Meinung

Wer will heute noch Politiker werden? [Zwischenruf]

Ein Politiker am Rednerpult. Zeichnung: Pixabay

Über den Lehrermangel wird schon seit langer Zeit diskutiert. Er war der Vorläufer eines allgemeinen Mangels an Fachkräften, der heute in allen Ländern ein Riesenproblem darstellt. In Ostbelgien könnte es bald noch einen anderen Mangel geben.

Die Rede ist von einem möglichen …Politikermangel. Viele können sich das noch nicht vorstellen, weil sie den Beruf des Politikers zu den privilegiertesten Jobs zählen, die es überhaupt geben kann. Die Realität sieht aber anders aus. Der Politikerjob ist längst nicht mehr das, was er mal war.

Schon vor sechs Jahren, im September 2016, malte DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) bei einer Rede im Parlament ein düsteres Bild des neuzeitlichen Politikers.

Ex-Minister Harald Mollers im September 2020 bei der Vorstellung von Lydia Klinkenberg als seine Nachfolgerin im Amt des Bildungsministers. Foto: Gerd Comouth

„Der Begriff Politiker“, sagte Paasch im September 2016, „gehört zu den meist verwendeten Schimpfwörtern. Man misstraut ‚denen da oben‘, gleich welcher Partei sie angehören. Das müssen wir sehr, sehr ernst nehmen. Denn ohne vom Volk bestimmte Vertreter, ohne demokratisch gewählte und akzeptierte ‚Politiker‘, kann eine Demokratie nicht funktionieren.“

Inzwischen gibt es auch in der Politik Aussteiger. Im Herbst 2020 kündigte der damalige Unterrichtsminister Harald Mollers (ProDG) seinen Rücktritt an, angeblich wegen der vielen Anfeindungen im Netz. Womöglich haben aber noch andere Faktoren eine Rolle gespielt. Tatsache ist, dass Mollers keinen Bock mehr hatte.

Jetzt zieht sich auch die langjährige  Kammerabgeordnete und Eupener Schöffin Kattrin Jadin (PFF) komplett aus der Politik zurück. Sie wird Richterin am Verfassungsgerichtshof und legt deshalb alle politischen Ämter nieder.

Kattrin Jadin am 15. Juni 2022 bei ihrer Vorstellung als Kandidatin der MR für eine Stelle als Richterin am Verfassungsgerichtshof. Foto: Belga

Tagtäglich öffentlichen Anfeindungen („Die sind alle korrupt!“) ausgesetzt zu sein, alle fünf Jahre um die Wählergunst buhlen zu müssen und sich regelmäßig auf parteiinterne Grabenkämpfe einzulassen, darauf haben immer weniger Menschen Lust.

Eine „Work-Life-Balance“, die es erlaubt, Arbeits- und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen, worauf vor allem junge Menschen großen Wert legen, erscheint in der Politik nur schwer möglich.

In den 1970er und 1980er Jahren gab es in der DG relativ viele Ärzte, die neben ihrer Arbeit als Mediziner noch Politik machten, obwohl es damals mit der Politik wirklich nichts zu verdienen gab. Heute gehen Ärzte lieber joggen oder golfen.

Ganz abgesehen davon: Nicht selten ist es so, dass wenn du in der Politik das tust, was wirklich notwendig ist, oder wenn du sagst, was unbedingt gesagt werden muss, du womöglich beim nächsten Mal nicht wiedergewählt wirst. Die Folge: Mit den Jahren bist du nur noch gefrustet, auf jeden Fall nicht mehr du selbst.

Fazit: Die Politikverdrossenheit grassiert nicht nur im Wahlvolk, sie gibt es heute auch in der Politik selbst. Davon wird man sich in Ostbelgien spätestens im Superwahljahr 2024 ein Bild machen können, wenn es darum geht, ausreichend Kandidaten für die Föderal-, Europa-, PDG- und Regionalwahlen sowie für die Gemeinde- und Provinzwahlen zu finden. Es wird vermutlich mehr freie Listenplätze als Interessenten geben. (cre)

49 Antworten auf “Wer will heute noch Politiker werden? [Zwischenruf]”

    • Ist aber auch irgendwie die Schuld der Gesellschaften! Das die unfähigen von Mc.Kinsey,EY, usw. dorthin abgesezt werden ist doch kein Geheimnis! Ich hab beides abgelehnt!
      Aber bei diesen genannten Unternehmen werden wie in der Politik eben Ja sager eingestzt!
      Empfehlen kann ich Accenture, WTW, Alvarez, WTW, Gartner und am besten GXG Global Executive Group vielleicht noch Accenture, (PWC können sie sowieseo vergessen da noch lieber Politik = EY Mc. Kinsey idiotenvereinigung)

  1. Politiker Mangel, wäre dann der Moment den DG Zirkus zu beenden und Millionen an Steuergeldern zu sparen. Die könnten ja alle Lehrer oder Krankenpfleger werden. Dann würden sie sehen, was arbeiten heißt.

    • Pierre II

      „Die könnten ja alle Lehrer oder Krankenpfleger werden. Dann würden sie sehen, was arbeiten heißt.“ Sie wollten bestimmt nicht Lehrer schreiben!? Dies war bestimmt ein Tippfehler?

  2. Fritte Spezial

    Im Knottern sind wir alles Spitze aber selbst mal die Ochsentour machen nein danke. Wenn man bedenkt das ein Abteilungsleiter in einer einigermaßen großen Firma ca. 10.000 Euro verdient plus Bonus etc. warum soll der für das gleiche oder weniger Geld in die Politik gehen. Erwartet wird aber das Idealbild, möglichst so wenig verdienen wie man selbst aber dann bitte mehr arbeiten. So läuft das aber nicht. Wer gute Politiker will muss diese auch entsprechend der freien Wirtschaft bezahlen. Dann kann das Volk dafür auch Qualifikation und Führungserfahrung verlangen. So wie es jetzt ist, lockt man sich nur Leute mit Beamtenmentalität an.

    • Damit wäre man noch einverstanden aber die verdienen tatsächlich 10.000 € im Monat und sind keine guten Politiker! Können wir dann das Gehalt kürzen oder die Leute nach Abmahnung fristlos kündigen, ohne Recht auf Arbeitslosengeld oder Entschädigung? So würde man das nämlich in der Privatwirtschaft machen! Sie wollen aber nur den Lohn aus der Privatwirtschaft, alles andere nicht.

  3. Karli Dall

    „Wer will heute noch Politiker werden?“

    Personen die rechtzeitig feststellen, dass sie ungeeignet sind für eine qualifizierte Tätigkeit in der Industrie, im Management, in der Beratungsbranche etc., sichern ihre Zukunft durch eine Tätigkeit in der Politk als Politiker ab.

    Pech haben Personen die das erst zu spät feststellen.

  4. Brüllaffen

    Ostbelgien direkt trägt seinerseits gehörig zur Politikerverdrossenheit bei.
    Was hier und in anderen Foren nämlich an undifferenziertem Spott, Hohn, Verachtung und Gülle … von unbedarften Besserwissern à la DAX, Scholzen und Co. über die Politiker geschüttet wird ist nicht nur erbärmlich sondern erfüllt offensichtlich auch seinen Zweck.
    Wenn OD dies beklagt, sollte es seinen Beitrag leisten und die Brüllaffen abstellen.

    • Danke Herr Cremer !

      Brüllaffe, hüten Sie sich vor den drohenden Pestpocken, die hierzulande
      grassieren wird, wenn OD „abstellt“ und die von unserer Autonomie
      ungeniert profitierenden Politiker handeln können, wie es ihnen passt. Der
      Beispiele genug, fragen Sie KHL und das Prozess-Duo.

  5. Peter Müller

    Schauen wir mal auf die Dörfer. Wer sitzt denn da alles im Gemeinderat. Da sieht man doch ein oder zwei Studierte, oder mit abgebrochenem Studium, bis hin zur Hausfrau und Gemeindearbeiter. Nichts gegen diese Leute, aber die Posten müssen ja besetzt werden. Das Problem ist, dass viele dann nicht geeignet sind für diese Posten.

    • Der Eynattener

      Ach, und Sie glauben, weil einer studiert hat, wäre er besser für den Job? Warum?

      In der föderalen Politik sind viele mit abgeschlossenem Studium… Was unsere Politik zur Zeit beschließt, ist ja nun erwiesenermaßen auch nicht gerade die beste Lösung!

  6. Anonymos

    Man sieht es ja an den Deutschen, genau so wie in Belgien, um so Dümmer um so Höher die politischen Posten, massenhaft Berater im Rücken die auch an der Realität vorbei Leben, wenn Politiker so inteligent wären wie viele Realitätsflüchtlinge behaupten, hätten wir keine Probleme oder Krieg. Das ist nun mal Fakt. Tatsache ist doch, wenn Politiker nach Leistung bezahlt würden, müssten alle von denen zum ÖSHZ rennen.

    Die Parlamentarier leisten bei Amtsantritt auf der konstituierenden Sitzung den folgenden Eid: „Ich schwöre, die Verfassung zu befolgen.“

    Die Eidesleistung der Minister vor dem Parlamentspräsidenten lautet etwas anders: „Ich schwöre Treue dem König, Gehorsam der Verfassung und den Gesetzen des belgischen Volkes.“

    Alleine mit diesem Eid, hat jeder Minister bereits einen Meineid geschworen, welches wie bekannt mit Haft bedroht ist. Denn jeder einzelne Minister verstößt gegeen die Verfassung und dass täglisch mehrfach.

    Sorry, ich bin mal dreist, setzt meinen 7 Jahre alten Enkel als Minister ein und es funktioniert ohne Probleme.

    Auch die Eingabe des Herrn Minister Antondinadis, „Führerschein für Tiere“ HAHAHA, seine Tierliebe in allen Ehren, aber als hätte die DG keine wichtigeren Probleme. In solchen Sachen liegt das Problem !

  7. Nein, natürlich sind nicht alle Politiker korrupt. Genau wie nicht alle Journalisten Berufslügner sind. Fakt ist aber nun einmal, dass es ausreichend Belege – nicht selten in Form von Justizakten – dafür gibt, dass es die Korrupten und die Lügner beider Berufsstände besonders weit nach oben schaffen und dass sie trotz ihrer teils gesetzeswidrigen und immer moralisch verwerflichen Taten weiter wurschteln können, beinahe unbehelligt von Presse, Kollegen und Öffentlichkeit. Woran das liegt? Am System? An dem, was gemeinhin als Demokratie verstanden wird? Ich meine, die Erklärungen dafür sind vielschichtig.
    Jedenfalls möchte ich den ehrlichen und aufrichtigen Politikern einen Rat geben, den man uns Spaziergängern und Demonstranten in ähnlicher Form auch ständig gibt:
    Distanziert euch von den Schurken in euren Reihen, setzt euch nicht mit ihnen zusammen, schüttelt nicht ihre Hand, jagt sie am besten zum Teufel. Und so lange ihr die Verbrecher in eurem Berufsstand duldet, ihnen zu Wahlsiegen gratuliert und ihre krummen Geschäfte überseht, heult bitte leise wenn euch der ein oder andere Stammtisch mal wieder pauschal abwatscht.
    Oder frei nach Oliver Paasch: Nicht alle Politiker sind Feinde der Demokratie.

  8. Auch rund um die Politik beackern Verschwörungstheoretiker ein willkommenes Feld. Besonders in diesem Bereich lässt sich nämlich in Sachen Polemik viel Beute machen. Das Wort Korruption wird bei sich jeder bietenden Gelegenheit angewendet. Beweise liefern sie keine, es wird nur behauptet. Es geht ihnen im Grunde nur darum, die Gesellschaft zu spalten. Bei einer kleinen Minderheit finden sie dankbahres Gehör. Wenn man dieser Minderheit verklickert, dass ein Politiker nur mit dem Finger zu knipsen braucht, um den Benzinpreis wieder auf unter einem Euro zu bringen, dann glauben die das. Glaube versetzt bekanntlich Berge.

  9. Robin Wood

    „Das Wort Korruption wird bei sich jeder bietenden Gelegenheit angewendet. Beweise liefern sie keine, es wird nur behauptet.“

    Sie haben wohl ein genauso schlechtes Gedächtnis wie Scholz. Der aktuell im Cum-Ex-Skandal befragt wird.
    Wie war das mit Agusta und Vandenbroucke?
    Die Masken-Deals zu Corona-Zeiten? Nicht nur in D, auch unsere M. De Block war involviert.
    Wie war das mit den falsch angegebenen Krankenhausbelegungen?
    Die Aussage von Seehofer und Lauterbach (!) (auch wenn es ältere Aussagen sind, sie sind noch aktuell und ich hatte diese Links mehrmals hier eingestellt), dass die Politik nicht gegen die Pharma-Lobby ankommt.
    Um nur einige zu nennen. Es sei denn, Sie finden ein solches Verhalten der Politiker normal.

    • Sie bringen einige Beispiele, mit denen sich Gerichte zu beschäftigen haben, wenn denn etwas an den Vorwürfen dran ist. Aber muss den jetzt die ganze Politikerkaste herhalten, weil es – das will ja überhaupt keiner bestreiten – einige schwarze Schafe unter ihnen gibt? Es ist zu einfach, alles auf Rot, Schwarz oder Grün zu schieben. In den Bereichen, in denen Politiker Entscheidungen treffen müssen, spielen sehr viele Faktoren und Interessengemeinschaften eine Rolle, die man meistens, aber auch längst nicht immer, nur durch Kompromisse auf Seite räumen kann. Meistens wird nur aus populistischen Gründen auf Politiker geschimpft. Aber da macht man es sich zu einfach. Eine ideale Lösung für alle gibt es nicht, wenn Entscheidungen getroffen werden müssen.

      • Die Politiker sind vom Volk gewählt um dem Volk zu dienen. Was im Moment abgeht ist das exakte Gegenteil. Die Wirtschaft wird an die Wand gefahren. Viele Leute können die Rechnungen nicht mehr bezahlen.
        Die Interessengemeinschaften verdienen sich eine goldenen Nase auf Kosten der Bevölkerung.
        Momentan wird nicht aus populistischen Gründen auf Politiker geschimpft sondern weil viele Leute nicht mehr wissen wie sie die Rechnungen bezahlen sollen und weil die Leute verlieren, wofür sie ihr Leben lang gearbeitet haben.
        Und schlimm dabei ist dass manche Foristen den moralischen Zeigefinger heben und behaupoten, viele hätten zu viel Wohlstand gehabt.
        Wo sind denn die Konsequenzen aus Luxleaks oder Panama Papers oder CumEx? Nichts hat sich geändert.
        Das Geld verschwindet von den Konten der Kleinen in die Taschen derer, die schon mehr als genug haben. Und was machen die Politiker währenddessen? Nichts.
        Ich hoffe dass die Leute massiv auf die Straße gehen im Herbst. Das Mass ist mehr als voll.

    • Kein Politiker hat heutzutage versagt!

      Sie haben genau das getan, wozu sie in ihre Positionen gehievt wurden. Als 5. Kolonne der Hochfinanz eingeschleust, um die Grundlagen der westlichen Zivilisation zu zerstören und dabei die Bevölkerungen wirkungsvoll zu reduzieren. Es sind Schreibtischmörder, die wohl dreckigste Art mit seinen Mitmenschen umzugehen. Wenn diese Leute nicht sofort entfernt und ihre destruktiven Aktionen rückgängig gemacht werden, ist Europa und die Schweiz zu Hunger, Not und Massensterben verurteilt.

      Die Lage ist ernst! Schützt Eure Kinder! Ist nicht von mir aber ,von KNOPFLOCH

  10. #Logisch

    „Aber da macht man es sich zu einfach. Eine ideale Lösung für alle gibt es nicht, wenn Entscheidungen getroffen werden müssen.“
    Na, da haben Sie wieder mal den „Schwarzen Peter“ logisch weitergegeben.

    Die Beispiele von Robin Wood wären ein Fall für die Justiz, aber nur dann sinnvoll, wenn diese nicht politisch unterwandert wird oder gar schon ist.

      • …“wären ein Fall für die Justiz, aber nur dann sinnvoll, wenn diese nicht politisch unterwandert wird oder gar schon ist.“

        Wenn die Justiz schon unterwandert wäre, dann ist sie natürlich außen vor, es wäre reine Zeitvergeudung diese überlastete Institution noch mehr zu beschäftigen.

        • Natürlich auch unterwandert, alles ist unterwandert, sie handeln für obskure Geheimbünde und wollen uns dezimieren, siehe oben eddy. Warum nur dezimieren, wollen sie uns nicht in Wirklichkeit alle umbringen? Woran erkennen wir Oberschlauen die Verschwörung, die allgemeine Unterwanderung? Na logisch, weil es nicht nach unserem Gusto geht. Also müssen die anderen doch strutzdumm oder von der Dezimierungsmafia sein! Schön, wie einfach die Welt sein kann!

          • #Hugo
            Sie schreiben am Thema vor bei.
            Viel blabla.

            Gehen wir doch einfach logisch vor:

            „Wenn die Justiz schon unterwandert wäre, dann ist sie natürlich außen vor, es wäre reine Zeitvergeudung diese überlastete Institution noch mehr zu beschäftigen.“

            Sie als juristischer Insider würden diese Institution dann trotzdem arbeiten lassen, zum Zwecke der Beschäftigung?
            Ich würde sie in Ruhe lassen, d. h. sie könnte sich selbst beschäftigen.

  11. Schlecht Zeiten bringen gute Politiker hervor und gute Zeiten schlechte Politiker.Das Resultat haben wir ja jetzt.Wo früher hochqualifizierte Strategen und Diplomaten ihr Werk taten,sitzen heute zu einem beträchtlichen Teil Studienabbrecher,Leute ohne jedliche Qualifikation und Postenjäger,die noch nie im Leben gearbeitet haben.

  12. Akneverkäufer

    Das heftige an der ganzen Sache ist doch, dass all die Politikverdrossenen bei den Wahlen dem Balter vertrauen. Das ist doch der Inbegriff von Wirkungslosigkeit und Geldgier. Immer das brüllen was die minderbemittelten hören wollen, das kann er gut. Aber sonst? Außer dem Steuerzahler kosten, kann der auch nicht viel… Er ist übrigens der einzige Millionär in den Reihen des PDG, und tut so als wäre er einer von den kleinen Leuten die für ihr Geld wirklich arbeiten müssen. Ihm ist alles immer in den Schoß gefallen, ansonsten könnte er gar nicht bei solch einem großen Unternehmen so viel Zeit in die Politik stecken. Achja, und das ist kein Neid…

    • Krisenmanagement

      @Akneverkäufer Spricht da etwa Neid aus ihrem Text? Wenn sie wirklich den Herrn Balter kennen würden, dann würde sie nicht einen solchen Unsinn schreiben. Diese Familie hat ihr Unternehmen mit Fleiss aufgebaut. Wirtschaftlicher Erfolg ist nicht verwerflich und schlecht. Es ist mir egal , wieviel Geld dieser oder jener Bürger hat. Es gibt für mich nur eine Frage? Ist dieser Mensch ein guter und ehrlicher Mensch oder ein schlechter Mensch?
      Wenn sie glauben die nachdenkenden Menschen vertrauen noch einer Partei bedingungslos, dann irren sie sich gewaltig.

  13. Krisenmanagement

    Es sind zum Teil die Parteien selber, die fähige Leute rausekeln. Die bestehenden Politiker wollen ihre Position verteidigen. Da ist denen jedes Mittel recht. Es herrschen in vielen Parteien absolut keine demokratischen Zustände. Das sollte einem zu denken geben. Die Parteidisziplin ist das oberste Gebot. Da darf keiner aus der Reihe tanzen.
    Die Politik der letzten 2,5 Jahre hat die Missstände so richtig ans Licht gebracht. Da denken viele Menschen, tue ich mir das wirklich in meiner knappen Freizeit an?
    Belgien hat einen riesigen Reformstau vor sich. Aber viele halten an den verkrusteten Strukturen fest oder wollen sie sogar noch steigern. Als Beispiel nenne ich den Autonomiewahn der PFF. Warum wollen die das Umweltressort in der DG ansiedeln? Das ergibt doch keinen Sinn und ist unnötig teuer.
    Nur wir müssen uns alle selber an der Nase packen, wenn wir etwas verändern wollen. Ich habe es einmal versucht. Aber ich habe noch nicht aufgegeben. Denn wollen wir wirklich ein weiter so?

    • Gastleser

      Ich.
      Wollte aber keiner/keine Partei.
      Mit meinen Ideen gehen jetzt andere hausieren.
      Immerhin sind sie teils umgesetzt worden.
      Ich kann mich nicht tief genug bücken und arschkriechen liegt mir nicht…

    • Ja, lieber Krisenmanager, wollen wir wirklich ein weiter so?

      In Deutschland wurde kürzlich eine komplett neue Regierung gewählt, weil die Bürger kein weiter so wollten. Und was ist passiert? Eine Kritik löst die nächste ab. Fazit: Man kann wählen, was man will, es wird immer Kritiker geben, die die amtierende Regierung für unfähig halten. Okay, die Ränder lässt man nicht in die Regierung rein. Aber auch die sind nur mit dem Mund stark. Wenn sie regieren müssten, könnten sie die Probleme ebenso wenig lösen wie die, die jetzt dran sind.

    • Joseph Meyer

      @Krisenmanagement
      Sie haben recht mit Ihrer Feststellung, dass wir praktisch in einer Parti-Kratur, einer Diktatur der Parteien leben: Die Loyalität zur Partei geht über alles, und es sind wenige Personen an der Spitze die beschliessen was Sache ist, d.h. wie der einzelne Abgeordnete bei den Parlamentsbeschlüssen abzustimmen hat! Wenn er sich nicht daran hält, wird er entweder ausgeschlossen oder nicht mehr aufgestellt … Und leider ist es tatsächlich so, dass die führenden Personen in den jeweiligen Regierungsparteien auf nationaler Ebene oft in wenig offenen Organisationen geschult wurden, so z.B. De Croo, Rutte, Merkel, Macron, Baerbock, uvm. beim Welt-Wirtschafts-Forum (WEF) in Davos, oder auch
      regelmässige Besucher der jährlichen Bilderbergerkonferenz sind, wo sie auf ihre Eignung hin überprüft werden, … Viele unserer Politiker in Machtpositionen verdanken ihren Posten Leuten mit sehr, sehr viel Geld und der entsprechenden Propaganda in den ihnen gehörenden oder von ihnen beherrschten Main-Steam-Medien, und einmal in ihrem Posten müssen diese Politiker natürlich „liefern“ …
      Aktuelle Beispiele dafür, was dann dabei herauskommen kann, gibt es genug …

      – 08.09.2022
      Die dümmste Regierung Europas – Können wir die Ampel stoppen? (1)
      Was Halbverrückte bei den Grünen, aber auch Friedrich Merz von der CDU schon im Frühjahr gefordert haben, hat Putin jetzt wahr gemacht: Über Nord Stream I fließt kein Gas mehr – mit der Folge, dass die Preise für Gas, aber auch Lebensmittel weiter nach oben schießen. Millionen Menschen haben Angst vor der Zukunft. Zu recht. Denn kaum ein Land ist derart abhängig von russischen Rohstoffen und russischer Energie wie Deutschland. Die verrückte Idee der Ampel, gegen unseren wichtigsten Energielieferanten einen Wirtschaftskrieg anzuzetteln, ist der eigentliche Kern des Problems. Wie bescheuert muss man sein, um zu glauben, dass wir Putin bestrafen und der Ukraine helfen, wenn wir Millionen Menschen in unserem Land in Armut stürzen? Mein Video der Woche über das angeblich so „wuchtige“ Entlastungspaket der Regierung, warum es dringend mehr Proteste braucht und weshalb wir die Forderungen, für die wir protestieren, nicht weichspülen lassen dürfen. Denn solange der Sanktionspoker die Preise weiter in die Höhe treibt, wird uns das größte Entlastungspaket nicht retten. Zumal wir nicht ganz vergessen sollten: auch die Entlastungen finanziert der Staat nicht mit der Gelddruckmaschine. Sondern die zahlen am Ende wir alle, die Steuerzahler.
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      – 08.09.2022
      “I’m Ready To Use Nuclear Weapons” Says New U.K. Prime Minister (2)
      [“Ich bin bereit, Nuklearwaffen einzusetzen”, sagt die neue britische Premierministerin.
      Das Vereinigte Königreich hat eine neue Premierministerin, die Liz Truss heißt. Als Mitglied der Konservativen Partei löst Truss den abgesetzten Boris Johnson ab, verspricht aber als konservative Kollegin, Johnsons rechtsgerichtete Politik in Bereichen wie Polizei, Kriegshetze und Energie fortzusetzen. Auf die Frage nach ihren “Gefühlen” in Bezug auf die Möglichkeit eines Atomkriegs betonte Truss, dass sie bereit sei, den Knopf zu drücken und den gesamten Planeten mit katastrophaler Zerstörung zu überziehen.
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      – 07.09.20222
      Konferenz zur Weltkriegsvorbereitung und eine alternative Friedenstagung (3)
      Über die militärische Rivalität der drei Großmächte beraten ab 11. Oktober über 300 Führungskräfte der NATO mit politischen Spitzenkräften und Vertretern der Rüstungsindustrie sowie Militärstrategen in der Messe in Essen. Bereits das martialische Ankündigungsvideo macht deutlich, welcher Geist hier einlädt: Es geht um das, was in Anlehnung an ein Zitat des ehemaligen Militärministers Theodor zu Guttenberg ‚umgangssprachlich Krieg‘ heißt. Bei den staatlichen Großmächten USA mit ihren NATO-Vasallen versus China und Russland geht es um die Vorbereitung einer Eskalation zwischen den Weltmächten, die über 90 Prozent der nuklearen Arsenale bereit halten – damit geht es um die Gefahr eines Weltuntergangs. Von Bernhard Trautvetter.
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      – 11. SEPTEMBER 2022 
      „KLAMMHEIMLICH ENTSCHIEDEN ! KAUM BEMERKT ! ANDREAS POPP ENTHÜLLT DIESES SEHR WICHITGE EREIGNIS !“ (4)
      Sozialkreditsystem nach chinesischem Vorbild soll kommen …!

      (1) (https://www.youtube.com/watch?v=jyltDCy3Kvo
      (2) https://www.nachdenkseiten.de/?p=87895#h06
      (3) https://www.nachdenkseiten.de/?p=87743
      (4) https://stine113blog.com/2022/09/11/klammheimlich-entschieden-kaum-bemerkt-andreas-popp-enthuellt-dieses-sehr-wichitge-ereignis/
      _

  14. Jimy Ginsterbusch

    Kein Wunder, dass die Politik im Abstieg ist! Das beste Beispiel sehen wir davon in Eupen. Dort wird in Saus und Braus regiert und Geld in Hülle und Fülle verteilt! Trotzeines gewaltigen Budgets kommen wir unsern viel zu Hohen Schulden nicht mehr nach. An anderer Stelle in den Medien wird Reklame vom Lambertz gemacht in bezug der nächsten Sitzunsperiode! Haben die nichts besseres zu tun, sitzen da zu viert am Tisch, davor genau Zwei Presseleute! Wo ist da das Preis/Leistungsverhältnis? Und es wird mächtig Dampf gemacht, von wegen vieler Arbeit usw…?! Ein solch überflüssiges und viel zu teures Ding sollte schnellstens verschwinden. Es ist dermassen übervölkert, weniger als die Hälfte von allem wäre noch zuviel! Da werden Hunderte Millionen verrpulvert. Alles auf unsere Kosten.

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