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AS Eupen spielt nur 1:1 – Torhüter von Kortrijk erzielt den Ausgleich kurz vor dem Ende der Nachspielzeit

Eupens Jan Kral (l) im Duell mit Kortrijks Joao Silva. Foto: Belga

Die AS Eupen hat das wichtige Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt gegen den KV Kortrijk nicht gewinnen können. Die Gäste erzielten den Ausgleich Sekunden vor dem Ende der Nachspielzeit.

Vor Spielbeginn war bekannt geworden, dass sich der VC Westerlo nach der Niederlage am Freitag gegen den RSC Anderlecht von Trainer Jonas De Roeck getrennt hat, mit dem man noch in der letzten Saison als Aufsteiger die Playoffs 1 erreicht hatte. Damit war die AS Eupen von den vier Clubs auf einem Relegationsplatz der einzige, der mit Florian Kohfeldt noch nicht seinen Coach gefeuert hatte.

Kohfeldt brauchte gegen Kortrijk nach den beiden Niederlagen gegen RWDM und beim Cercle Brügge unbedingt ein Erfolgserlebnis. Zwar sind laut Online-Umfrage von „Ostbelgien Direkt“ zwei Drittel der Fans der Meinung, dass der ehemalige Bundesligatrainer immer noch der richtige Coach für die AS Eupen ist. Eine Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten wie Kortrijk konnte trotzdem am Kehrweg die Stimmung kippen lassen.

Eupens Angreifer Isaac Nuhu. Foto: Belga

Für das Sechs-Punkte-Spiel gegen Kortrijk nahm Kohfeldt im Vergleich zu der Begegnung beim Cercle Brügge zwei Änderungen vor: Für Regan Charles-Cook rückte Alfred Finnbogason in die Startelf, für Milos Pantovic kam Brandon Baiye.

Vor dem Anpfiff hatten sich RWDM und Charleroi 0:0 getrennt. Damit hatte die AS die Chance, mit einem Sieg nach Punkten zu Charleroi aufzuschließen und bis auf einen Punkt an RWDM und den KV Mechelen heranzukommen.

Die Eupener Startelf: Slonina – Paeshuyse, Pálsson, Kral – Magnée, Baiye, Keita, Davidson – Möhwald, Finnbogason – Nuhu.

„Advent, Advent, der Baum der brennt!“ war auf einem Transparent auf der Tribüne der AS-Fans zu lesen. Die erste Gefahr ging von den Gästen aus nach einem unnötigen Foul von Palsson. Zum Glück für die AS brachte die Szene den Gästen nichts ein.

In der 8. Minute kam Nuhu nach einer Ecke zu einem Distanzschuss, den Malinov abwehrte. Kurz danach war Kortrijk an der Reihe, als ein Schuss von Alebiosu am zweiten Pfosten vorbeiging.

In der 21. Minute setzte Nuhu seine Chancen-Serie fort. Sein Schuss ging knapp vorbei.

Eupen erhöhte den Druck. In der 33. Minute war wieder Nuhu an der Reihe. Wieder nichts.

Eupens Antreiber Gary Magnée. Foto: Belga

Inzwischen wurde in Hamburg die Gruppenauslosung für die EM 2024 durchgeführt. Belgien erwischte eine machbare Gruppe mit der Slowakei, Rumänien und einem Playoff-Gewinner. Deutschland bekommt es mit Schottland, Ungarn und der Schweiz zu tun (siehe dazu Artikel an anderer Stelle).

Unterdessen blieb es am Kehrweg bis zum Halbzeitpfiff in einem niveauarmen Spiel 0:0.

In der ersten Viertelstunde nach dem Wiederanpfiff tat sich nicht viel mehr. Bis auf die Einwechslung von Pantovic für Baiye und von Christie-Davies für Möhwald auf Eupener Seite tat sich gar nichts. Erst in der 63. Minute tat sich etwas, als Kortrijks Torhüter Vandenberghe sich bei einem Fernschuss von …Nuhu lang machen musste, um den Ball zur Ecke abzuwehren, die nichts einbrachte.

In der 65. Minute war zur Abwechslung auch AS-Torhüter Slonina noch einmal gefordert. Es gab nicht viel, was die Zuschauer bei dem eiskalten Wetter hätte erwärmen können – bis zur 69. Minute, als der AS endlich die Führung gelang: Magnée bediente Finnbogason, der nur den Pfosten traf, doch der Ball kam zu Kapitän Palsson, der ihn ins Tor von Kortrijk beförderte, 1:0.

Die Gäste aus Westflandern mussten jetzt aktiver werden. Sie gaben sich auch Mühe, einige Schussversuche fanden aber nicht das Tor oder scheiterten an AS-Schlussmann Slonina.

AS-Trainer Kohfeldt nahm noch zwei Spielerwechsel vor: Charles-Cook für Finnbogason (78.) und Déom für Nuhu (87.).

Es schien bei dem knappen 1:0-Sieg der AS zu bleiben, doch es kam anders: Nachdem in der Nachspielzeit Gäste-Torhüter Vandenberghe schon ein erstes Mal fast der Ausgleich gelungen wäre, bekam Kortrijk kurz vor dem Schlusspfiff noch einen Eckball – und diesmal ging Vandenberghe wieder mit nach vorne und erzielte das für Eupen enttäuschende 1:1.

Am Sonntag, dem 10. Dezember, empfängt die AS Eupen um 16 Uhr den KRC Genk, bevor sie am darauf folgenden Freitag, dem 15. Dezember, beim VC Westerlo ein weiteres Kellerduell bestreitet. (cre)

Nachfolgendes VIDEO zeigt Torwart-Held Vandenberghe im Interview nach dem Spiel in Eupen:

41 Antworten auf “AS Eupen spielt nur 1:1 – Torhüter von Kortrijk erzielt den Ausgleich kurz vor dem Ende der Nachspielzeit”

  1. Pierre Il

    Die Mannschaft sollte lieber Tischtennis spielen gehen!
    Ach nee, hat ja auch mit Ball zu tun.

    Die Vereinsführung sollte besser den Hut nehmen und zum Henker gehen.

    Ciao, ich schaue es mir nicht mehr an.

  2. askiebitz

    Erinnert an den Last Minute Ausgleich letzte Saison gegen KVO (mit dem Unterschied, dass es damals ein spektakuläres Spiel war). Ich denke, diese Mannschaft kann und verdient nicht mehr als die Relegationsrunde, in der die Tagesform entscheiden wird. Von der Saison verspreche ich mir angesichts der desaströsen Leistungen der letzten Monate nichts mehr.

    • Lieber Herr D.
      ein bekannter deutscher Trainer würde nicht so eine Gurkentruppe zusammen stellen.
      Aber angeblich haben 66 % der Abgestimmten für diesen Trainer gestimmt

      Dann absteigen mit dem tollen Trainer

  3. Hatte einen Moment im Nachmittag überlegt,mir das Spiel Live im Stadion anzuschauen.
    Das Wetter hätte mich nicht abgeschreckt,aber die Eintrittspreise in der Relation zu dem was man von Eupen geboten bekommt.
    Alles richtig gemacht!,neee ,doch nicht hab’s mir im TV angeschaut,leider,selber Schuld!
    Jetzt hat der Torwart von Kortrijk schon genau so viele Tore wie der Wunderstürmer Finbogasson!!!

    Es ist für mich,als ehemaliger Spieler der AS Eupen nicht zu verstehen,wie man zu Hause gegen eine grottenschlechte Mannschaft aus Kortrijk,nicht gewinnen kann.
    Alles raus und weg(Vorstand,Trainer,…..)
    und wieder in tieferen Klassen,ohne Katar neu anfangen ….,einfach nur Fussball spielen….,
    dann kommen auch mehr als 1000 Zuschauer…100 Prozent !!! (ich auch)

  4. Osteuropa

    Maurice , wann hast du denn bei der AS gespielt , welche Liga ?? du bist doch wohl nicht der Fliegenfänger oder ??? hoffe du gehst regelmäßig den FC Eupen schauen ….. wie alle KAS Motzer…… wie ist denn die Zuschaueranzahl beim FC wo doch nur lokale Spieler zum Einsatz kommen 😂😂😂😛😛😛⚽️⚽️⚽️

    • Na ja , Osteuropa,meine Zeit bei der KA S Eupen ist schon über 40 Jahre her.
      wenn man in jener Zeit nicht gut spielte,dann wurde wenigstens ,und das war das Minimum ,was der Trainer von uns erwartete ,gerannt, gekämpft U gegräscht…Einstellung ,Körpersprache…,anstelle ein 1 :0 zu verwalten,wurde auf das 2:0 gegangen ,und nicht quer und rückwärts!
      Die aktuelle “ Mannschaft“ hat doch einen deutschen Touch ,die genau diese “ Tugenden“ an den Tag legen könnte?!
      ich bin kein Motzer ,aber wir hätten uns damals nach solchen Leistungen in Grund u Boden geschämt,aber egal ,geht sich eh nur noch um das Geld , für die Fans brauchen die ja nicht zu spielen ,denn so wie sie spielen ,werden bald keine 500 mehr kommen.
      Tschö?

  5. Ich denke jede Geduld sollte nun ein Ende haben gerade auf dem Niveau!
    Sorry Monsieur Kohfeld du bist zwar als Typ Mensch super Sympathisch aber als Trainer doch nicht der nötige Impuls fürs Team.
    Die letzten 10 Spiele keine kreativen Momente oder Idee in der Offensive. Keine Entschlossenheit oder Durchsetzungsvermögen…. Jetzt brauchen wir einen der die Mannschaft zusammenführt. Auf besseres Personal kann man schwer hoffen. Jeder weiß es wer der ein altbekannter der neue Trainer sein könnte und aktuell vereinslos ist (Luis Garcia). Er bringt die nötigen Eier an den Kehrweg und Vill. endlich wieder mehr Identität und Verbundenheit an die Fußballregion !!!!

  6. Sportman

    Kohfeldt hat endlich fertig! Seine Aussagen im Grenz Echo zu den Torschüssen : wir haben sie in der ersten HZ kein Mal auf Tor schiessen lassen.
    Ja super Herr Kohfeldt – andere Statistik, die wichtiger im Abstiegskampf sind :
    Gewonnene Zweikämpfe :
    20 KAS (41%) – 29 Kortrik (59%)

    Du hast fertig –

  7. Hätte, hätte

    Eupen hätte sich Karel Geraerts holen sollen. Falls der überhaupt interessiert gewesen wäre.

    Aber die AS ist ja unter deutscher Führung. Da denkt man Deutsch wäre immer super.

  8. Weil er mit dem großen Klub Espanyol Barcelona nicht den Aufstiegsplatz in der 2. Division halten konnte wurde er vorzeitig entlassen…. Wir brauchen frischen Wind und einen der die Mannschaft in den Arsch tritt!!!

  9. Wenn in der Winterpause nicht in der Offensive RICHTIG nachgelegt wird ,auch vermutlich für die Playoff 3 , dann war es das mit der ersten Liga. Wie habe ich schon mehrfach gesagt, Preyvjak, N,dri ,Gassama abgeben und letzte Saison schon Probleme , und aktuell nur einen Stürmer Finnborgason holen reicht nicht

  10. Live Zuschauer

    Grauenhaftes Spiel von zwei drittklassigen Mannschaften ohne Lust und Fähigkeiten… Angst vor dem eigenen Schatten und nach dem 1:0 nicht nur kein Interesse am 2:0 (bei eigenen Ecken zu dritt vorn, alle andern dösen im Mittelfeld…) sondern mit blamablem Anfängerspiel.
    Den Trainer scheint das kalt zu lassen (kaum eine Emotion auf der Bank), er wechselt dann noch den engagiertesten Spieler aus. Die Direktion ist zufrieden, da die anderen noch viel schlechter sind… super (Ironie) und dann legt man sich auch noch mit den Fans an, die trotz dritte Provinzklassespiel laut und motiviert unterstützt haben … nur noch der Abstieg kann da helfen, mal auf den Boden der sportlichen und finanziellen Tatsache zurückzukehren!

  11. Anhang des Gegentreffers ist das ganze Elend der AS schön zu sehen. Nicht erstligareif. Im eigenen Zentrum des 16er erwartet man in 9:5 Überzahl den Eckball. Wobei alle AS Spieler im 16er sich aufhalten. Und das noch in der Nachspielzeit, in einer kritischen Phase.
    Für mich eher noch unbegreiflicher warum selbst Kortrijk nicht alles nach vorne wirft. Sie hätten mit 10 Spieler in Strafraum der AS sein müssen. Einer muss ja den Eckball treten.
    Nein, es stehen 5 am 5er und 2 Spieler knapp am 16er. Die AS ist also im Zentrum deutlich in der Überzahl. Und doch stehen am Ende am 2. Pfosten, der gegnerische Torwart plus ein Feldspieler frei. Und beim Kopfball stehen selbst 5 AS Spieler noch immer kurz und nur noch einer von Korkrijk.
    Die 2 Kortrijkspieler am 16er werden von Deom in Schach gehalten und greifen oder können überhaupt nicht eingreifen. Bei so einer deutlichen Überzahl im Zentrum darf sowas niemals passieren.
    So verteidigt ein Absteiger. So wie Kortrijk, in meinen Augen ebenfalls ein klarer Absteiger ist.
    In so einer Situation noch nicht einmal den Willen aufzubringen, hier mit aller Macht den Ausgleich zu erzielen, um was spielen die denn überhaupt.
    Und das man so eine schwache, nicht willige Mannschaft, nicht verteidigten kann, sagt eigentlich alles über die Spielstärke AS aus. Ob es nun an der Qualität der Spieler liegt, oder an der Trainingsqualität, sei nun mal dahingestellt. Hier kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen.

    • Heinrich

      Da noch 40 Sekunden zu spielen waren, wollte Kortijk bei einem eventuellen Klärungsversuch weiterhin im Ballbesitz sein um dann doch noch eine Flanke treten zu können. Eigentlich logisch.

      Sonst bin ich mit Ihrem Kommentar absolut einverstanden.
      10 Spieler kriegen 4 (aktive) Kortrijk Spieler nicht gestoppt.

  12. Einige von den Kritikern “ steigen “ schon seit dem 2. Spiel ab???
    Wir sind die schlechteste Mannschaft der 1. Division? Wieso sind denn noch 3 hinter uns?
    Die haben genau dieselben Probleme wie wir.
    Was der ganzen Mannschaft fehlt ist der Killerinstinkt! Das kann nur der Coach oder ein Psy geben…
    wenn wir 3 Punkte mehr haben sprechen wir nicht mehr von Abstieg die Woche danach falls verloren sind wir wieder die Schlechtesten.
    Eins steht fest ohne positives Denken werden wir weiter Angsthasenfussball spielen

  13. andere, Top Vereine, haben das gleiche Problem. Ausgleich in der 99. Minute. So ist Fußball, ein bisschen Glück und du gewinnst oder auch nicht.
    Alles ist noch im grünen Bereich. 3 Mannschaften mit maximal 3 Punkten Vorsprung. es bleiben noch 14 Spiele. also keine Panik auf der Titanic…

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