Coucke vom KRC Genk in Aktion. Foto: Yorick Jansens/BELGA/dpa

In der 31. Minute war es wieder die AS Eupen, die vor dem Tor von Coucke für Gefahr sorgte, diesmal durch Bautista auf Zuspiel von Bolingi. Der Ball ging aber weit über das Gäste-Tor. In der 42. Minute hatte Bautista eine weitere Möglichkeit per Kopfball nach einem erneut perfekt ausgeführten Freistoß von Milicevic. Es blieb aber bei der 2:0-Führung für die AS zur Pause.

Nach knapp einer Stunde kam Torjäger Samatta für Genk ins Spiel. Diese Partie war noch nicht entschieden. AS-Trainer San José nahm Bolingi aus dem Spiel und brachte Koch zur Verstärkung der Defensive.

Eupen versuchte es jetzt häufiger mit schnellen Gegenstößen über Schouterden und Bautista. Genk hatte zwar die meisten Ballkontakte, aber die AS hatte die besseren Möglichkeiten. Eine Viertelstunde vor Schluss konnte es auch schon 3:0 oder 4:0 stehen. Für Milicevic kam Embalo.

In der 87. Minute traf Ito nur das Außennetz. Es folgte der dritte und letzte Wechsel bei Eupen: Toyokawa kam für Bautista.

Am Ende hatte man den Eindruck, Genk könne noch eine weitere Stunde spielen und würde trotzdem kein Tor erzielen. „Oh, wie bist du schön…“ hallte es von den Rängen. Die AS ist im Vergleich zu den ersten zehn Spielen nicht wiederzuerkennen.

In einer Woche bestreitet die AS ihr letztes Spiel der Hinrunde auswärts in Charleroi. Eine Woche später kommt Standard Lüttich nach Eupen.

Für den KRC Genk war diese Niederlage alles andere als eine ideale Vorbereitung auf das Spiel vom kommender Woche in der Champions League an der Anfield Road in Liverpool. (cre)

36 Antworten auf “2:0-Sieg gegen Genk eröffnet der AS Eupen allmählich ganz neue Perspektiven – 10 Punkte in 4 Spielen”

  1. Geiles Spiel, geile Manschaft, geiles Ergebnis. Und das vollkommen verdient. Gratulation, nun ist ein Prosecco geöffnet.

    Wahrscheinlich bekommen die AS-Hater wieder mal die Finger nicht auf die Tastatur!

  2. @GerdMüller
    Die Wochenenden sind bestimmt nicht versaut,wenn dann eher durchs Wetter.
    Man muss’aber wohl zugeben das Kritik angebracht war bei den gezeigten Leistungen am Anfang der Saison.
    Es ist doch schön das Eupen die Kurve kriegt mit dem gleichen Trainer, und der Vorstand Ruhe bewahrt hat.
    Und noch kleiner Tip: Man muss auch Kritik aushalten können, gilt auch für einige hier…
    Kopf hoch…alles kann man lernen wenn man will-)

  3. Propaganda

    Die Kritik am Trainer war mehr als berechtigt. Mili und Schouteren hätten vom ersten Spiel auf den Rasen stehen müssen. Bis unser Herr Welttrainer das mal geschnallt hat, hat es lange gedauert. Alleine ist erwahrscheinlich noch nicht mal drauf gekommen. Einige Leute im Hintergrund haben die Wende eingeleitet bestimmt nicht dieser Trainer. Jeder hat gewusst das in dieser Mannschaft Potenzial steckt.

  4. Hätte nie mit einem Sieg gerechnet.
    Trotzdem: mit Ausnahme des letzten Spiels sind die Siege gegen direkte Abstiegskonkurrenten eingefahen worden.
    Und wir hatten das Glück, auf Mannschaften in der‘ Krise zu treffen, selbst Brugge hatte ein kleines Leistungstief als wir dort einen Punkt holten.
    Erfreulich ist die Wiederauferstehung von Bolingi, der eine sehr lange Durststrecke hatte und dem ich weiteren Erfolg wünsche.
    Aber die Basis des Erfolgs sind doch zwei vom Trainer abgemeldete Spieler: Mili und Schouterden. Ohne Kritiker wären die immer noch auf der Reservebank. Deswegen haben wir die Punkte nicht wegen, sondern trotz des Trainers geholt.

    • lambertzprinte

      Ihr glaubt auch wirklich dass der Trainer eure Kritik gelesen hätte . Da gibt es ganz andere Gründe für dass er ( vor allem Milli) nicht vorher eingesetzt hat. Aber schön weiter daran Glauben dass Zuschauer Kritik bei einem Trainer etwas bewirkt.

  5. Charleroi

    Nun zumindest ein Pünktchen in Charleroi. Auf geht’s mit breiter Brust.
    Mit „Mili“ und Nils Schouterden geht es wesentlich besser.
    Die AS Eupen ist kaum wieder zu erkennen. Bravo !

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