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Für die AS Eupen geht der „Herkules-Januar“ weiter: Bei Beerschot ist die große Euphorie erst einmal vorbei

Eupens Amara Baby (M) in Aktion beim Meisterschaftsspiel der AS Eupen in Antwerpen gegen Beerschot, das die Schwarz-Weißen 1:0 gewannen. Foto: Belga

Nach Siegen bei Cercle Brügge und gegen Anderlecht sowie einem Remis beim starken KV Ostende setzt die AS Eupen am heutigen Mittwoch um 18.45 Uhr ihren „Herkules-Januar“ fort.

Für die Schwarz-Weißen ist die Partie gegen Beerschot bereits das fünfte Spiel seit Jahresbeginn. Vier weitere Begegnungen stehen bis zum Ende des Monats aus.

Das Hinspiel im Stadion Kiel in Antwerpen am 6. Dezember 2020 hatte Eupen 1:0 gewonnen. Dabei ist Beerschot derzeit die viertbeste Heimelf in der Jupiler Pro League. Auswärts tut sich der Aufsteiger mit nur 10 Punkten in 10 Spielen viel schwerer.

Die Partie von heute im Kehrweg-Stadion ist für die „Ratten“, wie die Spieler des Antwerpener Traditionsvereins genannt werden, allein schon deshalb ein besonderes, weil nicht mehr Club-Ikone Hernan Losada auf der Trainerbank sitzen wird, sondern dessen bisheriger Assistent Will Still.

Der österreichische Nationalspieler Raphael Holzhauser ist die große Spielerpersönlichkeit bei Beerschot. Foto: Belga

Mit 28 Jahren ist Still der jüngste Trainer in der höchsten belgischen Spielklasse. Losada wechselt nach Washington in die amerikanische MLS zu DC United.

Mit einem neuen Trainer ist den Spielern natürlich daran gelegen, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Das gilt folglich auch heute für die Mannschaft von Beerschot, zumal sie seit Ende November 2020 nicht mehr gewonnen hat. Die große Euphorie ist bei den Antwerpenern erst einmal vorbei.

Ein besonderes Augenmerk wird AS-Trainer Beñat San José auf Beerschots Raphael Holzhauser werfen, der bei der Wahl zum „Goldenen Schuh“ Zweiter wurde hinter Lior Refaelov vom Stadtrivalen Antwerp. Der Österreicher Holzhauser ist besonders torgefährlich und erst recht wegen seiner vielen Torvorlagen gefürchtet, auch wenn er seit einiger Zeit nicht mehr ganz so stark spielt wie in den ersten Monaten dieser Saison.

In der Tabelle der Pro League belegt die AS Eupen aktuell mit 27 Punkten den 12. Rang. Beerschot holte bislang 30 Punkte und liegt auf Platz 9.

Miangue ist wieder fit, aber Poulain fällt aus

Gegen Beerschot muss die AS Eupen auf einige Spieler verzichten: Benoît Poulain, Knowledge Musona und Mamadou Koné fallen aufgrund von Verletzungen aus. Edo Kayembe muss aufgrund eines positiven Covid-Tests in der letzten Woche passen und Emmanuel Agbadou wurde nach der Roten Karte in Ostende für ein Spiel gesperrt. Senna Miangue hingegen ist wieder fit und kehrt in den Kader zurück.

Fünf Tore in den drei letzten Spielen: AS-Stürmer Smail Prevljak. Foto: Belga

Obwohl sie zuletzt 7 Punkte von 9 möglichen holte, kann sich die AS noch nicht in Sicherheit wähnen, denn im Tabellenkeller wird weiterhin fleißig gepunktet. Sicher ist jetzt schon, dass man in dieser Saison viele Punkte auf dem Konto haben muss, um nicht abzusteigen.

Das Kellerduell zwischen Excel Mouscron und Waasland-Beveren endete gestern nach einer turbulenten Schlussphase 1:1.  Die AS Eupen hat nach 21 Spielen 8 Punkte mehr als Schlusslicht Cercle Brügge und 7 Zähler mehr als der Tabellen-17. Waasland-Beveren, der allerdings ein Spiel mehr bestritten hat und bereits am Freitag beim RSC Anderlecht spielt, der am Dienstag nach einer starken Leistung den SC Charleroi mit 3:0 bezwingen konnte.

Nach dem heutigen Spiel gegen Beerschot warten auf die AS Eupen bis zum Monatsende noch schwere Aufgaben: erst beim KV Mechelen, dann gegen Antwerp und schließlich gegen Mouscron, das nicht mehr das schwache Mouscron ist, bei dem die AS am 18. Oktober 2:0 gewinnen konnte. (cre)

HINWEIS – Die Begegnung von heute Abend zwischen der AS Eupen und Beerschot beginnt um 18.45 Uhr. Liveübertragung im Fernsehen auf Eleven Sports Pro League (auf Proximus-TV Kanal 112, VOO oder Orange). Spielbericht bei Spielschluss gegen 20.35 Uhr hier auf „Ostbelgien Direkt“.

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

4 Antworten auf “Für die AS Eupen geht der „Herkules-Januar“ weiter: Bei Beerschot ist die große Euphorie erst einmal vorbei”

  1. Beerschot befindet sich auf Talfahrt und ist dementsprechend verunsichert. Entweder sie setzen heute mit ihrem neuen Trainer alles auf eine Karte oder sie verstecken sich hinten drin. Raphael Holzhauser muss man auf jeden Fall im Auge behalten. Für die AS gilt wie auch sonst: Torchancen effektiver ausnutzen und sich bei einem eventuellen Rückschlag nicht gleich verkriechen. Die AS muss zeigen, wer Herr im Haus ist, und das 90 Minuten lang.

  2. Seit dem Sieg der AS in Beerschot wurde der Club auf dem Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die haben garantiert Angst vor der AS da wir bei ihnen gewonnen haben, die sind ausserdem auswärts sehr schwach, haben zudem eine sehr schlechte Abwehr und sind in einer Negativspirale. Zudem haben wir in den 3 letzten Spiele 7 Punkte eingefahren. Das einzige Plus ist vielleicht der neue Trainer.
    Ich setzte auf 3 Punkte

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