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AS gewinnt 3:0 bei Schlusslicht Beerschot – Eupen ist Tabellenzweiter mit 1 Punkt Rückstand auf FC Brügge

Eupens Edo Kayembe (l) und Moises Caicedo (M) von Beerschot kämpfen um den Ball. Rechts Eupens Isaac Nuhu. Foto: Belga

Die AS Eupen bleibt auch nach dem 9. Spieltag die beste Auswärtself der Jupiler Pro League. Die Schwarz-Weißen gewannen am Samstag beim Schlusslicht  Beerschot 3:0. Nach Roten Karten für zwei Spieler der Gastgeber in der 5. und 39. Minute bekamen es 11 Eupener mit 9 Spielern von Beerschot zu tun.

Vor dem Anpfiff war Eupen die stärkste Auswärtself der Jupiler Pro League mit 10 Punkten von 12 möglichen. Im Prinzip war die AS in diesem Spiel Favorit gegen den Tabellenletzten. AS-Trainer Stefan Krämer gab sich jedoch vorsichtig. Der Tabellenplatz von Beerschot interessiere ihn nicht, sagte er im Gespräch mit Eleven Sports.

Auf der Trainerbank der Gastgeber saß erstmals Javier Torrente. Der Argentinier löst den glücklosen Peter Maes ab.

Wieder bereitete Stef Peeters (Bild) per Freistoß ein Eupener Tor vor. Foto: Belga

Krämer nahm im Vergleich zum Spiel bei Cercle Brügge eine Änderung vor: Für Boris Lambert erhielt Konan N’Dri den Vorzug auf der linken Außenbahn.

Die Eupener Startelf: Himmelmann – Heris, Agbadou, Amat – Beck, Cools, Kayembe, Peeters, N’Dri – Prevljak, Nuhu.

Die Begegnung im Olympiastadion von Antwerpen begann mit einem Paukenschlag: Bereits in der 5. Minute zog  Beerschot-Verteidiger van den Bergh gegen Nuhu als letzter Mann die Notbremse und sah Rot. Damit waren die Gastgeber schon früh in Unterzahl.

Für Beerschot kam es noch schlimmer, denn nur vier Minuten später gerieten die Antwerpener in Rückstand. Nach einem Freistoß von Peeters erzielte Beck in der Rückwärtsbewegung mit dem (Hinter-)Kopf das 0:1.

Jetzt lagen die Nerven blank bei Beerschot. Noch innerhalb der ersten halben Stunde gab es zusätzlich drei Gelbe Karten für die Gastgeber. Verwarnt wurde u.a. Spielmacher Holzhauser, der allzu heftig beim Schiedsrichter einen Foulelfmeter reklamiert hatte nach einem Zweikampf zwischen Nuhu und Caicedo. Jedoch spielte der Eupener ganz klar den Ball.

Die Spieler der AS waren bemüht, durch den Platzverweis und die frühe Führung nicht in Euphorie oder Überheblichkeit zu verfallen. Bis auf einen Schuss von Nuhu neben das Tor von Vanhamel tat sich nicht viel.

Der Österreicher Raphael Holzhauser ist die große Spielerpersönlichkeit bei Beerschot, konnte aber bisher an die Leistungen der letzten Saison nicht anknüpfen. Foto: Belga

Nachdem Vanhamel wegen Meckerns als vierter Beerschot-Spieler Gelb gesehen hatte, gab es in der 39. Minute die zweite Rote Karte für die fast schon hysterischen Gastgeber nach einem brutalen Foul von De Smet gegen den viel schnelleren Nuhu, der dem Beerschot-Spieler enteilt war.

Der einzige Trost für die Gastgeber war, dass es zur Pause nur 0:1 stand. Zum Beginn der zweiten Halbzeit schien klar zu sein, dass die AS sich in diesem Spiel eigentlich nur noch selbst würde schlagen können.

Für die AS war es wichtig, so schnell wie möglich das 0:2 zu erzielen. N‘Dri wechselte auf die rechte Außenbahn.

Nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff hatte Kayembe den zweiten Eupener Treffer auf dem Fuß, als der frühere Spieler des RSC Anderlecht alleine vor Vanhamel auftauchte, der Schlussmann von Beerschot aber den Ball parieren konnte.

In der 55. Minute kam bei Eupen Déom für N‘Dri. Die numerische Überlegenheit machte sich noch nicht in weiteren Treffern bemerkbar, denn die AS kam zunächst nicht zu klaren Chancen, wenn man einmal von Schüssen von Prevljak und Nuhu absieht, die ihr Ziel verfehlten.

Eupens Mittelfeldspieler Edo Kayembe erzielte das wichtige Tor zum 0:2. Foto: Belga

Es war auch ein Geduldsspiel, jedenfalls bis zur 62. Minute, als Kayembe endlich auf 0:2 erhöhte. Wie sich später im Fernsehen zeigte, hätte der Treffer nicht zählen dürfen, weil im Vorfeld der Phase, die zum Tor von Kayembe führte, Déom im Abseits stand.

In der 64. Minute sah Eupens Agbadou seine 5. Gelbe Karte und ist damit für das Heimspiel gegen den KRC Genk gesperrt.

Inzwischen hatten sich die Gemüter auch beruhigt. Auf den Rängen herrschte inzwischen gute Stimmung. In der 66. Minute wechselte AS zwei frische Spieler ein: Koné für Beck und Gnaka für Cools. In der 78. Minute kamen noch Lambert und Magee für die beiden verwarnten Nuhu und Agbadou.

In der Schlussphase verhinderte AS-Torhüter Himmelmann den Anschlusstreffer für Beerschot. In der 88. Minute fiel noch das 0:3. Peeters spielte an der Strafraumgrenze Koné an, der zwar gefoult wurde, aber Prevljak war gefolgt und erzielte den dritten Treffer für die Gäste, 0:3.

Ganz zum Schluss spielte Eupen sogar mit 11 gegen 8, weil Beerschot-Spieler Bourdin  verletzt ausschied, die Antwerpener bis dahin jedoch ihr Auswechselkontingent erschöpft hatten.

Nach dem 9. Spieltag belegt die AS Eupen in der Tabelle den 2. Platz mit 17 Punkten – nur 1 Punkt hinter Titelverteidiger FC Brügge (18). Am kommenden Sonntag gibt es mit Anderlecht – FC Brügge (13.30 Uhr) und AS Eupen – KRC Genk (21 Uhr) zwei Spitzenspiele. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

25 Antworten auf “AS gewinnt 3:0 bei Schlusslicht Beerschot – Eupen ist Tabellenzweiter mit 1 Punkt Rückstand auf FC Brügge”

  1. Habe Beerschot als absoluten Abstiegskandidaten „angepriesen und glaube seit heute, dass die es echt schwer kriegen.
    Beide rote karten absolut gerecht. Notbremse nach wenigen Minuten. Die zweite war ein absolut dreckiges Brutalo Foul von hinten mit der Absicht den Gegner zu verletzen. So oder so traten die Lila Weissen heftig in die Beine.
    Eupen hatte das Spiel immer klar im Griff und souverän nach Hause gebracht. Freut mich für Beck, dass er getroffen hat.

    Einziger Wermutstropfen ist wenn ich richtig gesehen habe, Agbadou und Peeters ihre 5 gelbe Karten sahen. Damit wären beide im Top Spiel gegen Genk gesperrt. Das wäre natürlich extrem bitter. Hoffentlich habe ich mich da verzählt
    Schönen Blick auf die Tabelle geniessen

  2. Träumer

    Zweimal gewonnen mit Hilfe des Gegner, ohne dass wir uns anstrengen mussten.
    Müssen wir uns dafür Entschuldigen?

    Wie unser Trainer es schon sagte .
    Wir müssen Selbstbewusster sein .

  3. @Eupener
    Geht dein fach Wissen weiter ?
    Beerschot dein abstiegskandidat Nummer eins ??
    Ich erinnere dich dran EUPEN war dein Absteiger nummer eins .
    Lass dein gesülze einfach sein das was du von dir gibst ist einfach nur lächerlich

  4. Ja, das waren leicht erspielte drei Punkte. Beerschot hat sich selbst besiegt. Solche dumme rote Karten und so früh sind einfach nicht zu entschuldigen. Die AS hatte anschließend gegen diesen desolaten Gegner natürlich keine Mühe. Jetzt kommen mit Genk und Gent zwei harte Nüsse, die die AS in dieser Form aber auch durchaus knacken kann.

    • Welche Form ?
      Nur 3-0 gegen eine Mannschaft die mit 9 Mann spielt ?
      Das Resultat stimmt natürlich, was die Form betrifft, finde ich dass es die letzten Wochen träger und träger wird.
      Hoffentlich noch mal Powerplay und gute Organisation gegen Genk. 1 Punkt gegen Genk wäre schon ein Gewinn.
      Gent benötigt dringend Punkte. Die werden wohl angriffslustig spielen. In diesem Spiel wird eine gute Defensiefleistung entscheiden ob ein Sieg möglich ist…

  5. Eigentlich ein Sommer Traum den wir dieses Jahr und überhaupt in der Vereinsgeschichte erleben dürfen. Mit einem fast zu kleinem Kader, jedoch mit super Spieler und einem hervorragenden Trainer der seine Hausaufgaben macht.Nicht zu vergessen dass wir Ende September schon 17 Punkten, eine Anzahl die wir in den vergangenen Jahren erst im Ferbruar erreicht haben. Einfach nur super!

  6. M der Block

    Weiter immer weiter und das Saisonziel Nr 01 der nicht Abstieg ist schnell erreicht und man kann sich neue Ziele setzen . Mit 30 Punkte nach 30 Spielen steigt man normalerweise nicht mehr ab und die AS hat nach 9 Spielen schon 17 Punkte auf dem Konto . Weiter immer weiter ihr macht das Super .

    • An Oje. Träger immer träger? Keine Mannschaft kann immer gleich gut spielen und am Ende zählt eh nur das Resultat. Es haben sich außerdem schon Topmannschaften in Unterzahl schwer getan oder sogar verloren. Arme AS, egal was ihr macht, selbst wenn ihr 3 zu 0 gewinnt gibt es immer noch Leute die effektiv das Haar in der Suppe suchen bis sie es gefunden haben.

  7. Peter Müller

    Es ist schon beachtlich was die A.S. abliefert Sicher war das keine grosse Leistung gegen eine arg dezimierte Mannschaft zu gewinnen. Aber man muss es bringen. Eupen ist eine Wundertüte, und alles ist möglich, ausser ein Abstieg.

  8. Ostbelgien Direkt

    AKTUALISIERT – Nach dem 9. Spieltag belegt die AS Eupen in der Tabelle den 2. Platz mit 17 Punkten – nur 1 Punkt hinter Titelverteidiger FC Brügge (18). Am kommenden Sonntag, 3. Oktober, gibt es mit Anderlecht – FC Brügge (13.30 Uhr) und AS Eupen – KRC Genk (21 Uhr) zwei Spitzenspiele.

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