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Apple stellt hochgerüstetes und teuerstes iPhone X vor

Der Geschäftsführer von Apple, Tim Cook, präsentiert im Steve Jobs Theater in Cupertino (USA) neue Apple-Produkte. Foto: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

Kein Home-Button mehr, Gesichts-Erkennung statt Fingerabdruck-Scanner, Display von Rand zu Rand: Apple hat seinem iPhone die größten Veränderungen seit Jahren spendiert. Zugleich ist das hochgerüstete neue Modell auch deutlich teurer geworden.

Apple will mit einem radikal erneuerten iPhone einen neuen Standard im Smartphone-Geschäft setzen. Zugleich ist es mit einem Preis über 1.000 Euro das bisher teuerste Telefon des Konzerns.

Beim iPhone X (steht für 10, nicht den Buchstaben X) füllt der Bildschirm den Großteil der Frontseite aus und der Fingerabdruck-Scanner wurde durch Gesichtserkennung abgelöst.

Der Marketing Vize-Präsident von Apple, Phil Schiller, präsentiert im Steve Jobs Theater in Cupertino (USA) neue Apple-Produkte. Im Hintergrund ist das neue iPhone X zu sehen. Foto: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

Mit einem Startpreis von 1.149 Euro (999 Dollar in den USA) ist es deutlich teurer als bisherige iPhones und kommt auch später als gewohnt erst Anfang November auf den Markt.

Im Phone X findet ein Display mit einer Diagonale von 5,8 Zoll – mehr als beim aktuellen Plus-Modell – in einem Gehäuse Platz, dass nur unwesentlich größer ist als das aktuelle „kleine“ iPhone 7. Auch andere Smartphone-Anbieter setzen darauf, möglichst ohne Bildschirmränder auszukommen.

Designs in diese Richtung stellten unter anderem der chinesische Smartphone-Aufsteiger Xiaomi, Weltmarktführer Samsung und das Start-up Essential von Android-Erfinder Andy Rubin vor. Zugleich sagte Apple-Chef Tim Cook, das iPhone X solle die Marschrichtung für die Branche für das nächste Jahrzehnt vorgeben – vor zehn Jahren hatte das erste iPhone den Grundstein für das heutige Smartphone-Geschäft gelegt.

Mit dem größeren Display ist kein Platz mehr für den gewohnten Home-Button, mit dem man aus jeder Anwendung in das Hauptmenü mit den App-Symbolen zurückkehren konnte. Für diese Funktion wischt man jetzt stattdessen mit dem Bildschirm vom unteren Bildschirmrand hoch.

Gesichtserkennung statt Fingerabdruck

Die Gesichtserkennung Face ID ist mit mehreren verschiedenen Sensoren dreidimensional, damit die Technologie nicht etwa mit einem Foto ausgetrickst werden kann. Samsung musste hämische Kommentare einstecken, als das Journalisten bei einem Modell gelang.

Die Apple-Software passe sich auch an Veränderungen des Gesichts an – etwa wenn der Nutzer sich einen Bart wachsen lasse, sagte Marketingchef Phil Schiller bei der Präsentation im neuen Hauptquartier in Cupertino.

Apple-CEO Tim Cook präsentiert im Steve Jobs Theater in Cupertino (USA) ein neues Produkt. Foto: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

Die Daten werden mit Hilfe künstlicher Intelligenz direkt auf dem Gerät ausgewertet. Dank der Analyse soll das Telefon den Nutzer auch mit verschiedenen Frisuren und zum Beispiel mit und ohne Brille erkennen.

Die Gesichtserkennung ersetzt den Fingerabdruck-Scanner nicht nur zur Entsperrung der Telefone, sondern unter anderem auch für das Bezahlsystem Apple Pay. Ein verspielter Nebeneffekt der Technologie sind animierte Emoji, die in Echtzeit die Mimik des Nutzers übernehmen. Außerdem erlauben die Sensoren, die das Display für einen schmalen Streifen am oberen Bildschirmrand unterbrechen, bessere Selfies.

Das iPhone X kann kabellos aufgeladen werden und ist mit drahtlosen Ladegeräten des Qi-Standards kompatibel. Die Version mit mehr Speicher kostet 1.319 Euro.

Zudem gibt es eine Weiterentwicklung der iPhones im bisherigen Format – die Modelle iPhone 8 und 8 Plus in den beiden aktuellen Größen. Sie bleiben äußerlich weitgehend beim noch 2014 eingeführten Design, bekamen aber unter anderem wie gewohnt deutlich leistungsfähigere Chips und Kameras. Auch sie können kabellos aufgeladen werden. Das iPhone 8 hält in etwa das Preisniveau bisheriger Modelle und kommt im September auf den Markt. (dpa)

  1. Und per Gesichtserkennung können nur noch schöne Menschen das Gerät benutzen. Das wäre der ultimative Marketingerfolg, dann würde jeder Preis bezahlt von denen die im Spieglein, Spieglein an der Wand freigeschaltet würden.

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