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Aachen: Zwei Radfahrer bei zwei Unfällen schwer verletzt

Ein Radfahrer wirft auf einem ausgewiesenen Radweg seinen Schatten. Illustrationsbild: Peter Kneffel/dpa

Am Donnerstag, dem 12. September, haben sich in Aachen zwei Unfälle ereignet, bei denen zwei Radfahrer schwer verletzt wurden.

Wie die Aachener Polizei berichtete, befuhr gegen 18 Uhr eine 27-jährige Radfahrerin aus Aachen die Peterstraße in Fahrtrichtung Elisenbrunnen. Ein zeitgleich vorausfahrender Pkw-Fahrer aus Aachen kündigte durch Blinken seine Absicht an, nach rechts abzubiegen. Plötzlich wendete der 39-jährige Autofahrer und übersah hierbei die von hinten nahende Fahrradfahrerin.

Es kam zur Kollision beider Fahrzeuge. In Folge des Zusammenstoßes stürzte die Radfahrerin und zog sich schwere, aber nicht lebensgefährliche Kopfverletzungen zu. Sie wurde zur weiteren Behandlung einem Krankenhaus zugeführt.

Ein deutsches Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht (Foto mit Zoomeffekt). Foto: Carsten Rehder/dpa

Die Straße wurde am Unfallort gesperrt, was zu schweren Einschränkungen im Busverkehr führte.

Wenig später, gegen 18.35 Uhr, befuhr ein 59-jähriger Radfahrer aus Aachen die Merowinger Straße in Richtung Passstraße. An der Kreuzung Krefelder Straße beabsichtigte er, bei Grünlicht, seine Fahrt geradeaus in die Passstraße weiter fortzusetzen. Zeitgleich befuhr eine 85-jährige Pkw-Fahrerin die Passstraße entgegengesetzt und bog nach links in die Krefelder Straße ein. Hierbei übersah die Aachenerin den entgegenkommenden Radfahrer und es kam zum Zusammenstoß.

Auch der 58-jährige Radfahrer erlitt schwere, zum Glück nicht lebensgefährliche Verletzungen und kam in ein Krankenhaus. Für die Dauer dieser Unfallaufnahme musste die Polizei die Krefelder Straße stadtauswärts voll sperren. Stadteinwärts wurde der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

14 Antworten auf “Aachen: Zwei Radfahrer bei zwei Unfällen schwer verletzt”

  1. Vorfahrt für Radfahrer

    Und wieder ein Unfall, der OHNE Radweg nicht passiert wäre! Wenn die junge Frau keinen Radweg gehabt hätte, hätte sie nicht „rechts überholen können“ und wäre somit nicht mit dem Auto kollidiert. Wie lange soll dieser verkehrsplanerische Unsinn noch weiter gehen.

    • Peter Müller

      Wo steht, dass die Fahrradfahrerin Rechts überholt hat. Der Pkw wollte Rechts abbiegen, hat aber dann doch nach Links gewendet. So verstehe ich das.
      Ich kann da keinen Fehler der Radfahrerin sehen, mit oder ohne Fahrradweg.

      • Walter Keutgen

        Peter Müller, so steht das nicht im Artikel, der undeutlich ist. Entweder das Wort „plötzlich“ ist zu viel oder der Autofahrer unternahm ein Umkehrwendemanöver. Bei einem einfachen Linksabbiegen wäre es nicht zum Zusammenstoß gekommen. Vielleicht vermischen Sie beide Unfallbeschreibungen. Aber wieder mal die einfach auf die Fahrbahn gepinselten Radwege. Die von hinten kommenden Radfahrer sieht man nicht unbedingt im rechten Rückspiegel und die Sicht durch die Fenster hinten rechts kann man bei heutigen Autos vergessen. Wie vor 70 Jahren und behördlich angeordnet wegen der Karosseriesteifheit zum Schutze der hinteren Passagiere bei Auffahrunfällen.

  2. Peter Müller

    Zebrastreifen sollte man auch abschaffen. ;-) Wenn man nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug zu steuern, und den anderen Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen sollte man zu Fuss gehen.

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