Politik

Was hat bloß die Weykmans geritten? [Kommentar]

Isabelle Weykmans (r) im Parlament bei dessen konstituierender Sitzung im Juni 2019. Foto: Gerd Comouth

Bei den Liberalen ist Aktionismus angesagt: Nach dem neuen Präsidenten der MR, Georges-Louis Bouchez, der auf einmal von einer Rückkehr Belgiens zu einem Einheitsstaat träumte, den es schon seit 50 Jahren nicht mehr gibt und auch nicht mehr geben kann, brach die DG-Ministerin und PFF-Politikerin Isabelle Weykmans eine Diskussion über die Abschaffung des Fachs Religion in den hiesigen Schulen vom Zaun.

Weykmans selbst stellte in ihrem „Gastkommentar“ nirgendwo unmissverständlich klar, dass ihr Standpunkt in Sachen Religionsunterricht ihre rein persönliche Meinung sei. Das machte einige Stunden später ihr Ministerkollege Harald Mollers (ProDG), zuständig für Bildung und Unterricht.

Dass Weykmans ein anderes Mitglied der DG-Regierung in der Öffentlichkeit brüskieren könnte, hatte man bis Dienstagmorgen nicht für möglich gehalten.

Isabelle Weykmans (l, PFF) und Harald Mollers (r, ProDG). Foto: Gerd Comouth

Die Frau hat in den über 15 Jahren als Ministerin der DG nur ganz selten Aufsehen erregt. Als sie 2004 erstmals Ministerin wurde, war die Überraschung groß, denn sie war die erste Frau, die in der DG Mitglied einer Gemeinschaftsregierung wurde. Sie war zudem die jüngste Ministerin Belgiens und anscheinend sogar Europas.

Ansonsten hat die PFF-Ministerin nur ganz selten die Gemüter erhitzt. Anfang Dezember 2012 geriet sie wegen einer unglücklich formulierten E-Mail in ihrer Eigenschaft als Medienministerin in die Kritik.

In dem Schreiben, das irrtümlicherweise an die Opposition gerichtet wurde, in Wirklichkeit aber den Parlamentariern der Mehrheitsfraktionen vorbehalten war,  ging es um den BRF, der zuvor wegen eines Haushaltslochs einige Mitarbeiter entlassen musste. In der E-Mail benutzte Weykmans das Wort „Warmlaufen“ und beendete den Satz mit einem augenzwinkernden Smiley. Die Ministerin erweckte dadurch den Eindruck, dass beim BRF weitere Entlassungen geplant seien und sie dies auch noch amüsant finden würde. Die Aufregung war groß, jedoch entpuppte sich das Ganze als ein Missverständnis.

Ein Beitrag über Isabelle Weykmans im November 2013 in der Rubrik „Alles nur Satire“ von „Ostbelgien Direkt“. Die zumeist monoton vorgetragenen Reden der PFF-Ministerin im Parlament reißen niemanden vom Hocker. Foto: Gerd Comouth

Seitdem hat man von Isabelle Weykmans nichts Spektakuläres mehr vernommen. Weykmans war immer schon Weykmans, wenn man einmal davon absieht, dass sie im Wahlkampf 2019 auf Großplakaten als „Unser Mann für Ostbelgien“ für sich warb, wobei nicht so recht klar war, was Weykmans mit diesem Slogan eigentlich mitteilen wollte.

Die bisher einzige deutschsprachige Ministerin in Belgien war immer ein bisschen die „graue Maus“ in der DG-Regierung. Auch ihre Reden im DG-Parlament werden von ihr ziemlich monoton vorgetragen und reißen niemanden vom Hocker.

Umso erstaunter waren viele, als sie am Dienstag von ihrem spektakulären Vorstoß in Sachen Religionsunterricht vernahmen, zumal diese Initiative nicht vorher mit der Regierung von Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) und dem amtierenden Unterrichtsminister Harald Mollers (ProDG) abgesprochen worden war.

So einen Querschlag hatte wohl niemand  von Weykmans erwartet. Die einzige plausible Erklärung für diesen Alleingang kann nur sein, dass man innerhalb der PFF nach vier Wahlniederlagen in Folge auf Gemeinschaftsebene (2004, 2009, 2014 und 2019), wodurch sie die schwächste Kraft im Parlament der DG geworden ist, mit dem Rücken zur Wand steht und das liberale Profil der Partei schärfen möchte.

Und weil es in der heutigen Zeit nicht angebracht ist, die PFF als liberale Wirtschaftspartei zu promoten, da eine liberale Wirtschaftspolitik momentan nicht sehr populär ist, versucht man es über andere liberale Ideen. Dazu gehört auch die Abschaffung des Religionsunterrichts.

Das ominöse Wahlplakat von Isabelle Weykmans im Mai 2019. Foto: OD

Darüber lässt sich in der Tat diskutieren. Ist auch schon vorher geschehen. Kritisiert wird also keineswegs das Thema Religionsunterricht an sich, sondern eher die Art und Weise, wie es in die Öffentlichkeit gebracht wurde von einer Ministerin, die seit 15 Jahren eigentlich nichts Spektakuläres vollbracht hat, sich aber jetzt etwas dreist in den Kompetenzbereich eines Kollegen einmischt.

Man stelle sich vor, Harald Mollers hätte es gewagt, eines Morgens die hohen Geldsummen für das IKOB, für AGORA oder für das Grenz-Echo und den BRF infrage zu stellen. Das wäre Isabelle Weykmans überhaupt nicht recht gewesen.

Ganz abgesehen davon, dass die liberale Ministerin bei ihrem Vorstoß in Sachen Religionsuntericht fordert, dass den Kindern in den Schulen der DG „kritisches und freiheitliches Denken“ vermittelt wird.

Da wäre Isabelle Weykmans, die auch Medienministerin ist, gut beraten, erst einmal ihren Parteikollegen von der PFF dieses „kritische und freiheitliche Denken“ zu vermitteln, insbesondere was die Meinungsfreiheit im modernen Internetzeitalter begrifft. Denn die Fähigkeit zur Kritik und zur Toleranz gegenüber Andersdenkenden vermisst man bei den ostbelgischen Liberalen schon lange. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

89 Antworten auf “Was hat bloß die Weykmans geritten? [Kommentar]”

  1. MR auf Abstiegsangst?

    So wie der Nachbar Lindner und die FDP, sind auch hier die Liberalen aus dem letzten Loch am pfeiffen! Die Kapitäne verlassen das sinkende Schiff! Mr Michel und der Reynders sind abgehauen, Die Mesdames Jaddin und Weyckmans möchten auf sich aufmerksam machen, daher oft falsche Wortwahl und Entscheidungen!? Soll vorkommen?
    Hätten wir doch in Belgien nur Halb soviele der Unfähigen! Leider NEIN!
    Traurig wo unser Staat hinsteuert? Immer tiefer in die SCH…….!
    Keine Regierung seit einem Jahr! Staatsschuld immer mehr und mehr!? Und dann abhauen! Dabei sich die Taschen prall voll machen mit Abschiedsprämien für den Mist den sie gebaut haben!
    Wohl überall maulen um beste Resultate, Arbeitslose weniger und so weiter!?
    Armes Belgien wo steuerst du hin?

  2. Abbé Collard

    Dank an den nachdenklichen Gerard Cremer, dass er diese Protestwelle nicht ignoriert und die abstürzende PFF beim Namen nennt. Zuerst die Abgeordnete Jadin als Befürworterin der Abtreibung. Jetzt die Kulturministerin (unzuständig und gegen die Verfassung auf die sie geschworen hat) für die Abschaffung des Religionsunterrichts. Senator Miesen hat meist hitzefrei. Da war Fred Evers ein anderes Kaliber und zeigte Charakter und Volksnähe.

    • Der einarmige Bandit

      @ Abbe Collard vonwegen wie sie verlauten lassen “ Senator Miesen hat meist hitzefrei “ , es ist und bleibt eine reelle “ Demütigung “ für den ehrlichen und gut denkenden Bürger , das solch ein unerfahrener und nie einer harten Arbeit nachgegangener junger Mann mal zum “ höchsten “ im Amt der DG gehievt wurde . Hierbei konnte die Allgemeinheit leider feststellen , das nur durch Klan und Schleimereien vieles zu erreichen ist , nur leider führen solche Typen unser Land vollend’s in den Ruin .

  3. Mehr war nicht drin!

    Um ihre Unsicherheit zu verbergen umgibt sich diese Ministerin mit Ratgebern. Diese Ratgeber haben anscheinend gewechselt. Diese haben ihr sicher geraten diesen Kommentar zu schreiben. Danach kamen zu allen Mitgliedern und Exmitgliedern (die noch nicht aus der Mitgliederliste gestrichen worden sind) Prospekte zu diesem Thema. Der Gastkommentar war also ganz „privat“. Von Demokratie hat diese Ministerin, die sich schon lange von liberalen Werten verabschiedet hat, keine Ahnung. Das einzigste, was zählt, ist das Ministerinnenamt zu halten bis zur Rente. Die PFF-Damen Jadin und Weykmans haben sich selbst auf die Spitzenposition der Listen gesetzt. Eine Diskussion durfte nicht stattfinden. Für liberal denkende Menschen und Unternehmerpersönlichkeiten ist in dieser Partei kein Platz mehr. Es geht nicht um die Bürger der DG. Es geht einzig allein um ihr Gehalt. Denn geleistet hat sie bisher noch nicht viel. Dafür fehlen auch die Fähigkeiten. Reden werden oft mindestens zweimal gehalten. Man kann es nicht verstehen. Im Kulturressort kann die Ministerin ja nicht so viel falsch machen. Die Gemeindeaufsicht ist mittlerweile so ausgehölt, dass Mandatare, die bei den Gemeinden ein Amt gleichzeitig die Gemeindeaufsicht ausüben. In vielen Ländern ist das nicht erlaubt. In Eupen ist alles möglich. Der Bürger hat keine Möglichkeiten sich gegen Verordnungen der Gemeinden zu wehren. Ausser der Bürger wendet sich an den Staatsrat. Willkommen in der Demokratie von ProDG-SP-PFF.

    • Liberal war mal...

      Sehr gute Analyse der Lage einer Handlangerpartei von ProDG, den neuen großen Förderern der Linken Wahlverlierer von Thüringen bis Eupen, und einer Frau Weykmans, die eine vormals von Unternehmern geprägten PFF von einer Wahlschlappe zur anderen führt, als Sargnagel liberaler Politik in Ostbelgien. Ein Drama an dem Weykmans offenbar mit “voller Narrenfreiheit” weiter wursteln darf …

      • Mehr war nicht drin!

        Sie sprechen mir aus dem Herzen. Die haben jeden rausgeeckelt, der etwas auf dem Kasten hatten. Ich erinnere an Heinz Keul. Der jetzige Provinzialrat ist krankgeschrieben. Der Winkeladvocat mit einem bekannten Eupener Nachnahmen hat juristisch grossen Mist gebaut und ist jetzt auf Tauchstation. Ich denke da an das Muttersöhnchen aus dem Treeschland, der auch noch nichts geleistet hat, aber immer noch an der Macht ist. In der Gemeinde Büllingen ist der mit einem Berater Weykmans zur Bürgermeister übergelaufen. Die Büllinger Liberalen sind kaputt und haben fast komplett Balter gewählt. Ist zwar ein eigener Typ. Aber der legt den Finger in die Wunde. Von Demokratie und Liberalität hat die ganze Führungsriege der PFF keine Ahnung. Da hilft nur neugründen einer Liberalen Kraft und den Kindergarten PFF vergessen. Bei den nächsten Wahlen, werden noch weniger diese Partei wählen. Wenn man keine Inhalte mehr hat?

    • karlh1berens

      Zitat @ Mehr war nicht drin! 07/02/2020 18:33 :

      „Der Bürger hat keine Möglichkeiten sich gegen Verordnungen der Gemeinden zu wehren. Ausser der Bürger wendet sich an den Staatsrat. “

      Die Aufsichtsministerin hat sich fast 3 Monate Zeit gelassen um dann, trotz zugegebener Unregelmäßigkeiten, meine Beschwerde abzuweisen.

      Der Staatsrat hat sich dann (trotz (oder wegen) dem Parteikollegen der Aufsichtsminsterin) an der Spitze) nochmal mehr als 2 Jahre Zeit gelassen, ein Urteil zu fällen.

      So werden nicht nur die Rechte der Bürger sonder ganz besonders auch die „Arbeit“ der Opposition in den Gemeinderäten verunmöglicht.

      • Klein Frida

        Lieber Herr Berens,

        das klingt hochinteressant. Wichtig wäre für mich als noch unbedarfte Schülerin ein Fakt: Haben Sie mit Ihren Klagen und Beschwerden Recht bekommen?

        Mit herzlichen Grüßen
        Klein Frida

        • karlh1berens

          Meine liebe kleine Frida,

          auch wenn Du bemerken wirst, dass Deine neuen Schuhe nur die alten von Deinem älteren Schwesterlein sind, habe ich aber jetzt eine schöne Nachricht für Dich : Weil Dein Papi und Deine Mami in 2016 Deinen Bürgermeister genötigt haben, Deine Schulleiterin zu entlassen, findet die Gemeinde trotz ‚zig Stellenausschreibungen keine neue Schulleiterin für Deine Schule mehr.

          Du wirst dehalb demnächst gaaaaanz lange schulfrei haben

          ( ͡° ͜ʖ ͡°)

          • Was wollt ihr?

            Mein guter alter Kalle, warum siehst du nicht endlich ein dass du deinen Prozess verloren hast, nach belgischem Recht, nicht nach Galhausener? Und noch was: es finden sich momentan keine Lehrpersonen und keine Schulleiter! Das hat mit St Vith nix zu tun.

          • Klein Frida

            Lieber Onkel Berens,

            vielen Dank für deine lieben Worte. Normalerweise nehmen Erwachsene einen nicht ernst, wenn man wie ich ein Kind ist. Du tust es aber, und dafür habe ich dich ganz doll lieb! Du scheinst noch wirklich Kind geblieben zu sein, und du denkst wie ein Kind, weshalb ich dich auch als einen der wenigen Erwachsenen verstehe. Bei dir ist die Welt ganz einfach. Da sind die guten Menschen (du) und auf der anderen Seite die bösen und dummen Menschen (die gegen dich sind oder eine andere Meinung haben). Das ist echt cool.

            Ich habe Papi und Mami gefragt. Die sagen, wie auch alle bei uns in der Stadt, dass niemand unseren Bürgermeister genötigt hat. Dann haben sie noch böse Worte über dich gesagt, die ich lieber nicht hier schreibe, weil ich dich mag und weil dann mein Brief nicht veröffentlicht wird.

            Also ganz ehrlich, Onkel Berens – oder darf ich Karlheinz sagen? – wenn ich groß bin, wähle ich dich. Ich will so werden wie du! Einfach, bodenständig, revolutionär. Ein bisschen wie Che Guevara. Der hatte auch einen Bart.

            In großer Liebe
            Klein Frida

  4. Wer Profil zeigt, eckt zwangsläufig an. Genau das erwarte ich von politischen Parteien. Die rundgelutschten Parteie der letzten Jahre treiben die Wähler zwangsläufig zu den „Populisten“. Wenn das Ziel der Parteien nur noch ist, dass jeder mit jedem koalieren kann und will, kann man sich den Zirkus auch sparen. Ich wähle Liberal und noch ehe der Wahltag zu Ende ist, liegen die Liberalen schon mit ECOLO im Koalitionsbett. Irgendwann wählt man dann „populistisch“, die Politkommune wo jeder mit jedem problemlos kann, kotzt einen nämlich an…..

  5. Akneverkäufer

    Man weiss auch gar nicht so genau wie man den gemeinen Ostbelgier zufrieden machen soll. In einem Satz wird hier gemeckert, dass die graue Maus nie was gerissen hat, und wenn die graue Maus mal den Mund aufmacht, fragt man sich, was die denn geritten hat? Natürlich hätte die Frau Weykmans mal besser schon vor 15 Jahren mal den Mund aufgemacht. Die PFF hat an sich doch schon einiges geregelt in Ostbelgien (Ja, auch dank der Kontakte zur Wallonie), aber die graue Maus hätte mal eher herausposaunen sollen was die PFF alles erreicht hat, statt dem glanzlosen Olli immer prahlen zu lassen, was die Mehrheit erreicht hat. Jetzt ist die Zeit von Frau Weykmans abgelaufen. Hoffentlich merkt sie es selbst, und man schickt neue, lautstarke Leute ins Rennen. Weil in Ostbelgien kann man beim primitiven Volk eher punkten, wenn man irgendwelchen Mist verzapft, und ohne richtige Argumente wild um sich schlägt. (Der Herr Balter macht es seit Jahren erfolgreich vor) Die Bevölkerung ist vom ganzen Luxus, den die Mehrheit besorgt hat, so geblendet, dass sie vergisst wie gut wir es in Ostbelgien doch haben. Ich stelle ja schon seit Jahren Vivant und die AFD auf eine Stufe. Von der Ideologie her, wie man das Volk erfolgreich aufwiegeln kann, waren beide Parteien beim selben Lehrer….

  6. Zeitgleich mit Kimmnich: Rücktritt!

    Ein ehrenvoller Rücktritt von Frau Weykmans würde in Ostbelgien Geschichte schreiben.
    Diese Chance sollte sie bald wahrnehmen und nicht weiter an der von Lambertz diktierten Koalition kleben.
    Keine Entschuldigungen, private Meinung und so, sondern endlich Courage Madame, sie sind ein Auslaufmodell!
    Bildungspolitisch gegenüber Herrn Mollers eine Null, in der Kultur, siehe Kartheuser-Rauschmiss europaweit miserabel.

  7. Liberal war mal ...

    Die Ex-Juniorministerin ohne näher bekannte Lebenserfahrung und politischen Erfolge und Perspektiven darf die ehemals solide mittelständische PFF als Oli’s und Karl-Heinz’ Mehrheitsmacherin wohl noch “abwickeln”, wie bei angeschlagenen Betrieben üblich… während andere engagierte Liberale beim kleinsten Fehler oder Wahlmisserfolg fallen gelassen werden.

  8. Es grüßt die Loge

    Im Gegensatz zum blauen GE-Chefredakteur zeigt Gerard Cremer klare Kante
    und beschreibt die Jadin-Weykmans-PFF wo sie schwebt: im Sinkflug.
    Seit Gert Noel, Bernie Collas und Fred Evers nur noch zwei an Pöstchen klebende Damen mit der Bibel der Freimaurer.

    • Die blaue Loge

      Vielen Zuschauern in diesem Zirkus ist gar nicht bewusst, wie einflussreiche die blaue Loge ist. Sie regiert eigentlich das Land, auch wenn die zugehörige Partei immer schlechtere Wahlresultate erzielt. Die Belohnung fürs Mitmachen sind angenehme Posten für Blau und Rot.

  9. Hochbelgier

    Ich verstehe den ganzen Bohei nicht.
    Ich fand ihre Stellungnahme sehr treffend und es interessiert mich nicht die Bohne, wem sie damit auf die Füße getreten hat oder ob sie Ministerin oder „nur“ Mutter ist.

  10. Sturm im Wassergla

    Was soll überhaupt diese Diskussion. Als Eltern hat man die Wahl des Unterrichtssystems. Einmal das öffentlich subventionierte und einmal das frei sprich katholische Unterrichtssystem. Wenn ich mich als Eltern für das freie Unterrichtssystem entscheide weiss ich worauf ich mich einlasse. Beim öffentlich subventionierten Unterrichtssystem habe ich die Wahl der Religion oder ich entscheide mich für den Moralunterricht. Und einzig hier könnte man über den Inhalt des Moralunterrichts diskutieren. Und dann sind es noch immer die Eltern die für ihre Kinder entscheiden, und in Erziehungsfragen sollten diese Eltern noch immer freie Hand haben, da hat auch keine Ministerin sich drin zu mischen!

    • Zaungast

      Eine Ministerin, die sich profilieren will und deshalb in fremden ministeriellen Gärten wildern muss und Forderungen aufstellt, ohne sich um die Rechtslage zu scheren..
      Bilderstürmer, die gleich alle konfessionellen Schulen schließen wollen und alles Religiöse aus der Öffentlichkeit ausmerzen wollen, wie die Jakobiner Ende des 18. Jh. in Frankreich.
      Dazwischen ein paar vernünftige Stimmen, kurioserweise eher aus dem christlichen Lager, wo man doch die Indoktrinierer und religiösen Eiferer verorten würde.
      Selbst ein religiöser Schwarmgeist wie Freddy Derwahl bringt es nur zu einem matten „Christus lächelt“. Er war wohl zu einem Besuch im Himmel?

      Sie schildern die Sachlage zutreffend. Wo keine Nachfrage, da braucht es auch kein Angebot.
      Aber wie ist die Sachlage?

      Gestern Abend waren wir in Remouchamps, wo in der katholischen Volksschule, die unsere Enkel besuchen, ein Schulfest stattfand. Jede Klasse beteiligte sich an den gesanglichen und tänzerischen Vorführungen. Der Raum, ein großer Turnsaal, brechend voll. Die Schule hat über 200 Schüler, Kindergarten und Primarschule.
      Auch dort ist sonntags die Kirche fast leer.
      Frage: Warum lassen Eltern, die ein derart laues Verhältnis zur Religion haben, ihre Kinder auf eine Schule, wo sie angeblich so fies „indoktriniert“ werden? Obwohl es im Ort gleich nebenan auch eine neutrale Gemeindeschule gibt. Paradox, nicht wahr?

      Wenn im Collège Marie-Thérèse in Herve Schulschluss ist: Hunderte (*) Schüler strömen aus den Schultoren. Alles übel Indoktrinierte?
      (*) Schülerzahl allein im ersten Jahr Mittelschule: über 500 in 21 Klassen!

      Saint-Remacle in Stavelot: „Aujourd’hui, ce collège, c’est 400 élèves dans le fondamental, 800 en secondaire et 130 membres du personnel. C’est le deuxième employeur de la commune de Stavelot.“

      Wieso lassen verantwortungsbewusste und aufgeklärte Eltern ihre Kinder auf solche Verbildungsanstalten? Paradox, nicht wahr?

      Noch ein paar Zahlen aus der „“roten“ Wallonie:
      L’enseignement catholique en Communauté française, ce sont…
      1156 écoles (de l’enseignement fondamental, secondaire, supérieur et de promotion sociale),
      77 centres PMS,
      51 internats,
      475000 élèves et étudiants,
      38000 membres du personnel.

      • Walter Keutgen

        Vor etwa zwanzig Jahren habe ich im Auto im Stau nach der Arbeit eine Reihe Sendungen von Bel-RTL bezüglich der Schulen gehört. Ein krasser Unterschied besteht zwischen staatlichen und konfessionellen Schulen: Erziehungsministerin Onkelickx sagte, Schulen seien dazu da, ein gewisses Basiswissen, das ein jeder Haben muss, zu vermitteln, während der Vertreter der konfessionellen Schulen sagte, Schulen seien dazu da, Kinder aus der Kindheit in das Erwachsenentum herauszuführen. NB: Es waren keine Streitgespräche, der Journalist befragte jedes Mal einen Experten.

        • Zaungast

          Was wollen Sie mit Ihrem Beitrag als Antwort auf meine Zahlen ausdrücken?
          Jede Schule vermittelt Werte, ob sie es will oder nicht. Fragt sich nur welche.
          Jeder Unterricht ist von einer gewissen Weltsicht geprägt, außer vielleicht Algebra, Trigonometrie und einige andere. Das ist eine Binsenweisheit.
          Nochmal, warum nutzen die Eltern ihre Wahlfreiheit nicht, um ihre Kinder nicht einer religiösesn „Indoktrinierung“ auszusetzen.
          A propos „Indoktrinierung“: Unsere Kinder haben das katholische Mittelschulwesen durchlaufen, und ich habe nicht den Eindruck, dass sie zu fanatischen Religionseiferern geworden wären. Da sind manche „Jakobiner“ auch hier im Forum durchaus fanatischer.
          Lassen wir die Kirche im Dorf, um im Bild zu bleiben, und den Eltern die Wahlfreiheit bei der Erziehung ihrer Kinder.
          Übrigens, was das Hinausführen ins Erwachsenenleben betrifft, so erinnert das mich an einen Wahlspruch unseres Deutschlehrers an der BS: „Non scolae, sed vitae discimus.“ Das war nicht vor zwanzig, sondern vor über 50 Jahren…

          • Walter Keutgen

            Zaungast, warum Sie meine Antwort als eine negative ansehen, verstehe ich nicht. Jede Schule vermittelt Werte? Was, wenn die Lehrerschaft nicht an einem Strang zieht? Von religiöser Indoktrinierung habe ich nicht geschrieben, sondern über das Herausführen ins Leben. Die BS war doch eine konfessionelle Schule? Den Wahlspruch kenne ich und verballhorne ihn gerne als: „Nicht för das Läben lernst du, sondern för die Schole“. Vielleicht verstehen Sie es als vor 50 Jahren ausgebildeter besser auf Französisch: Staatliche Schulen (Onkelinckx) „des têtes bien pleines“, konfessionelle Schulen (wohl jüdische inklusive) „des têtes bien faites“.

            • Zaungast

              Ja, Herr Keutgen, ich konnte Ihre Antwort nicht in Beziehung setzen zu den Zahlen, die ich gebracht habe und die verdeutlichen sollten, dass das konfessionelle Unterrichtswesen selbst in der „roten Wallonie“ noch enormen Zulauf hat, obschon die religiöse Praxis immer mehr nachlässt.

              Dass jede Schule Werte vermittelt, stimmt doch, oder nicht? Eine „wertfreie“ Erziehung ist schlicht nicht möglich. Fragt sich nur, welche das sind. Ich habe an der BS und meine Kinder im CMT Werte vermittelt bekommen, die ich durchaus als positiv bewerten kann. Ob das nun „religiöse Indoktrinierung“ ist, das muss, kann und darf zum Glück jeder selbst entscheiden.

              Auf jeden Fall ist diese „Indoktrinierung“ mir lieber als die Weltanschauung eines ostbelgischen Kulturanthropologen, der die „natürliche Grausamkeit“ als Maxime predigt und die autokratischen Regime des Nahen und Mittleren Ostens unserer „Konsum-Demokratie“ vorzieht. Sie wissen, wen ich mein, lieber ‚Gast‘ bzw. ‚Oxy moron‘ bzw. ‚…‘?

      • Warum katholische Schulen? Als Alibi der Eltern für eine religiöse Erziehung – die Schule kümmert sich darum, unser Gewissen ist damit rein. Dazu kommt aktuell dass auf diesen Schulen keine Migranten eingeschrieben sind, das sagt zwar keiner öffentlich aber im vertrauten Kreis hört man das immer häufiger.

        • Friedrich Meier

          Dass auf katholische Schulen Schulen keine Migranten eingeschrieben sind, klingt irgendwie logisch.
          Hätten Sie, wenn sie als Christ in Kairo leben würden eher eine christliche Schule für ihre Kinder gewählt oder eine, von der Muslimbruderschaft geführte, Koranschule?
          Türkische Mitbürger wählen wohl eher eine Staatliche Bildungseinrichtung.

  11. Den Laden dicht machen!

    Wenn Carrefour oder Colruyt oder Delhaize solche Läden in der Grössenordnung von der Eupener DG Regierung betrieben auf, und in dem +- gleichen Gelände und Rahmen, die wäzren längst geschlossen worden und das Personal fristlos gekündigt!
    Viel zu grosser BOHEI um nicht viel!
    Viel zu Teuer!

  12. War es vielleicht die Angst die Weykmanns zu dieser Äusserung getrieben hat?
    ….. “ bevor ich komplett in den Sumpf der Vergessenheit versinke haue ich noch einmal einen raus, egal was das für ein Scheiss ist, Hauptsache ich komme in die Presse.
    Ist doch kaum zu glauben wie ein Jurastudium mit darauffolgender Politikkarriere einen normalen Menschenverstand beeinträchtigen kann.

  13. weserwiki

    NOCHMALS! Eine Abschaffung des Religionsunterrichts, beziehungsweise dessen Neugestaltung, darf nur einhergehen mit der strikten Trennung von Staat und Religion. Daher müssen, um noch irgendwie glaubhaft zu bleiben, die Liberalen, Blauen…
    alle und wirklich ALLE Freimaurer in ihren Reihen entsorgen.Ein moderner, erfolgreicher Staat, der das Wohlergehen der Menschen als oberste Priorität hat ,kann es sich nicht leisten, von einer satanischen ,geheimen Religion unterwandert zu sein.Dank an Frau Weykmans,, eine solch extrem wichtige Debatte ins Leben gerufen zu haben, wobei ihre Kollegin Jadin ja lieber Leben töten lässt(Abtreibung) und sich in den Dienst einer satanischen Religion, die der Freimaurerei stellt.
    PS: Das Christentum ist streng genommen gar keine Religion oder ein Regelwerk, sondern eine persönliche Beziehung zum HEILER und RETTER der Menschheit, der als SOHN GOTTES vor etwa zweitausend Jahren anfassbare Geschichte geworden ist. LOB SEI GOTT DEM HERRN

  14. Rücktritt!

    Ein Rücktritt der Ministerin wäre die einzigste Lösung für dieses Desaster. Wenn Oliver Paasch wirklich Power hätte müsste er das Kabinett radikal umbilden. Dafür ist der MP aber viel zu viel unterwegs. Da tanzen dann die Minister auf dem Tisch und machen was sie wollen. Dieser sogenannte Gastkommentar war eine ganz üble Nummer. Dann noch so dreist sein dies als persönliche Meinung der Ministerin zu verkaufen. Das ist schon ein starkes Stück. Frau Weykmans hat eine Eupener PR Agentur vom Werthplatz engagiert. „Wir müssen lauter sein“ Der Schuss ist nach hinten losgegangen. Sie hat eindeutig ihre Kompetenzen überschritten. Das ist für die Zusammenarbeit in einer Regierung unverzeihlich. Das geht gar nicht. Die Abschaffung des Religionsunterrichtes ist so ein Ding. Auch wenn die meisten Menschen nicht mehr an die Institution Kirche glauben, sollte man diesen Unterricht nicht unbedingt ganz abschaffen. Erstens die Eltern und die Schüler haben ja eh schon die Wahl. Zweitens: Kann es sein, dass der Unterricht einiger Religionen in die Hände privater Organisationen rutscht, die nicht unbedingt gut für die Kinder sind. Was soll in dem Werte- und Bürgerkundeunterricht den Schülern beigebracht werden? Die Demokratischen Verhältnisse der DG. …

  15. Diese Ministerin sollte abdanken, oder entlassen werden.
    Es reicht nicht das immer mehr Islamunterricht gefördert und toleriert wird, Kreuze abgehangen werden, nein jetzt muss soll der Religionsunterricht gänzlich abgeschafft werden…

  16. Etwas Courage Frau Ministerin

    Frau Weykmans hat mit Ihrer Forderung nach Abschaffung des Religionsunterrichts tausende Ostbelgier teils geschockt, teils überrumpelt, teils beleidigt. Das wird an ihr haften bleiben. Verglichen mit ihren peinlichen Vorzugsstimmen, bedeutet das in der fairen Demokratie: Rücktritt, Madame.

  17. Keutgen Leo

    Vielen fehlt es an Objektivität.
    In den Staatlichen Schulen ist Religionsunterricht nicht haltbar. Auf lange Sicht müssen alle Konfessionen abgedeckt werden, dass heißt nicht nur christlicher, nein auch muslimischer, jüdischer, buddhistischer, hinduistischee und nicht zuletzt atheistischer Religionsunterricht muss angeboten werden … Um da nicht einen ganzen Staff an Lehren für teils nur einen Schüler einzustellen, muss man schon einen konfessionsfreien Religionsunterricht, allgemein auch als Moralunterricht bekannt, einführen. Hier hat Weyckmanns die Zeichen der Zeit erkannt.

  18. Zaungast

    „Hier hat Weyckmanns die Zeichen der Zeit erkannt.“
    Diese Zeichen, was wären die genau?

    Hat es denn in Ostbelgien nach dem „Gastkommentar“ jubelnde Zustimmung in der Bevölkerung gegeben?
    Werden jetzt die Eltern ihre Kinder zuhauf aus den freien – sprich katholischen Schulen – nehmen, um sie in einer „Staatsschule“ (so wurden die zu meiner Zeit mit abfälligem Unterton genannt: wer an der BS scheiterte, ging dahin) anzumelden?
    Werden sie dann ausschließlich das Fach Ethik/Moral belegen?
    Wie will diese kleine Ministerin, die außerhalb der DG niemand kennt, eine Verfassungsänderung herbeiführen, um das Fach Religion auszumerzen, wohlgemerkt nur an den offiziellen Schulen, bei den freien hat sie sowieso nichts zu kamellen?
    Die Ministerin, als „liberale“ (kommt von „frei“!) will den Eltern vorschreiben, was sie in Sachen Religion zu tun haben?

    Dieser PR-Coup einer profilierungssüchtigen Ministerin scheint mir doch eher misslungen zu sein, auch wenn das Thema selbst eine Diskussion durchaus verdient hat.
    Dazu müsste aber man erst einmal wissen, wie die Schülerzahlen denn überhaupt verteilt sind. Weder Frau Weykmans, noch die Medien, deren Aufgabe doch eigentlich Hinterfragen und Recherchieren wäre, haben sich da Mühe gegeben. Hier gibt es Zahlen mit schönen Diagrammen:

    https://www.ostbelgienbildung.be/PortalData/21/Resources/downloads/unterrichtsorganisation/Schuelerzahlen_2019-2020.pdf mit schönen Diagrammen:

    Primarschulen: Kath 72,19%, Moral 10,87, Islam 12,69 Prot 3,89 Orth 0,37
    Sekundar: Kath 75,32% Moral: 12,22 Islam 7,53 Prot 4,60 Orth 0.33

    Also, wenn das das drängendste Problem in „Ostbelgien“ ist?
    Aber wie Sie wollen, Frau Ministerin, krempeln Sie die Ärmel hoch…

      • Religion ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten, als man die Leute noch mit der Hölle angst machen konnte. Vor dem Essen wurde gebetet, weil es nicht selbstverständlich war, einen gedeckten Tisch vor sich zu haben. Heute hat sich dieses Bedanken beim Allmächtigen erübrigt, weil man auch ohne Beten den ganzen Tag essen kann. Usw, usw. Und als Moralinstanz hat sich die Kirche selbst abgeschafft.

        • Döner und Salat

          Ach… „Gott ist tot“ ist der Grund, wieso Europa keine Zukunft hat. Nicht zuletzt weil dadurch der Halt in der Gesellschaft fehlt. Und, nein, ich bin kein Christ. Wieso hat der Islam in Süd-Amerika keine Schnitte? Wieso wird er in Indien an die Leine genommen? Wieso halten die Polen und Ungarn zusammen?
          Sie reduzieren „Religion“ auf Beten? Reduzieren Sie auch den Islam auf Döner? Es wäre schön wenn er sich dazu reduzieren ließe. Dann hätten wir den heutigen Salat in Europa nicht!

          • Zaungast

            Ziemlich wirr, Ihre Argumentation.
            Keine (christliche) Religion mehr („Gott ist tot“) = Untergang des Abendlandes, weil ohne diese Religion der Halt in der Gesellschaft fehlt?
            Ja, und Sie sind kein Christ? Da Sie aber ein Teil dieser Gesellschaft sind, sind Sie also auch mit schuld, dass „Europa“ untergeht.
            Logisch, nicht?
            Ganz konkret: Was sollte denn geschehen, damit dieser „Halt“ erhalten bleibt? Der Staat verpflichtet alle Bürger zum Besuch der Sonntagsmesse? Obligater Religionsunterricht für alle? Ehescheidung, Geburtenkontrolle und dergleichen verbieten? Was noch? Nun kommen Sie, zeigen Sie Kontur („Mut“)!

            • Döner und Salat

              Es erscheint Ihnen wirr weil Sie eine ideologische brilletragen, die Ihren Blick auf die Realität trübt. Ganz einfach. Sie sehen die Dinge nicht wie sie sind, sondern wie sie in Ihrer „internationalistischen“ utopischen Welt sein sollten.Kein Wunder, also.

              • Zaungast

                Logik ist nicht Ihre Stärke, was? Ein einfacher Syllogismus überfordert Sie schon.
                Und die „Erkenntnis der Dinges, wie sie sind“? Wie sind sie denn, die „Realität“ und die „Dinge an sich“, ohne „ideologische brilletragen“ betrachtet?

                „Ding an sich. Unter „Ding an sich“ versteht Kant die Wirklichkeit, wie sie unabhängig von aller Erfahrungsmöglichkeit, für sich selbst besteht, die absolute Realität. Wir erkennen das Wirkliche nur in den Formen der Anschauung (Raum und Zeit) und des Denkens (Kategorien); diese Formen hat die Wirklichkeit nur in Beziehung auf das erfahrende Bewußtsein, nur als Gegenstand eines solchen, nicht an sich selbst. Während Kant erst wenigstens die Kategorien (Kausalität, Substantialität usw.) auf das Ding an sich anwendet, schränkt er später deren Gültigkeit auf die Erscheinungswelt ein und erklärt das Ding an sich für unerkennbar; es ist bloß denkbar, als bloßer „Grenzbegriff“, als etwas, das wir als Grund der Erscheinungen und deren Bestimmtheiten setzen, annehmen müssen, ohne es positiv, seinem Wesen nach bestimmen zu können. Zuweilen erscheint das Ding an sich gar nur als reines Denkgebilde, als reiner, von allen sinnlichen Bestimmungen losgelöst gedachter Dinggedanke (Schwanken zwischen mehr realistischer und rein idealistischer Fassung des Begriffs „Ding an sich“), ja als Fiktion (s. Als ob).“
                Alles klar, Herr doctor philosophiae?

                Spaß und Philosophie beiseite. Ganz konkret gefragt hier oben. Wo ist Ihre Antwort darauf?

                • Zaungast

                  Heute erhielt ich mit der Post ein anonymes Drohschreiben, ohne Absender, in dem ein „Eupener Freund“ mir sein Kommen ankündigt, um sich „so richtig auszutauschen zu allen Themen, die wir beide lieben.“

                  Obwohl seine wahre Identität kein Geheimnis sein dürfte, kenne ich weder die Telefonnummer noch die e-mail-Adresse dieses „mutigen“ Herrn und kann ihm also nur auf diesem zugegeben ungewöhnlichen Weg antworten.

                  Er soll wissen,, dass ich auf seinen Besuch keinen Wert lege. Was gesagt werden muss, kann hier in aller Offenheit geschehen. Sollte er dennoch auf meinem Grundstück aufkreuzen, nun, das wäre dann Hausfriedensbruch. Unser Nachbar ist übriges bei der Polizei…

                  Sind wir schon wieder so weit, dass man „Hausbesuche“ angedroht bekommt, wenn man seine Meinung äußert?

    • @Alfred: Ja, es ist auch für diese Leute viel einfacher satt zu werden als früher. Im Aldi bekommt man z.B. superleckere Eintopfsuppen in vier Sorten zu 0,99 Cent bzw. 1,39 Euro. Das ist eine komplette warme Mahlzeit. Auch andere sehr gesunde Grundnahrungsmittel bekommt man in vielen Supermärkten zu kleinen Preisen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man heutzutage auch mit kleinem Geldbeutel nicht satt wird. Und das ganz ohne Tischgebet.

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