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Nach dem Feuer: Wie lange braucht das Hohe Venn zur Erholung? Laut Experten Jahre bis Jahrzehnte

18.08.2026, Belgien, Sourbrodt: Ein Feuerwehrmann löscht Glutnester im schwelenden Bode im Naturschutzgebiet Hohes Venn. Foto: Bruno Fahy/Belga/dpa

Der Großbrand im Hohen Venn wird irgendwann gelöscht sein – aber die Erholung der Landschaft wird wesentlich länger dauern. Sehr lange.

Rund 3.000 Hektar sind von den Flammen betroffen. Regen hat die Lage inzwischen etwas entspannt, doch insbesondere im Torfboden können Glutnester weiter schwelen.

Damit beginnt die eigentliche Herausforderung erst nach dem Ende des Feuerwehreinsatzes: Wie lange braucht das Hohe Venn, um sich von den Schäden zu erholen? Und wie sollte diese Erholung gestaltet werden?

Eine einfache Antwort gibt es darauf nicht. Wald und Moor folgen unterschiedlichen natürlichen Entwicklungsprozessen. Während auf einer abgebrannten Waldfläche bereits innerhalb weniger Jahre wieder Vegetation und junge Bäume entstehen können, ist ein Hochmoor ein Ökosystem, dessen Entwicklung sich über sehr viel längere Zeiträume erstreckt. Entscheidend ist deshalb zunächst, wie tief das Feuer in den Boden eingedrungen ist und wie stark der Torfkörper geschädigt wurde.

18.08.2026, Belgien, Sourbrodt: Rausch schwebt über dem schwelenden Boden in der Nähe des Signal de Botrange am Ort des Brandes im Naturschutzgebiet Hohes Venn. Foto: Bruno Fahy/Belga/dpa

Gerade die Besonderheit des Moorbrandes macht die Situation im Hohen Venn so kompliziert. „Es ist einfach kein reiner Vegetationsbrand. Moore brennen anders als Vegetation“, sagt Tanja Sanders vom Thünen-Institut für Waldökosysteme. Das Feuer könne sich unsichtbar im Untergrund ausbreiten, sodass der eigentliche Brandherd kaum zu erkennen sei. In ausgetrocknetem Torf könne sich das Feuer sogar meterweit unter der Oberfläche fortbewegen und an anderer Stelle wieder nach oben kommen. Für die Einsatzkräfte bedeutet das einen enormen Wasserbedarf, weil der Boden bis in die Tiefe durchfeuchtet werden muss.

Damit ist auch eine der wichtigsten Aufgaben für die Zeit nach dem Brand beschrieben: Das Moor muss wieder nass werden. Der emeritierte Professor für Moorkunde, Hans Joosten, einer der international renommiertesten Moorwissenschaftler, bringt seine Forderung seit Jahren auf die denkbar kürzeste Formel: „Moor muss nass!“ Inzwischen ergänzt er den Satz: „Moor muss nass, und zwar sofort.“

Auch Daniel Hering, Professor für Aquatische Ökologie an der Universität Duisburg-Essen, unterstreicht die Bedeutung der Moore. „Moore speichern ungeheuer viel Wasser. Es sind somit die wichtigsten Wasserspeicher unserer Landschaft“, sagt Hering. Gleichzeitig speicherten sie enorme Mengen Kohlenstoff. Gerade angesichts zunehmender Trockenperioden wird damit deutlich, dass die Wiedervernässung nicht allein eine Frage des Naturschutzes ist. Sie kann auch dazu beitragen, Landschaften widerstandsfähiger gegen Extremwetter und Feuer zu machen.

Wie schnell sich ein geschädigtes Moor tatsächlich erholt, hängt allerdings stark vom Ausmaß des Schadens ab. Die oberirdische Vegetation kann unter günstigen Bedingungen bereits innerhalb weniger Jahre wieder zurückkehren. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass damit auch das Moor als Ökosystem wiederhergestellt ist. Ein Torfkörper entsteht über sehr lange Zeiträume.

Wo der Brand lediglich die Vegetation geschädigt hat und der Wasserhaushalt intakt bleibt oder rasch wiederhergestellt werden kann, sind die Voraussetzungen für eine natürliche Regeneration deutlich besser. Wo dagegen Torf verbrannt ist, ist ein Teil der über Jahrtausende entstandenen Substanz unwiederbringlich verloren.

18.08.2026, Belgien, Sourbrodt: Rauch schwebt über der verbrannten Landschaft in der Nähe des Signal de Botrange am Ort des Brandes im Naturschutzgebiet Hohes Venn. Foto: Bruno Fahy/Belga/dpa

Auch der Biologe Tobias Ceulemans von der Universität Antwerpen richtet den Blick deshalb auf die Vorgeschichte des Brandes. Das Hohe Venn sei eigentlich ein Moorgebiet, das nur schwer in Brand geraten sollte. Die jahrzehntelange Entwässerung habe jedoch dazu beigetragen, dass Teile des Gebietes trockener wurden. Für die Nutzung solcher Flächen als Forststandort findet Ceulemans deutliche Worte: „Auf solchen Böden müsste es verboten sein, Nutzforst anzulegen.“

Diese Einschätzung könnte für die Zukunft des Hohen Venns von großer Bedeutung sein. Nach dem Feuer stellt sich nicht nur die Frage, welche Bäume auf den betroffenen Flächen wachsen sollen.

Viel grundlegender ist die Frage, welche Flächen überhaupt wieder Wald werden sollten und wo die Wiederherstellung der Moorlandschaft Vorrang haben muss. Gerade auf Moorböden könnte es sinnvoller sein, den Wasserhaushalt zu reparieren und eine natürliche Moorentwicklung zu fördern, statt die Flächen möglichst schnell wieder mit Bäumen zu bepflanzen.

Bei den eigentlichen Waldflächen ist die Ausgangslage günstiger. Nach einem Brand kann sich die Natur erstaunlich schnell zurückmelden. Gräser, Kräuter und Sträucher besiedeln die offenen Flächen, und Pionierbaumarten wie Zitterpappel, Birke oder Eberesche können einen jungen Vorwald bilden.

Der Biologe Pierre Ibisch von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde kommt bei der Untersuchung von Waldbrandflächen zu einem bemerkenswerten Schluss: „Der Wald erholt sich am nachhaltigsten von selbst.“ Nach seiner Einschätzung kann es deshalb sinnvoll sein, die natürliche Entwicklung zunächst zu beobachten und nicht vorschnell mit großflächigen Pflanzungen einzugreifen.

Das bedeutet nicht, dass nach einem Großbrand überhaupt nichts getan werden sollte. Vielmehr kann der Waldumbau dort ansetzen, wo die natürliche Regeneration nicht ausreicht oder wo ein besonders widerstandsfähiger Wald entstehen soll.

Jürgen Bauhus, Professor für Waldbau an der Universität Freiburg, beschäftigt sich seit Jahren mit der Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Seine Forschung zeigt unter anderem, dass Mischbestände Vorteile gegenüber gleichförmigen Beständen haben können. In einem seiner Forschungsprojekte lautet eine zentrale Erkenntnis: „Buche und Tanne wachsen in Mischung besser.“

Für das Hohe Venn könnte daraus ein langfristiger Ansatz entstehen: Wo Waldstandorte betroffen sind, könnte zunächst die natürliche Wiederbewaldung zugelassen und gegebenenfalls durch standortgerechte Baumarten ergänzt werden.

18.08.2026, Belgien, Weismes: Löschwasserbehälter des Technischen Hilfswerks (THW) stehen in der Nähe des Ortsteils Sourbrodt am Waldrand. Foto: Sascha Thelen/dpa

Die Zitterpappel könnte dabei auf geeigneten Flächen eine wichtige Pionierrolle übernehmen. Sie ist lichtbedürftig, wächst vergleichsweise schnell und kann offene Flächen nach Störungen besiedeln. Entscheidend wäre allerdings, nicht aus dem aktuellen Brand die nächste Monokultur entstehen zu lassen. Der Wald der Zukunft müsste stärker an den Standort und an die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst sein.

Die Zeiträume unterscheiden sich dabei erheblich. Auf einer geeigneten Waldfläche können bereits nach wenigen Jahren wieder junge Bäume stehen. Nach einigen Jahrzehnten kann daraus ein junger, strukturreicher Mischwald entstehen. Bis sich daraus ein ökologisch komplexer, ausgewachsener Wald mit großen Bäumen, verschiedenen Altersstufen und entsprechendem Lebensraumangebot entwickelt, können jedoch viele Jahrzehnte vergehen. Der Wald ist damit schneller wieder sichtbar als das Moor – aber auch er wird nicht innerhalb einer Generation wieder genau so aussehen wie vor dem Brand.

Beim Moor ist die Zeitdimension noch größer. Eine Rückkehr typischer Pflanzen kann vergleichsweise früh einsetzen, wenn der Wasserhaushalt wieder stimmt. Die Wiederherstellung eines funktionierenden, torfbildenden Hochmoores ist dagegen ein langfristiger Prozess. Das macht den aktuellen Brand auch zu einer Warnung für die Zukunft: Ein nasses Moor ist nicht nur wertvoller Lebensraum und Kohlenstoffspeicher, sondern auch deutlich weniger leicht entflammbar als ein ausgetrockneter Torfkörper. „In intakten Mooren kann der Torf nicht brennen“, sagt der nordrhein-westfälische BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht.

Für das Hohe Venn ist diese Frage von besonderer Bedeutung, weil die Landschaft weit über ihre ökologische Funktion hinausgeht. Das Moorgebiet gehört zu den wichtigsten touristischen Attraktionen Ostbelgiens.

Menschen kommen aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden, um die offene Landschaft, die Holzstege, die besondere Vegetation und die charakteristische Atmosphäre des Venns zu erleben. Die Folgen des Brandes werden deshalb auch für den Tourismus spürbar sein. Wege und Flächen könnten über längere Zeit gesperrt bleiben, um die Regeneration zu schützen oder weil der Boden noch nicht ausreichend stabil ist.

16.08.2026, Belgien, Sourbrodt: Verbrannte Bäume, Sträucher und Waldboden, aus dem weiterhin dichter Rauch aufsteigt. Foto: Christoph Reichwein/dpa

Gerade darin liegt allerdings auch eine Chance. Die Regeneration des Hohen Venns könnte selbst zu einem langfristigen Natur- und Bildungsprojekt werden. Wo heute verbrannte Flächen zu sehen sind, könnten Besucher in einigen Jahren die ersten Pionierpflanzen beobachten, später junge Birken und Zitterpappeln und irgendwann wieder einen neuen Wald. Auf den Moorflächen könnte sichtbar werden, wie Wiedervernässung und natürliche Regeneration funktionieren. Der Wiederaufbau der Landschaft könnte damit nicht nur eine ökologische, sondern auch eine touristische Geschichte erzählen.

Das setzt allerdings voraus, dass der Tourismus der Natur genügend Zeit lässt. Das Ziel kann nicht sein, möglichst schnell wieder denselben Zustand wie vor dem Brand herzustellen. Die entscheidende Frage lautet vielmehr, welche Landschaft das Hohe Venn in 30, 50 oder 100 Jahren haben soll.

Ein Wald kann innerhalb von Jahrzehnten neu entstehen. Ein Moor kann sich oberirdisch ebenfalls relativ schnell begrünen, doch die Wiederherstellung eines intakten Torfkörpers und seiner vollständigen Funktionen reicht weit über menschliche Planungshorizonte hinaus.

Der Großbrand könnte deshalb zu einem Wendepunkt werden. Die Region steht vor der Möglichkeit, nicht einfach das zu ersetzen, was verloren gegangen ist, sondern die Widerstandsfähigkeit der Landschaft zu erhöhen: durch wiedervernässte Moore, durch natürliche Waldregeneration, durch standortgerechte Mischwälder und durch eine vorsichtige, wissenschaftlich begleitete Entwicklung der Brandflächen.

Das Hohe Venn wird sich erholen – aber nicht überall im gleichen Tempo. Der Wald kann in einigen Jahren wieder junges Grün zeigen und sich über Jahrzehnte zu einem neuen Bestand entwickeln. Das Moor braucht wesentlich länger. Seine Vegetation kann zurückkehren, doch ein verlorener Torfkörper lässt sich nicht einfach ersetzen.

Für eine Region, deren Identität und touristische Attraktivität so eng mit dieser Landschaft verbunden sind, bedeutet das: Der Wiederaufbau nach dem Feuer ist kein Projekt für die nächsten Jahre allein. Er ist eine Aufgabe für mehrere Generationen. (cre/dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

42 Antworten auf “Nach dem Feuer: Wie lange braucht das Hohe Venn zur Erholung? Laut Experten Jahre bis Jahrzehnte”

  1. Pensionierter Bauer

    In wenigen Wochen wird das Venn wieder grün sein, denn nach dem Brand von April 2011 sah man im darauffolgenden Sommer schon fast nichts mehr davon. Als ich noch jung war, da gab’s höchstens ein Schulterzucken wenn wieder einmal das trockene Venngras im Frühjahr oder Herbst abgebrannt war. Seinerzeit gab es auch nie so ein Theater ums Vennfeuer, aber heute muss ja jeder Kanal die sensationellere Nachricht rüberbringen.

    • Eastwind

      @Pensionierter Bauer: Sie sollten wirklich mal zuerst den Bericht lesen. Da wird nämlich erklärt, dass nicht das entscheidend ist, was an der Oberfläche der Moorlandschaft passiert („in wenigen Wochen wird das Venn wieder grün sein“), sondern unter der Erdoberfläche. Ganz abgesehen davon, Ihre Bemerkung „Als ich noch jung war, da gab’s höchstens ein Schulterzucken wenn wieder einmal das trockene Venngras im Frühjahr oder Herbst abgebrannt war“ ist an Dummheit nicht zu überbieten und eine Ohrfeige für all die Feuerwehrleute, die seit Freitag gegen die Flammen ankämpfen.

      • Pensionierter Bauer

        Unterstellen Sie mir bitte nichts was ich nicht geschrieben habe, denn den Artikel habe ich sehr wohl gelesen und den Einsatzkräften habe ich auch keine Ohrfeige verpasst. Die Leistung all jener die da das Feuer bekämpfen schätze ich außerordentlich, denn es muss schließlich wirtschaftlicher und persönlicher Schaden von den Dörfern und Waldungen ferngehalten werden. Meine Bemerkungen bezogen sich ausschließlich auf den ökologischen Aspekt. Meine Feststellung ist, dass das Venn schon oft zu meinen Lebzeiten abgefackelt ist und ich sah immer, dass sich alles verdammt schnell erholte. Sollte da im Untergrund wirklich schlimmer Schaden entstehen, dann muss es dort wegen vergangener Brände schon verdammt schlimm aussehen.

      • Sie schreiben Blödsinn, das Venn Gras brannte früher effektiv öfter mal u das hat mit den Helfern von aktuell rein gar nichts zu tun.
        Vielleicht erst mal die Dummheit bei ihnen selbst suchen bevor sie so um sich schlagen

    • Zuhörer

      @. Pensionierter Bauer.
      Da haben Sie schon recht. Beim letzten Feuer wurde im WDR berichtet dass das Venn unwiderruflich zerstört wäre, im nächsten Jahr war schon alles wieder Grün.

      Damals1911 war es noch viel schlimmer, Es gaben damals keine Hochdruckpumpen oder Hubschrauber. Trotzdem hatte die Natur sich alles wieder zurück geholt.

      https://brf.be/regional/2101196/

    • Tatsächlich macht es für das Ökosystem des Venns einen erheblichen Unterschied ob es im Frühjahr oder im Sommer brennt. Nur weil man die Schäden nicht auf den ersten Blick sieht, heißt das nicht, dass es sie nicht gibt.

  2. Nostradamus fragt

    Einstimmig reagiert die belgische Presse heute morgen auf die Naturkatastrophe. Die Kommentare sind vernichtend gegenüber allen Parteien. Das Land steht unter Schock, die Politik schweigt, während Wehrleute, Bauern und freiwillige Helfer ihr Leben riskieren. Wo blieben vorbeugende Maßnahmen?Weshalb müssen skandinavische Flugzeuge zu uns aufsteigen? Von Rücktrittsrufen nichts zu hören. Und unsere Profit-DG: hat es beizeiten Warnungen gegeben? Jetzt stinkt es bis im entlegenen Ourtal. Der König kommt im blauen Blazer an die Feuerfront. Und unsere Regierung? Keiner zuständig? Kennen unsere Tourismusverbände und Verkehrsvereine nur Besucherzahlen? Nur das trockene Frühjahr sei brandgefährlich tönte noch letzte Woche ein „Forstexperte“ im Grenz-Echo“. Kein Widerspruch; jedoch die meteo-Weisheiten eines ansonsten allwissenden Wetterfrosches aus der Schnee-Eifel. Wer saß im hohen Wachturm vor der Grenze bei Mützenich?

    Bittere Brüsseler Ironie: der Premier de Wever mokierte sich zu Beginn der Bullenhitze über den Wettergott. Vielleicht bietet ihm Oliver Paasch am Rand der Brandherde ein Grillhütte an. Ostbelgische Sommerfrische mit Liegestuhl am Pool. Und statt Naturschutz eine Schutzbrille gegen Himmelserscheinungen.

    Bleibt Großmutters sprichwörtliche Warnung: „Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiß,“

  3. Waldfreund

    Da kommen auf einmal von überallher, besonders aus Deutschland, Moor-und Forstexperten und glauben der hiesigen Forstverwaltung Ratschläge geben zu müssen, wenn es nicht sogar Vorwürfe sind.
    Dabei wissen sie nicht, wie die hiesigen Forstwirtschaftspläne entstehen. Ich rate Ihnen mal darin rumzublättern ubd sie werden sehen, dass man auf Moorstandorten überhaupt keinen Wald geplant hat, im Gegenteil, viele Grenzstandorte werden entfichtet und zu NSG gemacht.
    Unsere deutschen Nachbarn täten besser daran vor der eigenen Tür zu fegen, denn im Gegensatz zu Belgien werden dort Moore abgebaut, Torf in Säcke getan und verkauft, und zwar in einer Dimension welche nicht vorstellbar ist.
    Die hiesigen Forstbeamten stehen in sehr guter Verbindung zu den Unuversitäten von Lüttich, Gembloux und Neu-Löwen und lassen sich gerne dort beraten.

  4. Nostradamus

    Viel zu viele unserer bestbekannten Schlaumaier sind unterwegs! Hätten wir heute nur noch die Hälfte von den Vielrednern, ich denke dann hätten wir dafür einige Wasserflugzeuge mehr!?
    Wenn man diese Leute dabei auch noch in Schlips und Kragen sieht, ja dann platzt einem der letzere!
    Mit Recht, denn mehr sind sie nicht wert! Neue und Bessere braucht das Land! Vor allem Wenigere!
    Werdet endlich mal wach, und seht den Tatsachen ins Auge!
    Heut müsst ihr die Flugzeuge auf Kredit kaufen, denn bares ist nicht mehr da!
    Ihr habt ja seit langem „ALLES anschreiben lassen“!?

    • Quatschköpp

      @Nostradamus
      Und diese Wasserflugzeuge, wo sind sie? Sie stehen die meiste Zeit am Boden und können nicht fliegen wegen Wolken- und Rauchschwaden.
      Wo sollen sie das Wasser tanken? In den hiesigen Talsperren, geht nicht, in Visé in der Maas, geht nicht, Oleftalsperre könnte gehen, wenn das Wetter es zulässt.
      Übrigens ein Wasserflugzeug aus Luxembourg wurde schnell wieder abbestellt. weil der Luftverkehr der ganzen Flugzeuge und Hubschrauber innerhalb des Areals als zu gefährlich eingestuft wurde.
      Wenn man hier die dümmlichen und politisch motivierten Kommentare rausfiltern würde, bleibe nicht mehr viel gescheites und zweckmässiges übrig.

  5. Wieviel von der abgebrannten Fläche war denn eigentlich ein noch intaktes Moor, frage ich mich? Durch die Trockenlegung ist doch das meiste torfbildende Moos abgestorben und die Grasköpfe jetzt darauf sind kein Moor. Wenn Torf verbrennt, wo sowieso kein Moos mehr wuchs ist das zwar eine riesen Sauerei aber das Moor war da doch sowieso schon tot? Kann mich da jemand fachkundlich aufklären?

  6. Jörg Kipper

    Wie entstehen Brände …. ??
    Durch Hitze Biltze und Funken
    Funkenflug Rauchen im Wald ,
    mit der Jagd kommt immer auch ein
    Risiko…. Notstand = PAUSIEREN der Jagd
    zwingend ,aus Tierschutz und Hygäneschutz ,,Verhitzen des Wildes ,, für jede Kundige Person K.P. ein Begriff

    Satan findet Wege ….

    Was sollten wir lernen ??
    Nicht gegen die Natur, sondern mit der Natur und Schöpfung ….

    Was heißt denn das ??
    Venn ist ein Jahrtausend altes Moor Was ohne Menschen wunderbar klar kommt ….

    Erst die Eingriffe des Menschen gefährdet das Biotop, durch Fichten und andere Aktivitäten die dort normalerweise nicht hingehören….
    Dann kommt Feuer 🔥 und das System regeneriert und saniert sich selber ,,Pfeifengräser und
    co ,,

    Was wir gemacht haben, wir haben Moor trocken gelegt um Torf abzubauen,und auf den Flächen Fichten angebaut …. ?¿

    Nun stehen dieser Venn Wald in Brand, lasst es brennen, denn diese Fichtenbestände Monokulturen sind nicht zu retten ,durch Trockenheit und Käfer geschädigt übernimmt das Feuer 🔥 🔥 🔥 🔥

    Was ist jetzt außer Löschen und Lenken zu tun um Menschen und Tiere zu dienen ?
    Aufforstung durch Naturverjüngung Flächen sich selbst überlassen ,Schöpfung entscheidet ,wir fördern und Schützen die Pflanzen durch
    Bejagung der Flächen.
    Das heißt, jetzt Hochsitze planen immer zwei Diagonal zu den Hauptwindrichtungen mit kurzem Pirschweg ,wie die Regiejagd es seit 30 Jahren vor macht .

    Siehe ich mache alles neu, und wir helfen dabei.
    Unser Venn kann schöner und reicher werden als vorher.

    WmH, Jörg Kipper
    D.J.S.V.

  7. In Sourbrodt waren erste Plünderer unterwegs. Deshalb haben viele Einwohner ihr Haus nicht verlassen. Wieso wird überall veröffentlicht, welche Strassen evakuiert werden. Ich finde, dass dadurch der Datenschutz der Betroffenen nicht geschützt ist

  8. Mehr Talsperren und Sprinkleranlagen

    Statt für Millionen und aber Millionen restaurierungsfähige Sportanlagen abzureisen und neue zu bauen, wären weitere Talsperren viel sinnvoller, nicht zuletzt weil ALLE davon profitieren würden.

    Nicht nur zum Bereitstellen von Löschwasser in Trockenzeiten sind Talsperren erforderlich, sondern auch zur Regulierung von Wasserläufen um Überschwemmungen zu verhindern.

    Wenn dann noch Geld übrig wäre (für das Aufblähen des Politapparates ist ja meistens Geld da), könnte man auch Sprinkleranlagen in Feuer gefährdeten Gebieten anlegen. Auch die hätten eine Doppelfunktion da sie in Trockenzeiten die Vegetation mit Wasser versorgen und wenn (trotzdem) nötig auch als Löschanlage benutzt werden könnte.

    • 1911 waren hunderte Einsatzkräfte, Militärangehörige wochenlang mit Löscharbeiten beschäftigt. „Einfach nix machen“ hätte wohl einige Häuser abfackeln lassen.

      Melden Sie sich doch erst mal, wenn EIKE wieder einen passenden Artikel mit Lügen und falschen Tatsachen gepostet hat.

      • Im Naturschutzgebiet wird in der Regel nicht eingegriffen, es sei denn, man macht eine Restaurierung (was ja über Jahrzehnte auch im Venn gemacht wurde). Solange man aber nicht weiß in welchem Zustand sich das Moor befindet und auch keine Gelder für großflächige Restaurierungen da sind, wird man garnichts machen.

  9. Peter Müller

    Der Brand ist natürlich eine Katastophe, aber der ganze Blödsinn was über die Natur geschrieben wird kann man vergessen. Jeder Experte hat eine andere Erklärung, und keiner weiss etwas genaueres. Natur sollte man in ruhe lassen, die nimmt und erneuert sich von selbst. In 10 Jahre ist alles vergessen ,und unsere Kleinen werden nicht davon mehr wissen. Was eine Jammerei. Wer natürlich sein Haus in einer Gegend baut, wo so etwas mal passieren kann, muss damit rechnen, das er in einem gefährdeten Gebiet wohnt.

  10. Quatschköpp

    Wo sind die Schreihälse, die nach Flugzeugen riefen?
    Wo sind sie, diese Flugzeuge ????
    Antwort, sie stehen die meiste Zeit am Boden und können nicht starten wegen schlechten Wetter- oder Sichtverhältnisse, tiefhängender Wolken und starken Rauchschwaden.
    Sehr aufschlussreich, was sich hier alles an Fachleuten und Experten rumtummelt.

    • Sie sind geflogen, falls du es nicht bemerkt hast, aber es bringt momentan nichts aus großer Höhe, mit 140 Km/h, mit einer 3000 Liter „Wasserbombe“, auf ein Loch oder einen Pfeifengras-Kopf zu zielen, aus dem Rauch aufsteigt. Da sind die Kräfte am Boden schneller und gezielter. Man schießt ja auch nicht mit Kanonen auf Spatzen.

  11. Aktive Hochmoore

    Vor dem Brabd gab es in Belgien 3 aktive Hochmoore, 2 davon sind zerstört. Unwiderruflich? Vielleicht ja, vielleicht nein, das werden wir später erfahren, aber diese Moore „wuchsen“ jährlich ca 1mm. Wenn 5 Meter tief alles verbrannt ist hat es 5000 Jahre gedauert bis diese Schicht aufgebaut wurde…
    Ich stelle die Frage an eventuelle Spezialisten: kann man ein zerstörtes Moor wie zb Clefaye überhaupt wiederherstellen ? In welchem Zeitraum ? Ist dies überhaupt, selbst durch ständige Vernässung möglich, denn „Moor braucht nass“ ist nur teilweise richtig, „Moor braucht auch kalt“, mit Ausnahme der Moore/Sümpfe in Brasilien sind mir keine Moore in warmen Gegenden bekannt und selbst die finnische Moore sind durch den Klimawandel bedroht.
    Die Bewirtschaftung des hiesigen NSG wurde von der europäischen Kommission sehr gut bewertet, das Live Projekt hier bekam bekanntlich den Preis “ the best of the best, wir haben also hier in Belgien, sogar hier in Ostbelgien, genug Menschen die wissen was zu tun ist, wie sind deren Prognosen?

  12. Experten

    Die Frage ist, wer bezahlt die Experten. Follow the money ist ein guter Grundsatz. Die Natur regeneriert in der Regel meistens schneller, wie von Klimapropheten und sonstigen Propheten vorausgesagt wird. Brände bedeuten auch eine Erneuerung für das Moor. Es gibt sogar Pflanzen, die Feuer benötigen Pyrophyten.

  13. die Wahrheit

    Es wird viel diskutiert! Ich bin zwar kein Landwirt, aber hier einige Gedanken!
    Es wäre eventuell sinnvoller, dass unser Forstministerium sich mal mehr Gedanken über Brandweiher machen soll, anstatt Landwirte zu kontrollieren, wann diese ihr Gras mähen, Gülle ausbringen, Flussläufe einzäunen etc. Der Förster gehört in den Wald und nicht in ein Büro! Ich finde, dass das Forstministerium seine Arbeit nicht gemacht hat! Bei den Bauern würde es lauten : Prämienabzug! Hier Lohnabzug????

    • Siegfried

      Wenn man an den Papierkrieg denkt, der Einsätze verzögerte; wenn man an die Bürohengste denkt, die nicht viel zielgerichtet koordiniert bekamen – eine Ausnahme war der Forstamtsleiter von Elsenborn, der hervorragend gearbeitet hat; dann wurde einem Angst und Bange.
      Unsere Landwirte haben entscheidenden Anteil, dass die Katastrophe beherrscht wurde. Das wird viel zu wenig erwähnt und gewürdigt. Unsere Eupener Gipfelstürmer Paasch, Franssen – nicht zu vergessen der wichtigste Mann Europas, Arimont- können nichts Anderes, als Maulaffen feilhalten.
      So sind die Rollen verteilt und nicht anders.

  14. Jörg Kipper

    Ist ein Venn Wald Schutz für Menschen und Schöpfung möglich …..Sicherheit muss oberstes Gebot haben .

    Zusammenfassung der Diskussion zum Schutz des Hohen Venns / Venn Walds:Nach dem schweren Brand im August 2026 (ca. 3.300–3.400 Hektar) fordern du und Jörg Kipper konsequente Maßnahmen unter dem Motto „Sicherheit zuerst“:Komplette Sommersperrung des Venns (nicht nur rote Fahnen), weil das bisherige System zu schwach ist.
    Die Durchgangsstraße (N68) teilt das Gebiet und stellt selbst ein Brandrisiko dar (Unfälle, Funken etc.).
    Besucher direkt stoppen und aufklären („Brandgefahr“).
    Technische Überwachung mit Satelliten + KI (ergänzt durch Kameras/Drohnen).
    Jagd pausieren in kritischen Phasen und Bereichen.
    Fichten-Monokulturen gezielt sperren – sie sind besonders brandgefährlich und gefährden Menschen im Ernstfall.

    Zur Wiedervernässung: Du kennst die Studien und hältst sie allein für unzureichend. Sie lösen das grundlegende Trockenheitsproblem nicht. Stattdessen müsse man sich der Natur anpassen und realistisch mit längerer Trockenheit planen. Die verbrannten und restlichen Flächen brauchen andere Erhaltungskonzepte.Lokale Experten wie René Dahmen (Forstamtsleiter Elsenborn) sollen einbezogen und jetzt gehandelt werden – nicht nur theoretisch.Kernaussage: Maximaler Schutz durch strenge Sperrungen, Überwachung, Besucherstopp und Anpassung an die Trockenheit, damit weder Menschen noch das Venn weiter Schaden nehmen.

    WmH, Jörg Kipper
    D.J.S.V.
    Wir lieben unser Paradies

  15. Jörg Kipper

    Können wir den nächsten Venn Wald Band verhindern ??
    Jörg Kipper schreibt
    Genau daran entscheidet sich, ob der Brand etwas gebracht hat oder nur Asche und Spenden.Vermeidung des nächsten Brandes heißt konkret:Schwellen statt Verhandlung
    Öffentliche, verbindliche Kriterien: Waldbrandstufe, Niederschlag, Moorfeuchte. Ab Stufe X: Wege zu, Maschinen raus, Events ab. Kein „noch ein Wochenende, sonst sinkt der Umsatz“.
    Ursache der Entzündlichkeit beseitigen
    Das Hohe Venn brennt so heftig, weil große Teile entwässert sind. Nasses Moor brennt kaum. Gräben schließen, Wasser halten – das ist Prävention, nicht nur Reparatur nach dem Feuer.
    Risikoarbeiten in der Trockenphase verbieten
    Mähen, Forst- und Landmaschinen, Funkenflug: genau das prüfen die Ermittler jetzt. In Rotphasen solche Arbeiten stoppen, nicht hinterher ermitteln.
    Frühe Meldungen ernst nehmen
    Die Feuerwehr war in den zwei Wochen vor dem Großbrand schon Dutzende Male bei kleinen Feuern. Das ist das Warnfenster. Dann sperren, nicht erst bei 3.000 Hektar.
    Zuständigkeit klären
    Wer darf und muss sperren (Gemeinde, DNF/Naturpark, Provinz, DG)? Schriftlich, bevor die nächste Hitzewelle kommt. Sonst warnt wieder jemand vor Ort, und Namur oder das Rathaus wartet auf den Umsatz.

    Ohne diese fünf Punkte kommt der nächste Brand. Mit ihnen kostet Vermeidung unbequeme Tage ohne Touristen – nicht 10–17 Millionen plus Einsatz und Jahrzehnte Moor.

    Sicherheit zu erst ist immer Billiger
    Auch lieber einmal zuviel, als eine Katastrophe
    LG,Jörg Kipper
    D.L.R.G
    WmH, Jörg Kipper
    D.J.S.V.

    Durch Gottes Kraft Wort und Wille
    Gesandter
    Gottes 🎁

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