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Wer auf Autobahn zu lange auf der Überholspur bleibt, riskiert 118 Euro

Foto: Shutterstock

Viele Autofahrer ärgern sich, wenn auf der Autobahn andere Autofahrer viel zu lange auf der Überholspur (links oder zentral) verweilen und sie dadurch gezwungen werden, sie rechts zu überholen. Damit soll bald Schluss sein.

Der föderale Verkehrsminister François Bellot (MR) will das Problem auf die Tagesordnung der Kommission für Sicherheit im Strßenverkehr setzen, berichteten die Zeitungen von Sudpresse am Samstag. Mit 118 Euro könnte künftig ein solches Verhalten bestraft werden.

Bestraft wird es heute schon, aber nur mit 58 Euro (Vergehen ersten Grades), wenn überhaupt. Allerdings wird das Rechtsüberholen mit einer Geldbuße von 118 Euro geahndet (Vergehen zweiten Grades).

Bellot möchte erreichen, dass in Zukunft auch die „Bummeler“ auf dem linken oder mittleren Fahrstreifen, die es versäumen, sich nach dem Überholen wieder auf dem rechten Fahrstreifen einzureihen, mit 118 Euro sanktioniert werden können. (cre)

 

    • Gute Initiative. Hoffentlich konsequent verfolgt und geahndet.
      Ewig Linke sind oftmals das Übel von Zähflüssigkeit und unübersichtlichen Situationen mit hohem Unfallrisiko.
      Flüssiger Verkehr ist die beste Basis für ökonomisches Fahren.

  1. In B gilt Tempo 120 km/h. Wenn man jetzt mit 120 km/h auf der mittleren Spur fährt, wo ist da der juristische Ansatz für ein Fehlverhalten? Denn jeder der jetzt überholen will ist selbst im Fehler!

        • karlh1berens

          Die Gesetzeslage ist eindeutig : da die Lastwagen nur mit 90 kmh fahren dürfen, die anderen aber 120, darf man sie überholen. Im Gegensatz zu Deutschland handhabten früher (bis vor ± 15 Jahren) die meisten Autofahrer in Belgien das auch so – was übrigens auch der Grund war, warum in Belgien der Verkehrsfluss auf den Autobahnen bedeutend geschmeidiger lief. Immer öfter aber glauben gewisse „Oberlehrer“ die linkeste Spur mit 120 kmh blockieren zu dürfen. Die werden dann eben rechts „überholt“, was eine gewisse Gefahr darstellt. Um dem entgegen zu wirken verschärft der Gesetzgeber eben die Strafen. Das Rechtsfahrgebot gibt es schon ewig, nur scheinen immer mehr Verkehrsteilnehmer sich nicht daran zu halten.
          Analog dazu gibt es auch schon ewig das Gebot, sich beim Abbiegen nach links möglichst (bis nahe an den Mittelstreifen) links zu halten damit die nachfolgenden Fahrer noch rechts vorbeifahren können – macht aber auch keine Sau.
          Gute Autofahrer werden immer seltener.

          • Clothilde

            @ Herr Berens , nach allen ihren intelligenten Preisgebungen zu diesem Autobahnthema , muss man sich nur die Frage stellen , warum sie nur als Pausenclown im St Vither Stattrat in Erscheinung treten .

            • karlh1berens

              Der Pausenclown ist eine Erfindung von gewissen GE-Redakteuren. In der Gemeinderatssitzung gibt’s keine Pausen. Deshalb nehme ich auch erst gar keine Pausenbrote mit.


          • Immer öfter aber glauben gewisse „Oberlehrer“ die linkeste Spur mit 120 kmh blockieren zu dürfen.
            ….
            Merken Sie was? Noch mal meine Frage: Wie kann man mit 120 km/h eine Spur „blockieren“, wenn die max. zulässige Geschwindigkeit 120 km/h beträgt?

            • Noch mal meine Frage: Wie kann man mit 120 km/h eine Spur „blockieren“, wenn die max. zulässige Geschwindigkeit 120 km/h beträgt?

              @ Dax

              Wegen der Toleranz. Nicht wegen Ihrer, Sie kennen das Wort ohnehin nur aus dem Duden, sondern wegen der Messtoleranz. Die besagt das Sie (Sie natürlich nicht) etwas (Betonung liegt auf Etwas) schneller fahren dürfen weil zwischen der gemessenen und der tatsächlichen Geschwindigkeit sowie der erlaubten Höchstgeschwindigkeit ein gewisser Spielraum, die Messtoleranz liegt.
              Die ist notwendig da kaum ein Tacho geeicht ist so das die gemessene Geschwindigkeit von der aufgezeigten abweicht. Bei dem einen Auto mehr bei dem Anderen weniger.

  2. delegierter

    Bo eh, haben wir sonst keine Probleme in Belgien und zumal im Straßenverkehr ?
    Schlaglöcher und Spurrillen über hunderte km, aber wenn einer mit seiner Bonzenschleuder mal abbremsen muss, dann muss Polizei herbei und den Fahrer am besten verhaften oder wegsperren.
    Dasselbe im Berufsverkehr, einfach mal 5 Minuten sich früher auf den Weg machen, dann hätte man auch Zeit die Watts-up’s vor Schichtbeginn zu sehen und nicht überm fahren.

  3. Alfons Van Compernolle

    Noch keine 3 Wochen ist es her, da fuhren meine Frau und ich nach Holland, meine 88 jaehrige Schwiegermutter besuchen. Zwischen Antwerpen und der Grenze, noch in Belgien, kam auf der ganz linken Fahrspur ein 740 BMW aus der Fahrbereitschaft der Foerderalen Regierung angefahren mit Chauffeur und Minister ! Lichthupe , Hupe ( kein Blaulicht,kein Sondersingnal) kontinuierlich im Gebrauch und mindestens 200 Km/H auf den Tacho !!! Und uns Vorschriften machen wollen, wenn wir mit 120 / 130 die mittlere Spur gebrauchen, waehrend ganz rechts, die LKW mit 80 / 90 tuckern!

      • Alfons Van Compernolle

        Nein, duerfen duerfen die / sie auch nur das was wir duerfen, mit Ausnahme in Polizeibegleitung vor und hinter an! Aber bei diesen netten Zeitgenossen, wird die uniformierte Karnevalsgesellschaft ploetzlich und unerwartet zu Blinden mit der gelber Armbinde vier schwarzen Punkten und dem Balkenkr…… in der Mitte. Ja auch innerhalb unserer Regierung gibt es Menschen die sich als ein „Vettel & F1“ Sportler begreifen !! Uns aber in allen Tonlagen & Medien erzaehlen wollen, wie wir uns im Strassenverkehr zu verhalten haben und das Ticket „Bitte zahlen Sie Betrag………..“ gibt es fuer uns auch nicht graties, waehrend die Elite der Nation in Bruessel noch nicht einmal weiss, wie so ein Ding aussieht, wegen der ploetzlichen Erblindung der Kontrolleure !

  4. Peter Müller

    Wer soll das Kontrollieren.. Wenn ein Polizeiwagen in der Nahe ist fahren alle schön im Konvoi wie Fahranfänger. Aber, sobald die verschwunden sind ,macht jeder wieder was er will. Warum auch nicht.

  5. LosKotzos

    Dieses Gesetz zeigt wieder mal deutlich wie kaputt unsere Gesellschaft und damit auch die Politik ist.
    Das Ziel einer Verkehrspolitik müsste ein anständiges Miteinander sein.
    Je nach Laune der Kontrolleure ist unter Umständen der Ehrliche wieder mal der Dumme.
    Ein Gesetz das niemand braucht und wieder Willkür schafft.
    Sinnvoller und umweltbewusster wäre es die Geschwindigkeit technisch zu begrenzen in einem
    Land wo wir ein Tempolimit haben.
    Aber das hätte wohl zur Folge das die Autoindustrie und viele geistig Unterbelichtete Amok
    laufen würden.
    Also belässt man es dabei und kassiert fleissig unter dem Mäntelchen der Verkehrssicherheit,
    armselig.

  6. :-) “ sind gezwungen rechts zu überholen“……..lächerlich. Niemand wird gezwungen, lichthube und vielleicht ein wenig geduld reicht in den allermeisten fällen.
    Soll denn zukünftig der unbedarfteste und blauäugiste fahranfänger das tempo aller anderen diktieren, nur weil er in seinen naivität und unerfahrenheit die gesamtgefährdungssituation nicht erfasst ud sein „rennwagen“ mal ausfahren will?

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