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1:0 für Standard – Die AS schlägt sich selbst durch ein Eigentor – Einige Unruhestifter im Eupener Fanblock

Standard-Stürmer Joao Klauss (9) jubelt, während Eupens „Eigentorschütze“ Emmanuel Agbadou (22) und die AS-Spieler Smail Prevljak (9) und Stef Peeters (8) fassungslos sind. Foto: Belga

Die AS Eupen kann seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2016 auswärts bei Standard Lüttich nicht gewinnen. Die Schwarz-Weißen verloren am Samstag im Stadion von Sclessin durch ein Eigentor von Abwehrspieler Emmanuel Agbadou. Die „Rouches“ gewannen 1:0.

Für dieses Derby im Stadion von Sclessin änderte AS-Coach Stefan Krämer sein System. Aus der Dreierkette wurde eine Viererkette mit Andreas Beck auf der rechten und Silas Gnaka auf der linken Seite der Abwehrreihe.

Die Startelf der AS Eupen: Nurudeen – Beck, Agbadou, Amat, Gnaka – Cools, Kayembe, Peeters, N’Dri – Prevljak, Ngoy.

Bei Standard Lüttich fehlte verletzungsbedingt Torhüter Arnaud Bodart, der beim 2:2 vor einem Jahr der Held war, weil er in der Nachspielzeit noch den Treffer zum Ausgleich für die „Rouches“ erzielte.

Eupens Silas Gnaka stand nach langer Zeit noch einmal in der Eupener Startelf. Foto: Belga

Für Bodart bekam Ersatzkeeper Laurent Henkinet eine Bewährungschance. Standard-Trainer Luka Elsner, unter dem die Lütticher noch nicht gewonnen hatten, konnte indes wieder auf Selim Amallah zurückgreifen.

Die erste Torchance hatte Standard nach nicht einmal einer Minute durch Nkounkou, aber die Arme von Nurudeen waren lang genug, um den Ball festzuhalten.

Die zweite Torchance ging auf das Konto der Eupener bei einem Weitschuss von Peeters, den Henkinet parierte.

Schrecksekunde für die Fans der AS nach einer Viertelstunde, als Prevljak verletzt am Boden liegen blieb. Zum Glück konnte der Bosnier nach einer Behandlung weiterspielen.

Nach 22 Minuten wurde die Partie unterbrochen, weil im Fanblock der AS Leuchtraketen gezündet und auf den Platz geworfen wurden. AS-Kapitän Jordi Amat und AS-Trainer Stephan Krämer begaben sich zu der Gästetribüne, um einige Unruhestifter im Eupener Fanblock zu bitten, Vernunft anzunehmen.

Eupens Mittelfeldspieler Edo Kayembe. Foto: Belga

In der 27. Minute reklamierten die Zuschauer einen Elfmeter nach einem unbeabsichtigen Handspiel von Amat im Strafraum der Gäste, doch Schiedsrichter Jasper Vergoote ließ weiterspielen, bevor Bokadi nach einer Flanke von rechts den Ball neben das Tor von Nurudeen köpfte.

In der 30. Minute sorgte N‘Dri auf der Gegenseite für Torgefahr, aber auch hier ging der Ball daneben. In der 35. Minute hatte N‘Dri die nächste Torchance bei einem schnellen Gegenstoß, doch diesmal wehrte Henkinet den Ball zur Ecke ab.

In der 37. Minute stand AS-Schlussmann im Brennpunkt, als Nkounkou Klauss in den Strafraum schickte und Nurudeen den Standard-Stürmer noch so gerade am Torerfolg hindern konnte.

Die Lütticher erhöhten den Druck. Einige Male brannte es lichterloh im Strafraum der AS. In der 45. Minute feuerte Siquet den Ball ins Außennetz.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte bestraften die immer mehr in die Defensive gedrängten Gäste sich selbst, als Agbadou einen relativ harmlosen Ball mit der Brust abstoppen wollte, ihn aber unglücklich ins eigene Tor lenkte (siehe VIDEO unten).

Dumm gelaufen! So stand es nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit nicht 0:0, sondern 1:0.

Anfang der zweiten Halbzeit hatte Eupen Glück, weil Amallah in der 48. Minute nur den Pfosten traf, aber auch Pech, weil in der 55. Minute ein fulminanter Schuss von Agbadou nur knapp am Tor von Henkinet vorbeirauschte. Gerade Pechvogel Agbadou hätte man ein Tor gegönnt.

Das Stadion von Standard Lüttich im Ortsteil Sclessin, das offiziell als Stade Maurice Dufrasne bezeichnet wird, ist eine Hochburg des belgischen Fußballs. Foto: Shutterstock

In der 58. Minute konnte auf der Gegenseite Nurudeen von Glück reden, dass ein Kopfball von Dussenne ebenfalls knapp das Tor verfehlte.

Nach einer Stunde kam Sibiry Keita für den enttäuschenden Ngoy. Kurze Zeit später wurden Lambert für Beck und Rocha für N‘Dri eingewechselt.

In der 76. Minute parierte Nurudeen einen Schuss von Siquet. In der 86. Minute wurde auf Eupener Seite Déom für Amat eingewechselt.

In der Schlussphase zogen sich die „Rouches“ immer mehr zurück. In der 88. Minute zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt wegen eines angeblichen Fouls von Henkinet an Keita, doch wurde die Entscheidung zu Recht wieder zurückgenommen. Unverständlicherweise bekam der Spieler der AS dafür die Gelbe Karte gezeigt, obwohl es offensichtlich nicht seine Absicht war, den Unparteiischen zu täuschen.

So blieb es beim 1:0 für Lüttich, das seit dem 1:0-Sieg beim RFC Seraing am 12. September 2021 nicht mehr gewonnen hatte. Es ist auch der erste Dreier in der Jupiler Pro League unter Trainer Luka Elsner. (cre)

Nachfolgend im VIDEO das Eigentor von Emmanuel Agbadou:

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

28 Antworten auf “1:0 für Standard – Die AS schlägt sich selbst durch ein Eigentor – Einige Unruhestifter im Eupener Fanblock”

  1. Schade, dass die AS dieses Spiel durch ein unglückliches Eigentor verlor. Beide Mannschaften waren ebenbürtig und kamen zu einigen Torchancen. Wobei man sagen muss, dass Standard eine oder zwei dicke Chancen mehr hatte. Unter dem Strich gewann Standard dieses Spiel durch ein Geschenk der AS, aber auch, weil die Abwehr der Lütticher den Druck der AS in der zweiten Halbzeit stand hielt. Auf AS-Seite war N´dri die antreibende Kraft, doch seine zahlreichen Aktionen wurden jeweils durch die resolute Standard-Abwehr gestoppt. Ngoy war leider wieder ein Totalausfall. Er ist im Moment nur ein Schatten seiner selbst. Beck hat auch schon besser gespielt. Prevljak bemühte sich, doch er kam zu keiner einzigen Torchance. Auch Rocha machte es nicht besser. Den Elfer von Keita zurückzuziehen, war korrekt. Eine Schwalbe war es dennoch nicht. Unter dem Strich hat die AS gut gekämpft bis zum Schlusspfiff, kam aber leider wieder einmal zu zu wenig glasklaren Torchancen. Trotz einem Punkt auf 15 muss es weiter gehen. Mit Courtrai, Ostende und Beerschot kommen jetzt drei Gegner aus der zweiten Tabellenhälfte. Hier muss die AS wieder Punkte einfahren. Ansonsten droht der nächste Abstiegskampf.

  2. Peter Müller

    Er wollte dem Torwart den Ball mit der Brust zurücklegen. Hat ihn wohl mit der Schulter gespielt, sodass der Ball mehr Fahrt bekommen hat und die Richtung verändert hat. Dumm gelaufen für ihn und der Mannschaft.

  3. Piersoul Rudi

    Schon wieder ein Fehler Agbadou´s…
    Auch bei die beide vorigen Spielen war er an der Basis der Gegentore…
    Entweder Poulain, der zu langsam ist oder Agbadou der Geschenke verteilt.
    Noch 2 Spiele ohne Sieg und die AS steht da wo keiner wieder hinwolte…
    Am unterste Tabellenrégionen.

  4. Vereidiger

    Was sind das eigentlich für Spinner, die immer wieder verbotene Pyros in Stadien reinschmuggeln und damit gefährliche Szenen provozieren wollen? Mit der ausgelösten Unterbrechung haben sie „ihrer“ Mannschaft jedenfalls einen Bärendienst erwiesen.

    • Rechtspanda

      @Vereidiger, 200% einverstanden!
      Wenn ich bei diesen Spinnern auch noch Jugendtrainer hiesiger Vereine im Video sehe und Deutschland- und Adlerfahnen, kann ich nur sagen, dass im Eupener Fußball und „Fan“geschehen einiges schief läuft… abgesehen davon, dass die DG mit solchen Symbolen und dem Benehmen, das sogar die Standardultras in den Schatten stellt, im Inland ganz „toll punktet“. Zum K…

      • Taschentuch

        Ich weiß gar nicht warum du dich aufregst ? Deutscher Trainer , deutsche Spieler , Deutsche im Vorstand usw usw …da ist es doch normal dass man eine ganz normale Deutschland Fahne im Block sieht ? Es ist ja auch zb regelmässig eine bosnische Fahne zu sehen, aus Sympathie zu Prevjliak…also nimm dir eine ganze Box Taschentücher und gehe in die Ecke weinen .

          • Taschentuch

            Was ist denn los mit dir ? Gehen dir etwa jetzt schon die Argumente aus ? Du gehst ja gar nicht auf meine Argumente ein ? Weil ich RECHT habe mein kleiner süßer RECHTSpanda ? Oh nein , ich würde weinen wenn ich Mutter von so einer dämlichen Zicke wie du wäre. Dann Tausend mal lieber Krau !

  5. In jedem Spiel leider immer einen fatalen Fehler im eigenen Strafraum! Entweder wird einer sinnlos von uns gefällt, wenn oft auch minimal oder auch gar nicht, der Elfer wird doch gegeben, oder der Ball verbringt viel zu lange Zeit, statt einen Befreiungsschlag- Schuss zu geben. Wissend daß das nicht unsere Stärke ist wird statt Abschlag das Spiel aufgebaut wobei der Ball es meistens nicht über die Mittellinie kommt. In der 2. Halbzeit hätte ich lieber Heris statt Beck gesehen da dieser mehr nach vorne puscht. Wo ist die Lust zu gewinnen von den 1sten 10 Spiele geblieben?

  6. Ja so langsam aber regelmäßig trudelt die ASE wieder da hin,wo sie eigentlich nie mehr wollte.Ich kann es leider noch immer nicht verstehen wieso die ersten 10 Spiele so super liefen. Und zu dem sogenannten Fanclub der ASE ,wissen die was sie Ihrem Verein damit antun .Währe ich Verantwortlicher des Vereines würde ich denen mal eine Auszeit gönnen,den die Unterstützen nicht den Verein sondern feiern sich selber.

  7. Ach Antifans

    Sorry, als ob die Idioten keiner kennen würde. Schmeißt die endlich raus. Da steht ein Schild, dass man 2 Jahre Stadionverbot bekommt wenn man den Platz betritt und die Idioten dürfen machen was sie wollen. Wenn das nicht aufhört, gebe ich mein Abo zurück. Ich erwarte mehr Eigeninitiative der richtigen Fanclubs. Diese rechtsgerichteten Plakate sind ein Hohn, ich hoffe, dass die nicht den Weg in das eigene Stadion finden. Ich halte ein Fanprotest für angebracht.

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