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Kein ärztliches Attest mehr nötig für 1 Tag Abwesenheit – aber maximal dreimal im Jahr

Foto: Pixabay

Die föderale Regierung hat eine Einigung über die Abschaffung des ärztlichen Attests für Personen erzielt, die nur einen Tag abwesend sind.

Das berichtete die VRT am Montagabend. Dies wird jedoch nur maximal dreimal pro Jahr möglich sein. Zudem sind Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von der neuen Maßnahme ausgenommen.

Es ist noch nicht bekannt, wann die Maßnahme in Kraft tritt. Die Arbeitgeber zögerten noch, diese Idee der föderalen Regierung zu akzeptieren. Sie befürchteten, dass eine solche Maßnahme dem Missbrauch Tür und Tor öffnen könnte. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sie nur maximal dreimal im Jahr in Anspruch genommen werden kann. (cre)

15 Antworten auf “Kein ärztliches Attest mehr nötig für 1 Tag Abwesenheit – aber maximal dreimal im Jahr”

    • Besorgte Mutter

      @Faust, das sehe ich genau so.
      Da haben die Sozialisten in der Regierung es wiederholt geschafft.
      Ich stelle mir aber auch die Frage, ob unsereins, die nie einen Tag auf lau machen, denn vom Arbeitgeber eine zusätzliche Prämie erhalten dürfen, oder sind wir wieder einmal die Deppen des Systems oder besser gesagt die Blöden die den ganzen Laden noch am laufen halten.
      Werden die Eintagskranken denn zu mindestens gezwungen sein, sich durch den Arbeitgeber überprüfbar, zu Hause zu befinden, oder wird es jetzt für die, die ihren Job nicht besonders verantwortungsvoll ausüben drei verlängerte Wochenende an der Küste geben?
      Ich fürchte, dass wir Ehrlichen und Verantwortungsvollen hiermit einen weiteren Schlag in die Magenhöhle werden einstecken müssen.
      Unsere Gesellschaft geht mir großen Schritten dem Abgrund entgegen!

      • Nun ja...

        Soso, eine Prämie also…
        Ja, es wird immer jemanden geben, der solche Dinge ausnutzt, aber warum so pauschalisieren? Das ist mir etwas zu einfach.
        Diejenigen, die diese Regelung in Anspruch nehmen , die übrigens jetzt schon so in so manchen Unternehmen Anwendung findet – und das immer und nicht nur für drei Tage pro Jahr – mal eben pauschal alle möglichen Dinge unterstellen, aber selber so ein Vorbild sein und für die ganz „normale“ Erfüllung des eigenen Arbeitsvertrages mal direkt im Gegenzug eine extra Entlohnung einfordern. Ja, solche Vorbilder lobe ich mir…nach dem Motto, die Anderen nicht, aber ich… IIhr Kollege möchte ich wirklich nicht sein, muss ja ein tolles Betriebsklima sein neben ihnen zu arbeiten.. .
        Man könnte ja mal die Frage in den Raum stellen, wenn – und so stellen sie das hier ja hin – jeder der diese Möglichkeit nutzt, automatisch Betrüger, Schmarotzer und sonst noch was ist (jaja, das haben sie natürlich so nicht gesagt..), weshalb es denn Unternehmen gibt wo das, auch schon mehrere Jahre, praktiziert wird. Doch nicht nur Montags-Kranke?
        Übrigens, es gibt auch Unternehmen, bei denen es tatsächlich eine Form von „Prämien“system gibt wenn eine bestimmte Quote an gesamter Abwesenheiten pro Jahr im Unternehmen unterschritten wird.
        Nun ja… Aber das verhindern bestimmt immer diejenigen die für einen Tag ein Attest einreichen…

  1. deuxtrois

    Ist in Luxemburg schon seit ich denken kann, Gang und Gebe – muss aber laut Gesetzgeber im Einklang mit der Unternehmenspolitik sein, sprich: Der Arbeitgeber kann trotzdem verlangen, dass man seine Abwesenheit oder Krankheit durch ein Attest belegt. Es gibt einige Betriebe, die das grundsätzlich erlauben – eventuell wäre das die bessere Lösung für alle Beteiligten gewesen (außer für diejenigen die grundsätzlich gerne „Blaumachen“ möchten).

  2. Felicitas

    @ Deuxtrois
    So sehe ich das auch. Der Arbeitgeber kann an Hand seiner Perso Abtl. gut einschätzen, wer ein “ notorischer Blaumacher * ist, und wer nicht. Es wäre somit flexibeler, hätte man den Arbeitgeber besser eingebunden.

    • Ach, wenn Sie es sagen.
      Ich arbeite in der Privatwirtschaft in einem großen Betrieb.
      Da hat noch nie jemand ein Attest von mir verlangt, wenn ich mal einen Tag krank bin.

      Es ist so wie immer:
      Eine kleine Minderheit wird dies wahrscheinlich ausnutzen und das als 3 weitere Feiertage sehen. Der großen Masse bleibt so ein (meist unnötiger) Gang zum Arzt und die damit verbundenen Ausgaben erspart…

  3. Es ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich!
    Ich hab manchmal Migräne und wenn die anfangen und ich nehme 2 Ibuprofen ist es auch gut!

    Wenn die aber so schlimm sind das die Medikamente nichts mehr bringen in meinem Fall meist Abends, jedoch im Schnitt pro Jahr 1-2mal schon nach dem aufwachen habe ich es früher so geregelt den Arbeitgeber tel. um den Eintrag eines Urlaubstages z bitten ‚was auch nach anfänglicher Verwunderung delang)! Er fragte mich ob ich nicht zum Arzt wollte und ein Attest zu nehmen! Naja wenn ich 2-3 Stunden bei grellem Licht im Wartezimmer des Arztes aushalte, dann könnte ich auch is Büro!

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