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Von Baum erschlagen: Deutsche Journalistin Sylke Tempel fällt dem Sturm „Xavier“ zum Opfer

Sylke Tempel am 05.02.2017 während der ARD-Talksendung "Anne Will" zum Thema "Die Trumpokratie - Eine Gefahr für die freie Welt?" in den Studios Berlin-Adlershof. Foto: Karlheinz Schindler/dpa-Zentralbild/dpa

Auch in Ostbelgien kennt man sie von Sendungen wie „Presseclub“ oder von diversen Talkrunden: Die Meinung von Politik-Expertin Sylke Tempel war im deutschen Fernsehen oft gefragt. Die 54-Jährige fiel am Donnerstag in Berlin dem Sturmtief „Xavier“ zum Opfer (siehe dazu auch Artikel an anderer Stelle).

Die Chefredakteurin der Zeitschrift „Internationale Politik“ (IP) und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) war am Donnerstag nach Angaben der Feuerwehr aus ihrem Auto gestiegen, um ein Hindernis aus dem Weg zu räumen. Dabei wurde sie von einem umstürzenden Baum getroffen.

Schlagzeile von bild.de am Freitag.

Tempel sei eine außerordentliche Persönlichkeit in der außenpolitischen Debatte gewesen, teilten das Auswärtige Amt und die DPAG am Freitag in Berlin mit. Als Gesprächspartnerin in Politik und Öffentlichkeit sowie als Kommentatorin habe sie die Diskussionen in den Medien bereichert. Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) lobte Tempels Diskussionsbeiträge sowie ihre Fein- und Scharfsinnigkeit.

Die in Bayreuth geborene Journalistin gab seit 2008 das DPAG-Organ „IP – die Zeitschrift“ sowie das „Berlin Policy Journal“ heraus. Davor schrieb sie unter anderem für die „Jüdische Allgemeine“, das österreichische Magazin „Profil“, das Schweizer Magazin „Facts“ und den Berliner „Tagesspiegel“. Sie war auch Buchautorin und Rezensentin. (dpa/cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Beitrag auf „Ostbelgien Direkt“:

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