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Van Crombrugge kassierte in Lokeren „Tor des Jahres“: Schwache Eupener mit 0:3 noch gut bedient [VIDEO]

65. Minute: AS-Torhüter Hendrik Van Crombrugge kann nur machtlos zusehen, wie der Ball nach einem Schuss von Lokerens José Cevallos aus gut 50 Metern über ihn ins Tor fliegt. Foto: Screenshot Youtube

AKTUALISIERUNG – Die AS Eupen hat am Samstag erneut ihre flagrante Auswärtsschwäche unter Beweis gestellt. Die Schwarz-Weißen verloren in Lokeren 0:3 – und mit diesem Ergebnis waren sie auch noch gut bedient. Höhepunkt des Spiels war der Treffer zum 2:0 für Lokeren durch José Cevallos, der am Sonntag per Youtube und soziale Netzwerke um die Welt ging.

Für dieses dritte Spiel der Play-offs II in Lokeren, wo die Eupener sowohl in den Play-offs II der letzten Saison als auch in der regulären Meisterschaft der laufenden Spielzeit deutliche Niederlagen kassiert hatten, musste Trainer Claude Makélélé kurzfristig umdisponieren, denn Verteidiger Mathieu Peybernes hatte sich beim Aufwärmen verletzt.

Schiedsrichter Alexandre Boucaut (l) zeigt Eupens Reémi Mulumba (2vr) die Gelb-Rote Karte. Luis Garcia (2vl) und Jordan Lotiès (3vr) ahnen Schlimmes. Foto: Belga

Für Peybernes rückte Moussa Wague in die Startelf, die sich wie folgt präsentierte: Van Crombrugge – Wague, Tirpan, Lotiès, Blondelle, Gnaka – Mulumba – Ocansey, Garcia, Raspentino – Leye.

Für AS-Kapitän Luis Garcia war die Partie im Daknam-Stadion die letzte in dieser Spielzeit, vielleicht auch die letzte im Eupener Dress (siehe dazu Bericht an anderer Stelle). Mamadou Koné begann nach seinen schwächeren Leistungen gegen Beerschot und in Ostende auf der Bank.

In den ersten 10 Minuten zeigte der Schiedsrichter gleich drei Mal Gelb – ein Mal für Garcia und zwei Mal an einen Spieler von Lokeren.

Eupens Abwehrspieler nur Zuschauer

In der 13. Minute ging Lokeren in Führung durch Steve De Ridder, der die Passivität der Eupener Hintermannschaft nutzte, um das 1:0 zu erzielen. Erst fielen die Verteidiger der AS durch ihr schlechtes Stellungsspiel auf, und dann hinderten weder Jordan Lotiès noch Siebe Blondelle De Ridder am Torschuss, wobei der Ball obendrein von Mickaël Tirpan abgefälscht wurde.

Die AS Eupen präsentierte sich so wie in den 16 Auswärtsspielen vorher: abwartend, reagierend statt agierend.

AS-Kapitän Luis Garcia. Foto: Belga

In der 34. Minute kam Jakov Filipovic im Eupener Strafraum nach einem Eckstoß frei zum Kopfball, doch ging der Ball zum Glück für die Gäste neben das Tor von Hendrik Van Crombrugge.

Im Gegenzug hatte Eric Ocansey nach einem Patzer eines Abwehrspielers der Gastgeber eine Riesenmöglichkeit, um auszugleichen, doch völlig überhastet jagte der Ghanaer den Ball weit übers Tor.

Dann hatte Lokeren zwei weitere gute Torchancen durch Stefano Marzo und Yusuf Lawal. Mit dem Spielstand von 1:0 für Lokeren zur Pause war Eupen noch gut bedient. Coach Makélélé konnte mit der Leistung seiner Mannschaft im ersten Durchgang nicht zufrieden sein.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Eupen etwas das Tempo und spielte häufiger in der Hälfte von Lokeren.

In der 57. Minute kam auf Eupener Seite Alessio Castro Montes für Florian Raspentino. Kurz danach traf Mbaye Leye ins Tor, doch wurde der Treffer zu Recht wegen Abseits aberkannt.

„Tor des Jahres“ durch Cevallos

In der 65. Minute erlebte diese Begegnung ihren absoluten Höhepunkt, als José Cevallos vielleicht das „Tor des Jahres“ des Jahres gelang. Das Video vom Treffer des Ecuadorianers zum 2:0 aus 50-60 Metern geht seit Samstagabend per Youtube und Twitter um die Welt.

Der Lokerener sah, dass AS-Torwart Van Crombrugge weit aufgerückt war und beförderte den Ball aus der eigenen Hälfte (!) in hohem Bogen ins Eupener Tor – 2:0. Sensationell! (siehe VIDEO unten).

Lokerens Trainer Peter Maes. Foto: Sporting Lokeren

Kurz danach musste Eupen einen weiteren Rückschlag hinnehmen mit der Gelb-Roten Karte für Rémy Mulumba. Die AS war damit auch noch in Unterzahl.

Schlimmer noch: In der 71. Minute erhöhten die Gastgeber durch ein Eigentor von Lotiès auf 3:0.

In der Folgezeit hätten die Gastgeber noch mehrere andere Tore erzielen können. Auch im 17. Auswärtsspiel in dieser Saison blieb die AS Eupen den Beweis ihrer Erstligatauglichkeit schuldig.

Am kommenden Mittwoch geht es weiter. Dann empfangen die Eupener den R. Antwerp FC, der an diesem Sonntag in einem explosiven Stadtderby, bei dem wahrscheinlich ein Zuschauerrekord für die Play-offs II aufgestellt wird, auf den ewigen Rivalen Beerschot trifft.

Für die AS Eupen ist jetzt schon sicher: Die Mannschaft muss massiv und vor allem intelligent verstärkt werden, wenn man eine schwache Saison wie diese vermeiden möchte. (cre)

Nachfolgend ein VIDEO vom „Tor des Jahres“ von José Cevallos von Lokeren gegen AS Eupen:

Zum Thema siehe auch folgende Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

  1. Eupenerin

    Nee was für ein sch….Spiel wir wissen alle das es sich um nix mehr geht trotzdem sollen sie mal zeigen 😡😡nee ein Trauerspiel ich wünsche Garcia alles Glück für seine weitere Zukunft .Eventuell als Trainer er hat wenigstens sein bestes gegeben auch im höheren Alter. Er könnte den anderen Schnösel noch was bei bringen 😡😡

  2. Schirifreund

    Man sollte die Po II abschaffen. Einfach trostloses Gedöse.
    Und nächstes Jahr? Wie ich gelesen habe, nimmt Quatar im nächsten Jahr an der Südamerikanischen Meisterschaft der Nationen teil. Hoffentlich haben wir dann keine Quatari im Kader…

  3. Ich hoffe sehr, dass im Hintergrund man sehr aktiv bemüht ist, die richtigen Transfers zu tätigen für die nächste Saison. Spätestens seit gestern dürfte wohl jedem bewusst sein, dass viele Spieler in dieser „Mannschaft“ nicht das Niveau haben. Die für mich einzigen, die konstante Leistungen gebracht haben sind Garcia und Hendrik, und diese Spieler werden wir mit grösster Wahrscheinichkeit nicht mehr sehen. Der Trainer hat nicht unrecht zu sagen, dass er bleiben möchte, wenn die AS Vereinsführung wirkliche Ambitionen zeigt und nicht nur um die Klasse zu halten. Das Spielermaterial, das er hat ist ganz einfach unzureichend, so viel ist klar. Die im Winter getätigten Transfers sind keine Knaller, haben jedoch geholfen die Klasse zu halten. Ob man jedoch mehr hiervon erwarten darf ? Die Play Off 2 jedoch werden nicht dazu beitragen. Und Falls Makelele in jeder Linie echte Top Verstärkungen erhält, muss er es auch noch wahr machen. Er scheint jedenfalls genauso lustlos im Moment wie die gesamte Truppe zu sein. Kein Ruck, kein Aufbäumen, gähnende Leere. Dabei hat die Vereinsführung beste Kontakte zu deutschen Spitzenklubs und gute Belgier gibt es auch. Dass der Funke der Fans überspringen kann, hat man im Spiel gegen Mouscron gesehen. Und wenn wir solche Momente erleben können, ist jeder happy. Aber dazu gehören Ambitionen, Zielsetzungen. Alles andere stimmt, nur die sportliche Führung der ersten Mannschaft war, ist und bleibt eine grosse Baustelle. Hoffe man hat dies inzwischen begriffen, ich lasse mich gerne positiv überraschen.

  4. Ich glaube schon dass da einige erstligataugliche Spieler sind.
    Ich glaube eher, dass etliche Spieler einen anderen Trainer wünschen und dies auf dem Platz auch zeigen.
    Sicherlich brauchen wir Verstärkung, aber wir brauchen auch einen Trainer, der sich nicht als Star des Ganzen aufspielt.
    Makelele hat wâhrend des Wintertransfers Spieler bekommen wovon Condom nur träumen konnte.

  5. Scheich Abdul Klappstuhl

    Die A.S.sollte sich mal bei Olympiakos Piräeus umhören .Die haben wegen Erfolglosigkeitden kompletten A Kader geschasst U.A.5 Belgier : Engels Odidja-Ofoe Gillet (Ex Eupener;))Proto & Mirallas.Die sind bestimmt günstig zu haben

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