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Deutschland ist Gastgeber der Fußball-EM 2024: Eine super Sache auch für die Fußballfans in Ostbelgien

27.09.2018, Schweiz, Nyon: EM-Botschafter Philipp Lahm (M) und die Integrationsbotschafterin Celia Sasic (r) der deutschen Delegation stehen neben dem EM-Pokal während der Bekanntgabe-Zeremonie zur Ausrichtung der EM 2024. Foto: Soeren Stache/dpa

AKTUALISIERT – Der deutsche Fußball darf sich auf das nächste große Heim-Turnier freuen. Die EM 2024 findet in Deutschland statt. Der DFB erhielt den Zuschlag durch die UEFA-Exekutive gegen den einzigen Mitbewerber Türkei. Die Vergabe der EURO 2024 an Deutschland dürfte auch viele Fußballfans in Ostbelgien freuen, denn sie werden EM-Spiele in benachbarten Städten wie Düsseldorf, Köln, Gelsenkirchen, Dortmund und selbst Frankfurt besuchen können.

Die Fußball-EM ist das zweitwichtigste Fußballturnier der Welt nach der Fußball-WM und das drittgrößte sportliche Event nach der Fußball-WM und den Olympischen Spielen.

DFB-Präsident Reinhard Grindel ballte die Faust und umarmte Philipp Lahm. Der deutsche Fußball hat den Zuschlag für die Europameisterschaft 2024 erhalten und darf sich auf das nächste Sommermärchen freuen.

“Wir sind sehr gastfreundlich und offen, das wollen wir zeigen“, sagte EM-Botschafter Lahm am Donnerstag nach der Entscheidung des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union. „Aber wir haben vor allem auch Leute in Deutschland, die ein großes Fest mit allen in Europa feiern wollen.“

Der Deutsche Fußball-Bund setzte sich gegen den einzigen Mitbewerber Türkei durch und richtet damit 18 Jahre nach der weltweit gefeierten WM 2006 wieder ein großes Turnier aus. Um 15.21 Uhr zog UEFA-Präsident Aleksander Ceferin den Zettel mit der Aufschrift „Germany“ aus dem Umschlag.

27.09.2018, Schweiz, Nyon: Aleksander Ceferin, Präsident der UEFA, zeigt während der Bekanntgabe-Zeremonie zur Ausrichtung der EM 2024 ein Blatt mit der Aufschrift „Germany“. Foto: Martial Trezzini/KEYSTONE

Der deutsche Jubel fiel eher erleichtert als euphorisch aus. „Ich bedanke mich sehr für das Vertrauen. Ich spüre Verantwortung“, sagte DFB-Chef Grindel, der wie Bundestrainer Joachim Löw die Verkündung gespannt aus der erste Reihe verfolgte. „Wir werden ab morgen alles dafür tun, den Erwartungen gerecht zu werden.“

Zum türkischen Mitbewerber äußerten sich beide zunächst auf der Bühne des UEFA-Auditoriums nicht. „Jede demokratische Entscheidung ist die richtige Entscheidung“, erklärte UEFA-Präsident Ceferin.

In einem Einspieler der UEFA kurz vor dem Zuschlag durften DFB-Direktor Oliver Bierhoff und Frauen-Bundestrainer Horst Hrubesch im Auditorium nochmal ihre Siegtore der Europameisterschaften 1996 und 1980 bestaunen. Per Werbevideo präsentierte der DFB den Delegierten auch Legende Uwe Seeler, der von Lahm mit einer Virtual-Reality-Brille schon einmal einen Einblick in die Stimmung beim EM-Finale 2024 in Berlin nehmen durfte.

Als Spielorte beim ersten großen Heim-Turnier seit der WM 2006 sind Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt vorgesehen. Das Olympiastadion in der Hauptstadt mit einer Kapazität von 70.033 Zuschauern ist der logische Kandidat für das Finale.

Deutschland zum zweiten Mal EM-Gastgeber

Bei der Multi-Nationen-EM 2020, die in zwölf Ländern stattfindet, werden drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale in München ausgetragen. Deutschland richtet zum zweiten Mal nach 1988 eine EM aus.

Als Gastgeber muss sich Deutschland nach aktuellem Planungsstand voraussichtlich nicht für das Turnier qualifizieren. Die genauen Kriterien sind noch nicht festgelegt.

27.09.2018, Schweiz, Nyon: Bundestrainer Joachim Löw (r) von der deutschen Delegation gibt nach der Bekanntgabe-Zeremonie zur Ausrichtung der EM 2024 ein Interview. Foto: Soeren Stache/dpa

Genau drei Monate nach dem blamablen WM-Vorrundenaus der Ex-Weltmeister von Löw durfte der DFB damit zumindest auf dem fußballpolitischen Parkett wieder einen wichtigen Sieg feiern. Und auch für den zuletzt unter anderem durch die Affäre um Mesut Özil angeschlagenen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel stellt der Zuschlag vorerst einen wichtigen Befreiungsschlag dar. Ehrenspielführer Lahm ist für das Turnier als Organisationschef eingeplant.

Der DFB punktete in seiner Bewerbung vor allem mit den vorhandenen Stadien sowie der bestehenden Infrastruktur und wirtschaftlicher Stabilität. Der weiterhin nicht komplett aufgeklärte Skandal um die WM 2006 spielte offensichtlich keine größere Rolle bei der Mehrheit der Wahlleute.

Der türkische Mitbewerber hatte vor allem für das fehlende Menschenrechtskonzept und aufgrund finanzieller Risiken schlechte Bewertungen durch die UEFA-Prüfer kassiert. Die Türkei scheiterte damit wie zuletzt bei den vergeblichen Anläufen für die EM 2008, 2012 und 2016.

Belgien war Gastgeber der EM 1972 (damals nur mit vier Teams, so wie 2019 die Endrunde der Nations League) und 2000 (mit den Niederlanden). Teilgenommen hat die belgische Nationalelf außerdem an den EM-Endrunden 1980 in Italien (Vize-Europameister), 1984 in Frankreich und 2016 ebenfalls in Frankreich. (dpa/cre)

12 Antworten auf “Deutschland ist Gastgeber der Fußball-EM 2024: Eine super Sache auch für die Fußballfans in Ostbelgien”

  1. Ist die Türkei (dessen Präsident Herr Erdowahn) nicht ein Land,das Foltert und Menschen willkürlich Einsperrt?
    Also die Menschenrechte mit Füßen tritt!
    Und solch ein Land, möchte die EM austragen? oder gar in die EU!

    • @ Nur so

      Die Türkei folgt nur der Logik der Fakten. Wenn es möglich ist in Russland oder Katar eine WM auszutragen dann muss es auch möglich sein in der Türkei eine EM auszutragen.
      Jetzt kriegt der arme Führer Erdogan einen Minderwertigkeitskomplex weil er nicht in einer Liga mit Herrn Putin oder Scheich Bin Haman spielen darf.

    • Pensionierter Bauer

      Find ich irgendwie blöd, denn die hatten die Euro in 1998 schon und vor 12 Jahren auch die WM. Ich finde es besser wenn Länder diese Turniere ausrichten dürfen, die noch gar kein großes Turnier ausrichten durften. Ich hätte es dem Türkischen Fussballverband gegonnt.

  2. delegierter

    aha, da fällt mir ein, ich habe den Beckenbauer länger nicht mehr gesehen.
    War der etwa wieder mit gebrauchten Scheinen unterwegs ?
    War da nicht mal was?
    Ach, Schwamm drüber, so ist man wenigstens schon mal qualifiziert.

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