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2020 war in Belgien das wärmste Jahr seit 1833

Sonne satt: VRT-Wetterexperte Frank Deboosere bei seiner Wettervorhersage für den 5. und 6. April 2020. Foto: Screenshot DeRedactie.be

Auf Grundlage der Prognosen für die zweite Hälfte von Dezember wird das Jahr 2020 in Belgien das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen im Jahr 1833 sein.

Das gab das Kgl. Meteorologische Institut (KMI) in Uccle (Brüssel) am Donnerstag bekannt. Die Temperatur lag 2020 in Uccle, wo das KMI seinen Sitz hat, im Schnitt bei 12,1 Grad Celsius. Die durchschnittliche Temperatur lag in 10 der letzten 11 Monate des Jahres 2020 über dem klimatologischen Normalwert (mittlere Temperatur in der Referenzperiode von 1981 bis 2010). Nur der Monat Juli lag in diesem Jahr unter dem Normalwert.

08.08.2020, Belgien, Ostende: Menschen bevölkern bei heißem Sommerwetter den Strand von Ostende. (Luftaufnahme aus einem Hubschrauber). Foto: Eric Lalmand/BELGA/dpa

Besonders im September, als in Uccle eine Rekordtemperatur für den Monat von 34,3 Grad gemessen wurde, lag die mittlere Temperatur 1,5 Grad über dem Normalwert.

Der Winter 2020, der die Monate Dezember 2019 sowie Januar und Februar 2020 umfasst, gilt als der drittwärmste Winter seit Beginn der Messungen.

Außerdem ist die Temperatur in Uccle seit Anfang 2020 noch nicht unter 0 Grad gefallen, was bedeutet, dass Uccle bisher in diesem Jahr noch keinen so genannten „Wintertag“ erlebt hat.

Dieser Erwärmungstrend ist auch bei den Extremwerten zu erkennen, so das KMI. Der vergangene Sommer war wieder einmal von einer Hitzewelle geprägt. Sie dauerte nicht weniger als 12 Tage, vom 5. bis 16. August. In Uccle wurden Spitzenwerte von bis zu 35,9 Grad aufgezeichnet. Die Woche vom 6. bis 12. August war auch die wärmste, die jemals in Belgien gemessen wurde.

07.08.2020, Belgien, Lichtervelde: Der Asphalt auf der E403 zwischen Kortrijk und Brügge ist aufgrund der hohen Temperaturen aufgerissen. Foto: Kurt Desplenter/BELGA/dpa

In den letzten drei Sommern hat die Höchsttemperatur in Uccle an sechs Tagen die Marke von 35 Grad überschritten, während dies seit 1892 nur an 11 Tagen der Fall war.

2020 wird auch als sehr trockenes Jahr in die Wetterstatistik eingehen. April und Mai waren mit 24,4 mm Niederschlag die trockensten Monate in Uccle seit 1833. Nach den Prognosen bis Ende Dezember wird das Jahr 2020 insgesamt rund 720 mm Niederschlag gehabt haben und damit das vierttrockenste Jahr seit 1981 sein.

Die Sonne schien in Uccle öfter als gewöhnlich – mit 1.823 Sonnenstunden bis zum 16. Dezember, verglichen mit normal 1.544,35 Stunden.

Auf dem Podium der drei wärmsten Jahre lagen 2018 und 2014 mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 11,9 Grad ex aequo auf dem zweiten Platz. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

 

23 Antworten auf “2020 war in Belgien das wärmste Jahr seit 1833”

  1. Man denke mal dass es vor knapp 200 Jahren (!!!!!) genau so warm war wie heutzutage… wo ist denn bitte schön der Klimawandel ? Die Leute glauben verdammt nochmal alles was man ihnen erzählt !

    • Nee wa !

      Erst Text lesen und verstehen, wenn man sich nicht blamieren will!
      1833 war es nicht so warm, 1833 wurde mit den Temperaturmessungen und -aufzeichnungen gestaret. Jo wa, jetzt hast de dich schön blamiert, wa!

  2. Pensionierter Bauer

    Genauso habe ich das am 1.Januar 2020 vorhergesagt!
    Ich garantiere dafür, dass uns am Ende des kommenden Jahres, die gleiche Meldung in „Panik“ versetzen soll.
    Aber solange die Niederländer nicht vor den Fluten des Meeres flüchten, habe ich keine Panik, wie Greta sie mir wünscht.

    • Obama hat noch vor kurzem eine Mio $ teure Villa direkt am …. Strand gekauft. Er glaubt also selbst nicht die Klimamärchen die er während seiner Amtszeit zum Leitfaden seiner Politik gemacht hatte…

      • volkshochschule

        Wenn Herr Obama etwas fürs Klima tun will sollte er ein Vorbild sein und mit einer 130 qm Wohnung zufrieden sein stattdessen hat er aber 700 qm für sich und seine Frau. Bundeskanzler Schmidt war ein Vorbild er ist nie obwohl er es sich als erfolgreicher Schriftsteller hätte leisten können, aus seinem kleinem Reihenhaus ausgezogen. Es gibt Dinge so sagte er mal die gehören sich für einen Volksvertreter nicht.

  3. Diese Temperaturzunahme ist tatsächlich die Folge menschlicher Aktivitäten, aber anders als sich das die CO2-Klimakirche so vorstellt. Diese Messstellen befinden sich zunehmend in einem urbanen Umfeld mit weitreichenden Folgen für die Messungen:
    https://www.stadtklima-stuttgart.de/index.php?klima_waermeinsel
    ….
    In großen Städten wurden Temperaturdifferenzen bei der Jahresmitteltemperatur zwischen Stadt und Umland von weit mehr als 10°C gemessen. Ursache für den Wärmeinseleffekt ist vor allem der hohe Anteil versiegelter und bebauter Flächen in urbanen Gebieten, aber auch Luftschadstoffe und anthropogene Wärmequellen beeinflussen die Überwärmung in städtischen Gebieten.
    …..
    Auch hier führen Scheinkorrelationen zu völlig falschen Schlussfolgerungen (das CO2 ist schuld) und zu irrem Aktionismus einer „Klimaschutzpolitik“….

    • Corona2019

      Der April ist auch sehr Warm gewesen dieses Jahr .

      Vermutlich weil kaum Fahrzeuge unterwegs gewesen sind wegen des Lockdown .

      In Folge dessen wurde auch die zentral-Heizung abgedreht .

      Und deshalb ist der Mensch jetzt schuld an der Erderwärmung .-)😉

    • Dow Jones

      @Dax, dann reicht es also die Messstellen in kältere Ecken zu verlegen um die Klimaerwärmung zu stoppen? Und wäre es nicht noch besser wenn man gar nicht mehr messen würde?

      Genial ! Die Idee könnte von Meyer stammen.

      • Die Erwärmung wird ja durch den Vergleich mit historischen Messdaten an der selben Station beziffert und kausal dem steigenden CO2 Gehalt der Atmosphäre zugeordnet. Was nicht plausibel ist, da der Wärmeinseleffekt die steigenden Messwerte widerspruchsfreier erklärt als die CO2 Theorie. Zumal die Erwärmung bei historischen Temperaturreihen, die weiterhin außerhalb urbaner Gebiete liegen, nicht erkennbar ist.

        • Dow Jones

          Die Temperaturen steigen auch in der Arktis. Ich habe gar nicht mitbekommen, dass da in den letzten Jahren massiv Flächen betoniert und asphaltiert worden sind. Waren das die Chinesen?

          Die Permafrostböden in Sibirien tauen. Mir wer jetzt auch nicht so richtig bewusst, dass Sibirien ein urbanes Gebiet mit Wärmeinseleffekt in den bebauten Flächen ist.

          Die Gletscher in den Alpen ziehen sich zurück. Wahrscheinlich haben die mitbekommen, dass die gemessenen Temperaturen im Stuttgarter Talkessel gestiegen sind, und jetzt machen die aus Solidarität einfach mal mit.

          Die Zugvögel verschieben Ihre Winterquartiere nach Norden und einen richtigen Winter hatten wir schon länger nicht mehr.

          Das alles, weil um die Messstationen herum ein Wärmeinseleffekt entstanden ist? Oder sind die Messstationen nicht validiert und geben bis zu 90 % falsch positive Werte?

          Man kann gerne darüber diskutieren wie groß der kausale Zusammenhang zwischen CO2-Konzentration und Klimaerwärmung ist. Aber die Klimaerwärmung generell anzuzweifeln und auf falsche Positionierung der Thermometer zu schieben ist lächerlich.

          • Walter Keutgen

            Dow Jones, mit den Gletschern ist das ist nicht so eindeutig. Vor Jahren habe ich in einem französischen Fernsehprogramm aus Frankreich oder Belgien eine Sendung gesehen, wo die Einwohner eines Schweizer katholischen Dorfes ihre jährliche Prozession um Gott zu bitten, dass der Gletscher nicht das Dorf wegfege, gerade erst absetzten und erwogen, den Papst um eine neue Prozessionsgenehmigung gegen den Rückzug des Gletschers zu bitten.

            In Foren wie diesem hier schrieben „Klimaleugner“, im Besitz von Postkarten (Fotografien) zu sein, wo die Schweizer Gletscher nicht so nah an den Dörfern waren.

            Was wissen wir von der Arktis um das Jahr 1000, wo die Wikinger Grönland (Grünland, nicht Weißland) kolonisierten, um genügend Getreide zu haben, um zu überleben.

  4. Zaungast

    „Aber solange die Niederländer nicht vor den Fluten des Meeres flüchten, habe ich keine Panik, wie Greta sie mir wünscht.“ meint ein pensionierter Bauer weiter oben.

    Da er ja Rentner ist, hätte er Muße genug gehabt, mal zum Thema zu googeln, dann hätte er nämlich dies hier gefunden:
    https://worldoceanreview.com/de/wor-5/kuesten-besser-schuetzen/meeresspiegelanstieg-begegnen/
    Aber solange die Niederländer nicht vor den Fluten des Meeres flüchten, habe ich keine Panik, wie Greta sie mir wünscht.

    Ja, die Küstenregionen beschäftigen sich schon länger mit dem Problem, auch wenn die Bewohner dort nicht die Flucht ergreifen.
    Auch die Belgier – oder besser gesagt, die Flamen – werden nicht darum herumkommen, ihre „flämische“ Küste und deren Hinterland gegen den Anstieg des Meeresspiegels zu schützen, und das wird teuer, sehr teuer werden, aber die Flamen haben’s ja und werden das schon schaukeln.
    https://www.afdelingkust.be/nl/masterplan-kustveiligheid

    Aber wer will schon von liebgewordenen Vorurteilen lassen, nicht wahr, lieber Bauer?

  5. Peter Müller

    Oh, was müssen die Menschen 1833 wohl geschwitzt haben. Wer war da an der Hitzewelle Schuld?. Und wieso waren die Jahre danach wieder kâlter. Es ist schon ein Unterschied ob ich ein Messgerät am Lascheterweg oder in der Gospertstrasse aufstelle.

  6. Was das grundsätzliche Problem der Temperaturmessungen, und besonders der „mittleren Erdtemperatur“ angeht, kann man hier lesen:
    https://wattsupwiththat.com/2020/12/08/co2-coalition-the-global-mean-temperature-anomaly-record-how-it-works-and-why-it-is-misleading/
    Die Deutsche Übersetzung kann man bei Eike lesen:
    https://www.eike-klima-energie.eu/2020/12/11/co2-koalition-anomalien-der-globalen-mittleren-temperatur-wie-man-sie-berechnet-und-warum-sie-irrefuehrend-sind/
    Die famose „mittlere Erdtemperatur“ ist eine virtuelle Größe die politisch instrumentalisiert wird um a) eine Klimakatastrophe zu begründen und b) die Maßnahmen zur „Klimarettung“ zu rechtfertigen.

  7. Zuhörer

    Vorige Woche war eine Sendung im Fernsehen wie die Erde bewohnbar wurde. Zuerst soll nur Eis gewesen sein. Temperaturen die Leben nicht möglich machten. Dann wären Vulkane ausgebrochen. Damit wären die Temperaturen stetig angestiegen, sodass sich Leben entwickeln konnte. Heute läge es aber nicht mehr am CO2 der Vulkane, sondern am Menschen. Gibt es denn keine Vulkane mehr, das wir Menschen jetzt verantwortlich sind? Wenn die Vulkane die Erde von – 100 Grad auf + Grade erwärmt haben, dann geht es doch immer schneller. Das sieht man doch schon wenn man die Heizung anmacht. Zuerst dauert es bis es angenehmer wird, dann wird’s schnell zu warm. Überall hört man von Waldbrände. Aber das ist kein Klimagas was da produziert wird. Bevor jetzt jemand wieder sagt es wäre auch aus Menschenhand. Was die Profiteure da anstellen, können wir aber wirklich nichts für. Und Waldbrände entstehen auch auf natürlichem wege. Mansche Bäume und Pflanzen können garnicht anders existieren.

  8. Pensionierter Bauer

    Der deutsche Wetterdienst musste diese Woche den Deutschen Temperaturrekord vom 25.Juli 2019, gemessen in Lingen am Niederrhein, von 42,6*C auf 41,2*C absenken.
    Diese Meldung ist den Mainstreammedien, im Gegensatz zu den Schlagzeilen von Ende Juli 2019, aber nur eine sehr kleine Kurzmitteilung wert.

  9. Guido Scholzen

    the same procedure as last year?
    the same procedure as every year!

    Und schon wieder das wärmste Jahr seit den Temperaturaufzeichnungen.
    Bei den Klimagläubigen wird es aber stets als der wärmste Jahr aller Zeiten interpretiert, das ist das Fatale daran; und die Politik will, dass wir glauben.

  10. Ach Dachs

    Es eiket schon wieder. Ihre ständigen Verweise auf diese Homepage lässt Zweifel an ihr freies Denkvermögen aufkommen. Sie prangen die Mainstream Medien an? Ich seh bei Eike keine andere Strategie, außer dass sie unerzogen daher kommt.
    Der Hammer ist ja Ihr Vergleich im Grenz-echo. Tausende Wissenschaftler forschen, ziehen in die Arktis um Erkenntnisse zu sammeln. Uns Sie erklären der Welt, dass der Co2 gehalt nicht Schuld sein kann, aufgrund der Regel der Thermodynamik. Merken Sie was. Wenn man beginnt zu meinen, dass um einen herum alle bekloppt sind, außer man selber, sollte man sich fragen stellen.
    Herr Wahl ist doch nur sauer weil seine Energieinsel nicht funktioniert. Deshalb haben die Anderen dann Unrecht.
    Und vergessen wir nicht die 33% Primärenergieverluste durch die zentrale Energiegewinnung.

    • Joachim Wahl

      Werter Herr/Frau/Divers „Ach Dachs“. Wieso kommen Sie darauf, dass meine Energieinsel nicht funktioniert und ich deshalb sauer bin? Übrigens kennt die Physik kein „Unrecht“, egal wie viele „andere“ irgendwas behaupten.

  11. Paul Siemons

    Es ist wirklich eine Sauerei, dass die Erde sich nicht an das hält, was Greta und ihre kleinen und großen Fans wollen! Die Erde tut einfach, was sie will, egal, um was es geht. Klima, Wetter, Plattentektonik… Wären doch nur früher solche klugen Geister auf den Plan getreten! Was wäre alles nicht eingetreten! Es hätte keine Eiszeiten gegeben, die Saurier würden noch leben, es hätte keine Flandrische Transgression gegeben, die Sandgrube von Kelmis läge weiterhin unter dem Meeresspiegel und Belgien läge noch am Äquator.

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